Glasfasertapete und Raumklima?

Diskutiere Glasfasertapete und Raumklima? im Ausbaugewerke Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wie sind Eure Meinung zu Glasfasertapete und Raumklima? Ich hätte gern in meinem Neubau Glasfasertapete, weil sie so robust ist,...

  1. Joao

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    Hallo zusammen,

    wie sind Eure Meinung zu Glasfasertapete und Raumklima? Ich hätte gern in meinem Neubau Glasfasertapete, weil sie so robust ist, sie gefällt mir auch optisch gut.

    Nun liest man immer, sie sei schlecht fürs Raumklima, weil sie keine Feuchtigkeit durchlässt.

    Meine Frage: Wie wirkt sich das konkret negativ aus? Ich wohne schon lange in einem Haus mit überwiegend Glasfasertapete, habe aber nie was gemerkt. Aber habe auch nie drauf geachtet und habe vielleicht einfach keinen Vergleich...

    Mein Maler sagte, es sei kein echtes Problem, eher theoretischer Natur.

    Ein paar Angaben zum Neubau:
    • Außenmauer Kalk-Sandstein, innen Gipswandplatten
    • Lüftung funktioniert mit Fensterfalzlüftungen, etwas Luft zirkuliert also eh immer
    • Fußboden ist ganz überwiegend Parkett (Eiche), nur im Flur, Badezimmer und teilen des Kellers liegen Fliesen
    • es ist eine relativ normale Doppelhaushälfte mit Keller, Erdgeschoss, 1. OG und Spitzboden
    • für Familie mit 2 Kindern
    Wenn ich wichtige Infos vergessen habe bitte einfach schreiben.

    Würde mich sehr über Input freuen, Entscheidung steht leider bald an...

    Eigentlich geht es mir um die Auswirkung aufs Wohlbefinden, was mir aber gerade noch einfällt: Kann das auch negative Auswirkungen aufs Parkett haben (z.B. dass das dann mehr Feuchtigkeit abkriegt)?

    Liebe Grüße
    Daniel
     
  2. BaUT

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    und damit hat er Recht.

    Jein. Zu feucht wird das Parkett in einem Neubau kaum werden. Wenn das Parkett im Sommer verlegt wird kann es eher sein, dass es im Winter bei trockener Raumluft (22°C und nur 40% rel. LF) Trocknungsrisse bzw. feine Fugenklaffungen bekommt. Ein Feuchtebedingtes quellen ist da eher nicht zu erwarten. Parkett braucht eher ganzjährig mindestens 8-9 g/m³ Wasserdampf in der Raumluft um nicht zu sehr auszutrocknen.
     
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  3. #3 klappradl, 26.09.2021
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    Ich habe in der Küche Glasfasertapete. Ich merke da auch nichts. Ich wüsste auch nicht, weshalb die keine Feuchtigkeit durchlassen sollte. Das ist ja keine Glasscheibe.
     
  4. #4 nordanney, 26.09.2021
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    Ich schließe mich meinem Vorredner an.
     
  5. Joao

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    Vielen Dank!! Ich werte das erstmal als "Daumen hoch" für die Glasfasertapete. :winkenBei mir wird das Parkett in ein paar Wochen gelegt, also nicht wirklich im Sommer.

    Trotzdem wüsste ich noch gerne, was immer gemeint ist, wenn von schlechterem Raumklima die die Rede ist. Ist dann zu wenig / zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum? Oder sind die Schwankungen der Luftfeuchtigkeit im Raum größer, weil die Wände das nicht auffangen können? Das könnte ja fürs Parkett doch wieder schlechter sein, weil es dann viel mehr arbeitet und sich öfter ausdehnt / zusammenzieht, oder?

    Und wie wirkt sich das auf die Gesundheit / das Wohlbefinden aus? Es wird ja gerade in Schlafzimmern oft davon abgeraten.

    Jemand dabei, der Glasfasertapete hat und dem schonmal selbst was negatives aufgefallen ist?

    LG Daniel
     
  6. #6 nordanney, 26.09.2021
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    Das wüsste ich auch gerne.
    Gar nicht oder zumindest nicht mehr als ein Placebo.
     
  7. #7 Hantago, 26.09.2021
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    Habe im gesamten Haus fast ausschließlich Glasfasertapete, kann nichts negatives feststellen. Sieht edel aus, ist wahnsinnig robust, "schlechtes Klima" kann ich nicht feststellen.
     
  8. BaUT

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    Kommt ganz drauf an!
    Bei energetisch unsanierten oder teilsanierten Bestandsgebäuden ist die Raumklimadiskussion geprägt von "zu hoher Raumluftfeuchte" und daraus resultierendem hohen Schimmelpilzrisiko im Bereich schimmelpilzkritischer Wärmebrücken.
    Bei Neubauten ist eher eine zeitweise "sehr niedrige Luftfeuchte" das Problem, wenn Lüftungsanlagen permanent kalte trockene Außenluft in das Haus fördern und die feuchte Raumluft ausblasen, so führt dies zu einer Raumluftfeuchte mit teilweise nur 7 g/m³ Feuchtegehalt. Das ist für den Nutzer i.d.R. kein Drama, aber Parkett verträgt solch trockene Raumluft nicht so gut und neigt dann zu Schwindrissen.
     
  9. Joao

    Joao

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    Hm... und wie steht das jetzt im Zusammenhang mit versiegelten oder nicht versiegelten Wänden? Ist es dann besser, wenn die Wände versiegelt sind und keine Feuchtigkeit aufnehmen können, damit das Parkett mehr Feuchtigkeit abbekommt?

    Oder gibt es dann größere Unterschiede in der Feuchtigkeit und die Unterschiede sind schlecht für das Holz, weil es mehr arbeiten muss...?

    Gruße
    Daniel
     
  10. #10 BaUT, 28.09.2021
    Zuletzt bearbeitet: 28.09.2021
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    Du kannst die Raumluftfeuchte nicht über "atmende Wände" oder "dampfdichte Wände" regulieren. Der Haupteinfluss der Raumluftfeuchte liegt in der Nutzung (Feuchteproduktion) und in der Lüftung (Feuchteabfuhr). Stell dir im Zweifel Klimamessgeräte auf und beobachte das Raumklima längerfristig und wenn es im Winter gar zu trocken wird, dann musst du halt Luftbefeuchter aufstellen oder die Lüftung reduzieren.

    Bei mir läuft netatmo - da seh ich dann
    - Raumtemperatur
    - rel Lüftfeuchte und
    - CO2
    und kann meine Lüftung dahingehend anpassen.
     
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  11. JPtm

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    Du brauchst speziellen Putz (Lehm/Kalk) in gewissen Mindestdicken damit die die Fähigkeit haben kurzfristige Luftfeuchtespitzen etwas abzumildern. Dann können diese teilweise die Feuchtigkeit aufnehmen und dann nach und nach wieder abgeben. Wir haben Lehmputz im Bad. Wüßte nicht, dass unser Spiegel schon einmal beschlug trotz zwei kleiner Duschmäusen. Auf Lehm wird normal keine Tapete gekleistert. Da kommt idealerweise eine Lehmfarbe drauf und fertig.
    Hast du Gipskarton verbaut ist es eh wurscht. Da "atmet" eh nix mehr.
    Was landläufig mit "atmenden Wänden, das Haus muss atmen,... " gemeint ist kannst getrost in die Tonne klopen. Das ist ein Märchen. Wenn du soviel Wasser in der Luft hast, dass das durch die Wand nach Außen wandert hast du defintiv ein Problem. Da nützt auch der beste Innenputz usw nix mehr.
     
  12. #12 Manufact, 28.09.2021
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    Wenn Du einen Neubau mit aktiver Lüftung hast, ist die eingeschränkte Diffusionsfähigkeit vollkommen egal.
    Bei ungedämmten Altbauten sollte auf die Innenflächen der Aussenmauern keine Tapete - und speziell Glasfasertapete geklebt werden.
    Grund: Nahrung für den Schimmel über Kleister / Kleber und "Trinken" über erhöhte Ausgleichs-Luftfeuchtigkeit, da die Feuchtigkeit zwar in den Putz diffundiert - aber durch die Beschichtung schlechter abdiffundiet.
     
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