Grundsatzdiskussion Wärmedämmung

Diskutiere Grundsatzdiskussion Wärmedämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo an Alle! Ich wollte mal eine Grundsatzdiskussion lostreten – in der Hoffnung, dass nicht irgendwo in den Weiten des Forums diese schon...

  1. OM

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    Hallo an Alle!

    Ich wollte mal eine Grundsatzdiskussion lostreten – in der Hoffnung, dass nicht irgendwo in den Weiten des Forums diese schon mal geführt wurde. :confused:

    Macht es eigentlich wirklich Sinn, im Dachgeschoss Dämmmaterial zu verwenden, das Wärme erst zeitverzögert durchlässt? (Entschuldigung für den unfachmännischen Ausdruck)

    Problem ist doch dann, dass es tagsüber, wenn die Sonne scheint und die Wärmeeinwirkung auf das Haus einwirkt, in den Räumen relativ kühl ist und die Wärme just in den Stunden in die – meist Schlafräume – übergeht, wenn man schlafen will.

    Kurz gesagt: Tagsüber keine Nutzung der Räume = (relativ) kühl
    Nachts Nutzung der Räume = (relativ) warm

    Das ist doch nicht im Sinne der Erfinder!? Habe ich da einen Gedankenfehler?

    mfg
    OM
     
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  3. Oggy

    Oggy

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    Moin,
    da liegt wohl ein Gedankenfehler vor,
    ich kann mich zwar auch noch an die Sendung mit der Maus erinnern.:
    Ein Schweißdraht über der Kerze und Fähnchen mit Wachs drangeheftet.
    So konnte die Wärmeleitung gut beobachtet werden.

    Es ist aber nicht so das die Dämmung einfach nur zeitverzögert abgibt, was auf der anderen Seite sich abgespielt hatte.

    Das wäre so bei einer Welle oder Schwingung die ein Medium durchläuft.

    Die Welle läuft nur vorwärts, die Wärme strahl aber immer in alle Richtungen.


    (früher wurden Echoeffekte für Musik mit einem kleinem Lautsprecher und Mikrofon gemacht, dier mit einer Spiralfeder verbunden waren.)

    Meine auch nicht 100ig fundierte Meinung ist, das es im Obergeschoss es solange wärmer wird, solange es draußen wärmer ist als innen. Das mag so bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang sein.
    Danach kühllt es draußen ungehindert sehr schnell ab und innen habe ich durch die Dämmung eine viel langsamere Abkühlung. Die richtung des Wärmetransportes kehrt sich um.

    Schon kurz nach Sonnenuntergang ist da dann ein deutlicher Unterschied und subjektiv mag es innen sich Wärmer anfühlen wenn man den Raum betritt, mann kommt ja von draußen.


    Oder anders. Komme ich von 25° in 20° denke ich "mir ist kalt, mach mal die Heizung an". Komme ich von 5° in 20° ist man erst mal bestrebt zu lüften, so warm fühlt sich das an.
    Also der Überschwinger "draußen ist es schon kühl und innen wird es noch wärmer" ist eher subjektiv.


    Genug Thesen angezettelt? :D

    Grüße Andreas
     
  4. Ebel

    Ebel

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    Dämpfung

    Wenn man so allgemein diskutiert, ist auch nur ein hypothetisches Beispiel möglich.

    Sie kritisieren, daß es mit Dämmung beispielsweise um 22:00 mit 25°C am Wärmsten ist und es vorher kühler im Raum war. Das kann z.B. so sein bei bestimmten Wetterverlauf und bestimmter Dämmung.

    Wie wäre der Temperaturverlauf ohne Dämmung? Es könnte sein, daß die maximale Temperatur dann beispielsweise mit 30°C um 15:30 erreicht wird und es danach kühler wird und um 22:00 die Temperatur schon auf 25°C gefallen ist - an der Temperatur um 22:00 hat sich also nichts geändert, aber es gab nicht die kritisierte Zeitverzögerung.

    Dazu kommt noch, wenn die Temperaturspitze käme, ist es draußen schon kühl und Sie können lüften, damit mit der Fortluft auch die Wärme das Haus verläßt.

    Das ist der Sommerfall. Im Winter müssen Sie weniger Heizen. Also sowohl im Winter als auch im Sommer nur Vorteile (bez. Temperatur und Heizkosten).
     
  5. OM

    OM

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    @Ebel

    @Ebel

    Wenn das so ist, wie von Ihnen beschrieben (Temperaturen um 22 Uhr sind gleich), habe ich ja schon mal eine Aussage, die viel wert ist.
    Aber noch mal: Dämmen für den Heizfall im Winter muss man ja sowieso. Das wird nicht in Frage gestellt. Die Frage ist, ob man die Dämmung mit Material geringer oder hoher Masse ausführen sollte.
    Wie sieht das aus im Forum? Hat keiner vergleichende Daten über Temperaturverläufe in gedämmten Dachgeschossen je nach Art der Dämmung? Oder Erfahrungswerte aus eigener Anschauung, von Verwandten, Nachbarn, Freunden etc.?

    mfg
    OM
     
  6. #5 Gast360547, 14. Januar 2004
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    wir reden hier....

    Moin,
    über die Phasenverschiebung.

    Bei mehr Masse dauert es halt länger, bis die Wärme "eindringen" kann.
    Es dauert halt auc hlänger, bis die wieder heraus kann wenn es denn mal so richtig warm ist.

    Weniger Masse reagiert schneller, in beide Richtungen.

    Eine sinnvolle Kombination beider Varianten kann eine sehr gute Kompromisslösung darstellen.

    Andere Parameter, wie z. B. Dachflächenfenster oder die Ausrichtung der Dachflächen sind aber auch von großer Bedeutung.

    Zusätzlich KANN eine großzügige Hinterlüftung der Eindeckung etwas für den sommerlichen Hitzeschutz tun. Vorausgesetzt, es kann dann ordentlich strömen.

    Grüße
    stefan ibold
     
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