Gips an der Außenwand - zulässig?

Diskutiere Gips an der Außenwand - zulässig? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, habe in diesem Forum gelesen, an einer Außenwand kein Gips verwendet werden sollte zum Verschmieren von Steckdosen:...

  1. bnplfbef

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    Hallo,

    habe in diesem Forum gelesen, an einer Außenwand kein Gips verwendet werden sollte zum
    Verschmieren von Steckdosen:

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=11409&highlight=winddicht

    Beitrag Harald W. vom 23.07.2006, 00:55:

    Habe mal drei Fotos gemacht, die zeigen, wo im konkreten Fall an bei einer 36-er Ziegelmauer (Poroton) der Elektriker Gips an der Außenseite verwendet hat. Bin nur stutzig geworden, weil ich den o.g. Beitrag in diesem Forum gelesen habe.

    Kurze Erläuterungen zu den Bildern:
    Bild 1: Gips an einer Steckdose
    Bild 2: Gips beim Autritt einer Leitung
    Bild 3: Gips bei bei einem Außenschlitz

    Meine Fragen:
    Ist das ok so, oder hätte der Eli was anderes nehmen müssen (in allen drei Fällen?)
    Gibt es Nachteile bei Gips, wenn das so bliebe? Später kommt ja noch der Außenputz (ca. 2-3cm) drauf.
     
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  3. Julius

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    Ist nicht in Ordnung.
    Kann z.B. zum Abplatzen des Außenputzes in jenen Bereichen führen.
     
  4. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Das ist nicht in Ordnung!!!

    Schäden entstehen aber nur, wenn Zement mit dem Gips zusammenkommt und die Stelle feucht wird. Bei 2 cm Putz ist das möglich, bei einem WDVS eher selten.

    Zement bildet mit dem Gips Etringit, das 32 Wassermoleküle anlagern kann und sich entsprechend ausdehnen möchte. Folge: Abplatzungen

    pauline
     
  5. bnplfbef

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    Danke, Julius und pauline10 für Eure Beiträge.

    Widerspricht das, was der Elektriker gemacht, einer bestimmten Norm, und was hätte der Elektriker denn richtigerweise nehmen müssen?

    Ich möchte nur gerne genügende Argumente haben, bevor ich den Eli anspreche.

    Gruß bnplfbef
     
  6. Julius

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    Zumindest widerspricht es den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Und das genügt.
    Nähere Details kann Dir sicher ein Fachmann der Maurerei nennen. Davon sind hier einige im Forum.

    Es wäre stattdessen ein zementbasierter Werkstoff zu verwenden gewesen (z.B. Schnellzement).

    Wenn der Verputzer gut ist, meldet er Bedenken an, damit wäre er aus der Haftung für spätere Schäden dort. Schließlich hat der Eli auf diese Weise unsachgemäß in ein Fremdgewerk eingegriffen.
     
  7. #6 schwarzmeier, 25. Januar 2009
    schwarzmeier

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    Gips im wetterberührtem Bereich

    :winkenSoweit mir bekannt ist , ist Gips im wetterberührtem Bereich nur in der Form von "GIPSPLOMBEN" zulässig .:winken
     
  8. Julius

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    Noch etwas:

    Verrohrte Installationen sind zwar etwas sehr Feines, aber wenn sie - wie hier - die äußere Gebäudehülle und damit die Luftdichtschicht durchstoßen, müssen sie sehr sorgfältig abgedichtet werden. Also nich nur das Rohr gegen die Umgebung, sondern vor allem auch sein Inneres gegen Luftdurchströmung!

    Hierzu gibt es spezielle Dichtstopfen für die Rohrenden. Sie müssen überall und sorgfältig montiert werden, um gegen die durchgeführten Leitungen und Einzeladern abzudichten!
    Das wird gerne übersehen/unterlassen...
     
  9. #8 donnerwetter, 25. Januar 2009
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    ...selbst den Gips entfernen und mit dem richtigen Material verschmieren. Wenn das wirklich nur die 3 Stellen sind, dann ist das in einer 1/2 bis 1 Stunde erledigt. Bis man den Elektriker soweit hat -und ob er dann auch richtig macht- dauert sicherlich länger.

    Gruß

    Donnerwetter
     
  10. #9 LiBa Hannover, 25. Januar 2009
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    planen und bauen fängt an, wo andere aufhören
    ...........ihr habt alle recht, gips hat im außenbereich NICHTS zu suchen, gips zieht wasser. wenn du einen vertrag mit deinem eli hast, weise ihn schriftlich auf den mangel hin und dabei eine angemessene frist setzen.........erst nach zweiter fruchtloser nachbesserungsfrist kannst selbst hand anlegen oder anderen beauftragen:shades
     
  11. Dieter70

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    Bei Leuchtenanschlüssen im freien muss NYM-Leitung in das Rohr eingezogen werden, um eine ordnungsgemässe, dichte Leuchtenmontage zu ermöglichen.

    Auch das weiss eigentlich jeder Elektriker.
     
  12. Julius

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    Nun, wenn (wie hier) die Leuchte direkt auf dem Rohrende montiert wird, welches dort durch die Mauer geführt wird, reicht es auch, wenn man nen halben Meter ungeschlitzten NYM-Mantel nachträglich über das Ende der Einzeladern fädelt (und die Dichtung am Rohrende anbringt).
    Aber irgendetwas muß gemacht werden, da hast Du schon Recht.
     
  13. bnplfbef

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    Habe inzwischen mit dem Eli gesprochen, er hat gesagt, dass er Gips verwendet hat, damit die Steckdosen auch schön fest sitzen. Mit Dämmmörtel sei die Festigkeit nicht so gut. Klingt plausibel. Aber wenn der Außenputz später mal platzt, ist das auch nicht schön.

    Auf meine Bedenken mit dem Gips will der Eli jetzt den Gips, der tiefer in der Wand sitzt, so lassen, und obendrauf den Dämmmörtel zu setzen. Dann sei die Festigkeit weiter gegeben, und wenn der Außenputz nicht direkt auf den Gips kommt, gäbe es später keine Probleme. Wenn das auch nicht richtig ist, sagt es mir bitte.

    Deshalb meine Frage:
    Womit verschmiert denn ein Elektriker "normalerweise" außen die Außensteckdosen und Schlitze bei den Leitungen, wenn Gips nicht verwendet werden soll? Das passende Material sollte natürlich so beschaffen sein, dass eine Außensteckdose irgendwann auch nicht locker wird. Wie gesagt, es handelt sich um eine 36er-Ziegelmauer (Poroton), es kommt später noch ein Kratzputz drauf (ca. 3 cm). Kein WDVS.

    Dank an alle, die mir bisher geantwortet haben.
    Gruß bnplbef
     
  14. BuergerX

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    Schnellzement nehmen
     
  15. Robby

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    Naaaa jaaa Um ein treiben durch Etringit zu bekommen brauchts Wasser. Wenn da IN der Konstruktion Wasser ankommt gibts bereits andere Probleme. Sowas Gehört sich eben nicht und Schwarzmeiers Anmerkung geht auch sowas fehl das hier keine Bewitterung durch Wasser hinkommt aber erst wenn es fertig ist :D
     
  16. Julius

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    Einspruch, Euer Ehren:

    Zumindest bei der Gerätedose WIRD eine laufende Feuchtebelastung entstehen. Nämlich durch Betauung des Geräteeinsatzes und des Doseninneren.
    Auch sind IP44-Geräteeinsätze keinesfalls (regen)wasserdicht. Sie sind nur so gebaut, daß (im Rahmen der zulässigen Beaufschlagung) eindringendes Wasser nicht schaden kann.

    Das mit dem "Festsitzen" ist Unfug.
    Gerade wegen des Gipses wird die Dose eben nicht dauerhaft festsitzen!
    Also Ausrede.

    Nur die obere Schicht abzukratzen und das Ganze dann mit nem Hauch Dämmörtel zu kaschieren, ist reine Kosmetik.
    Der Gips muß möglichst komplett weg.

    Aber ich seh, schon - auf mich hörtwie üblich keiner.
    Oder erst, wenn der Brunnen schon ein Kind gekriegt hat...
     
  17. Robby

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    Da darf bei einem WDVS kein Wasser hinkommen!
     
  18. #17 schwarzmeier, 27. Januar 2009
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    Hallo Robby ???

    :think
    :think Habe ich etwas Falsches behauptet ? Sind Gipsplomben im Fassadenbereich nicht zulässig ??:konfusius:think
     
  19. Robby

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    Der Bereich HINTER dem WDVS ist nicht wetterberührt.
     
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  21. #19 schwarzmeier, 27. Januar 2009
    schwarzmeier

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    Hallo Robby
    Bitte nochmal genau lesen ,
    hier steht ausdrücklich und sinngemäss ,
    dass GIPS im wetterberührtem Bereich nicht zu verwenden ist .:think
     
  22. Robby

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    JAAAAA! Aber Hinter dem WDVS ist NICHT bewittert!
     
Thema: Gips an der Außenwand - zulässig?
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