Gründung eines Bauunternehmen

Diskutiere Gründung eines Bauunternehmen im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo, ich bin neu hier im Forum und würde mal gerne eure fachliche Meinung hören. Ich komme aus dem Münsterland und überlege ein...

  1. #1 sn00p1974, 19. Mai 2013
    sn00p1974

    sn00p1974

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    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum und würde mal gerne eure fachliche Meinung hören.

    Ich komme aus dem Münsterland und überlege ein Bauunternehmen zu eröffnen. Was meint Ihr? Lohnt es sich zur heutigen Zeit noch,
    oder kann mir vieleicht einer aus seinen eigenen Erfahrungen mit der Gründung eines Bauunternehmens berichten.

    Über eure Meinung bzw. Erfahrung würde ich mich sehr freuen.

    Gruß

    sn00p1974
     
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  3. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Sowas wird doch kostenlos von der HWK Deines Bezirkes angeboten. Die wissen doch am ehesten was in der Region los ist.
     
  4. #3 Carden. Mark, 19. Mai 2013
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Das wichtigste ist - dass Deine Familie dahinter steht.
    Haste ne Frau und die ist skeptisch - lass es.
    Der zeitlich Aufwand der Gründer ist sehr hoch.
    Das gibt bei vielen Selbständigen - ständigen Ärger zu Hause.
    Ich weiß wovon ich schreiben. :-)
     
  5. H.PF

    H.PF

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    Wenn ich nicht die völlige Unterstützung meiner Familie, sprich meiner Eltern und Freundin, gehabt hätte und habe hätte ich diese Gründung in den Sand gesetzt. Und auch jetzt nach 5 Jahren bin ich drauf angewiesen. Meine Freundin hält mir Büromäßig und Finanzenmäßig völlig den Rücken frei und ich bin froh und dankbar das meine Mutter mir oft genug Abends kommentarlos einen Teller mit Essen auf die Treppe stellt. Wenn man um 6 Uhr das Haus verlässt und um 19 Uhr wieder kommt hat man keine Lust, Kraft und Nerven mehr sich ums Essen kochen zu kümmern... Ausserdem hab ich hier seit dem Tode meines Vaters im November genug anderes noch zu tun jeden Abend... Es gibt kaum Tage die vor 22:30 zu Ende sind und das jeden Tag, nicht nur in der Woche...

    Zum Glück sind wir in der Familie Selbständigkeiten gewöhnt, die meisten von uns haben keinen festen Job sondern sind selbständig tätig... Da wusste ich vorher was kommt...
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Ich würde mich zuerst einmal fragen, ob ich überhaupt die fachlichen Voraussetzungen für so eine Selbständigkeit habe. Damit meine ich nicht nur Fachkenntnisse und Erfahrung im Beruf, sondern vor allen Dingen auch die notwendigen Kenntnisse was den kaufmännischen Bereich betrifft. Ich sag´s mal so, ein paar Stunden BWL-light in der Meisterschule reichen für die Praxis nicht aus.
    Natürlich kann man viele Aufgaben delegieren bzw. durch externe Fachleute erledigen lassen (Steuerberater etc.), aber wer als Chef keinen Überblick über seine Finanzen hat, läuft schnell Gefahr, dass das Geld schneller abfließt als es verdient wird. Da helfen dann auch keine externen Experten.

    Banken empfehlen an diesem Punkt üblicherweise die Erstellung eines business-Plans. Das kann ich jedem Existenzgründer nur an´s Herz legen. Dabei geht es nicht nur um trockene Zahlen, sondern das Wichtigste ist, dass sich der Existenzgründer mal intensiv mit seiner zukünftigen Selbständigkeit auseinandersetzt. Auf den ersten Blick sieht das immer ganz toll aus, aber man sollte sich auch mit den Nachteilen einer Selbständigkeit befassen.

    Was möchtest Du überhaupt machen? Spielt die Familie mit? Wie sieht´s mit den Finanzen aus? Eigenkapital? Wie soll eine Fremdfinanzierung gestaltet werden? usw. usw. usw. Es gibt viele Dinge über die man zuerst gar nicht nachdenkt, die aber dazu führen können, dass eine Selbständigkeit von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Deswegen muss man sich im Vorfeld intensiv mit der Selbständigkeit auseinandersetzen.

    Nur mal als Beispiel. Du bewegst Dich in einer Branche, in der man als Einzelkämpfer wohl kaum überleben kann. Folglich benötigst Du Angestellte. Die kosten jedoch jeden Monat Geld, und zwar nicht nur ein paar Euro Stundenlohn, sondern auch noch eine Menge Nebenkosten, und das alle egal ob die Firma was verdient hat oder nicht. Wer da seine Finanzen nicht im Griff hat, macht den Laden schneller dicht als er eröffnet wurde.

    Ach ja, man sollte sich auch nicht zeitlich unter Druck setzen lassen. Und auf keinen Fall aus der Not heraus selbständig machen, das geht mit größter Wahrscheinlichkeit in die Hose.

    Informationen gibt es auch bei den Handwerkskammern, bei uns veranstalten auch manche Banken Infotage die man besuchen kann, und die Arbeitsämter haben auch entsprechendes Infomaterial, und wenn es dann ernst wird, sollte man über ein Beratungsgespräch mit einem Steuerberater nachdenken. Das Internet ist voll von Informationen, aber diese Menge an Infos zu selektieren fällt nicht leicht.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Maik86

    Maik86

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    Hierzu sei noch erwähnt, dass deine Stadt höchstwahrscheinlich eine Abteilung für Wirtschaftsförderung hat, die in der Regel auch in Gründungsfragen beratend tätig ist.
     
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