Gravierende Nachteile des Holzrahmenbaus?

Diskutiere Gravierende Nachteile des Holzrahmenbaus? im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir (meine Frau und Ich) haben vor ein Einfamilienhaus zu bauen. Es sollte mindestens ein KFW-Effizienzhaus 55 sein und würden daher...

  1. MichiR

    MichiR

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    Hallo,

    wir (meine Frau und Ich) haben vor ein Einfamilienhaus zu bauen.
    Es sollte mindestens ein KFW-Effizienzhaus 55 sein und würden daher gerne in Holzrahmenbauweise (wahrscheinlich gedämmt mit Zellulose) bauen.

    Mein Schiegervater ist von der Idee, in Holzrahmenbauweise zu bauen gar nicht begeistert und schimpft bei jeder Gelegenheit über diese Bauweise.

    Er führt vor allem die Anfälligkeit der Holzrahmenbauweise gegenüber Feuchtigkeit oder evt. Feuchtigkeitsschäden auf.
    Seiner Meinung nach müsste ein Stein auf Stein errichtetes Haus im Falle eines Feuchtigkeitsschadens lediglich wieder getrocknet werden während ein in Holzrahmenbauweise errichtetes Haus Schimmel ansetzen würde und man diesen nicht mehr wegbekommt.
    Zudem führt er auch das Argument der Hellhörigkeit eines Holzrahmenbaus auf.

    Sind diese Argumente nur "Stammtischparolen" oder hat mein Schwiegervater (leider) recht?

    Ich dachte zumindest, dass der Holzrahmenbau für mindestens KFW-Effizienzhaus 55 besser ist, als Stein auf Stein. Liege ich hier mit meiner Annahme falsch?

    Würde mich über Antworten freuen und hoffentlich kann ich meinen Schwiegervater ein bisschen den Wind aus den Segeln nehmen.

    Gruß
    MichiR
     
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  3. R.J.

    R.J.

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    Eine Voraussetzung von Schimmelpilzwachstum ist Feuchte >70-80% , Temperatur, ein bisschen Sauerstoff, Zeit und Nährstoffe. Schon Staubablagerungen auf mineralischem Untergrund reichen aus. Ein Holzrahmenbau ist nicht mehr oder weniger "Anfällig" gegenüber Feuchte wie ein Massivbau. Trocken müssen beide sein.
    Der Schallschutz einem Haus ist genauso gut wie vertraglich vereinbart, geschuldet und ausgeführt. Das gilt für alle Bauweisen.
    Das Zeitalter der dünnschichtigen Barackenbauten (um mal Stammtischterminologie zu verwenden) ist schon lange vorbei.

    Alles keine haltbaren Argumente.

    Als nächstes kommen bestimmt höheren Versicherungsbeiträgen und unzureichender Brandschutz...
     
  4. Karlheinz

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    Aber nicht doch. DER Grund, warum ich kein "Holzhaus" bauen würde, ist die Tatsache, dass ich mir nicht sicher bin, dass das Haus - gegenteiliger Zusicherungen zum Trotz - nicht doch dermassen "arbeitet", dass es mehr oder weniger ständig zu Knackgeräuschen kommt. Vielleicht kannst Du dazu mal was sagen?
     
  5. herby1210

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    Frag ihn doch mal, ob er schon entsprechende Bauschäden gesehen hat. Also jene, wo der Verputz grossflächig runter kommt, Ausblühungen entstehen, sogar Beton anfängt zu bröseln ...
     
  6. Julius

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    (hier im Forum gibts nen Fall, wo das zur Selbsttötung der Bauherrin führte!)
     
  7. R.J.

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    Ich dagegen habe mit Unterbrechung über 20 Jahre Holzhauswohnerfahrung, Holzrahmenbau und Fachwerk. Trotz intensiven Musikkonsums kann ich noch gut hören, ständige Knackgeräusche sind mir nicht aufgefallen. Aber das ein subjektives empfinden.

    Es gibt immer einen Grund für Knacken, früher das weiter trocknende Holz, heute der falsch Umgang mit verschiedenen Materialien. Der Holzbau an Sich ist nicht der eigentliche Grund.
     
  8. wired

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  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 18. Januar 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich liebe solche Dummschwätzer-Aussagen, deren Niveau sich noch unterhalb der Tischplatte von Stammtischen bewegen.

    Und bei der "Studie" braucht man nur den Auftraggeber lesen, dann ist alles andere klar wie Kloßbrühe.
     
  10. wall

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    Was stimmt denn an der Studie nicht? Kommt zum Ergebnis, dass Holzständerbau leicht teurer ist als Massivbau. Entspricht genau dem, was ich bisher auch gelernt habe.

    Der Vergleich mit den Holzhäuschen in USA ist natürlich sinnbefreit.

    Vorteile von Holzständerbau sind für mich vor allem die geringeren Wandstärken, die für mehr Platz innen sorgen.

    Persönlich sehe ich als Hauptnachteil: Wiederverkaufbarkeit ist schlechter, da es in D Vorbehalte der potenziellen Käufer gibt. Entfällt, wenn man keinen Verkauf plant ...
     
  11. MichiR

    MichiR

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    Hallo,

    Ich dachte das Knackgeräusche nur in der ersten Zeit vorkommen und mit der Zeit weniger werden bzw. ganz verschwinden.

    Er hatte 2 mal Wasser im Keller (ca. 10 cm tief) und ein undichtes Dach, sodass das Wasser von der Decke tropfte. Er meint immer wenn dies bei einem Holzrahmenbau passieren würde, wäre der Schaden viel größer und überall Schimmel den man nicht mehr wegbekommt. Bei einem Steinhaus wäre dies seiner Meinung nach nicht so problematisch. Nur trocknen und gut is. Hat er mit dieser Aussage recht? (Als Hinweis: Einen Keller planen wir nicht)

    Natürlich entscheiden letztendlich wir wie gebaut wird. Aber wenn solche Aussagen (teilweise) richtig sind und Stein auf Stein wirklich weniger Nachteile bietet ist es selbstverständlich auf für uns eine Alternative.
    Von solchen Untersuchungen wie hier halte ich ehrlich gesagt relativ wenig. Hier hat Ralf Dühlmeyer recht mit dem Auftraggeber (traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!).


    Sind diese Holzkonstruktionen in den USA wirklich mit den unseren vergleichbar? (denke nicht, weiß ich erhlich gesagt aber nicht)
     
  12. kike

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    "Auftraggeber: Massiv Mein Haus e. V."

    ... die sind ganz sicher (un)abhängig :winken
     
  13. kike

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    Ich gehe mal davon aus, dass der iInteressierten Leser der Studie eine definierte Wohn-/Nutzfläche haben möchte und ihm die Aussenabmessungen "egal" sind (in den Aussenabmessungen kann er nämlich nicht wohnen nur in der Innenfläche) - insofern wäre eine Normierung auf die Innen- und nicht auf die Aussenabmessungen erforderlich.
     
  14. wall

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    Das würde aber bedeuten, dass der Holzständerbau sogar günstiger wäre und das widerspricht komplett meinen Erfahrungen. Gerechnet wurde bei mir jeweils auf Basis der Wohnfläche.
     
  15. herby1210

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    Vielleicht hat ja jemand Zeit, die Differenzen der beiden Varianten in Bezug auf die Wohnnutzfläche auszurechnen und somit auf diese die Erstellungskosten hochzurechnen.
     
  16. Karlheinz

    Karlheinz

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    Kann sein, kann auch nicht sein. Wenn der B'plan Einschränkungen (z.B. Baufenster) enthält, sind die Aussenabmessungen natürlich sehr relevant.
     
  17. mls

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    ich finde die studie gut - egal, ob sie tendenziös ist oder nicht.
    ich halte sie für relativ objektiv, die orientierung am mainstream
    mag viele potentiale verbergen, aber die muss man erstmal in einem
    individuellen bauvorhaben ausschöpfen ;)

    ein erkennbares problem (bei schnellem durchflug) sind die unschärfen
    in einzelpositionen (zb dach: eigentlich kleinere fläche beim holzhaus, aber
    statt dessen flächengleichheit und höhere kosten) bzw. die nichtvergleichbarkeit
    e. massivdecke mit e. holzdecke .. und was ist mit 8m2 (!) flächengewinn?
    andersrum: wie würde sich e. 45cm-holzwand (energetisch?) gegenüber einer
    45cm-mauerwerkswand darstellen? kosten? einfluss auf heizungsanlage?

    der vergleich des berichts mit der (kosten)praxis wird nicht leicht sein,
    wenn man berücksichtigt, welche qualitäts- und kostenschwankungen
    innerhalb EINER bauweise auftreten.

    die zu baubeginn ausgewiesenen kosten jeder bauweise profitieren am
    meisten von "weichen qualitätsgrenzen" und maximal ausgelagerten
    fertigungsstätten.

    den irb-bericht sollte sich jeder bauherr intensiv zur brust nehmen, egal
    ob eine bauweise vielleicht bevorzugt wird.
     
  18. kike

    kike

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    Logisch, nur wäre diese Relevanz ja allenfalls zusätzlich günstig für die Holzrahmenbauweise.
     
  19. alex2008

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    Man sollte sich darüber im klaren sein, dass die Wirbelstürme in Nordamerika ein ganz anderes Kaliber sind als die Stürme hier.

    Die Häuser in diesen Gebieten werden ja nicht nur umgeblasen sondern auch durch umherfliegende Ziegel und Balken zerschossen und zerschreddert
     
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  21. wired

    wired

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    Das ist aber nett von dir wie man hier genannt wird, sobald persönliche Meinungen geäußert werden die nicht deiner Vorstellung entsprechen.
    Schlussendlich bleibt es doch meine Einstellung und du brauchst sie weder zu befürworten noch ist sie von dir zu vertreten.

    Natürlich steht es jedem Frei sich zu äußern doch macht der Ton die Musik !

    Jedoch mich als Dummschwätzer zu betitteln :respekt liegt weit unter der Gürtellinie.

    Spiegelt aber irgendwie doch die Richtung und Objektivität deiner Argumentation wieder.


    Dies passt aber sicher in den Thread ebenfalls mit rein http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=43178&page=1

    Guten Abend
     
  22. herby1210

    herby1210

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    Mag sein, dass Ralf etwas direkt geantwortet hat. Tatsächlich entbehrt Deine Meinung - auch wenn sie "nur" deine persönliche Meinung ist - jeglicher Grundlage. Dann auch noch auf ein derart anzuzweifelndes Dokument zu referenzieren lässt die Sache auch nicht besser erscheinen.
    Etwas mehr Sachlichkeit wäre hier wohl angebracht.
    Und: "betitteln" wird von "titeln" und nicht von den Möpsen abgeleitet ...:mega_lol:
     
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