Giebelverkleidung mit Stülpschalung

Diskutiere Giebelverkleidung mit Stülpschalung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Liebe Experten, ich will meinen Giebel unter dem Spitzdach (4,20m hoch, 7,00m breit) mit waagerechter Stülpschalung aus sibirischer Lärche...

  1. Fred59

    Fred59

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    Liebe Experten,
    ich will meinen Giebel unter dem Spitzdach (4,20m hoch, 7,00m breit) mit waagerechter Stülpschalung aus sibirischer Lärche verkleiden. Der Dachüberstand beträgt nach Fertigstellung etwa 4cm. Es handelt sich um die Südseite. Um künftige Wartungen zu ersparen, will ich den Giebel nicht farblich behandeln.
    Nun bietet der Holzhandel diese Schalung mit 19 und 26mm Stärke an, mit erheblichem Preisunterschied. Mit welchen Nachteilen muss ich bei der 19mm-Variante rechnen?
    Danke für Eure Erfahrung schon einmal.
     
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  3. #2 Gast23627, 17. Juni 2015
    Gast23627

    Gast23627 Gast

    Das bessere ist der Feind des Guten. Das erst einmal als Grundsatz.

    Nur, bei der Beschreibung des Dachüberstandes (etwa 4 cm) läuft es mir kalt den Rücken herunter.

    Eine Holzfassade und praktisch kein Dachüberstand und dann noch im gleichen Konsens "um künftige Wartungen zu ersparen" das ist es!

    Die "Wartungen" können Sie sich tatsächlich bei dem fast nicht vorhandenen Dachüberstand sparen.
    Allein schon dadurch, dass diese erst gar nicht erforderlich werden weil die Fassade erst gar nicht so alt wird um einen "Wartungszustand" zu erreichen.

    Über die "Optik" dieses Konstruks schweige ich mich aus.

    Gruß
     
  4. #3 Anfauglir, 17. Juni 2015
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    Jahrzehnte alte Holzfassaden mit wenigen cm Dachüberstand gibt es reichlich, das ist nicht das Problem. Allerdings sind das meist Kriecher-Decker oder Deckleisten-Fassaden (auch und gerade in der schönen Oberlausitz), also senkrechte Brettführung. Wichtig für die Langlebigkeit ist eine funktionierende Hinterlüftung und fachgerechte Befestigung.

    Bei 19mm ist neben dem Preis auch das Gewicht geringer, die Dicke ist m.E. völlig ausreichend.
     
  5. Fred59

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    Danke für die ehrliche Meinung, Herr Schrage.
    Ja, abreißen und neu und richtig bauen, das wäre wohl das Beste. Oder noch besser eben anzünden ... . Aber ich habe keine Lust darauf.
    Das Haus ist 220 Jahre alt und wurde 1995 von "Fachunternehmen" saniert, kein Denkmal.
    Der Giebel ist ein SEHR dünnes Fachwerk mit Lehmfüllung. Innen wurde eine Dampfsperre aufgebracht, Metallständer und Gipskarton. Außen war eine Holzschalung mit Schieferdeckung. Diese wurden entfernt, eine 6cm Querlattung aufgebracht, die Zwischenräume mit 6cm Styropor verfüllt und bündig mit 19mm Lärchenprofil abgedeckt. Da auch keine Tropfkante an den Sohlbänken vorhanden ist, verwindet sich nun das Profilholz darunter und auch in der Fläche und löst sich ab. So aber nicht am Dachanschluss.
    Die Optik war zwischenzeitlich ganz gelungen, hat mir und den Nachbarn und Passanten gefallen. Und jedem muss es nicht gefallen, ist nicht mein Erstreben.
    Nunmehr will ich den Giebel selbst verkleiden. Ich dachte mir, 22mm senkrechte Lattung auf die Querlattung wegen der Hinterlüftung und dann eben Stülpschalung quer. Und dann noch Sohlbänke mit Tropfkante und das Stirnholz imprägnieren. Dann bleiben noch ca. 4cm Dachüberstand frei zuzüglich ca. 5cm Schieferüberstand.
    Das Dach ist ebenfalls sehr kleinteilig mit Naturschiefer gedeckt und in einem Top-Zustand. Das möchte ich nicht schon wieder erneuern oder ändern.
    Ist das Vorhaben realistisch oder welche ganz andere Lösung gäbe es?
    Der Urzustand nur mit Schalung und Schiefer ist leider zu kalt.
     
  6. Taipan

    Taipan

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    Und ich lese prompt Ruppersdorf bei deiner Ortsangabe ....


    Aber zum Thema: Holzschalungen ohne vernünftigen Dachüberstand sind und waren schon immer schlecht. Auch und gerade in der schönen Oberlausitz. Soll es lange halten, ist Dachüberstand von Nöten.

    Ich würde hier erstmal jemanden einschalten, der weiss was er macht. Die Fachwerkwand scheint mir bei DIESER Konstruktion arg gefährdet. Es sei denn, der TE will doch noch zum zeitnahen Abriss greifen.
     
  7. Fred59

    Fred59

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    Danke für die zweckdienlichen Antworten.
    Ja, am liebsten würde ich den originalen Oberlausitzer Verschlag anbringen, wie von Anfauglier benannt. Den erforderlichen Platz dafür bekäme ich aber nur ohne der Dämmung hin, und da wird es drinnen mächtig kalt im Winter. Das geht also nicht. Vor 200 Jahren hatten die Bewohner sicherlich dicke Ballonfederbetten da drin stehen. Dahin will ich aber nicht zurück.
    Die Fachwerkwand mit Styropor habe ich gerade mal im Internet auf einem U-Wert-Rechner nachgerechnet. Da sollte es kein Taupunktproblem geben, Taipan. Und ob das Fachwerk praktisch schon mit Tauwasser strapaziert wurde, das sehe ich bestimmt, wenn die jetzige Verkleidung ab ist. Das Styropor sollte herausnehmbar sein. Der Raum dahinter ist ein zusätzliches Wohnzimmer, welches aber nur sporadisch genutzt wird. Ein übergroßer Dampfdruck kann extra noch ausgeschlossen werden.
    Zum Zwecke der Hinterlüftung muss ja ein Luftspalt zwischen Schalung und Dach bleiben. Ich habe 4cm Dachüberstand + 5cm Schieferüberstand. Wenn ich nun am Dachüberstand ein nach unten überstehendes Sichtschutzbrett anbringe, vielleicht 10 cm, dann verhindere ich doch damit, dass das Stirnholz dem Wetter direkt ausgesetzt sein kann ? Wäre das ein Lösungsweg?

    Nein, ich will nicht verbrettern aus Lust und Leidenschaft, ich muss was tun, weil der Ist-Zustand ein Handeln erfordert. Ich brauche eine neue Giebeloberfläche, möglichst wartungsarm.
     
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