Garagendecke für kl. Sternwarte

Diskutiere Garagendecke für kl. Sternwarte im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich bin neu hier, stehe aber im moment vor der Planung eines kleinen Projektes. Wir haben eine ältere Garge, die Saniert werden...

  1. #1 astrogarage, 26. Februar 2012
    astrogarage

    astrogarage Gast

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier, stehe aber im moment vor der Planung eines kleinen Projektes.
    Wir haben eine ältere Garge, die Saniert werden sollte und die ich gern zum Aufbau einer kleinen Sternwarte nutzen würde.

    Die Garage ist 7,5*4,90m mit 30er Ziegelwänden. Innen ist eine Zwischendecke aus Holzbalken und Brettern, darüber kommt noch ein kleiner Raum, der ca. eine Höhe von 60cm hat. So als Stauraum. Abgeschlossen wird das ganze dann mit nem ca. 10° Flachdach mit blech. Aus nem Wasserschade ist die Zwischenholzdecke schon etwas mitgenommen.

    Mein Plan ist es anstatt der Holzecke eine Betondecke einzuziehen. Ich habe ja 60cm überstechendes Mauerwerk von der Holzecke aus, darauf sollen noch 40cm Mauerwerk kommen, ein Satteldach und an einer Ecke des Raumes ein 2,5x2,5m großer Raum mit einem separaten Dach, als Sternwarte. Letzteres ist aber sekundär.

    Das eigentliche Problem:
    Über der jetzigen Holzdecke sind schon 60cm Mauerwerk. Also ich habe >3m hohes Mauerwerk, die Decke soll aber bei 2.3m eingezogen werden. Wie bringe ich die Betondecke unter?

    1. Vorschlag: Innerhalb der Garage an den Außenmauern eine weitere Mauer aufziehen bis zur Deckenhöhe, damit eine Fertigbetondecke draufgelegt werden kann. Nachteil, Garage wird kleiner. Wie verbindet sich innen und außenmauer...

    2. Vorschlag: Den Mauerüberstand oben runternehmen, sei es durch einen Mauerschnitt, oder mit dem Bohrhammer: Nachteil: Entweder sauteuer, was kostet so ein Schnitt über die 25m Mauerwert? Oder extrem viel Arbeit.

    3. Vorschlag: In das bestehende Mauerwerk einen Schlitz für die Decke stemmen und die Decke vor Ort betonieren. Nachteil: Trocknungszeit, Schalung...

    Was haltet ihr davon? Habt ihr bessere Vorschläge?
    VG
    Michael
     
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  3. Julius

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    Z.B. ne Trägerdecke.
    Aber da Du für das Vorhaben sowieso nen Planer brauchst, kann der die machbaren Lösungen aufzeigen.
    Sofern die Aufstockung überhaupt zulässig ist (statisch wie baurechtlich).
     
  4. #3 astrogarage, 26. Februar 2012
    astrogarage

    astrogarage Gast

    Hallo Julius!
    Danke für die Info, so eine Trägerdecke scheint auch interessant zu sein. Ich würde mich da wohl für eine mit Betonsteinen entscheiden.

    Auf nen Architekten würde ich eben erst zugehen, wenn schon alles etwas mehr feststeht, ich würde mich da einfach vorher ein wenig informieren.

    So soll das Ding dann in etwa ausschauen:
    [​IMG]

    Bei der Decke sind drei Sachen relevant:
    - der Preis natürlich, was kostet so ne Trägerdecke bzw. die anderen Möglichkeiten?
    - 2. Die Decke sollte möglichst schwingungsarm sein
    - 3. Das Teleskop soll auf eine Betonsäule mit 2m Höhe und 25cm durchmesser. + ein kleines Fundament drunter. Da liege ich wohl bei 600kg Tragelast auf nem kleinen Bereich,
    geht das?
     
  5. Ruppi

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    Gerade zu dem Thema Schwingungsarmut wird DIr ein Planer wenig helfen können. Das merkst Du erst, wenn das Ding fertig ist.
    Da aber selbst eine 18er oder 20er Betondecke noch spürbar schwingt und man beim Teleskop ja mit erheblichen Vergrößerungen arbeitet, werden selbst die geringsten Schwingungen sichtbar und stören. Kann mir kaum vorstellen, dass das gutgehen kann.

    Ich würde da lieber eine andere Stelle suchen und eine richtig dicke Beton-Bodenplatte (mit Bewehrungsstahl) betonieren. Das dämpft die Schwingungen immer noch am besten.

    Wie ist das eigentlich in großen Sternwarten? Wird da nicht auch jedes Teleskopfundament im Erdreich betoniert?

    Ich hab mal 20 Jahre Hobbyastronomie betrieben, hab noch heute ein Celestron C8 (Powerstar). Kann mich an Nächte Ende September/ Anfang Oktober erinnern, da war die Szintillation so gering, dass selbst die geringen Schwingungen des nachführenden Pulsmotors störend waren und ich ihn zur Planetenbeobachtung sogar abgeschaltet habe.

    Also Vorsicht...
     
  6. #5 Rudolf Rakete, 26. Februar 2012
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    Bei Versuchen mit Lasern, werden dicke Stahlplatten auf Sand gebettet um die Schwingungen fernzuhalten. Das könnte beim Teleskop auch eine Alternative sein. Z.B gegossene Stahlbetonplatte die auf eine Sandschicht liegt. Aber dafür würde ich mich an einen Architekten wenden und ihn gezielt auf das Problem Teleskop ansprechen.
    Eventuell mal eine UNI besuchen die eine kleine Sternwarte hat und mit einem von den Profs. sprechen, wer bei denen für die Planung verantwortlich war.
     
  7. Ruppi

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    "Das Fundament der Betonsäule ist sternförmig und 1,20m tief in den Boden gegossen.
    Die beiden Zwischenböden sind von der Säule entkoppelt. Es wurde massiv aus 24ger Poroton gemauert...."

    Schau mal hier: so macht man das wohl am besten:
    >>sternwarte-kletzen_bau<<
     
  8. Neutal

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    Auf jeden Fall darauf achten, das sich die Garage nicht aufheizt, sonst flimmern nachher die Sterne....
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 26. Februar 2012
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    @ Ruppi - gibts irgendwas, zu dem Du nichts zu sagen hast?

    @ garage
    1) Wenn Deine komische Isometrie da oben stimmt, steht das Ding in Grenznähe - also vergiss es.
    2) Wenn Dein Plan umsetzbar sein sollte - baurechtlich -, dann haben ALLE (auch privaten) Sternwarten eine drehbare Kuppel mit einer entsprechenden "Tür" und kein Kirchturmzipfelziegeldach.
    3) In Deine Garage nachträglich eine Decke reinzufummeln, die auch noch wenig bis gar nicht schwingen soll, Punktlasten und dynamische Lasten (aus der Mechanik der Kuppel) aufnehmen muss, wird teurer als Komplettabriss und Neuaufbau.

    Aber vielleicht ist das ja in "zuhause" alles ganz anders.
     
  10. Ruppi

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    War 20 Jahre Hobbyastronom. So schwer zu ertragen?
     
  11. #10 astrogarage, 26. Februar 2012
    astrogarage

    astrogarage Gast

    erst mal danke für eure Tipps!

    Gewisse Dinge sind mir durchaus bewusst, aber aus finanzieller, bautechnischer hinsicht unvermeidlich.

    1. Die Garage muss renoviert werden, die Decke mit der Sternwarte ist ein netter Nebeneffekt.
    2. Die Garage ist eine Grenzbebauung, ja, aber laut Stadtverwaltung wäre dies möglich, solange die Nachbarn zustimmen.
    3. Die örtlichen Gegebenheiten sind bei uns mit den Nachbarn so, dass zu 90%er Sicherheit eine Zustimmung erfoglt.
    4. Die Kirchturmspitze die drauf trohnt ist ein Programmtechnisches Problem, ne Kuppel gibts in dem Programm nicht. Es ist sozusagen nur eine Skizze.
    5. Ein Betonfundament entkoppelt von der Garage wäre natürlich das beste.
    Klar. Bautechnisch aber nicht möglich.
    Der Plan ist aber so, die Sternwarte zu automatisieren und über Nacht Fotos aufnehmen zu lassen.
    D.h. es wird sich keiner drin aufhalten, was Schwingungen in der Zeit sicherlich minimiert.
    6. Wenn ich 50k€ übrig und den entsprechenden Grund hätte, würde ich mir auch sowas in den Garten stellen:
    http://www.sternwarte-kletzen.de/sternwarte_bau.php
    Habe ich aber nicht.
    7. @ Flocke, dein Beitrag war wirklich der sinnvollste.
    Das Problem ist mir ebenso bewusst. Hier wird es wohl ein sehr helles Dach.
    Deshalb werden wohl auch 2 Fenster reinkommen um zuerst einen Kamineffekt zum kühlen zu haben um die Temperatur zu erreichen.

    Was ich damit sagen will, mir sind die Probleme bewusst, Bautechnisch geht es aber nicht anders.
    Deshalb zum eigentlichen Thema zurück.
    Wie bringe ich am besten welche Decke in die Garage...
    VG
    Michael
     
  12. Neutal

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    Aber nochmal zum flimmern. Sternenschau aus bewohnten Gebieten weist einem schnell in die Schranken. Bevor man nun tausende in die Garage investiert, vielleicht lieber nen Hocker und ne Decke auf den Bollerwagen, Sternrohr unter den Arm und ab in die Natur. Dann sieht man auch was,,,,
     
  13. #12 Rudolf Rakete, 26. Februar 2012
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    und was ist wenn gerade ein LKW in der Nähe vorbeirumpelt?


    Im übrigen warum hast Du keine Traute nicht wenigstens deinen ungefähren Wohnort anzugeben. Der Beruf Schreibtischtäter ist auch sehr aufschlussreich
     
  14. #13 astrogarage, 26. Februar 2012
    astrogarage

    astrogarage Gast

    1. In ner Sackgasse fährt selten ein LKW (wenn er nicht muss)

    2. In Zeiten von Facebook und Co muss man nicht überall gleich die Hosen runterlassen.

    @Flocke: Die Lichtverschmutzung in meiner Gegend ist überschaubar, da weder eine größere Stadt, noch sonst irgendwie Industrie in der Gegend ist.
    Mir ist das Problem auch klar, ich mache ja schon einige Zeit Fotos, die durchaus recht passabel werden. Also das passt.

    Warum ich das ganze machen will ist einfach ne Bequemlichkeitssache.
    Es gibt in Deutschland im Jahr vielleicht 40 Nächte im Jahr in der ein klarer Himmel herrscht und gerade der Mond nicht scheint.

    In diesen Nächten habe ich die Möglichkeit alle Sachen in den Garten zu schleppen und aufzubauen, was knapp ne Stunde dauert bis die ersten Fotos gestartet sind. Dann muss man noch einmal in der Nacht das Teleskop schwenken und am morgen wieder ne Stunde abbauen.
    Geht man in die Arbeit, wie ich, beschränkt man sich aufs Wochenende, was heißt es bleiben noch vielleicht 5 Nächte im Jahr übrig.

    Die Nächte in denen man dann vielleicht noch bereit ist ein Stück zu fahren um einen besseren Himmel zu haben und die nacht über dabeizusitzen gehen damit gegen 0.

    Deshalb der Beschluss bei der Renovierung der Garage eine wenn auch nur Suboptimale Sternwarte zu integieren.
    Vielleicht lass ich mir dann noch so ein Knickrohr schweißen,
    http://forum.astronomie.de/phpapps/...php/topics/784311/ASA_DDM_85XL_auf_Knicksaule
    dann heißt es am Abend Deckel auf, Teleskop per W-Lan auf Objekt ausrichten, Kamera an, schlafen gehen, am morgen aufstehen, die Bilder abholen und den Deckel wieder zumachen.
    So der Plan.

    Deshalb zurück zum Thema:
    Wie bringe ich am besten so eine Decke in die Garage?
    VG
    Michael
     
  15. H.PF

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    Es ist nicht zu viel verlangt, zumindest die grobe Gegend anzugeben. Hat ganz einfach den Sinn, die bautechnischen Hinweise direkt auf das passende Baurecht anzupassen...

    Und ich verstehe dich sehr sehr gut mit deinem Wunsch, würd ich wohl an deiner Stelle auch nicht anders machen...

    Ich bin froh, das ich ab Sommer in meinem Elternhaus wohne wo ich meine Werkstatt und meinen Traktor direkt dabei habe und nicht immer erst noch fahren muß wenn ich mal schreinern oder sonst irgendwelche Arbeiten nach Feierabend ausführen will sondern alles direkt dabei habe...
     
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  17. #15 astrogarage, 26. Februar 2012
    astrogarage

    astrogarage Gast

    Ich wollte gerade mein Benutzerprofil ändern um dem vielfachen Wunsch nachzukommen, den Ort zu ändern.
    Deshalb sage ich ihn jetzt:
    Ein Vorort vom bayrischem Wald, Beruf sage ich mal naturwissenschaftlicher Abschluss einer Universität, darf mich also Dipl. schimpfen.
    Auch wenns nichts zur Sache tut...

    Nichtsdestotrotz wäre ich für Ideen und Vorschläge dankbar, wie ich am besten eine Decke in die Garage einziehe.
    VG
     
  18. H.PF

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    Naja, Glaskugellesen können wir noch nicht...

    So was sollte man doch vor Ort geplant bekommen, es muß das Schwingen ja gut in den Griff bekommen werden...

    Die Angaben sind schon recht mager für so was, du wirst schon Geld in die Hand nehmen müssen um es vor Ort zumindest mal ansatzweise zu gucken was geht und was nicht geht...
     
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Garagendecke für kl. Sternwarte

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