Gedankenfehler mit Sondertilgung?

Diskutiere Gedankenfehler mit Sondertilgung? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Ich brauch mal kurz jemanden zum Mitdenken, damit ich mir auch keine Flausen in den Kopf setze. Wenn ich 10% Sondertilgung/a zu nicht...

  1. sw84244

    sw84244

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    Ich brauch mal kurz jemanden zum Mitdenken, damit ich mir auch keine Flausen in den Kopf setze.

    Wenn ich 10% Sondertilgung/a zu nicht verschlechterten Zinskonditionen angeboten bekomme, macht es doch eigentlich Sinn, trotz der Niedrigzinsphase mit 1% Tilgung zu starten und das "übrige" Geld dann (Disziplin vorausgesetzt) am Ende des Jahres via Sondertilgung gegen schiesse, oder?

    Vorteil: Flexibilität
    Nachteil: Ohne Disziplin, hohe Restschuld

    Wie seht ihr das?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Jain, bei sofortiger Tilgungsverrechnung macht sich die SoTi halt erst am Jahresende bemerkbar, laufende Tilgungsraten früher, was unter´m Strich einen kleinen Zinsvorteil bringen sollte. Könnte man aber genau rechnen.

    Man sollte die Tilgung so wählen, dass die monatlichen Raten erträglich bleiben, und nur Überschüsse/Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Boni o.ä.) in SoTi stecken. Es ist unsinnig das Geld über´s Jahr durch niedrigere Raten zu sparen (kein/kaum Zinsgewinn) während man an anderer Stelle eine teuren Kredit finanziert hat.

    Gruß
    Ralf
     
  4. sw84244

    sw84244

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    Das stimmt, dass mit dem Zinseffekt habe ich auch schon im Auge gehabt .. ich werd's mal genau rechnen, aber ich würde mal aus dem Bauch heraus sagen, das mich die etwas teureren Konditionen mit den wesentlich flexibleren Möglichkeiten um ein vielfaches ruhiger schlafen lassen würden .. aber das mit dem Bauchgefühl ist bei Finanzierungen natürlich immer so eine Sache ;)
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Man sollte seine monatliche Rate so planen, dass man diese auch jederzeit bedienen kann, und wenn das budget eine 3% Tilgung nicht her gibt, dann eben 2%.
    Es gibt Banken die bieten auch an den Tilgungssatz während der Laufzeit zu ändern.

    Bei Sondertilgungsoptionen auf die Details achten (Mindestbetrag, Maximalbetrag).

    Gruß
    Ralf
     
  6. gnu0815

    gnu0815

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    Ist das auch so wenn man am Jahresanfang tilgt?
     
  7. walliworld

    walliworld

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    Eigentlich ist es doch völlig egal, ob am Jahresanfang oder am Ende. Einen Vorteil im Zins/Tilgungs Verhältnis erreicht man doch nur im ersten Jahr, wenn die SoTi erst am Ende des Jahres erfolgt. Die SoTi ist aber dann auch gleichzeitig für das komplette neue Jahr wirksam und mindert die zu zahlenden Zinsen die ganzen nächsten 12 Monate bis zur nächsten SoTi. Rechne das mal wirklich aus (Zinz-Tilgungsrechner). Meiner Meinung nach tut sich da nicht viel. Niedrige Tilgung und entsprechende SoTi ist vielleicht sogar noch günstiger (sind aber nur Peanuts).
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Was soll wie sein wenn man am Jahresanfang tilgt?

    Nochmal zum Mitschreiben.

    Die Tilgung wird wirksam sobald sie auf dem Konto eingeht (bei sofortiger Tilgungsverrechnung) und reduziert ab diesem Moment die Restschuld und somit den Zinsanteil.

    Was ist nun besser? Wenn ich jeden Monat 100,- € Tilgung einzahle oder am Jahresende 1.200,- €?
    Einfach mal durchrechnen, und Du wirst feststellen, dass es besser ist sofort zu tilgen anstatt die Raten zuerst anzusparen, zumindest so lange sich das angesparte Guthaben nicht sehr gut verzinst.

    Mit Jahresanfang oder Jahresende hat das nichts zu tun.

    Gruß
    Ralf
     
  9. walliworld

    walliworld

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    Ob am Jahresanfang oder am Jahresende ist (mal abgesehen vom ersten Jahr) wirklich egal bei einer langen Darlehnslaufzeit. Aber zwischen monatlicher Tilgung und jährlicher Tilgung gibt es durchaus Unterschiede. Eine jährliche Tilgung sollte zinstechnisch günstiger sein, da man auf einem Mal die kompletten 12 Monate tilgt und damit die kompletten 12 Monate einen niedrigeren Zins bezahlt. Bei monatlicher Zahlungsweise würde der Zins sich erst über die Monate verringern.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Nein, nur wenn am Jahresanfang die SoTi fließen würde, aber dafür hätte man auch früher Kapital eingebracht, was sich bei monatlicher Tilgung ja über´s Jahr verteilt.

    Noch einmal, es lohnt nicht Geld zu sparen um dann irgendwann eine SoTi zu machen, wenn man das Geld auch gleich zum Tilgen einsetzen kann. Je schneller getilgt wird, um so schneller sinkt die Restschuld und somit auch die Zinslast.

    Wenn ich beispielsweise 3% anf. Tilgung pro Monat leisten kann, wozu dann nur 1% tilgen und die Differenz ansparen um am Ende des Jahres zu tilgen? Das ergibt keinen Sinn.

    SoTi ist dann sinnvoll wenn nicht sicher ist ob ich die 3% leisten kann. Dann reduziere ich die anf. Tilgung auf von mir aus 1% und schieße zum Jahresende eine Differenz x als SoTi in das Darlehen. Das ist besser als im Jahresverlauf eine Rate nicht bedienen zu können.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 Andreas1705, 1. Dezember 2010
    Andreas1705

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    Einspruch. Es ist immer vorteilhafter dort zu investieren, wo die Zinsen höher sind (gleiches Risiko vorausgesetzt). Wenn sich also eine sichere Alternativanlage bietet kann es sinnvoll sein, zu sparen anstatt zu tilgen (Steuereffekt berücksichtigen).

    Gruss - Andreas
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Siehe meinen Beitrag weiter oben

    Fakt ist, es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich sein Guthaben bei gleichem Risiko besser verzinst als seine Schulden.

    Gruß
    Ralf
     
  13. #12 Vorgartenzwerg, 1. Dezember 2010
    Vorgartenzwerg

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    Das ist doch der entscheidende Punkt.

    Wenn das Geld sowieso jeden Monat da ist, sollte es fixer Teil der Rate werden.

    Da VollesHaus ja die Sondertilgung in Höhe von 10 % ohne Zinsaufschlag
    haben kann, würde ich sie auf jeden Fall vereinbaren und nutzen, wenn es geht.

    1 % Tilgung wäre für mich dabei nicht zwingend. Sondern ein Tilgungssatz,
    der dem monatlichen Finanzrahmen gerecht wird.
     
  14. fmjuchi

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    Hi,

    man darf aber auch mal rechnen. Nehmen wir mal ein durchschnittliches Darlehen von 200.000 € und eine regelmäßige Sondertilgung von 2,5 %. Das wären dann am Jahresende 5.000 €, also nimmt davon die Hälfte als durchschnittlichen Tilgungsvorteil. Die Differenz zwischen Tagegeld und Darlehen liegt um die 2,5 % im Jahr. Das macht einen Zinsvorteil von 62,50 € oder rd. 5 € im Monat.

    Es ist also durchaus eine Überlegung wert, den geringen finanziellen Nachteil für mehr Liquidität über das Jahr in Kauf zu nehmen.

    lg fm
     
  15. gnu0815

    gnu0815

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    Nun bin ich ganz verwirrt.
    Wenn ich einen geringe Tilgung nehme aber dafür nicht knapp am Monatsende bin kann ich doch spontan am Jahresanfang entscheiden ob ich liquide genug bin eine Sondertilgung zu leisten. Die Jahrestilgung ist doch dann genauso wie wenn ich 3% anstelle von 1% nehme. Oder sehe ich das falsch?
     
  16. Huisje

    Huisje

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    Ich glaube, dass es mehr flexibele als disziplinierte Menschen gibt.

    Deswegen halte ich es für gefährlich sich zu sehr auf die SoTi zu verlassen.
    Ausreden sie nicht zu tätigen sind schnell gefunden.
     
  17. musiker

    musiker

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    Na, ich denke, man sollte sich halt selbst kennen.

    Bei mir hat die Sondertilgung bisher hervorragend funktioniert, weshalb ich sie auch jetzt wieder vereinbart habe. Wenn, wie bei mir, ein Teil des Gehalts erfolgsabhängig in einem Monat ausgezahlt wird, ist das ideal.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass man auch wenn etwas Unvorhergesehendes passiert (z. B. Umzug mit Objektverkauf) das Restdarlehen einfacher und billiger los wird.

    Ich habe für meine neue Finanzierung eine relativ hohe anfängliche Tilgung gewählt und zusätzlich (gab's kostenlos) eine Sondertilung von 10 % pro Jahr vereinbart. Die werde ich sicher nicht jedes Jahr voll in Anspruch nehmen, aber doch so oft, dass der Kredit innerhalb der Zinsfestschreibungszeit (10 Jahre) abgezahlt sein wird - es sei denn, die Anlagezinsen steigen so sehr, dass sich keine Sondertilgung mehr lohnt (was ich aber für unwahrscheinlich halte).
     
  18. sw84244

    sw84244

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    Rege Diskussion hier :biggthumpup:

    Generell stimme ich R.B. schon zu: Man sollte seinen Tilgungssatz so wählen, dass dieser bedient werden kann und zu seiner monatlichen Max. Belastung passt .. und wenn jemand 4% tilgen kann, so what!?

    Bei mir wird die Tilgung wahrscheinlich irgendwo bei 1,5% liegen.

    Die eigentliche Überlegung hier höher zu tilgen (aufgrund des Niedrigzinsniveaus) werde ich aber aufgrund der genannten Sondertilgung von 10%/a nicht in Angriff nemhen.
    Sicherlich muss man hier Disziplin walten lassen, aber die Flexibilität/Liquidität sehe ich schon als Vorteil.
    Lieber lasse ich am Ende des Jahres meine SoTi geringer ausfallen, als das ich eine Rate nicht bedienen kann <- Das wäre für mich ein absolutes NOGO!

    Nochmal für mich zum Verständnis:
    Die SoTi werden wir wahrscheinlich max. 3x/a in Anspruch nehmen können.
    Bleiben wir bei dem Durschnittsbsp. mit 200.000 EUR Darlehen, welches angenommen zum 01.01.2011 startet.
    Wenn ich jetzt weiterhin angenommen 1.000 EUR in den ersten 6 Monaten tilgen würde und dann am 01.07.2011 eine max. SoTi von 10% vornehmen will, dann kann ich max. 19.900 EUR tilgen, oder?
    Rechnung: 200.000 EUR Darlehen - 1.000 EUR Tilgung = 199.000 Restschuld -> Davon 10% = 19.900 EUR.
    Ergo: Die SoTi bezieht sich immer auf den aktuellen Stand der Restverschuldung.
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Die SoTi bezieht sich üblicherweise auf den ursprünglichen Darlehensbetrag, so ist es zumindest in den Verträgen geregelt die ich kenne. Da gibt es aber sehr wahrscheinlich weitere Details die zu beachten sind.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. AdiLen

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    Das kannst du deinem Darlehensvertrag entnehmen.

    In der Regel bezieht sich die Sondertilgung auf den ursprünglichen Anfangskreditbetrag(200.000).
     
  22. JaquesTati

    JaquesTati

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    Tja eine wirklich rege Diskussion, aber ein Aspekt wird hier arg stiefmütterlich behandelt:

    Vater Staat

    Bei dem ganzen hin und her, ob und wann eine Sondertilgung sinnvoll sein könnte, müsste man auch einmal bedenken, wann das Finanzamt die Hand aufhält und welche Gestaltungsmöglichkeiten es in diesem Fall geben könnte, das Finanzamt an entsprechenden Ausgaben zu beteiligen. Und so etwas kann man nicht pauschal beantworten, hängt sehr vom Einzelfall ab.

    Bei uns hat es sich als lukrativer herausgestellt, auf Sondertilgung zu verzichten und sogar die Tilgungshöhe etwas zu verringern. In zwanzig Jahren wird sich zeigen, ob das Rechenmodell wirklich aufgegangen sein wird. :konfusius
     
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