Gewichtung Durchflussvolumen, Spreizung & ERR

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  1. Smylo

    Smylo

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    Hallo zusammen,

    finale Klärung zur Gewichtung von Durchflussvolumen, Spreizung & ERR im Zusammenspiel zum effizienten Betrieb der FBH.

    Mir ist bewußt, dass die Auswirkungen sehr objektabhängig sind, dennoch sollte eine grobe Aussage bezüglich der Tendenzen möglich sein.

    Optimale Voraussetzungen
    Durchflussvolumen FBH: Nahe Nennleistung der Heizung/ Pumpe
    Spreizung: 5k (VL zu RL)
    ERR: Deaktiviert bzw. komplett offen, Temperaturregelung über den hydraulischen Abgleich

    Hintergrund der Fragestellung
    Unsere Spreizung beträgt zwischen 4-6K, allerdings werden dadurch mindestens drei Räume wärmer als nötig!

    Optionen zur Lösung
    1. Verringerung des Durchflussvolumens der zu warmen Räume = größere Spreizung & weniger Durchflussvolumen insgesamt.
    2. Erhöhung des Durchflussvolumens der warmen Räume und Absenkung der Heizkurve = größere Spreizung & Überschreitung der Nennleistung der Pumpe
    3. Einsatz der ERR in den zu warmen Räumen = Unkontrollierter Temperaturabfall beim RL, sofern die ERR wieder einen Bedarf ermittelt und das Ventil öffnet - folglich deutlich größere Spreizung.
    4. Absenkung der Heizkurve = Temperatur im Referenzraum kann nicht mehr gehalten werden

    Fragestellung bezüglich der Gewichtung
    Welchem Faktor sollte eine höhere Priorität beigemessen werden, wenn eben nicht alle in Einklang gebracht werden können? Sprich, welche Option oder Alternative würdet Ihr befürworten?

    Gruß und vielen Dank im Voraus


    PS: Wenn diese Thematik noch geklärt werden könnte, werde ich Euch vorerst nicht mehr auf die Geduldsprobe stellen.
     
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  3. KyleFL

    KyleFL

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    Option zur Lösung
    1. Verringerung des Durchflussvolumens der zu warmen Räume = größere Spreizung & weniger Durchflussvolumen insgesamt.

    Wenn das Durchflussvolum der warmen Räume verringert wird, dann sollten die anderen Räume dadurch mehr Durchfluss=Wärme bekommen und somit kann dann evtl die Heizkurve gesenkt werden.
    Eventuell kann zusätzlich das Durchflussvolumen der restlichen Räume auch noch etwas erhöht werden.


    Gruß, Thorsten
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Das funktioniert aber nur wenn man noch Reserve hat um den Durchfluss überhaupt eindrosseln zu können.

    Bei smylo laufen die Kreise teilweise schon mit weniger als 1l/Min.

    Deswegen wäre ich für Option 4. Heizkurve absenken, und im Referenzraum (hier wohl das Badezimmer) im Bedarfsfall zuheizen.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Smylo

    Smylo

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    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Bei dieser Option würde, vor allem beim nachträglichen erhöhen des Durchflusse der anderen Räume, die Spreizung wieder ansteigen.
    Ich tippe mal in unserem Fall würde sich diese dann zwischen 3-7K befinden, bin mir nicht sicher, ob sich dies nicht kontraproduktiv auswirken würde?
     
  6. Smylo

    Smylo

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    Bei den zu warmen Räumen handelt es sich um K1 & K2 (beide ca. 21°C, aber noch ungenutzt), sowie das SZ (21,3°). Das Durchflussvolumen dieser Räume beträgt aktuell zwischen 1-1,5L/m. Somit ließe sich hier der Durchfluss tatsächlich noch reduzieren, allerdings sind dies jetzt bereits schon die Räume mit der höchsten Spreizung, eben mit den 6K und der Tendenz nach oben.
    Nach meinen Experimenten der letzten Tage hatte sich gezeigt, dass durch die Verringerung der Spreizung (ehemals zwischen 3-10K) im gesamten Haus, der Referenzraum (tatsächlich das Bad ;) ) ohne Anhebung der Heizkurve um
    0,2° in der Temperatur gestiegen war.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Wenn es sich um sporadisch genutzte Räume handelt, dann sollte hier die ERR eingesetzt werden.

    Was die Spreizung betrifft, so sollte man immer daran denken, dass es sich hier um einen statischen Wert handelt, der in der Praxis jedoch dynamisch ist. Ist der Raum ausgekühlt und muss hochgeheizt werden, dann ist die Spreizung höher als wenn der Raum nahezu seine Solltemperatur erreicht hat, und diese nur noch gehalten werden muss.

    Gruß
    Ralf
     
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  9. R.B.

    R.B.

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    Nebenbei bemerkt, auch die Spreizung der WP ist nicht konstant, sondern von der Quellentemperatur abhängig.

    Gruß
    Ralf
     
  10. Smylo

    Smylo

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    Werde die Stellmotoren für diese Räume mal wieder reaktivieren und schauen was passiert.

    Nicht das ich hier noch ein Verständnisproblem habe... (was sicher nicht auszuschließen ist :o )
    Bei der oben aufgeführten Spreizung handelt es sich um die per IR-Messgerät ermittelten Werte zum Ende eines Heiztaktes.
    Zu Beginn eines Heiztaktes ist die Spreizung um ca. ein Grad verschoben, also statt 4-6K sind es da 5-7K.
    Ungefähr 10min nach einem Heiztakt fällt die Spreizung gegen null und sieht in etwa folgendermaßen aus: VL 25,2°C/ RL 25,5°C (bei einer berechneten Soll-VL Temp von 28°C).
     
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