Gefüllte Ziegel Wärmebrücken an den Stirnseiten??

Diskutiere Gefüllte Ziegel Wärmebrücken an den Stirnseiten?? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, Ein Bekannter meines Schwagers (Gipser) meint er hält nichts von gefüllten Ziegel weil die Wand keine gleichmäßige Dämmung hat....

  1. Donnerknall

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    Hallo zusammen,

    Ein Bekannter meines Schwagers (Gipser) meint er hält nichts von gefüllten Ziegel weil die Wand keine gleichmäßige Dämmung hat. Da wo die Steine gestoßen werden sei dann quasi eine Wärmebrücke weil ja im Randbereich der Ziegel keine Dämmung ist. Angeblich gibt es Häuser an denen solche Wärmebrücken am Außenputz sichtbar sind.

    Was ist davon zu halten? Im Augenblick planen wir mit 36,5 cm T7 und 2cm kalkzementputz außen und ich bin jetzt ein bißchen verunsichert...
     
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  3. Kopp82

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    Biss oft-Topic: Du wirst immer einen bekannten haben, der Einwände gegen irgendwas hat. Wenn du dieses Jahrzehnt bauen willst, lerne zu entscheiden!
     
  4. tgaeb01

    tgaeb01

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    Der hat nicht ganz Unrecht. Diese "Gefüllten" sind inhomogen. In Nachweisverfahren wird mit dem Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit gearbeitet. Dies ist ein "Mittelwert" über eine große Fläche "verschmiert". Lokale WB sind aber dennoch vorhanden.
    Um Aufklärung zu erhalten vier Möglichkeiten:

    1. Berechnung der WB mit geeigneter Software
    2. Thermografieaufnahmen von einem Gebäude mit gleichem Wandaufbau und Innentemperaturen (nur im Winter bei tiefen AT sinnvoll).
    3. Homogenen Baustoff verwenden, z.B. Porenbeton.
    4. WDVS verwenden.

    Wenn Vorbehalte bestehen, sollte man die vor Baubeginn abklären!
     
  5. mls

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    genausoviel, wie von der idee, kalkzementputz zu applizieren.
    kommt wohl beides aus der gleichen "quelle"?
    wenn die steine mit fingerspalt versetzt werden, gibts diese probleme -
    aber normalerweise werden die knirsch gestossen ;)
    dazu und zum thema putz gibts regeln und herstellerangaben.

    kein grund zur verunsicherung - wenn du bauen und vorher a
    bissi übers bauen wissen willst, hast du im bef (links in meiner
    signatur) und im schluesselloch genug zu lesen.
     
  6. Donnerknall

    Donnerknall

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    @ Kopp82: Klar, Entscheidungen muss man treffen. Aber nicht mit dem Würfel sondern auf Basis mehrerer Informationen.

    @ tgaeb01: Es stehen ja tausende solcher Häuser schon rum. Also muss es dazu ja jede Menge Erfahrungen geben anhand derer man das verifizieren kann. Klar, mit Poroton und WDVS wär das Thema vom Tisch. Aber es gibt doch tausende Häuser die mit T7 o.ä. gebaut worden sind. Sind hier solche Probleme bekannt? Oder vereinzelt Probleme die auf falsche Ausführung zurückzuführen sind?

    @ mls: Ich hab nochmal in das LV gesehen, ausgeschrieben ist: Unterputz, Kalkzement, armiert
    armierter Unterputz aus Kalkzement mit porigen,
    mineralischen Zuschlägen, an Wänden im
    Außenbereich, vorgerichtet für Oberputz
    der Mörtelgruppe CS I/II (P I),
    wasserabweisend nach DIN V 18550.
    Putzgrund : Ziegel
    Mörtelart : LW (Leichtputzmörtel)
    Mörtelgruppe : CS II (P II)

    Leichtputz sollte ja passen, oder nicht?
     
  7. uban

    uban

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    Wärmebildkamera könnte es zeigen.

    Man sieht an älteren!, nicht gedämmten Häusern manchmal wie die Umrisse der Steine sich im Putz abbilden. Die sind heller während es in der Fläche 'grauer' ist.
     
  8. capslock

    capslock

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    Bei uns in der Nähe gibt es gerade eine Baustelle mit diesen mineralwollgefüllten Ziegeln. Bei den Fenstern oder Enden der Wände wird gerne mal 5 cm Lücke gelassen und zugemörtelt statt genau zugesägt. Die Schale der einzelnen Ziegel springt auch gerne mal handgroß ab und wird dann einfach zugemörtelt. Spricht jetzt aber eher gegen den Bautrupp als die Ziegel...
     
  9. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ja. mir wäre wohlen, wenn als putzgrund der auserkorene
    eindeutig (zb wie #1 als "T7") beschrieben wäre.
     
  10. tgaeb01

    tgaeb01

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    Korrekt, leider erst nachträglich, da ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen!
    Hier geht es um das "Vorher"!
    Dass WB auftreten ist bei Mauerwerk unvermeidlich und eigentlich auch eingepreist. Problematisch wird´s, wenn lokale WB massiv und nachhaltig wirken.
    In Dachkonstruktionen mit Zwischensparrendämmung wird die Wirkung dieser lokalen WB durch Auf- oder Untersparrendämmung gemildert bzw. ausgehebelt. Bei monolithischem AW Aufbau wäre das ein WDVS, da kann man sich die Füllung (Mehrpreis) der lastabtragenden Schicht aber auch ersparen ;-)
    Bei alte Mauern sind rein formal diese Probleme ebenfalls vorhanden, allerdings mit einem wesentlichen Unterschied, der Lamda Wert von Stein und Mörtel bzw. Putz differiert kaum. Lokale WB wirken daher wenig.
    Bsp.
    Schlechter (hoher) u-Wert der AW, Einbau von Fenstern mit deutlich besserem(niedrigem) U-Wert insbesondere der Rahmen! Ein Groschengrab, wo Schimmel quasi vorprogrammiert ist! Hier muss deutlich mehr geheizt und gelüftet werden, als eigentlich erforderlich wäre. Merkwürdig?
    Bei mäßig oder schlecht gedämmten Bestandsgebäuden spielen lokale WB meist eine untergeordnete Rolle. Bei modernen gut bis sehr gut gedämmten Gebäuden sieht das völlig anders aus!
     
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  12. Donnerknall

    Donnerknall

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    Also zusammenfassend, wenn der Maurer gut arbeitet kein Problem? Schlitze können ja mit Leichtmörtel verschlossen werden, oder nicht?
     
  13. H.PF

    H.PF

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    Ja... So kann man es kurz gesagt zusammen fassen :)
     
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Gefüllte Ziegel Wärmebrücken an den Stirnseiten??

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