Gründstücksmauer fachgerecht?

Diskutiere Gründstücksmauer fachgerecht? im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo an die Fachexperten, Mein Nachbar läßt zur Zeit die Grundstücksmauer erneuern. Sein Grundstück liegt höher, wurde in der 60ern...

  1. KurtMeyer

    KurtMeyer

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    Hallo an die Fachexperten,

    Mein Nachbar läßt zur Zeit die Grundstücksmauer erneuern. Sein Grundstück liegt höher, wurde in der 60ern aufgeschüttet.
    Die neue Mauer entsteht aus Betonschalungssteinen.(25x50x18)
    Meiner Meinung nach ist das Gründungsniveau der ersten Steinreihe nicht tief genug, im vorderen Bereich nur 2cm unter dem Niveau meines Hofpflasters.
    Im hinteren Bereich ist das Fundament sogar deutlich über dem Niveau meines Hofes.
    Hier wurden dann die Betonschalungssteine abgeschnitten und dem Verlauf des darunterliegenden alten Fundamentes angepasst.

    Begründung vom Handwerker war hier "Da liegt eine große zusammenhängende Fundamentplatte drin, raus kriegt man die eh nicht, gut ist das Fundament auch noch und das steigt ja nach hinten an" ???

    Im Endeffekt wird hier nach Fertigstellung immer das Fundament zu sehen sein und darüber dann die unterschiedlich geschnittenen Steine.
    Erwartet hätte ich, das das so weit abgestemmt wird, das die Gründungsreihe der Schalungsteine unter dem Niveau des Bodens (also meines Hofes) liegt.

    [​IMG]
    Zu sehen ist der hintere Bereich (das ist schon die zweite Steinreihe), vorn links meine Garage, die Hölzer markieren die Höhe, die das neue Pflaster des Hofes (Höhe Garageneinfahrt) bekommen wird. Das liegt dann höher als das jetzige alte Plaster.
    Die Höhe an der Holzleiste zur Steinoberkante sind übrigens 26cm, dort hätte ein kompletter Stein gepasst!
    [​IMG]
    Hier zu sehen der Übergang von der ersten zur zweiten Steinreihe.

    Fragen:
    Ist das eine fachgerechte Erstellung? Ist so etwas üblich?
    Gibt es irgendwelche Spätfolgen für das Fundament, wenn das jahrelang so offen liegt?

    Hat man hier als Nachbar, der mit dem Aussehen der Mauer leben muss, irgendeine Handhabe auf einer anderen Bauausführung zu bestehen?
     
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  3. #2 andreas2906, 14. Januar 2015
    andreas2906

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    Sind L-Steine nicht L-Steine weil... so wegen Lastabtragung / Verteilung etc. ... oh weh...
    Da wart mal ab, was die Profis dazu sagen.

    Du kannst da höchst wahrscheinlich genau nix machen, weil du hast die Musik nicht bestellt. Der Nachbar könnte was machen, Frage ist, will er?
    Und du kannst den Nachbarn schon mal frage, wie es um seine Haftpflicht ( Hausrat? ) bestellt ist, wenn der Errichter dann plötzlich nicht mehr am Markt vertreten ist.
    Wenn dein Hof nicht vorher schon aussah wie Huf, kannste auf Reinigung bestehen.
    Haben die deinen Grund und Boden betreten während die da stumpfsinnig rumgepfuscht haben?
     
  4. #3 tkoehler78, 14. Januar 2015
    tkoehler78

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    Hatte auf den ersten Blick auch gedacht, es handelt sich um L-Elemente...

    So lange das Fundament in der Breite nicht auf Dein Grundstück ragt, hast Du wohl kaum Einfluss auf das Aussehen der Mauer! Ist die Grundstücksgrenze denn klar definiert/vermarkt?

    Ich würde mir vielmehr Gedanken um die Standfestigkeit der Mauer machen! Wieviele Reihen sollen es denn werden? Dem Gelände hinter der Mauer nach zu urteilen wohl mindestens 75 cm Höhe.
    Bei einer Steinbreite von 18 cm gehört da unbedingt eine Bewehrung rein, die mit dem Fundament verankert ist! Frag mal Deinen Nachbar, ob es eine Statik für seine geplante Mauer gibt. Wohl eher nicht...
    Und wieviel Platz ist denn hinter der Mauer noch bis zur Abgrabung? Sieht mir verdammt wenig aus! 30 cm für eine Filterschicht aus sickerfähigem Material sollten es mindestens schon sein! Ein Sickerrohr in der Gründungsebene sollte da genauso wenig fehlen!

    L-Elemente wären hier wohl die bessere Lösung gewesen...
     
  5. OLger MD

    OLger MD

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    Für hinterfüllte Mauersysteme aus Schalungssteinen gibt es i.d.R. Vorgaben der Hersteller für die maximalen Höhen, die Art der Hinterfüllung und die Belastbarkeit des Geländes auf der hinterfüllten Seite.
    Die Anfüllhöhe hängt u.a. davon ab, wie die Wand in einem Fundament mittels Anschlussbewehrung verankert ist und ob senkrechte Bewehrung eingebaut wird.
    Das Hinterfüllmaterial sollte frostbeständig sein, weil sonst der bindige Boden hinter der nur 18cm dünnen Wand gefriert und je nach Wassergehalt zusätzlich zum Erddruck auch noch Druck aus der Eisbildung auf die Wand ausübt.
    Wenn der Bewuchs, der in dem Bild zu sehen ist erhalten bleibt oder ergänzt wird, kann auch noch Last aus dem Wurzeldruck hinzukommen.

    Mauerscheiben (L-Elemente) wären hier das passende Produkt gewesen. Die sind genau für solche Verwendungszwecke konstruiert und berechnet. Winkelsteine sind i.d.R. nur für horizontal verlaufendes Gelände bei geringen Höhenunterschieden und auch nicht für Verkehrslasten und Böschungen geeignet. Winkelsteine sind (je nach Hersteller) unbewehrt, die Mauerscheiben bestehen aus Stahlbeton.

    Senkrechte Wand ==> Absturzhöhe! Wie soll ein Geländer oder eine andere Absturzsicherung tragfähig auf/hinter der dünnen Wand verankert werden?

    Wie hoch wird denn die Mauer ?
    Gibt es vom Hersteller ein Datenblatt / eine Einbauanweisung aus der hervorgeht, ob die Steine für diesen Lastfall geeignet sind und wie hoch die Mauer maximal sein darf? Hersteller steht ggf. an der Palette / Verpackung.

    Gruß
    Holger
     
  6. #5 wasweissich, 14. Januar 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    es gibt nur wenige möglichkeiten , die noch ungeeigneter zur hangabstützung sind , als diese .

    und dann auch noch so hingepfuscht ...........
     
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