Geräuschpegel WP vs. Pelletsheizung

Diskutiere Geräuschpegel WP vs. Pelletsheizung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir haben eine kleine Baulücke als Baugrund im Auge. Aus versch. Gründen soll ohne Keller gebaut werden. Die Heizungsanlage wäre also...

  1. Ginger

    Ginger

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    Hallo,

    wir haben eine kleine Baulücke als Baugrund im Auge. Aus versch. Gründen soll ohne Keller gebaut werden. Die Heizungsanlage wäre also auf der Wohnebene in einem Heizungs-/HWR-Raum.
    Nun ist die Art der Heizung natürl. für Platzbedarf und damit Grundrissgestaltung nicht unwichtig, daher beschäftigen wir uns beizeiten mit dem Thema.

    Mal unabhängig davon, dass es hersteller- und modellbedingte Unterschiede gibt: Welcher Heizungstyp ist leiser (Marken/Modelleempfehlungen gerne per Pn an mich) und daher für einen Standort auf der Wohnebene besser geeignet? Pelletslager soll in einem Raum mit Heizung sein.

    In Frage käme Pelletsheizung, LWP und evtl. Erdwärme mit Tiefenbohrung.
    Gasanbindung besteht nicht, Flüssiggas wollen wir nicht, Öl ist m.E. nach nicht mehr zeitgemäß beim Neubau. Fläche ist zu klein für Flächenkollektoren oder um Brunnenabstände einzuhalten.
    Die LWP sollte die Luft im Haus ansaugen (also schon Außenluft über Eck, aber eben kein "Luftgerät" außen...umliegende Bebauung zu nah und ja oft laut diese Außengeräte).

    Ansich wäre uns LWP sympathisch (trotz des geringeren Wirkungsgrades)...ggf. mit Holzhofen im Wohn-/Essbereich ergänzt.
    Aber wenn das gute Stück ständig lärmt ist es vielleicht nichts für Ruhesuchende mit (noch) gutem Gehör?
    Schallschutzmaßnahmen könnten dazu geplant werden, wäre ja Neubau.

    Danke schon mal für Eure Antworten.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ein heisses Thema.

    Die Sole-Variante dürfte wohl die ruhigste Heizung sein, da nur der Kompressor und die Umwälzpumpen Geräusche verursachen.

    Bei der LWP kommt das Lüftergeräusch hinzu. Das hört man aber vorwiegend am Ausblasgitter.

    Beim Pelletkessel ist das Gebläse und die Pelletförderung hörbar. Auch hier gibt es natürlich eine Heizkreispumpe.

    Als Richtwert könnte man die Angaben in den technischen Unterlagen heranziehen. Gem. Maschinenrichtlinie sind solche Geräte immer zu kennzeichnen, und genauere Daten finden sich dann in den technischen Datenblättern.
    Darauf achten unter welchen Bedingungen diese Werte ermittelt wurden. Da gab es schon kreative Hersteller die den Schallpegel in 10m Entfernung angegeben haben und der nach Norm ermittelte Wert fand sich nicht einmal im Kleingedruckten.
    Dann wird auch gerne mal Schall-Leistungspegel und Schalldruckpegel miteinander verwechselt.

    Der Grund warum ich das Wort "Richtwert" oben geschrieben habe liegt darin, dass die endgültige Installation auch ihren Einfluß hat. Das kann man nicht aus Datenblättern entnehmen, sondern hier hilft nur eine saubere Planung und genau so sauberes Arbeiten bei der Installation.

    Gruß
    Ralf
     
  4. papabaut

    papabaut

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    Moin,

    wieviel Platz habt Ihr? Eine Pelletsheizung benötigt ein vielfaches an Platz da (meistens) ein Puffer und das Pelletlager benötigt wird.
    wenn ich das Geräusch meines Pelletkessels mit der LWP von Freunden vergleiche, ist unser Kessel schon im normalem Betrieb lauter. Wenn die Pellets in den Tagesbehälter gesaugt werden, wirst Du das im ganzen Haus hören (oder plane ein bis zwei schwere Türen als Schallschutz ein).
     
  5. Ginger

    Ginger

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    Soweit ich gelesen habe, wäre bei Pellets die Variante ohne Gebläse sondern mit so einer Rampe(?) besser/leiser. Ich komme auf etwa 2,5x3m Platzbedarf bei Pelletsheizung (Lager, Speicher, Heizung, Rampe)...wird eng, wäre aber wohl noch machbar.
    Eine schwere Tür wäre machbar.

    Wenn unser Wunschgrundriss in etwa so machbar ist auf dem Grundstück (wird geprüft), dann wären die "Luftlöcher" an den Seiten vom Haus, wo kein Schlafzimmer oder Kinderzimmer wäre und keine Fenster von Schlafräumen an der selben Wand. Allerdings zeigt das Schlafzimmer vom Nachbarn da hin wo ein Luftloch wäre.
    Bei Tiefenbohrung wäre die geringe Grundstücksgröße (neben Boden und Genehmigung als Variablen) leider wohl ein Thema. Man muss da ja auch Grenzabstände und Abstände zw. den Bohrungen einhalten und das Haus muss ja auch noch wo stehen...zudem gibt es von einer Seite schon Grenzbebauung...davon müsste man sicher auch Abstand halten bei einer Erdwärmetiefensonde....ansonsten wäre das schon schön...besserer Wirkungsgrad und am wenigsten Platzbedarf, soweit ich das mitbekommen habe...aber auch die teuerste Variante in der Anschaffung...spielt auch eine Rolle...

    Spielt eigentlich die Lage des Schornsteins eine Rolle (bei Pellets ja nötig), wenn der an der Ecke läge an der Grenzbebaung besteht und zw. den 2 Gebäuden nur 3m sind? Ist das brandschutztechnisch vielleicht ein Problem bzw. verstößt gegen irgendwelche Verordnungen? Mir würde so ein Außenschornstein aus Metall gefallen.
     
  6. papabaut

    papabaut

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    Dann müßte der Schornstein wohl höher werden als die höchsten (Wohnraum-)Fenster der Nachbargebäude. Aber genaues weiß ich nicht.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Der Pelletkessel benötigt ein Gebläse, und irgendwie müssen die Pellets auch aus dem Lager in den Kessel transportiert werden.
    Mit der "Rampe" meinst Du wohl die Schräge im Pelletlager, aber auch da steckt unten am Boden eine Förderschnecke die nicht lautlos arbeitet.

    Gruß
    Ralf
     
  8. greentux

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    Unser ETA Pelletskessel saugt die Pellets einmal am Tag aus dem Nebengelass in den HWR. Zeit frei einstellbar. Ansonsten ist das ne Kiste, die man auch neben Geschirrspüler und Co stellen könnte. Sieht "gut" aus (also kein Heizkessel in dem Sinne) und brennt halt vor sich hin. Klack klack, machen die Pellets, fast lautlos der Fön (ausser beim zünden).
     
  9. Ginger

    Ginger

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    @Greentux
    1mal am Tag für wie lang?
    Welchen Platzbedarf hast Du für Pelletskessel, Wasserspeicherpuffertank und Transportweg vom Pelletslager zum Kessel?

    @ R.B.
    Keine Schräge im Lager, sondern wir haben so eine Anlage gesehen, da sind die Pellets quasi in so einem Vorratsbehälter aus so Planenmaterial (Vorsicht Frau versucht Technik zu beschreiben) und davon geht so eine Arme-Rampendings außen weg in das Gerät was die Pellets verbrennt...ich vermute da ist eine Förderschnecke drin...

    Ich meinte hier im Forum irgendwo gelesen zu haben, dass der Transport per Schnecke weniger Lärm macht als mit Gebläse...lieg ich da falsch bzw. hab ich was falsch aufgefasst?
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Da ist sehr wahrscheinlich eine Schnecke drin. ;)

    Auch da liegst Du richtig. Ich hatte ein anderes Gebläse gemeint (im Kessel)

    Gruß
    Ralf
     
  11. Ginger

    Ginger

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    Ah ok, d.h. es gibt Pelletsheizungen mit einer Förderschnecke außen und einem Gebläse innen und welche mit quasi außen (Pelletstransport) und innen Gebläse. Was ist nun leiser bzw. in welche Richtung sollte ich mich beim Infos einholen eher orientieren?
    Und LWP ist dann nochmal tendenziell leiser (natürlich wieder je nach Hersteller/Modell) also die o.g. Varianten?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Nicht "oder" sondern "und".

    Die Pellets brauchen Verbrennungsluft und die wird durch ein Gebläse sichergestellt. (Naturzug sind auch nicht mehr förderbar).

    Gruß
    Ralf
     
  13. Ginger

    Ginger

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    So hatte ich das auch verstanden, dass jede Pelletsheizung mind. ein Gebläse hat und ggf. noch eines dazu zum Pelletstransport, wenn keine Förderschnecke im Konzept enthalten ist.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Na also, Frau versteht Technik doch. :D

    Gruß
    Ralf
     
  15. greentux

    greentux

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    Für etwa 3-8 Minuten. Hängt von der benötigten Menge ab. Auch 2x 5 Minuten usw wäre machbar. Du kannst auch sagen "saug bis max 21 Uhr", dann schaut die Kiste, das sie damit klar kommt.
    Platz Pelletkessel 1qm, Puffer ist nur Trinkwasser auch 1 qm, Transportweg ist unter der Bodenplatte :) Pelletslager ist hinterm Carport = 2.5qm. Für alles drum und dran (Ausgleichsgefäß usw) kann man nochmal 1-2qm veranschlagen, braucht man vermutlich sonst aber auch.
     
  16. JuMi

    JuMi

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    Ich häng mich hier mal an,

    @greentux - verfolge deinen Blog sehr regelmäßig (also täglich :winken) und wir haben auch schonmal gemailt bzgl. Zimmerer und Sani. Wie läuft das mit deinem Pelletlager? Da bin ich sehr neugierig.

    @ginger - auch bei uns eine Baulücke, Innenstadt, 232m² (Breite: 12,1 Tiefe:19,1), Blockrandbebauung - Das Heizsystem ist bei uns noch offen allerdings haben wir Wohn- und Schlafzimmer sowie den HWR in die gleiche Richtung. Schlafzimmer sogar über dem HWR. Aus verschiedenen Gründen kann man da auch schlecht noch was tauschen. Seid Ihr schon weiter?
     
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  18. greentux

    greentux

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    Das Pelletlager wird es heute Abend im Blog geben :) Ist derzeit eine Regentonne, aus der halt angesaugt wird. Später steht das Pelletlager im Nebengelass. Die Saugleitungen werden in einem KG-Rohr unterhalb der Bodenplatte geführt. Das Nebengelass kommt, sobald das Gerüst am Haupthaus mal weg ist :)
     
  19. Ginger

    Ginger

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    Wir sind nicht wirklich weiter gekommen...aber das Grundstück wird es vermutl. nicht...sehr viele Bauvorschriften und wir sehen nicht ein ein Heidengeld für eine Notlösung (Grundriss, Schrägen, Raumangebot)auszugeben. Sind momentan bzgl. eines anderen Stückchens Land am überlegen...da wäre aufgrund von ein paar qm mehr evtl. eine Wärmepumpe mit Flächenverlegung für Erdwärme oder sogar Tiefenbohrung möglich. Das wäre wohl die leiseste und platzsparenste (im Haus) Variante.
     
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