grobe Zeitplanung

Diskutiere grobe Zeitplanung im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Bauexperten, ich lese schon eine ganze Weile interessiert im Forum und bin sehr angetan von der Fülle von Mitgliedern und dem...

  1. #1 rueckseil, 6. April 2009
    rueckseil

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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich lese schon eine ganze Weile interessiert im Forum und bin sehr angetan von der Fülle von Mitgliedern und dem überwiegend hohem Niveau.

    Da es bei unserem Bauprojekt jetzt auch langsam konkret wird, treten auch schon erste Fragen auf.

    Letzte Woche wurde der Architekt mit der Entwurfsplanung beauftragt. Nach seiner Aussage ist es durchaus möglich, nach einer umfassenden Entwurfsplanung (ohne Zeitdruck) im Herbst mit dem Rohbau zu beginnen, sodass noch vor dem Winter die Hülle steht und in den Wintermonaten bereits der Innenausbau (zumindest teilweise) erfolgen kann. Die Entwurfsplanung wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen, da wir die Schwiegereltern mit reinnehmen wollen (Einliegerwohnung).

    Nun meine beiden Fragen dazu:

    Ist dieser grobe Zeitplan realistisch, da ja auch Baugenehmigung usw. etwas Zeit fordert (Bebauung nach § 34 BauGB). Oder sollten wir nichts überstürzen und gleich den Baubeginn ins Frühjahr legen?

    In welchem Monat müsste man in etwa beginnen, damit es sich noch lohnt und man vor dem Winter noch was schafft (ich weiß, das Wetter kann keiner vorhersehen, auch ich nicht).

    Danke im Voraus


    rueckseil
     
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  3. #2 kalauer71, 6. April 2009
    kalauer71

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    Bei mir ging es mit der Planung Mitte 2008 los, Baubeginn war jetzt Mitte März. Das Ganze lief aber seitens des Architekten recht entspannt ab - wenn der sich richtig reinghängt hätte wäre ein halbes Jahr auch problemlos möglich gewesen. Der Rohbau sollte so nach 2 Monaten durch sein, wenn nix großartiges passiert. Da kannst Du also selbst rechnen: 2 Monate vor Wintereinbruch solltet ihr loslegen um den Winter nutzen zu können.

    Ich würde aber empfehlen keine künstliche Hektik aufkommen zu lassen. Lasst euch Zeit mit der Planung wenn ihr nicht durch irgendwelche Rahmenbedingungen unter Druck seid. In der Planungsphase sind Änderungen immer noch sehr einfach durchzuführen. Das wird immer schwerer, je weiter fortgeschritten der Bau ist. Und manchmal muss man auch Ideen erst reifen lassen, bevor man entscheiden kann was man letztlich will.
     
  4. Seev

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    Wir haben 8 Monate bis Abgabe des Bauantrages geplant, auch mit ELW. Seit 3 Monaten warten wir auf die Baugenehmigung und planen für die Ausführung.
    Empfehlenswert ist, sich die Zeit zu lassen, die man selbst im Planungsprozess braucht. Nicht nur der Architekt braucht Zeit, auch der Bauherr und manches wandelt sich in dieser Zeit! Je nachdem was man so an Vorstellungen hat und wie offen man ist. :)

    Da wir bereits im Jahr zuvor das Scheitern so einer Planung nach über 7 Monaten Planung erlebten und wir dennoch nicht wirklich Zeitdruck haben - trotz völligem Neubeginn mit "ausgewechselten Pferden" - haben wir ganz losgelassen und gemerkt, daß es so gut ist, da es diesmal mit dem A. gestimmt hat.

    Mein Arbeitskollege hat im Herbst begonnen mit dem Rohbau und zwei Tage vor Weihnachten das Dach zugekriegt. Er musste erhebliche Kostenaufschläge hinnehmen und hatte auch wetterbdingt jetzt manche Probleme, offenbar ist das Baujahr für die Handwerker eher das Kalenderjahr. Auch unser Architekt hat uns geraten, uns grob daran zu halten, also vor dem Sommer anzufangen.

    Gruß
    Seev
     
  5. bernix

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    im Grunde spricht nur wenig gegen ein Bauen im Winter.
    -
    An den Materialien liegts eher weniger: Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt können alle verarbeitet werden, Steine die trocken versetzt werden können natürlich auch bei Minustemperturen versetzt werden. Für die erste Steinreihe (holzbetonmantelsteine, holzspandämmsteine) und das Ausbetonieren dann auf Plustemperaturen warten.
    Bei Regen müssen fast alle Materialien lt Vorschrift abgedeckt werden.
    -
    problematisch ist halt die höhere Belastung: Kälte, Nässe, kurze Tage und ein aufgeweichtes Umfeld (alles kann man auch nicht zuschottern)...

    gruss
     
  6. #5 rueckseil, 7. April 2009
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    Danke für eure Erfahrungen.

    Ein wenig zu sportlich war mir die Zeitplanung der Archi auch. Meine Bedenken habt ihr ja bestätigt.

    @Seev: 3 monate für die Baugenehmigung, ist das normal oder ist bei euch etwas sehr speziell, sodass noch andere Meinungen eingeholt werden müssen (Naturschutz, Wasserschutz, Bergamt,...)?

    Fazit: Sache reifen lassen, nichts überstürzen und entspannt im Frühjahr 2010 starten


    Danke

    rueckseil
     
  7. Seev

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    Ich glaub, wenn ich mich nicht täusche, daß das Amt sich sogar noch länger Zeit lassen dürfte. Sie dürfen zur Feststellung des Eingangs und der Vollständigkeit allein schon mal 4 Wochen brauchen, insgesamt denke ich bei uns 4 Monate (?).

    War bei uns aber nicht das Problem, und auch sonst gar nix spezielles, sondern ein (zwar chancenloser) Einspruch eines Anrainers, der uns aber trotz unserer Rechtsposition schließlich zur Ausarbeitung eines Kompromissabgebotes - aus nachbarschaftlichen Gründen - veranlaßt hat. Die ganze Sache wurde vom zust. Bürgermeister als Good-will-Aktion so vorgeschlagen und von uns (v.a. auch von meinem Architekten) mitgetragen. Der BM ist der Vermittler, der mit allen Gespräche geführt und für jeden was Gutes getan hat. :mega_lol:
    Bis unsere Deckblätter dann nach Zustimmung des Nchbarn zum neuen Vorschlag vom Architekten dann formell eingereicht waren und jetzt genehmigt werden, bedeutete das eben 8-10 Wochen mehr, als wenn wir gleich bei unserer beantragten Ausführung geblieben wären und die Genehmigung sicher schon hätten. Was versucht man nicht alles ... !
    Dennoch haben wir natürlich bereits mit der Ausführungsplanung begonnen.

    Aber wenn Du wie wir mal insgesamt 2 Jahre am Planen dran bist, dann kommts auf 3 Wochen Verzug auch nicht mehr an. :) Also ganz locker angehen / bleiben und jeden Zeitdruck vergessen.

    Gruß Seev
     
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