Grundwasserwärmepumpe

Diskutiere Grundwasserwärmepumpe im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Guten Tag Ich bin neu hier und gerade in der Planung unseres Neubaus. Da ich immer noch nicht so recht weiß, welche Heizung für mich uns die...

  1. palzbayer

    palzbayer

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    Guten Tag

    Ich bin neu hier und gerade in der Planung unseres Neubaus. Da ich immer noch nicht so recht weiß, welche Heizung für mich uns die richtige ist, versuche ich mir mal ein Bild über Effizienz und Kosten zu machen. Dazu hätte ich mal eine Frage bezüglich der Grundwasserwärmepumpe. Uns wurde vom Wasserwirtschaftsamt mitgeteilt, dass eine GWP möglich ist, allerdings müssten wir eine Grundwasserprobe hin schicken und eventuell einen Pumpversuch unternehmen.
    a) Was kostet sowas?
    b) Ist eine GWP wirklich soviel besser als alle anderen?
    c) Ist in den angegebenen COPs oder JAZ´s der Strom für die Hebepumpe schon eingerechnet?
    d) Auf welche Kosten muss ich mich ungefähr einstellen?

    P.S.: Heizlastberechnung ist erst in Arbeit. Da ich Schicht arbeite kann es sein dass ich nicht gleich antworte. Danke schon mal für die Antworten.
     
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  3. R.B.

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    Kann man so pauschal nicht sagen. Wie tief muss gebohrt werden? usw. usw. Am besten konkret vor Ort nachfragen, da gibt es erhebliche Unterschiede.

    Was verstehst Du unter "andere"? Eine GW-WP hat den Vorteil, dass sie ganzjährig mit einer Quellentemperatur im hohen einstelligen (Temperatur)bereich arbeiten kann, zeitweise sind auch zweistelligen Temperaturen möglich. Alleine diese Voraussetzung verbessert den COP und damit die JAZ, so dass eine JAZ über 5 kein Problem sein sollte. Im Vergleich dazu bewegen sich optimierte Anlagen mit einer Sole-WP im Bereich 4,2-4,5, selten darüber. Bei LWP liegt man irgendwo zwischen 3 und 3,5. DV bewegen sich auf dem Niveau guter Sole-Anlagen oder geringfügig darüber.

    Man sollte sich aber fragen, was das später in Euro und Cent bedeutet. Bei einem hoch wärmegedämmten Haus ist der Kostenvorteil, ob JAZ 4,5 oder 5,5, nicht mehr so gewaltig.
    Mal ein theoretisches Beispiel, Energiebedarf 10.000kWh p.a., bei JAZ 4,5 bedeutet das 2.222 kWh el, oder bei 23Ct./kWh halt 511,- €. Im Vergleich dazu die GW-WP mit 1.818kWh p.a. oder 418,- €. Einsparpotenzial also knapp 100,- € p.a.

    Nach welcher Norm wurden die ermittelt? Hier findest DU noch ein paar Infos.

    http://www.bosy-online.de/Bewertung_von_Waermepumpen.htm

    Investitionskosten oder Betriebskosten?
     
  4. palzbayer

    palzbayer

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    Vielen Dank schon mal für die Antwort. Der Link ist nicht schlecht, jetzt weiß ich zumindest dass ich ne GWP mit anderen WP´s in vernünftiger Weise vergleichen kann. Mit der neuen Jahresaufwandzahl wird das hoffentlich nun eine realitätsnahe Vergleichbarkeit hoff ich mal.
    Zu dem Einsparpotential: D.h. wenn ich für ne LWP 5000.- € weniger zahlen müsste, würd sich die GWP nie amortisieren oder wie? Habe vor 350m² Wohnfläche in KFW 40/55 zu bauen. Klar werden mich jetzt einige zerreißen dass die Angabe zu ungenau ist aber wie gesagt Heizlastberechnung liefer ich bald nach wenn ich sie (hoffentlich) bald bekomm... :)
     
  5. palzbayer

    palzbayer

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    zu d) beides bzw. hauptsächlich die Bohrung bzw den Anschluss. Die WP werden ja ziemlich beieinander liegen vom Preis her oder?
     
  6. tgaeb01

    tgaeb01

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    Bei KfW 55/40 vermute ich eine KWL m WRG. Wenn Lüftung vorgesehen, dringlichst auf den Luftmenplan vor Heizlastberechnung achten. Ein solider Ersteller verlangt den vorab bzw. erstellt diesen mit einem Lüftungskonzept. Wenn nicht, einen Fachmann suchen.
     
  7. malgucken

    malgucken

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    b) prinzipiell ja
    c) frage ist, wie tief lief euer grundwasser

    macht zuerst einmal eine wasserprobe und hört euch bei nachbaren um, die so etwas schon haben. vllt. gibt es sogar eine karte, wo ihr sehen könnte, wer eine gw wp schon hat
     
  8. Wookie81

    Wookie81

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    Ein klares Jein!

    Für die Bohrung würde ich mir Angebote von verschiedenen (lokalen) Bohrfirmen einholen. Die wissen meinst Recht gut, wie tief sie Bohren müssen etc. Trotzdem kann es bei der Bohrung (egal ob mit / ohne Bodengutachten) zu Überraschungen und Problemen kommen, die nochmal ins Geld gehen. Neben den Brunnen (man braucht Förder- und Schluckbrunnen), kommen dann noch Kosten für die Pumpe, Brunnenstube, Leitungen inkl. Wanddurchführung Technikraum sowie evtl./wahrscheinlich Bohrerlaubnis, Gutachten und "Fördergenehmigung" alle 20 Jahre auf dich zu. Das steht aber dann in den Angeboten, die sich zum Teil erheblich in Umfang und Preisen unterscheiden, meist ganz gut drinnen.

    Wenn ich das alles gewusst hätte, hätte ich zweimal nachgedacht, ob ich nicht doch eine LWP nehme (und es mir mit den Nachbarn verscherze). Mein Grundstück war für Soleleitungen / -körbe ungeeignet, in diese Richtung schonmal überlegt?

    Das Gerät (im Technikraum) für L-, Sole- und GW-WP kosten gleich viel, aber
    - bei der LWP kommt - so weit ich weiß - der Geräteteil der außen steht hinzu?
    - bei Sole halt die Soleleitungen, klar.
    - und bei der GWP alles oben genannte plus muss man sich überlegen, ob man direkt das Grundwasser verwendet oder einen Wärmetauscher mit Solekreis dazwischen schaltet.

    Gruß
    Wk
     
  9. tgaeb01

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    Korrekt, allerdings ist es bei LWP nicht zwangsläufig, dass man es sich mit dem Nachbarn verscherzt. Diese "Lärmproblemfälle" sind meist auf unzureichende Anlagendimensionierung zurückzuführen. Zudem waren einige Hersteller inzwischen nicht ganz untätig (größere Verdampfer bei gleicher Leistung)!
    Korrekt, statt Tiefenbohrung z.B. schmale Grabenkollektoren. Erdwärekörbe sind wegen des hohen Energieentzugs/ m³ Boden meist weniger geeignet, zudem recht teuer.
    Nicht unbedingt. Es gibt verschiedene Hersteller- und Anlagenkonfigurationen. Wobei dabei die vollmodulierenden Splittgeräte(Außen- + Innenteil) eindeutig die Nase vorn haben.
    Bevor man sich jedoch in anlagetechnische Einzelheiten verliert, sollte man vorher die grundsätzliche Eignung überprüfen lassen (Grundlagenermittlung)!
     
  10. palzbayer

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    @ tagaeb01 Meinst du einen Luftmengenplan? Muss sowas vor der Berechnung kommen und wenn ja wer macht mir sowas?( Wahrscheinlich der Lüftungsbauer oder?)
     
  11. palzbayer

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    @ malgucken Bei uns gibt es keinen mit WP, da unser Dorf nur 100 EW hat und die Neubauten alle noch mit Öl/Stückholzheizung gebaut wurden.
    Was kostet so ne Probne?
     
  12. palzbayer

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    Mal zu dem ganzen Thema ne Frage:
    Ich hab mir vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle die neue WP Liste runtergeladen und da stehen LWP mit z.B. nem COP von 3,33 bei A-7 / 4,24/A2 5,33 A10. Sind die Werte realistisch? Mit diesen COPs würde sich ja die LWP im Vergleich zur GWP rechnen oder?
     
  13. palzbayer

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    Noch ne Frage auch wenn sie nicht ganz hier rein passt. Brauch ich unbedingt ne KWL? Und noch eine: Kann ich mit nem Kachelofen und Wassertasche + Durchlauferhitzer für Sommermonate noch KFW 40 erreichen? Würden sich in diesem Fall immer STA´s rechnen oder eben nicht unbedingt? Fragen über Fragen....
     
  14. palzbayer

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    Bezüglich der letzten Frage werd ich mal ein neues Thema erstellen...
     
  15. Julius

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    Was Du möchtest, nennt sich vergleichende Planung. Die kostet und setzt viele nähere Angaben zum Vorhaben voraus.
    Wende Dich damit an (D)einen Planer!
     
  16. palzbayer

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    Ok danke trotzdem.
     
  17. R.B.

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    Solche "Normangaben" treffen in der Praxis kaum zu.
     
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  19. malgucken

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    Wasseruntersuchung. Erstmal in die Tiefe bohren, ordentlich abpumpen und dann Probe nehmen.
    Ca. 55€ in der Apotheke
     
  20. #18 andreas1961, 23. März 2015
    andreas1961

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    Ist zwar keine Frage aber dafür meine Erfahrung aus fünf Jahre Betrieb einer GWP.
    Mein Brunnen ist ca. 4 Meter tief. Drei Schachtringe + den aufgesetzten Einstiegsdom.
    Das Wasser steht ca. 1,0 bis 1,5 unter der Oberfläche, daher die geringe Tiefe.
    Die Ansaugtemperatur ist in aller Regel nicht unter 9°C.

    ABER: Das Wasser ist stark Eisenhaltig. Das heißt es bildet sich rote Eisenablagerungen. Diese Ablagerungen setzen die Förderpumpe und den Wärmetauscher zu. Jedes Jahr im Oktober hole ich die Pumpe aus dem Brunnen und spüle Pumpe und Wärmetauscher mit einer Reinigungssäure (speziell für Edelstahlwärmetauscher) durch. Zeitbedarf ca. 3 Std. und man braucht eine wenig körperliche Fitness.
    In kalten Wintern habe ich Februar/März Probleme mit der WW Bereitung. Schlagwort "Sauggas Untertemperatur". Sauggastemperatur ist die Kältemitteltemperatur nach dem Verdampfer und Grundwasserwärmetauscher.

    Zur Verdeutlichung:
    Im Heizbetrieb habe ich nach mehreren Stunden Laufzeit folgende Werte
    Grundwasser Ansaugtemperatur 10°C
    Grundwasser Abgabetemperatur 8°C
    Sauggas Temperatur 8,2°C
    WarmWasserbetrieb:
    Grundwasser Ansaugtemperatur 10°C
    Grundwasser Abgabetemperatur 8°C
    Sauggas Temperatur fällt innerhalb von 30 min unter 4°c und die Anlage geht auf Störung.

    Der Hintergrund ist der deutlich höhere Temperaturhub bei der WW (Pufferspeicher) Bereitung, gegenüber dem Heizbetrieb. Was mich rettet sind folgende Tatsachen:
    1. Das WW wird bei Bedarf über einen Wärmetauscher aus dem Puffer erzeugt. Keine Salmonellen Problematik. Daher sind 40°C Puffertemperatur kein Problem.
    2. Zusätzlicher Durchlauferhitzer für das Küchenspülbecken.
    3. Die Störung stoppt die Anlage nur dauerhaft, wenn sie zwei Mal direkt hintereinander Auftritt. Da ich den WW-Puffer nur zwischen 5:00 und 6:00 lade überlebe ich das.

    Ich plane diesen Sommer auf eine Sonden-Bohrung umzusteigen. Damit hoffe ich das jährliche Spülen und die winterliche Zitterpartie vom Hals zu bekommen.

    Mein dringender Appell: Vollständige Wasseranalyse (Eisen, Mangan) mit einem Fachmann klären was davon als Schwebstoff ausfällt.
     
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