Grundofen

Diskutiere Grundofen im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, nachdem ich den Kampf mit verschiedenen Banken erfolgreich überwunden habe und nun das Thema Bauantrag und die damit...

  1. Sparx007

    Sparx007

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    Hallo zusammen,

    nachdem ich den Kampf mit verschiedenen Banken erfolgreich überwunden habe und nun das Thema Bauantrag und die damit verbundenen Planungen ansteht/en, möchte ich einige Fragen bzgl. eines Grundofens loswerden.

    Zum Hintergrund: Wir wohnen in ländlicher Umgebung in der es möglich wäre Brennholz günstig zu beschaffen. Geplant haben wir ein EFH mit insg. 158 m² ohne Keller. Das Wohnzimmer ist mit dem Esszimmer verbunden und hat eine Fläche von 44 m². Das Esszimmer wird durch eine Wand von der Küche getrennt durch die eine Schiebetür führt.

    Der Grundofen (ggf. auch eine andere Technik) soll mittig im Wohn-/Esszimmer mit dem Rücken zur Küchenwand zum stehen kommen. Ich möchte den Ofen so gut es eben geht als zusätzliche Heizung vorwiegend für das Erdgeschoss nutzen. Die Wärmeversorgung soll grundsätzlich durch eine Gas-Brennwerttherme übernommen werden, die im Erdgeschoss HWR steht.

    Nun meine Fragen:
    - Mir gefällt der Grundofen so gut, weil man von einem geringen Holzverbrauch und einer lang anhaltenden Strahlungswärme spricht. Zudem ist so ein Ofen für die "Ewigkeit" gebaut und soll bei uns Zentrum des Wohn-/Esszimmer werden. wie wäre es möglich die Wärme auch in das Obergeschoss zu bringen?
    - Wie können wir diesen optimal und wirtschaftlich nutzen? Ist ein Ofen mit Absorber zwingend notwendig?
    - Kann jeder Ofenbauer einen solchen Grundofen bauen, wenn ja gibt es Fachleute unter den Ofenbauern? Ich komme aus dem Raum Köln. Ggf. kann mir auch jemand einen guten Ofenbauer empfehlen.
    - Mein Vater und Großvater haben bereits verschiedene Kachel- und Kaminöfen gemauert und besitzen gute Maurer Erfahrung. Ist es möglich einen solchen Ofen selbst zu bauen? Würde ein Offenbauer uns dabei unterstützen?
    - Sollte die Gasheizung ggf. kleiner ausfallen?

    Fragen über Fragen mit der Hoffnung, dass mir jemand die passenden Antworten liefern kann. Vielen Dank bereits im Vorfeld dafür!

    Sparx
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ja, aber ohne einen wasserführenden Einsatz bleibt nur die Verteilung der Wärme über Luft.

    Was meinst Du mit optimal und wirtschaftlich?
    Der Ofen sollte genau berechnet werden und dann einen entsprechend hohen Wirkungsgrad haben. Das ist mit 08/15 nicht zu schaffen.

    Wenn er den Beruf gelernt hat, sollte er so einen Ofen auch berechnen und bauen können. Ansonsten hat er seinen Beruf verfehlt.

    Diese Arbeit würde ich jemandem überlassen der weiß was er macht. In so einem Ofen herrschen hohe Temperaturen, diese belasten die verwendeten Materialien, und Fehler verzeiht so ein Ofen nicht. Schäden sind nicht auszuschließen, und im schlimmsten Fall darfst Du Ofen und Haus noch einmal bauen.

    Würde ich nicht machen, denn wer weiß, ob der Ofen auch wirklich intensiv genutzt wird. Abgesehen davon, muss zuerst mal die Heizlast ermittelt werden, dann sieht man weiter.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Anfauglir

    Anfauglir

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    Ja, aber...

    Ich habe meinen Kachelgrundofen umständehalber selbst berechnen und (mit gebrauchten Kacheln) bauen müssen.
    In die Berechnung und Planung der Details habe ich viel Zeit (mit guter Literatur) investiert, das ist auch zwingend nötig.

    Beim Bau habe ich mich dann trotz handwerklichen Geschicks dermaßen dämlich angestellt, dass wohl jeder Ofenbauer sich scheckig gelacht hätte.

    Auf Sekundärluftzuführung, Rückstrahlplatte am Feuerbock u.ä. habe ich auf Grund der Umsetzungsschwierigkeiten verzichtet, ein ordentlicher Ofenbauer bekommt das hin und hebt damit den Wirkungsgrad noch ein wenig an.

    Wärmeverteilung ins OG funktioniert bei mir über Lüftungsspalte in den Stirnseiten der Holzbalkendeckenschalungsfelder und, wie früher z.T. üblich, über eine Luke im Fußboden, alles wenig neubautauglich.

    Du solltest auch bedenken, dass es keinen Sinn hat, einen Kachelgrundofen auf "Sparflamme" zu fahren, dadurch wird er absolut uneffektiv. Mein Ofen (mittelschwere Bauart) gibt je Heizvorgang ca. 90 kWh ab, die wollen im gut gedämmten Neubau erstmal umverteilt sein.


    Wenn man das ganze Material neu kaufen muss, würde ich die Arbeitskosten für den Ofenbauer auch noch drauflegen, es gibt auch schöne, moderne Kachelgrundöfen, die man als Heimwerker beim besten Willen nicht hinbekommt.

    Zum Kachelgrundofen selbst kann ich nur raten. Ich heize den Ofen ca 1,5h lang und kann mir 12h später noch den Rücken dran wärmen.
     
  5. Bautz

    Bautz

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    Grundöfen haben zwar einen besseren Wirkunsgrad als Kaminöfen z.B. Ob sich das aber signifikant im Holzverbrauch niederschlägt, wage ich zu bezweifeln. Ist vielleicht eher eine psychologische Sache, weil man den Kaminofen ständig füttern muss. Dafür wird halt beim Grundofen eine große Menge Holz auf einmal verfeuert.

    Dann solltest Du auch die erheblich höheren Investitionskosten beim Grundofen berücksichtigen, die im Vergleich zum Kaminofen gerne mal 10.000 € und mehr ausmachen können. Wenn's nur um Lustfeuerchen geht, wirst Du das in einem Leben nicht mehr reinholen. ;)
     
  6. Sparx007

    Sparx007

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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Die beiden Beiträge habem mich noch einmal zu google geführt um nach einer Lösung zu suchen die den Grundofen besser ausnutzt und die investition rechtfertigt. Eine weitere Möglichkeit scheint es ja zu sein, den Ofen mit einer Solaranlage zu kombinieren und an einen Warmwasserspeicher zu koppeln um dann ggf. gänzlich auf andere Heizungsarten zu verzichten. Dieser Ansatz gefällt uns beiden auch sehr gut und auch die damit verbundenen "Nachteile" (Befeuerung und Brennholzbeschaffung) sind uns bewusst. Ich habe ebenfalls Firmen gefunden die den GO als Hauptofen verbauen. Neben dem Ofen und der Solaranlage wird dann ein Heizstab in den Wasserspeicher verbaut um bei z.B. einem Winterurlaub übergangsweise zu heizen.

    Hat jemand damit schon einmal Erfahrung gesammelt und kann darüber berichten? Ebenfalls verfügen wir über ein ausreichend großes Grundstück um entsprechend Lagerraum zu schaffen. Könnt ihr abschätzen was ein solches System kosten könnte? Ich würde mal pauschal ca. 10.000 € für den GO, 4000 € für den WAsserspeicher und noch einmal ca. 3000 € für die Solaranlage schätzen. Sind das die richtigen Dimensionen in denen wir uns hier bewegen?

    Wie würde dieses Konzept bei der Erstellung des Energiepass bewertet?

    Viele Grüße
    Sparx
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Wenn Du Solar einbinden möchtest, wird´s kompliziert.

    Wie sieht´s mit Heizflächen aus? WW Bereitung? Wieviel Wasser muss bevorratet werden? WW Bedarf? Nutzung? Anzahl/Typ der Zapfstellen?

    Mit 4m2 Solar auf dem Dach wird das nichts.

    Gruß
    Ralf
     
  8. OldBo

    OldBo

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    Ich habe von meinen Bekannte nur Gutes über ihre Grundöfen gehört. Nur sollte man diese auch richtig gebaut haben und richtig befeuern. Einige haben sogar Absorber eingebaut. Das lohnt sich aber nur, wenn eine Fußbodenheizung im Haus ist, weil die Absorber nicht mit den Rauchgasen in Berührung kommen.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
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  10. greentux

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    Man kann so einen Ofen auch über zwei Etagen bauen. Foto bei mir im Blog. Hat ein Bauherr um die Ecke so verwirklicht. Im Grunde ist das ganze Haus um diesen Ofen gebaut...
     
  11. Sparx007

    Sparx007

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    Welcher Anbieter?

    Hallo zusammen,

    ich bin mittlerweile bereits etwas weiter mit der Plagung unserer zukünftigen Beheizung. Leider fehlen mir nun noch ein paar Informationen über geeignete Anbieter die Ihr Handwerk verstehen und den damit verbundenen Preis.

    Bei uns ist es vor allem sehr wichtig, dass wir bestimmte Tätigkeiten in Eigenleistung übernehmen. Damit ist nicht der Bau des Grundofens oder erste Programmierung der Anlage gemeint. Vielmehr würden wir die Montage der Solar Panels auf dem Dach, die Vorbereitung des Ofenbaus (Zuluftschacht, geeignetes Fundament ...), die Verlegung der FBH und auch die Montage der Zuleitungen für Wasser und Energie vornehmen wollen.

    Ist es bei den bekannten Ofenbauern oder gar Komplettanbietern wie to*y.at möglich die genannten Tätigkeiten zu übernehmen um so den Preis etwas zu reduzieren? Kann jemand die Arbeit der Ofenbauer oder das System von to*y.at empfehlen oder Erfahrungen schildern? Wie hoch sind die Installationskosten? Kennt Ihr weitere Anbieter?

    Viele Grüße
    Sparx
     
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