Gas-Durchlauferhitzer als Alternative zu elektr. Durchlauferhitzer?

Diskutiere Gas-Durchlauferhitzer als Alternative zu elektr. Durchlauferhitzer? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, als treuer Leser der Gemeinde hier, möchte ich mich erstmalig mit einer Frage zur Haustechnik vertrauensvoll an an Euch wenden. Ich plane...

  1. McMadigan

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    Hallo,

    als treuer Leser der Gemeinde hier, möchte ich mich erstmalig mit einer Frage zur Haustechnik vertrauensvoll an an Euch wenden.

    Ich plane gerade meinen EFH-Neubau.

    Als Konzept für die Heizung und WW-Aufbereitung habe ich folgende Konstellation als Konzept im Kopf:

    Heizung: wassergeführter Pellets-Kaminofen
    WW-Aufbereitung: elektr. DLE

    Da ich aber auch gerne mit Gas kochen würde, frage ich mich, ob nicht ein gasbetriebener Durchlauferhitzer eine Alternative zu dem elektr. betriebenen DLE sein könnte.

    Ich denke die der Wirkungsgrad müsste deutlich besser sein. Allerdungs kann ich den Gasverbrauch in keinster Weise einschätzen. Wir sind ein 2 Personen Haushalt, wobei Nachwuchs nicht auszuschließen ist.

    Erdgas ist nicht verfügbar, wäre aber ohnehin unsinnig.
    Die Gasversorgung würde also mit in der Garage stehenden 33kg- Propangasflasche erfolgen.

    Sollte ich die Idee sofort wieder verwerfen oder könnte es eine sinnvolle Alternative werden?

    McMadigan
     
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  3. flo79

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    Wie schaut denn das Heizkonzept genau aus? Heizlast, wieviel kw hat der Pelletofen? Pufferspeicher? soll der kein Warmwasser machen usw.?

    Gruß Flo
     
  4. McMadigan

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    Heizung und WW-Aufbereitung werden wahrscheinlich komplett getrennt.

    Einen Pfferspeicher (Größenordnung vermutlich ca. 300...500l) wird es geben.
    An einen Kombispeicher denke ich im Moment nicht, werde ich aber evtl. noch in meine Überlegungen mit einbeziehen.

    WW-Aufbereitung muss aber auf alle Fälle auch unabhängig von Pellets-Kaminofen möglich sein, weil ich den Wohn-, Ess- und Kochraum im Sommer nicht für WW beheizen möchten. :D


    Pelletsofen wird eine Nennleistung von ca. 10kW haben, wobei 80% wasserseitig und 20% werdn an die Raumluft abgegeben.
    Heizlast ist noch nicht exakt ermittelt.

    McMadigan
     
  5. R.B.

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    In der 33kg Gasflasche stecken etwa 400kWh.

    Für die WW-Erzeugung gönnt sich der Durchlauferhitzer um die 6-10kWh pro Tag (je nach Nutzung bei 2 Personen). Dazu noch ein paar kWh zum Kochen. Dir ist schon klar, dass Du dann alle 2-3 Wochen eine neue Gasflasche anschleppen darfst? Und die Dinger sind richtig schwer. ;)

    Und sobald der Nachwuchs da ist (da steigt der WW Bedarf, das kann ich garantieren) werden die Abstände noch kürzer.

    Hast Du schon einmal nachgefragt, was Dich die 33kg Flasche kostet?

    Ich möchte mal folgende Ansätze in den Ring werfen:

    a.) WW mit Pelletofen, zusätzlich Solarunterstützung, für Notfall einen el. Heizstab
    b.) BW-WP (hat üblicherweise eine Speicher um 250-300 Liter integriert)
    c.) el. DLE

    Variante a.) dürfte am teuersten sein, dafür liefert die Solaranlage die Wärme gratis (wenn die Sonne scheint). Option b.) dürfte wohl um die 2.000,- € kosten, dafür spart man sich bei den anderen Komponenten den WW-Speicher, da der Speicher in der BW-WP mit genutzt wird.
    Die Variante c.) dürfte von der Kostenseite am besten abschneiden, zumindest wenn man nur die Investitionskosten betrachtet. Dafür liegen die Verbrauchkosten später am höchsten.

    Ein Kostenvergleich ist nicht so einfach, denn im Winter läuft ja der Pelletofen und liefert somit auch die Energie für WW. Die o.g. Komponenten kämen dann nur im Sommer zum Einsatz, sporadisch auch während der Übergangszeit.

    Gruß
    Ralf
     
  6. McMadigan

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    Hallo,

    vielen Dank erstmal für die erste Einschätzung.


    Der Gasverbauch beim Kochen ist sehr gering.

    Aber selbst wenn ich (zu zweit) mit 6 kWh pro Tag auskommen würde, wären das 5 bis 6 Flaschenfüllungen im Jahr.
    Bei Einbau eines Kombispeichers vermutlich 3 bis 4 Flaschenfüllungen.
    Komfort ist etwas anderes.

    Schade darum, werde aber vermutlich trotzdem an einem Gasherd festhalten.


    Variante A scheidet aus, wegen geplanter Photovoltaik.
    Variante B scheidet aus, weil ohne Keller gebaut wird, ansonsten wäre eine BW-WP auch mein Favorit gewesen.
    Also vermutlich doch Variante C, mit der ich mich gefühlsmäßig nicht anfreunden kann?

    .... aber ein größere Gas-Erdtank ist wirtschaftlich gesehen doch auch Unfug, oder?

    McMadigan
     
  7. R.B.

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    Ein größerer Tank wird sich bei dem Bedarf kaum rechnen. Da kannst Du ja den Bedarf für die nächsten 20 Jahre einlagern. ;)

    Das Ding muss ja nicht unbedingt in den "Keller". Irgendwo wird ja Deine Haustechnik untergebracht, also könnte man dort auch die BW-WP hinstellen. Die Luftführung ist ein Thema über das man nachdenken kann.

    Gruß
    Ralf
     
  8. McMadigan

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    BW-WP im Haustechnikraum wäre kein Problem.
    Aber wie könnte die Luftführung, wenn kein Keller vorhanden ist, alternativ aussehen?

    An den Haustechnikraum grenzt die Garage ca. 7,50 x 8,00 m.
    Ist aber nur ein einfacher ungedämmter Holzbau.
    Wird aber in der Übergangszeit vermutlich nicht besonders effektiv sein oder?
    Oder bin ich da auf dem Holzweg?

    Zur Info habe ich mal Grundriss EG und DG angehängt.

    McMadigan
     
  9. R.B.

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    Müsste man sich einmal durch den Kopf gehen lassen. Zuluft sollte immer über +8°C sein, sonst springt der Heizstab ein. Das wäre im Sommer und während der Übergangszeit auch mit Außenluft zu bewerkstelligen.

    Nur der Haustechnikraum ist für die Luft zu klein. Das ergibt einen Kurzschluß. Immerhin will so ein Ding um die 500m3/h bewegen.

    Was macht Ihr mit der Wäsche im Winter? Alles durch den Trockner jagen?

    Gruß
    Ralf
     
  10. McMadigan

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    Bisher wurde die Wäsche im Dachboden getrocknet. Dachboden im jetzigen Haus ist nicht ausgebaut und eine Dämmung zwischen Wohung und Dachboden ist so gut wie keine vorhanden. Wenn´s dann mal richitg kalt war, stand der Wäscheständer im Büro oder Bad.

    Ich denke, das wird so beibehalten, nur dass der Wäscheständer im Herbst früher und im Frühling später in den Dachboden umziehen wird.

    Wie wär´s mit Zuluft im HT-Raum von der Nordostseite (im Plan rechts) und Abluft im DG über Nordostseite (im Plan oben)? Oder besser anders herum?

    Die Vorsatzwand bei der Badewanne würde ich dann bis zum Kinderzimmer vorziehen. Ist hier dann noch eine Kurzschlussgefahr vorhanden?

    McMadigan
     
  11. McMadigan

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    Ich meinte:
    Wie wär´s mit Zuluft im HT-Raum von der Nordostseite (im Plan rechts) und Abluft im DG über Nordwestseite (im Plan oben)? Oder besser anders herum?

    McMadigan
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Ich denke, man muss nicht unbedingt in´s DG. Das Fenster im Haustechnikraum bekommt wohl einen Lichtschacht, vielleicht könnte man den nutzen. Wie gesagt, das müsste man sich einmal durch den Kopf gehen lassen.

    Ich würde die "kalte" Abluft auf möglichst kurzem Weg nach draussen transportieren. Auch so Dinge wie Luftfeuchtigkeit und Kondensat beachten.

    Gruß
    Ralf
     
  13. McMadigan

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    Der HT-Raum ist im Erdgeschoss; das Fenster benötigt keinen Lichtschacht.

    Vielen Dank erstmal für die Hilfe und Denkanstöße.

    Ich merke, dass ich beim Thema BW-WP noch ein großes Informationsdefizit habe, das ich jetzt erstmal beseitigen sollte.
    Ich hab mich bisher nicht so sehr mit dem Thema beschäftigt, weil ich dachte dass die ohne Keller für mich ohnehin nicht in Frage käme.


    Dann könnte mein Heizungs-Konzept also evtl. auch so aussehen:

    Pellets-Kaminofen mit Kombi-Pufferspeicher und Brauchwasser-Wärmepumpe für die sommerliche WW-Aufbereitung.


    Gibt es etwas, was ich/wir übersehen haben könnten und diese Kombination unsinnig macht?


    McMadigan
     
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  15. flo79

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    Meiner Meinung nach benötigt der Pelleter nicht unbedingt einen Kombipuffer. Ein einfacher aber gut gedämmter Puffer tuts auch. Die WP hätte ja einen Warmwasserspeicher. Bei einem Gerät mit 2 Wärmetauschern müßte man ja auch den Pelleter anschliesen können.

    Weitere Mäglichkeiten wäre nur ein Warmwasserspeicher mit E-Heizstab für Warmwasser im Sommer.

    Des weiteren gibts Warmwasser-WP nicht nur mit Luft als Quelle. Ochsner hat z.B. auch eine DV-WP (Mini-EWP) die ganzjährig WW produzieren könnte. Probleme mit Luftführung usw. hast du dann auch nicht.

    Gruß Flo
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Die Verschaltung der beiden Speicher könnte noch interessant werden. ;)

    Vielleicht nur den Speicher in der BW-WP für das WW nutzen, dazu ein einfacher Heizungspuffer. WW mit Prioriät, und dazwischen mit einem 3-Wege Ventil umschalten. Läuft der Pelleter und der WW-Speicher ist kalt, dann heizt der Pelleter in den WW-Speicher, ansonsten in den Heizungsspeicher. Ist der Pelleter aus, und WW wird kalt, dann springt die BW-WP an.

    Das kriegt man schon sinnvoll verheiratet. Ist ja nicht so komplex.

    Gruß
    Ralf
     
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