große Dämmdicken - Sparen aufdoppeln oder dicke Sparren?

Diskutiere große Dämmdicken - Sparen aufdoppeln oder dicke Sparren? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, da unser Hausbau langsam zu Ende geht, habe ich auch ab und an Zeit die eine oder andere Bauausführung nochmal zu überdenken. Ganz nach...

  1. Bolanger

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    Hallo,

    da unser Hausbau langsam zu Ende geht, habe ich auch ab und an Zeit die eine oder andere Bauausführung nochmal zu überdenken. Ganz nach dem Motto: "Würde ich es wieder so machen oder beim nächsten Haus anders?"

    Dabei habe ich auch über die Sparrendicke nachgedacht. Unser Architekt hat 20 cm dicke Sparren geplant, die auch so zur Ausführung gekommen sind. Wenn ich mich richtig erinner, dann ergab sich die Höhe von 20 cm aber nicht direkt aus der statischen Bemessung, sondern wurde gewählt um auch 20 cm Dämmung unterzubringen.

    Letztlich haben wir diese Sparren dann nochmal aufgedoppelt, um noch mehr Dämmung unterzubekommen und nun frage ich mich, wie man unterm Strich ein Schrägdach mit großer Dämmdicke kostengünstig erstellen kann. Sollte man die Sparren rein nach Statik dimensionieren und den Aufpreis des Aufdoppelns zahlen oder lieber direkt etwas mehr fürs Bauholz zahlen, dafür dann aber die Kosten der Aufdoppelung sparen und sich freuen, dass die Statik dann auch reichlich Reserve hat?

    Ich denke dabei übrigens nicht an Dämmdicken von 40-50 cm, sondern an Dicken im Bereich von 20-30 cm, wie sie heute üblich sind.

    Danke,

    Bolanger
     
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  3. H.PF

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    Versuchs einfach mal mit einer Mischung aus Aufdachdämmung und Zwischensparrendämmung...

    Ist auch effektiv, du überdämmst die Sparren und sorgst damit das diese Wärmebrücken auch weg sind...


    Reine Zwischensparrendämmung geht auch, effektiv ist es aber immer wenn man die Sparren überdämmt. Und das machst du nicht wenn du reine Zwischensparrendämmung machst...
     
  4. Bolanger

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    Hallo,

    mir geht es eigentlich um die Frage, wie man ein gut gedämmtes Dach kostengünstig erstellen kann.

    Bei uns haben wir z.B. Unterdeckplatten aus Holzfaser, da ich diese Folienunterdeckung nicht mochte. Die Dinger sind auch toll, aber auch ziemlich teuer bzgl. der Dämmung, die sie bringen.

    Zusätzlich haben wir die 20er Sparren erst noch parallel zu den Sparren aufgedoppelt mit Trennung der Aufdopplung vom Sparren über XPS-Streifen und unterhalb der Dampfbremse nochmals quer eine Untersparendämmung angebracht von nochmals 4 cm. Von der Ausführung scheint mir das alles durchaus sinnvoll zu sein, vereint nur eben alle 4 Möglichkeiten: Aufsparrendämmung, Sparrendicke über statischem Erfordernis, Sparrenaufdopplung und Untersparrendämmung. Das muss auch kostengünstiger gehen.

    Aktuell machen wir die ersten Vorüberlegungen zu einem weiteren Hausbau in der Familie, mit begrenztem Budget. Das soll kein Billigbau werden, aber eben auch nicht alle Rafinessen ausreizen und aus zeitlichen Gründen auch weitgehend ohne Eigenleistung ablaufen. Dazu suche ich Denkanstöße.

    Gruß,

    Bolanger
     
  5. H.PF

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    wenn es günstig und erprobt gut sein soll:

    Hohe Sparren, DWD oben drauf, Platten unten drunter, ausblasen... Schnell, kostengünstig, effektiv...


    Gruß Holger
     
  6. #5 Rudolf Rakete, 23. Februar 2013
    Rudolf Rakete

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    Mal ne Frage wofür brauche ich mehr als 20cm Dämmung? Die ENEV kriege ich sogar mit 160 mm hin.
     
  7. H.PF

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    Jo... Minimal zusammen gebaut bekommt man das bestimmt mit 160 hin... Fand ich aber vor 15 Jahren schon zu wenig.

    Den Unterschied merkst du im Sommer, nicht so sehr im Winter...
     
  8. sniper

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    bei einem haus sollte man schon etwas lanngfristig denken

    das ist doch kein schlüpfer den man täglich wechselt
     
  9. #8 Rudolf Rakete, 23. Februar 2013
    Rudolf Rakete

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    Joo aber man kann auch alles übertreiben mit 180mm erreiche ich mit 032 Dämmung einen U-Wert von ungefähr 0,15. Dann wie schon gesagt ne Aufdachdämmung und cih liege unter 0,1. Mehr brauche ich im Leben nicht.
     
  10. H.PF

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    und wieder einer, der das Holz vergisst...


    Deine Rechnung da oben stimmt vorne und hinten nicht!

    Bei 032er Dämmung brauchst du, wenn du 65cm Rastermaß an Balken nimmst 280 mm Mineralwolle für deine 0,15...

    mit 200er Sparren bist du immer gut bedient, drunter ist Murks...

    Unter 180 mm reißt du die Hürde EnEv...

    Bei 035 siehts noch dicker aus!

    Also mit 200mm Sparren bist du immer gut bedient!
     
  11. Neutal

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    Ich verbaue als Standart 240er Sparren plus einer Weichfaserplatte als unterdach(35 mm). Gut, Zellulose / Holzweichfaser haben einen schlechteren U Wert, trotzdem sehe ich diese Stärke als Minimum an. In den Häusern die wir früher gebaut haben, hatten wir oft Sparren aus TJI trägern mit einer höhe von 360mm plus Unterdach aus Weichfaser. Unter 300 mm wurde da nichts angeboten.
    Sparren mit einer Höhe von 200- 300 mm sehe ich als absolut Zeitgemäß an. Dämmstärken größer 400 mm....da muß man langsam rechnen ob es wirtschaftlich bleibt.
     
  12. #11 Rudolf Rakete, 23. Februar 2013
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    Nee das Holz habe ich eigentlich eingerechnet. Kannst Du mir das mal vorrechnen. Ich komme bei 65cm Rastermaß mit 180mm aus. Also wo mach ich den Fehler? Ist ja nicht mein Spezialgebiet. (Aber eigentlich kann man das ja rechnen wie elektrische Widerstände)
     
  13. H.PF

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    Da lass ich rechnen ;)

    Selberrechnen hab ich vor ein paar Jahren gemacht, schon länger nicht... Stell deine Rechnung doch mal hier ein
     
  14. Neutal

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    Bei 180mm mit 032er wolle komme ich auf einen U Wert von gerade mal 0,20. gerechnet mit innenseitig GKB, DB, 180mm =§"er wolle/Sparren; UDB, Lattung...
     
  15. #14 Rudolf Rakete, 23. Februar 2013
    Rudolf Rakete

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    Habe den Fehler gefunden beim U-Wert vom Holz war ich zu gut. Habe mit 0,05 gerechnet anstatt mit 0,5. :mauer
     
  16. #15 Rudolf Rakete, 23. Februar 2013
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    Wie sagt man Schuster bleib bei deinen Leisten. :o
     
  17. Bolanger

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    Hallo,

    ich denke insgesamt gibt es doch annähernd Einigkeit über die sinnvolle Dämmdicke. Diese liegt grob bei 30-40 cm. So haben wir es bei uns ja auch gemacht. Aber wie bekommt man das kostengünsig hin?

    240er Sparren ist auch im wahrsten Sinne des Wortes eine Menge Holz. Mein Bauchgefühl sagt mir auch, dass man sich zwischen Zwischensparren- und Aufsparrendämmung entscheiden sollte. Bei uns ist die "Aufsparrendämmung" lediglich als Unterdeckung gedacht und nicht primär um eine Dämmwirkung zu haben.

    Ist Bauholz eines Dachstuls eigentlich teurer als wenn man eher dünne Sparen nimmt und anschließend mit Balken aufdoppelt? Oder wäre es ggf. kostengünstig, wenn man die statisch erforderliche Sparrenhöhe nimmt und zusätzliche TJI-Träger, die man halbiert um mit den Hälften die Sparren aufzudoppeln? Ab welcher Dicke werden TJI-Träger preislich interessant vgl. zum massiven Sparren?

    Gruß,

    Bolanger
     
  18. #17 Rudolf Rakete, 23. Februar 2013
    Rudolf Rakete

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    Man muß ja nicht immer aufdoppeln. Für die Unterkonstruktion würde es ja auch reichen Bohlen anzuflanschen. Z.B 4,5 x 20 er Bohlen.
     
  19. Neutal

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    Die TJI Träger sind bei Wärmebildaufnahmen häufig deutlich sichtbar, weil der Steg eine relativ hohe Msse hat. TJI kann man nicht mal eben so verarbeiten, da gibt es sehr viele Detailpunkte zu Beachten was leider von den weingsten so gemacht wird. Bedingt durch die Form der Träger auch nur bei Einblasdämmung vorteilhaft.
    Wir sind nach einiger Zeit wieder zu Vollholz zurückgegangen, weil die Verarbeitung der TJI Träger eben recht aufwendig ist und auch Ihre Schwachstellen hat.
     
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  21. Bolanger

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    Wo ist denn der Unterschied zwischen Aufdoppeln und dem Anflanschen einer Bohle?

    Gruß,

    Bolanger
     
  22. H.PF

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    Ich finde Anflanschen doof... Bringt viel zu viel Holzbreite...

    Da lieber vernünftig aufdoppeln.
     
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große Dämmdicken - Sparen aufdoppeln oder dicke Sparren?

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