Grundstück mit hohem Anteil von Eigenkapital bei variablen Zins?

Diskutiere Grundstück mit hohem Anteil von Eigenkapital bei variablen Zins? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich möchte gerne ein Grundstück für 100TEUR kaufen, in diesem Jahr soll dann auch das Haus (200-260TEUR) gebaut werden. 80TEUR sind...

  1. #1 ahornblatt, 7. Februar 2011
    ahornblatt

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    Hallo,
    ich möchte gerne ein Grundstück für 100TEUR kaufen, in diesem Jahr soll dann auch das Haus (200-260TEUR) gebaut werden. 80TEUR sind insgesamt als Eigenkapital einsetzbar.

    Der Vorschlag des Finanzberaters war den Grundstückkauf mit Eigenkapital von z.B. 70TEUR durchzuführen und nur 30TEUR für das Grundstück zu finanzieren und zwar mit einem variablen Zinssatz nach Euribor. Dadurch hat man 100 EUR pro Monat weniger Zinsen zu bezahlen, als wenn man 20% Eigenkapital nimmt und 80% finanziert. Aber auch weniger Bearbeitungsgebühr (600 EUR statt 1300EUR).

    Mein Einwand war, dann habe ich für den Hausbau nicht genügend Eigenkapital (nur noch 10TEUR), um die 80% bei der Anschlußfinanzierung für das Haus zu erreichen, also dann günstigere Zinsen zu bekommen. Der Berater meinte, das wird dann miteinander verrechnet. Der Finanzierungspartner für das Haus sieht im Gesamtkontext, dass das Grundstück fast bezahlt ist, d.h. Eigenkapital reingeflossen ist. Das wird dann als Eigenkapital zur Analyse herangezogen.

    Mir ist ein wenig mulmig zumute, das gesamte "schöne" Geld wegzugeben, ohne die Gesamtfinanzierung stehen zu haben.

    Sollte man nicht lieber nur 20% in das Grundstück als Eigenkapital einzahlen, um das andere Kapital noch in der Hinterhand zu haben, wenn das mit dem Hausbau nicht klappt?

    Wie ist Eure Meinung? Sorry, wenn die Frage schon vorhanden war.. Bitte sonst nur den Link angeben :-)

    Gruss Ahornblatt
     
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  3. R.B.

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    wann "in diesem Jahr"?

    Der Vorschlag ist plausibel. Ob 70/30 oder 60/40, dürfte bei dieser Konstellation keine große Rolle spielen, aber er hat das sicherlich durchgerechnet.

    Was willst Du dann mit dem Grundstück? Zinsen zahlen für ein Grundstück das Du nicht brauchst?

    Bis zum Hausbau sollte natürlich etwas Liquidität vorhanden sein. Ob die 10T€ dafür ausreichen kann ich nicht sagen (ich schätze das ist eher knapp).

    So lange aber die Guthabenverzinsung so mager ist wie momentan (geringes Risiko vorausgesetzt), ist es schon sinnvoll das EK in das Grundstück zu investieren.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Seev

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    Der Berater hat absolut recht. Dir braucht davor nicht mulmig zu sein. Ich nehme mal an, daß Du davon ausgehen kannst, später generell eine Finanzierung in der erforderlichen Höhe zu kriegen? Das solltest Du halt schon sicher wissen, dann kannst Du loslegen.

    Es ist fast egal, wo das Geld drinsteckt. Im Grundstück ist es aber noch besser als im angefangenen Haus aufgehoben.
    - das Grundstück hält seinen Wert besser als das Haus. -> mehr Sicherheit von Anfang an für die Bank.
    - Wenn zuerst das EK eingesetzt wird, dann reduzierst Du die Zinslast und kannst die Finanzierung später abschliessen.
    - Noch wichtiger: Wenn Du das Grundstück beim Abschluss der Hausfinanzierung bezahlt hast oder dann ablösen kannst (deshalb variables Darlehen!), bist Du flexibel genug, um Dir dann die richtige Bank auszusuchen. Alles andere wäre nachteilig für Dich, wenn Du dann die Bank nicht mehr (kostenlos) wechseln könntest.
     
  5. cc24

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    ich seh das nicht so.
    Variable Zinsen lohnen sich, wenn man auf fallende Zinsen spekuliert oder flexibel bleiben muss/will.
    Ich wage im Übrigen zu bezweifeln, dass eine Bank bei dem geringen Darlehen einen Euribor-Kredit (nehme mal an 3 Monats-Euribor (zur Zeit 1,084 % zzgl. Marge der Bank zzgl. Bearbeitungsgebühr) )auslegt.
    Wenn Du in der Tat einen Hausbau in Kürze planst, würde ich mir die Gesamtkosten berechnen lassen und die Zinsen langfristig sichern. Es sei denn, Du spekulierst auf fallende Zinsen. Macht allerdings nur Sinn, wenn Du weisst, mit welcher Bank Du zusammen arbeiten willst. Was spricht dagegen, wenn man das Grundstück komplett mit den aktuellen Zinsen finanziert und sich langfristig günstige Zinsen sichert ? Den Rest für die Baukosten dann zu den dann aktuellen Zinsen.

    Schönen Gruß
    Stefan
     
  6. R.B.

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    Wir reden hier von vielleicht ein paar Monaten. Deswegen auch meine Frage "wann soll mit dem Hausbau begonnen werden".

    Eine Gesamtfinanzierung jetzt anzugehen wäre dann sinnvoll, wenn die zu erwartenden Kosten feststehen. Das scheint aber noch nicht der Fall zu sein. Somit würde er sich jetzt schon in die Abhängigkeit eines Finanzierers begeben, und das nur wegen der "Zinssicherheit".

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 ahornblatt, 8. Februar 2011
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    Hallo,
    wir suchen nun uns eine Baugesellschaft, machen den PLan und dann wird gebaut. Da wir recht genaue Vorstellungen haben, sollte sich bis zum Spatenstich nur ein paar Wochen hinziehen. Wenn alles klar ist, starten wir im April. Ich wollte eigentlich bis September drin sein, morgen werde ich dann bei der Gesellschaft mir das "abschminken" lassen, wenn denn bezahlbar, wird das ein Massivhaus sein und das dauert ja nun mal.
    Da zu überstürzen, sagte man mir, bringt eher Nachteile, auch wenn es natürlich reizt, endlich im Haus zu sein...

    Gruss und Danke
    ahornblatt
     
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  9. #7 TorstenProStud, 8. Februar 2011
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    Ganz so einfach ist es nicht. Bei einer solchen Finanzierung sind verschiedene Möglichkeiten und Zusammenstellungen möglich.
    Hier könnt Ihr sehr viel Zeit und kosten sparen durch staatliche Fördermöglichkeiten. Ich würde hier eine kompl. Berechnung und Zusammenstellung der Baufirma durch einen Finanzierungsspezialisten, wie oben geschrieben, zusammenstellen, durchrechnen und auch gegenrechnen lassen.
    Nur so hast Du eine ordentliche Finanzierung und kein unnötiges Risiko. Der einzelne Zins und der Einsatz von Barmitteln sollte genau berechnet werden und zwar vorher! Es bringt nix, wenn eine Finanzierung z. B. zu knapp berechnet und dann noch das Bargel kompl. aufgebraucht wird. Viel Glück
     
  10. R.B.

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    So schnell geht das nicht.
    Was meinst Du mit "Baugesellschaft"?

    Gruß
    Ralf
     
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