Gegossener Kunststoffboden in Wohnungen

Diskutiere Gegossener Kunststoffboden in Wohnungen im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Praxis-Fachleute, ich befasse mich gerade mit Kunststoff-Bodenbeschichtungen in der relativ seltenen Verwendung für den privaten...

  1. #1 Schreiber, 30.04.2011
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    Hallo liebe Praxis-Fachleute,

    ich befasse mich gerade mit Kunststoff-Bodenbeschichtungen in der relativ seltenen Verwendung für den privaten Wohnungsbaun und orientiere mich dazu an dem Buch "Bodenbeschichtungen - Technik und Gestaltung" von Thomas Knobel, das vielleicht ein paar von euch kennen.

    Dazu habe ich nun zwei Frage:

    Erstens: Knobel beschreibt anschaulich die Vorbehandlung des Estrichs mit Kugelstrahlen oder auch Schleifen für kleinere Flächen. Nur ist mir da die Unterscheidung zwischen Bestand und Neubau nicht scharf genug. Deshalb meine Frage: Muss auch bei einem neuen Estrich die Vorbehandlung erfolgen? Oder kann ein Estrich schon von Vornherein beim Gießen so angelegt werden, dass die Oberfläche ohne Schleifen für eine Beschichtung geeignet ist?

    Zweitens würde mich eine grobe Kostenschätzung interessieren: Wie viel kostet eine Beschichtung pro Quadratmeter im normalen Wohnungsbau, also keine hochstrapazierfähigen Gewerbe-Beschichtungen? Um wieviel teurer wird es, wenn Matten zur Trittschalldämmung eingearbeitet werden?

    Vielen Dank im Voraus für alle Antworten!
     
  2. Lukas

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    Hi!

    Wenn ich gemein wär, würde ich fragen, worüber Du sonst so schreibst.:p

    Zu 1: Theoretisch ja, praktisch eher nein.

    Zu 2: Wo sollte der Unterschied (aus Deiner Sicht wohl Einsparpotential) sein?
    Wennste dort erst an Trittschalldämmung denkst, ists eh zu spät.

    Damit bin ich wieder bei meiner gemeinen Eingangsfrage angelangt und möchte doch empfehlen, daß Du über Dinge fabulierst, von denen Du eine Ahnung hast und nicht zusammengelesenes Halbwissen verwurstest.

    Dank für Dein Verständnis

    Lukas
     
  3. #3 susannede, 30.04.2011
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    Das hängt ein wenig davon ab, wie weit sich der Beschichter aus dem Fenster lehnen möchte und wie hoch die Absturzhöhe bis unten ist.

    Ich würde das nicht tun - außer ich mache auch den Estrich...
     
  4. #4 Schreiber, 30.04.2011
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    Ansonsten schreibe ich über diverse Bau- und Immobilienthemen, von denen ich durchaus etwas zu verstehen glaube, mir aber wo nötig Rat hole, wie in diesem Fall. In Fachkreisen bezeichnet man sowas als "Recherche".

    Bei der zweiten Frage geht es nicht um Einsparpotenzial. Vielmehr werden in besagtem Buch keine Preise genannt, was ich auch für nachvollziehbar halte. Für Bauherren als Leserschaft ist ein grober Richtwert aber interessant, gerade im Vergleich mit anderen Bodenbelägen. Knobel zufolge ist die Standardausführung ohne Trittschalldämung, was er auch als Schwachpunkt der Beschichtung bezeichnet. Deshalb stellt er einen Alternativaufbau mit dämmenden PU-Matten vor.

    @Lukas: Dir möchte ich dann doch etwas Arbeit an Deinen Umgangsformen anempfehlen, zumindest was deren schriftlichen Niederschlag angeht.
     
  5. #5 wasweissich, 30.04.2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und mit solch halbherzig recherchierten :mega_lol: fakten :mega_lol: werden dann bauwillige auf falsche gedanken gebracht und bezahlen dafür noch geld ....:irre
     
  6. #6 Schreiber, 01.05.2011
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    Och, ich hielte die Recherche für ausreichend, wenn sie den Ergebnisse in dieser Frage erbrächte.
     
  7. #7 susannede, 01.05.2011
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    Ohne Umschweife, ich kenne das Knobel-Buch nicht und habe auch Zweifel, ob ich mir das zulegen wollte.

    Meine Rückfrage: was darf man denn unter dem Einarbeiten von TSD-Matten verstehen?

    Meine Probleme mit den Kunststoffbeschichtungen fangen i.A. immer da an, wo TSD Thema wird. Die elitären Architekten finden die Beschichtungen auch immer total schick und irrtümlicherweise auch hygienisch und preiswert, der Übergang zu Wand verbleibt aber ein stets unlösbares Geheimnis, wo der dumme BL dann wieder gefragt ist.

    Eine Beschichtung auf Betonuntergründen oder Verbundestrichen hat die nette Eigenschaft, dass der Abriss im Wand-Boden-Übergang "händelbar" ist, bei Dämmlagen oder TSD steht i.A. dann der hochverehrte Bauherr spätestens 1/2 Jahr später vor den Rissen und staunt nicht schlecht.

    Machbar ist per se mal alles, nur wie müßte man wissen, und was das kostet, will man oft dann nicht mehr wissen.

    Aber ich gehe mal davon aus, an die schicke Beschichtung kommt wandseits ein schickes Sockelleistchen?
     
  8. svjm

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    Komplexeres Thema....

    Meine Meinung
    svjm
     
  9. Lebski

    Lebski Gast

    Beschichtungen haben hohe Anforderungen an die Haftung, weit mehr als Teppichkleber oder Fliesenkleber.
    Da Estrich austrocknet, in der Zeit der Ausbau weitergeht, ist eine Untergrundvorbereitung unabdingbar. Theoretisch gehts anders, Praktisch no way.
    Weiteres Problem, selbst die höchste Ebenheit im Estrich sieht bescheiden aus, wenn man Kunstharz darauf macht. Folge ist ein massives Schnittstellenproblem.

    Preise... naja, so ab 15 €/m² aufwärts. Unter 30 €/m² eher Kellerniveau. Sowas glänzendes fürs Auge mit Ausgleichsspachtelung ab 60 €/m² aufwärts. Mit künstlerischen Einschlag nach oben offen.

    Das Beste kommt, wenn es mal brennt. Viel Spass dann.
     
  10. Lukas

    Lukas

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    Siehste, Du maßt Dir an, sowas per "Recherche" packen zu können. Deine Qualifikation zum Thema besteht darin, daß Du Dich schon mit dem Thema Bauen und Immobilien beschäftigt hast. Toll :respekt

    Andere sind so blöd, die müssen dafür ein paar Jahre lernen und sich dann noch weiterbilden.

    Deine Fragestellung hatte ich auch beantwortet. Dein mangelndes Grundwissen machts Dir aber unmöglich das zu deuten. Das ist ja nicht schlimm.

    Schlimm ist nur, daß Du dann Deine Halbweisheiten unters Volk bringst und die Leute das glauben könnten.
    Das ist, als wenn der Eunuche ein Buch über Sex schreibt.

    Ich finde, daß ich mich für den Ärger, der bei solcher Art regelmäßig in mir aufkommt, noch sehr zurückhaltend ausgedrückt habe.

    Gruß Lukas
     
  11. #11 wasweissich, 01.05.2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    es wird leider viele geben die sowas glauben .... woher sollten sie dann wissen , dass vorsicht angeraten ist ....

    letzens ist mir ein buch in die hände gefallen . hochglanzbilder , hochkopentzsugerierende beschreibungen , super preis (69,90€)
    zu einem thema von dem ich glaube genug zu verstehen .

    während des lesens überlegte ich , ob ich nun weinen oder lachen soll . oder den verfasser wegen groben unfugs anzeigen soll . oder wegen betrugs .
     
  12. #12 Schreiber, 01.05.2011
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    Die Matten bestehen wohl aus PU-Granulat und werden direkt auf den Estrich geklebt. Darauf kommt eine Kunstharzmasse, die die Poren des Granulats füllt. Danach geht es dann mit der eigentlichen Beschichtungsmasse weiter.
     
  13. Lebski

    Lebski Gast

    Normaler Estrich hat die Trittschalldämmung und falls notwendig, Dämmung unter dem Estrich. Lediglich bei Laminaten die schwimmend verlegt sind, macht eine zusätzliche TSD unter dem Belag einen Sinn.
    Beschichtungen sind im Verbund, somit langt die TSD unter dem Estrich. Falls dort keine ist, aber eine TSD benötigt wird, macht Beschichtung keinen Sinn. Die Kosten würden stark ansteigen, da ein hoher Materialeinsatz nötig wäre. Da darf man von 100 €/m² und mehr ausgehen.
     
  14. svjm

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    Danke für die Ausführungen. Das geht dann aber in Richtung elastischer (punkt-/flächen) Beläge, wie sie z.B. als Sporthallenbelag Verwendung finden. Und das hat mit einer Beschichtung nicht mehr viel gemeinsam noch ist es mit einem "konventionellem" Bodenbelag vergleichbar.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
     
  15. svjm

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    Die Schnittstelle kann ganz schnell Richter heißen, wenn der Bauherr die Abnahme und Zahlung verweigert. Argumente wie "Das habe ich mir ganz anders vorgestellt"...."Das Muster habe ich hier vorliegen, das ist doch etwas völlig anderes"....."Im (Hochglanz-)Prospekt sieht das aber homogener aus"... sind sicherlich bekannt.

    Mir zumindest
    svjm
     
  16. #16 Schreiber, 01.05.2011
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    Vielen Dank nochmal für die hilfreichen unter den geposteten Antworten!
     
  17. #17 Hundertwasser, 02.05.2011
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    Auch hoch belastbare Bodenbeschichtung aus zweikomponentigem Epoxid- oder Polyurethanharz sind m.E. für die Beschichtung von privaten Wohnräumen nicht geeignet. Zwar kann man bei geeignetem Estrich durch selbstverlaufende Spachtelmassen eine wirklich ebene Oberfläche herstellen, doch sind die Beschichtungen in der Regel nicht ausreichend kratzfest. Selbst wenn die Beschichtungen in Industrie oder Verkehrswegen klaglos ihren Dienst tuen zeigen sich immer wieder Kratzer in der Oberfläche selbst schon beim Möbelrücken oder durch Gehbelastung. Dies toleriert in der Regel kein Bauherr in seinem Wohnzimmer. Also weniger ein technisches, sondern ein optisches Problem.
     
  18. Julius

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    Ich kenn sowas aus der Industrie (Wareneingang von ESD-Bauteilen). Die Beschichtung war schon neu weit unebener als der nackte Estrich, von Schönheit keine Rede.

    Da kam es aber auch nur auf Robustheit, einfache Pflege und die gewisse Leitfähigkeit an.
    Schönheitspreise wären damit hingegen nicht zu gewinnen...
     
Thema: Gegossener Kunststoffboden in Wohnungen
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