Gleicht die Nutzung von Leichtmauermörtel die Nachteile von Dünnbettmörtel aus?

Diskutiere Gleicht die Nutzung von Leichtmauermörtel die Nachteile von Dünnbettmörtel aus? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Grüß euch, in letzter Zeit habe ich immer öfter von den Nachteilen der hochporösen Ziegel im Zusammenhang mit Dünnbettmörtel bzw Kleben...

  1. w1dukind

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    Grüß euch,

    in letzter Zeit habe ich immer öfter von den Nachteilen der hochporösen Ziegel im Zusammenhang mit Dünnbettmörtel bzw Kleben gelesen:

    - Luftdichtheit ausschließlich durch Putz gegeben. Wenn jemand unachtsam die Luftdichtheit durchbricht (Steckdosen), kann es zu Kondensatschäden kommen
    - Schall wird von unten bis oben durch die Luftkammern ungehindert geleitet

    Daher nun meine Frage: Sind diese Nachteile nicht nur die Nutzung von "normalen" Mörtel obsolet? Natürlich mit dem Nachteil, dass sich die Dämmung der Wand etwas verschlechtert - nur in welcher Relation stehen hier schlussendlich Kosten und Nutzen?

    Danke vorab für eure Antworten.
     
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  3. #2 Headhunter2, 31. Januar 2013
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    Meines Wissens werden die Stoßfugen weder bei Leichtmauermörtel noch Dünnbettmörtel vermauert, d.h. die Steine werden immer trocken aneinandergestoßen.
    Das wiederrum heißt du hast _immer_ eine Luftdurchlässigkeit, solange kein Putz drauf ist.

    Der Schall kommt i.d.R. auch nur bis zur nächsten Geschossdecke, weil die den Löchern im Weg ist.
    Alternativ ein Klebersystem mit Vlieseinlage verwenden oder gleich geschlossene (Perlit, Porenbeton) Steine, dann hast du keine Freiräume
     
  4. #3 Carden. Mark, 2. Februar 2013
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    Es geht um die Lagerfuge.
    Fakt ist, hier ist eine gedeckelte Fuge klar im Vorteil.
    Wie ich immer die gedeckelt ist.
    Alternativ, höchste Qualität beim Verschließen der Durchdringungen - aber wer bringt die schon auf.
     
  5. Homer

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    V-Plus währe eine Alternative zu Leichtmauermörtel.
     
  6. #5 Carden. Mark, 2. Februar 2013
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    Was den meisten hier wohl klar ist,
    aber....
    wir von kaum einen Hersteller angeboten!
     
  7. w1dukind

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    Die zentrale Frage für mich lautet, kann ich durch Einsat von "normalen" Mörtel, der etwa 1 cm dick aufgetragen wird, Konvektion im Mauerwerk weitgehend vorbeugen?
     
  8. #7 rechter Winkel, 2. Februar 2013
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    Die Frage stellt sich bei monolithischen Mauerwerk nicht:
    Normaler Mauermörtel ist eine erhebliche! Wärmebrücke. Wärmedämmenden Mauermörtel sind aufgrund der geringeren Festigkeit in hinsicht auf die filigranen Kammerstrukturen bei Ziegelsteinen oftmals nicht zugelassen, da problematisch (Rissbildung).
     
  9. w1dukind

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    ... das Mauerwerk mit normalem Mauermörtel dämmt jedoch trotzdem noch (deutlich) besser als ein Mauerwerk mit Dünnbettmörtel und Konvektion.
     
  10. Josef

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    Hallo,


    da hast du sicher eine Quelle ?

    Gruß

    Josef ... der sich frägt ob er irgend eine Entwicklung verschlafen hat
     
  11. H.PF

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    Dann freu dich mal auf die lustigen Wände, wo mal wunderbar nach einiger Zeit tic tac to drauf spielen kann... Die Kästchen sind dann schon da ;)
     
  12. Kaspar

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    Hallo W1dukin,
    die Frage kann man sich selbst beantworten, wenn man mal eine Baustelle besucht, welche diese Version Mauerwerk praktiziert.

    Kurz gesagt, auch wenn es von aussen so aussieht, als waere dort eine geschlossene volle Lagerfuge aus Moertel, so ist es doch oft so, dass genau das oft nicht gegeben ist.

    Welcher Maurer mauert denn so?

    Der macht sehr oft leider nur aussen und innen einen Streifen Moertel und setzt den Stein drauf.
    Muss er den Moertel kaufen, maximiert er so seinen Gewinn, denn offensichtlich hat bis heute kaum einer in der Wandmitte das tatsaechliche Vorhandensein des Lagerfugenmoertels kontrolliert.

    Was also theoretisch moeglich ist und was praktisch gemacht wird, sind zwei paar Stiefel.
     
  13. w1dukind

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    @Josef: Thomas Königstein behauptet in seinem Buch "Ratgeber energiesparendes Bauen": Luftbewegungen im Mauerwerk verringern die Dämmwirkung drastisch. (Auf Wunsch kann ich gerne den ganzen Absatz reinposten)

    @Kaspar: Die in der Überschrift genannte These war nur ein Denkansatz von mir, den ich mal Experten zur Diskussion stellen wollte. Bei den Baustellen, bei denen ich bisher mitgeholfen habe, hat der Maurer jedoch so gearbeitet. Bzw. waren dort die Ziegel auf der Unterseite noch verschlossen.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 6. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Das mit dem Absatz lässt Du mal besser (Urheberrecht)

    An sonsten
    1) Steht da was von Bewegung im Mauerwerk = innerhalb einer Wandebene oder nicht viel mehr im Wandaufbau?
    2)
    Jetzt nennst Du genau einen Autor.
    Spinateffekt (alle schreiben von einander ab) oder versuchtst DU, aus einem Text gleich ein Postulat zu machen???

    Wer meint, mit der Luftbewegung innerhalb der Wandebene Probleme bekommen zu können, dem steht ja das V-Plus System offen. :D
    Ach ja - und Kaspar gibt hier halt ab und an den Kasper - mehr nicht.
     
  15. w1dukind

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    Hallo Ralf,

    1) Königstein behaupted sogar, dass Luft überhaupt nicht dämmt sobald sie durch Konvektion in Bewegung gerät. Detaillierter geht er auf diese Behauptung nicht ein.
    2) Da könnte ich dir noch einige nennen... z.B den Herrn Nussbaum. Der schreibt in "(K)ein Pfusch am Bau", dass die langen und mit Luft gefüllten Löchern in den Ziegeln für "bewegte Luft" sorgen und durch die Konvektion wird der Dämmwert trotz des mit Luft gefüllten Hohlraumes herabgestzt. Daher weist er mehrmals auf die hohe Sorgfalt bez. Luftdichtheit hin.
     
  16. w1dukind

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    Sry ich muss den thread wieder aufwärmen aufgrund neuer Erkenntnisse.

    Mittlerweile habe mit einem regionalen Ziegelhersteller privat gesprochen und war überrascht. Dieser rät ausdrücklich seine Ziegel mit wärmedämmenden Mauermörtel zu mauern und nicht mit Kleber oder Dünnbettmörtel. Der Mörtel erreicht den selben U-Wert wie der 50er Ziegel, stelllt also keine Wärmebrücke dar. Alle von mir genannten Nachteile wären somit nichtig.

    Da fragt man sich als zukünftiger Häuslbauer wirklich: na was nun?
     
  17. #16 Carden. Mark, 16. Februar 2013
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    welcher soll es denn werden?
     
  18. Inkognito

    Inkognito Gast

    Ist ein solches Verhalten nicht schon fast strafbar? Das erinnert doch ziemlich an die Kölner Bauarbeiter die "von der Stütze" leben... wenn sich einer an die verschrotteten Bewehrungsstähle beim Bau der Ubahn erinnert.



    http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinzitat
     
  19. #18 rechter Winkel, 17. Februar 2013
    rechter Winkel

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    Bitte genau lesen: Ich habe nicht geschrieben, dass Dämmmörtel bei Wärmedämmmauerwerk perse nicht zulässig ist. Bei den meisten Steinen mit besseren Lamda (<0,1 W/m²K) ist aber in den meisten Fällen das Dünnbettverfahren vorgesehen.

    Meine Befürchtungen zu deiner Aussage:
    Der regionale Hersteller hatt keine Plansteine im Angebot

    Btw.: den "besten" Dämmmauermörtel, den ich kenne, hat ein Lamba von 0,21W/M²K, Wenn der Stein genau so "schlecht" ist wie der Dämmmörtel, was willst du dann damit?
    Bei monolithischen Mauerwerk reden wir i.d.R. von Lamda Stein <0,1W/m²K .
     
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  21. Baukralle

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    Wenn es dafür eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung gibt, darf das der Bauunternehmer auch verwenden..........
     
  22. w1dukind

    w1dukind

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    Ein solcher Dämmmauermörtel wäre dieser hier z.B.: http://www.baumit.at/upload/pimdam/pdb/PDBL_ThermoM_rtel_50.pdf.

    Ein zweiter Ziegelhersteller aus meiner Umgebung (ja, er hat auch Planziegel) bzw. der angestellte Baumeister rät auch zu einer Verarbeitung mit Dämmmauermörtel. Er meinte die gesamte Mauer (Steine + Dämmauermörtel) erreicht einen U-Wert von 0,21.

    Aus den Daten des Mörtels können wir entnehmen, dass die Wärmeleitfähigkeit also um ca 0,1 W/mk schlechter ist. Das mag auf dem Papier nun nicht schön sein, nur was hat das jetzt in der Praxis zu bedeuten?
     
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