Grundstückswahl

Diskutiere Grundstückswahl im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, bin neu hier und hoffe das Thema ist hier an der richtigen Stelle. Hier in der Gegend wird ein neues Baugebiet erschlossen. Wir...

  1. #1 Neuling0815, 16. Mai 2014
    Neuling0815

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    Hallo zusammen,

    bin neu hier und hoffe das Thema ist hier an der richtigen Stelle. Hier in der Gegend wird ein neues Baugebiet erschlossen. Wir würden dort sehr gerne bauen und überlegen nun für welches Grundstück wir uns bewerben wollen. Link zum Plan: https://www.dropbox.com/s/r0hekmhawvxaekv/Baugebiet.JPG

    Das Baugebiet schließt im Norden an ein bestehendes Gebiet an und fällt nach Süden hin ab. Südlich grenzt ein Biotop. Südlich des Biotops steigt das Gelände wieder leicht an. Das Baugebiet am rechten Rand wird erst in einigen Jahren erschlossen, was für uns zu spät ist.

    Das Grundstück soll mit einem EFH (unterkellert) mit 160-180 qm Wfl. bebaut werden.

    Wir würden auf jeden Fall die östlichen Grundstücke bevorzugen, wohlwissend, dass eine Zufahrt vom Westen nicht ideal ist. An der Stelle ist uns aber wichtiger nicht von drei Seiten "umzingelt" zu sein. Erlaubt sind hier WD/SD/PD. Typ 1 Grundstück unterscheidet sich von Typ 2 nur geringfügig hinsichtlich der GRZ (0,32 vs. 0,35). Die bisherigen Überlegungen für Grundstücke in der engeren Wahl sind wie folgt:

    - Nr. 4: Pro: Noch relativ weit oben im Gelände, verhältnismäßig größer / Con: Im Nordosten befindet sich fast angrenzend ein Spielplatz, lärmtechnisch scheidet dies für uns daher eigentlich aus.
    - Nr. 26/34: Pro: Geradlinig geschnitten, relativ geringer Höhenunterschied, verhältnismäßig größer / Con: Nachbarn in Nord/Süd
    - Nr. 51: Pro: Randlage mit nur einem Nachbarn/Süd-Blick ins "Grüne" / Con: Höhenunterschied, "verwinkelte" Grundstücksform

    Wäre über Meinungen sehr dankbar. Insbesondere darüber, inwiefern Ihr glaubt, dass man aus dem südlichen Grundstück etwas Vernünftiges - natürlich mit vertretbarem Aufwand - machen kann.

    Besten Dank schon einmal!
     
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  3. #2 vollmond, 16. Mai 2014
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    Eine Simme für nr51.

    Freie Sicht nach osten, bei einigermaßen Planung auch gute Sicht nach Westen ohne Schattenwurf vom Nachbarhaus in der Südwestecke des Hauses.

    Den Hang kann man im Garten auch gestalten.
     
  4. Jolante

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    Was für ein Haus wollt ihr den Bauen?

    Wenn ihr mit einem Architekten bauen wollt, habe ich keinen Zweifel, dass man dort (51) etwas wunderbares hinbekommt. Für ein Fertighaus von der Stange könnte es etwas schwieriger werden...
     
  5. #4 fragenmeer, 17. Mai 2014
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    Ganz klar 51. Ihr könnt z.B. ein L-förmiges Haus errichten, langer Schenkel Längsseite nach Norden, das nimmt dem Nachbarn im Norden die Sicht auf Eure Privat-SüdSeite... Der kurze Schenkel westlich nach Süd ausgerichtet. Viel Spaß!
     
  6. Kopp82

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    Auch ganz klar 51. Risikofaktor Nachbar halbiert und mehr Lebensqualität - wenn man sich schon in so ein Baugebiet pfercht.
     
  7. #6 Anda2012, 17. Mai 2014
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    Wie sieht es mit dem Spazierweg aus? Ist/wird der hochfrequentiert sein? Lebe selbst an einem so ähnlichem, habe aber kein Problem damit. Entweder Dich störts einfach nicht oder Du verbaust die Sicht aufs Grundstück mit Hecke o.ä. (erlaubt lt. B-Plan?)
     
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  9. #7 Neuling0815, 17. Mai 2014
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    Danke schon einmal für die Rückmeldung.

    Wir tendieren im Moment zu einem individuell geplanten Haus in Holzständerbauweise.

    Das mit dem Fußweg hatten wir uns auch schon überlegt. Da dieser die direkte Anbindung ins "Dorf" darstellt werden sicherlich Leute unterwegs sein. Müssten die Seite also mit Hecke o.ä. abgrenzen. Das Problem trifft jedoch für alle in Frage kommenden Ost-Grundstücke zu.
     
  10. Jacke17

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    Hallo,
    Du fragst nach der Grundstückswahl und hast einen Ausschnitt aus dem B-Plan beigefügt, das ist schon ein guter Anfang. Ich möchte Dir eigentlich keinen konkreten Rat für die Grundstückswahl geben, da das jeder selber entscheiden muss. Ich versuche Dir/Euch aber ein paar Betrachtungshinweise zu geben. Das Grundstück für welches Ihr euch entscheidet ist im Nachhinein nicht mehr veränderbar, ein Haus dagegen kann man später immer noch umbauen, also sollte bei der Standortauswahl meiner Meinung nach das besondere Augenmerk liegen.

    Ich habe mir den kompletten B-Plan angesehen, dort sind manche Dinge erkennbar, die auf dem von Dir, hochgeladenen Ausschnitt nicht sofort ins Auge fallen.
    - Dort ist eine graue Linie eingezeichnet mit der Bezeichnung HQ 100 (Q=Durchfluss eines Gewässers, HQ=Hochwasser, 100 steht für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines solchen Hochwassers => einmal in 100 Jahre ist mit einem solchen Ereignis zu rechnen) Aus den Nachrichten zu zahlreichen Hochwässern in Deutschland weiß man, dass innerhalb der letzten 10 Jahre sich diese (bspw. 100 oder 1000jährigen) Hochwässer nicht an diese Klassifikation halten wollen. Das muss aber noch nichts heißen, es kommt auch auf die vorherrschende Art der Niederschläge am Standort und auf den geologischen Untergrund an (wie schnell kann der Niederschlag versickern). Gibt es vorwiegend Starkregenereignisse = höher Eintrittswahrscheinlichkeit für Hochwasser oder gibt es eher oft, und wenig Niederschlag? Diese Frage kann ich nicht beantworten, wenn du dort wohnst kannst du z.B. einfach die älteren Generationen nach zurückliegenden Ereignissen fragen. Auch in der örtlichen Presse kann man Informationen zu zurückliegenden Hochwasser oder extremen Niederschlagsereignissen finden. Weitere Informationen findest du sicherlich auch auf den Seiten der für Hochwasserschutz zuständigen Behörden, auf deren Websiten findet man auch sehr viele Informationen zu Hochwasser (HW) bzw. HW-Schutz, Planungen zum HW, HW-Rückhalt usw. teilweise auch als Browserbasierte Kartendienste.
    - Ich bleibe bei Wasser: alte Flurbezeichnungen sind eine wichtige Info Quelle (die Namen stammen oft aus der Historie und unsere Ahnen wahren nicht blööd und so finden sich eben Informationen zu örtlichen Besonderheiten in Flurbezeichnungen wieder) und werden auch gern für aktuelle Bezeichnungen übernommen. Schau dir die Namen der NSG (Naturschutzgebiete) an, die Worte „Moos“ und „Nasswiese“ kommen vor. Das klingt eher nach nass als nach trocken. Das bedeutet aber in den meisten Fällen auch einen höheren Grundwasserstand. Da Du/Ihr ja einen Keller bauen wollt: Es gibt Karten zu den Grundwasserabständen, diese solltest du dir anschauen um abschätzen zu können ob es Sinn macht oder ob du aufwendiger bauen musst um einen nutzbaren Keller zu erhalten. Solche Karten findest du entweder auch im www oder bei den Geologischen Landesämtern (kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein)

    Hm, klingt ganz schön schlimm was? oder kompliziert, naja, oben genanntes kann auch alles irrelevant sein, ich würde es jedenfalls prüfen und möchte mit dem Text auch nur mal etwas sensibilisieren.
    Und darauf, dass eine B-Plan Planung auf alles achtet, würde ich auch nicht wetten. Schließlich hat auch die ausweisende Gemeine ein Interesse daran neue Baugebiete auszuweisen oder unterliegt dem Druck neue Gebiete auszuweisen. Auch gibt es ausreichend schlechte Beispiele für die Ausweisung von Baugebieten in Flussauen (dieses sind potentielle Überschwemmungsgebiete! man kann es nicht oft genug sagen).
    lg
     
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