günstige Dachkonstruktion für 1,5 geschossiges Haus gesucht

Diskutiere günstige Dachkonstruktion für 1,5 geschossiges Haus gesucht im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, mein Schwager möchte ein eingeschossiges Haus bauen und wir überlegen nun gerade, welche Dachkonstruktion preiswert, problemlos und gut...

  1. Bolanger

    Bolanger

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    Hallo,

    mein Schwager möchte ein eingeschossiges Haus bauen und wir überlegen nun gerade, welche Dachkonstruktion preiswert, problemlos und gut dämmend ist.

    Ich erinner mich an ein Gespräch mit unserem eigenen Dachdecker zum Thema kostengünstigem Bauen. Da wird dann immer versucht, den umbauten Raum und damit auch die Kosten gering zu halten. Das spricht erstmal für ein Flach- oder Pultdach. Als wir dann aber ein paar Kosten überschlagen haben, kamen wir zu einem ganz anderen Ergebnis. Ein Pultdach mit entsprechend dicken Sparren zur Aufnahme der Dämmung, das ganze dann vollflächig mit OSB-Platten auf den Sparren und abgeklebt kostet in etwa so viel wie eine statisch ausreichende Decke, darauf dann ein Satteldach mit Unterspannbahn, einfachen Betondachsteinen und auf der Decke lose und schnell verlegter Dämmung. Die genauen Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf, aber die Lösung mit einem ungedämmten Dachraum war preisgleich zu einem Flach- oder Pultdach.

    Mein Schwager hat nun leider das Problem, dass er nur 1,5 geschossig bauen darf. Eine komplett durchgehende Decke des Obergeschosses ist daher nicht zulässig. Spielereien wie Staffelgeschosse etc. sollen vermieden werden. Es bleibt also nichts anderes als Dachschrägen zumindest in einem Teil des Obergeschosses zu verwenden. Welche Konstruktion ist denn dann die günstigste, um auch ein halbwegs ordentlich gedämmtes Dach hinzubekommen?

    Gruß,

    Bolanger
     
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  3. #2 gunther1948, 21. Juli 2014
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    hallo
    was war jetzt gleich die fragenstellung.

    gruss aus de pfalz
     
  4. Bolanger

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    :-)))

    Welche Dachform und -konstruktion ist für ein 1,5 geschossiges Haus preiswert und bietet gleichzeitig eine anständige Dämmung?

    Der Klassiker aus Satteldach mit Unterspannbahn und Zwischensparrendämmung scheint mir keine zeitgemäßen Dämmwerte mehr zu bieten.

    Gruß,

    Bolanger
     
  5. H.PF

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    Dann mach doch eine Untersparrendämmung noch drunter... Oder eine Aufdachdämmung oben drüber... Irgendwie bleibt es ja immer dabei, du hast irgendwelche Tragbalken... Dann sollte man diesen Platz auch nutzen und ausdämmen...
     
  6. #5 saarplaner, 22. Juli 2014
    saarplaner

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    Sagt wer???

    Für sowas gibt es Holz-Stegprofile mit ordentlichen Höhen, die z.B. ausgeblasen werden können.

    Bei 1,5 geschossiger Bauweise bleibt ja eigentlich fast nur noch das Satteldach übrig, wenn man ne vernünftige Kopfhöhe haben möchte...
     
  7. Neutal

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    Dach und Dämmung sind unterschiedliche Dinge. Bei nahezu jeder Dachform ist auch ein schlüssiges, und zeitgemäßes, Dämmsystem möglich. Zumindest in der heutigen Zeit braucht niemand mehr zu frieren. Leider öffenen sich noch zu wenige Planer der heutigen vielfalt an Dämmstoffen und bauen nur mit dem altbekannten.
     
  8. Taipan

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    Leider öffnen zu wenige Bauiherren ihre Geldbörse, damit wir als Planer uns der heutigen Vielfalt an Dämmstoffen öffnen können ... letzthin erst wieder erlebt ... Ich wollte was guten Machen und mit dem Dämmstoff weniger Graue Energie und etwas Mehr Masse für Schallschutz und sommerlichen Wärmeschutz einbringen - Will heissen Cellulosefasern einblasen - was war das Ende vom Lied? ... Die Aktion kostet für das ganze Dache doch tatsächlich 750 EUR mehr und wurde deswegen vom Bauherren gestrichen ... Ich hätts vielleicht wie am BER machen sollen.
     
  9. tgaeb01

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    An wesentlichen und grundlegenden Dingen wird oftmals gespart, das Geld stattdessen für Murks und Humbuck ausgegeben ;-)

    v.g.
     
  10. #9 saarplaner, 22. Juli 2014
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    Jepp, gerade bei so wichtigen Sachen wie sommerlicher Wärmeschutz beim Dach wird dann doch noch gespart und sich dann viele viele Jahre darüber geärgert...
     
  11. Taipan

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    Aufregen tu ich mich da schon lange nicht mehr drüber ... Auch wenn das Haus damit gleichmal 3k weniger wert ist ... Schlechter sommerlicher Wärmeschutz wird in zukunft einen deutlich höheren Stellenwert haben ...
     
  12. #11 saarplaner, 22. Juli 2014
    saarplaner

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    Genau meine Rede, Taipan.

    In Zeiten von leichter Hochleistungsdämmung mit einer geringen Wärmespeicherkapazität wird das Thema immer interessanter.

    Problematisch könnte das ganze dann mal werden, wenn es Klagen in Bezug auf mangelnde Beratung zum Thema sommerlicher Wärmeschutz geben wird.
    Dann kommt man als Architekt/Planer irgendwann nicht mehr aus dem dokumentieren und "freistellen lassen" raus.
     
  13. mls

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    wie?
    unterflurrauchabsaugung?
    .. die dämmt aber nicht .. ach so, deswegen :)
    oder
    planungsänderung fixieren und auf unfähige
    projektsteuerer/bauherrenvertreter hoffen,
    die dein honorar und die initialen baukosten
    ver-3-fachen? :p
    ich halte projektsteuerer/bauherrenvertreter
    am BER nicht für unfähigkeit. nein! die sind
    sehr fähig.
     
  14. Bolanger

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    Hallo,

    ich möchte noch ein paar weitere Infos zum Haus geben, die sich gerade herausgestellt haben. Der Spitzboden soll nämlich nicht gedämmt werden. Mit den groben Handskizzen, die wir als Ergebnis des ersten Denkanstoßes haben, würde damit nur die untere Hälfte der Sparren im Obergeschoss gedämmt werden müssen. Die obere Hälfte wäre dann im ungedämmten Spitzboden.

    Bei einem so ungedämmten Spitzboden betrachte ich persönlich eine Dämmung des kompletten Daches als Perlen vor die Säue geworfen. Wenn ein Spitzboden aufgrund der Höhe ohnehin kein ordentlich nutzbarer Raum werden wird, dann bin ich aktuell eigentlich davon überzeugt, dass man den auch nicht dämmen sollte sondern die Luftdichtheitsebene unten unter der Kehlbalkenlage durchziehen sollte.

    Nun habe ich noch weitere Überlegungen. Die Sparren werden auf das statisch nötige Maß ausgelegt und nicht auf eine große Dicke zur Unterbringung der Dämmung. Im Obergeschoss werden die Sparren dann nach unten hin aufgedoppelt. Vielleicht schaffen wir es dann ja auch, dass die Aufdopplung die Fußpfette überdeckt und man nachher im Trockenbau da nicht so rumfummeln muss.

    Wenn ich das ganze dann noch weiter denke, dann wäre eine Einblasdämmung eigentlich schon eine feine Sache, eben weil man von oben gut an die Sparrenzwischenräume ran kommt. Ich habe dazu gerade mit einem Einblasdämmer gesprochen, der die Preise mit grob 100 EUR/cbm beziffert hat. Dämmwolle kostet auch schon 50 EUR/cbm. Mit dem Arbeitslohn könnte man auch schnell bei eben diesen 100 EUR/cbm sein. Was bleibt sind die Zusatzkosten für die ober- und unterseitige Schalung. Ohne es zu wissen würde ich dafür nochmal schnell 1000 EUR ansetzen.

    Was ist davon zu halten?

    Auch wenn hier über das Sparen der Bauherren gemoppert wird möchte ich für diese, zu denen mein Schwager zwangsläufig auch gehört, eine Lanze brechen. Ich selbst war in der glücklichen Lage, bei unserem eigenen Hausbau nicht jeden cent umdrehen zu müssen. Mein Schwager muss es aber. Aktuell gehen wir daher die großen Rechnungen unseres Hausbaus einmal durch und überlegen uns bei jedem Posten, wie man es anders und preiswerter machen könnte. Ein zusätzliche Schalung oben auf dem Dach zu sparen und durch eine Unterspannbahn zu ersetzen wäre da ein typischer Punkt.

    Gruß,

    Bolanger
     
  15. tgaeb01

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    Das Thema wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Sommerlicher WS ist ein Stiefkind der EnEV, die total heizlastig ist. Daran ändert auch die novellierte 4108-2 (2013) nichts! M.E.völlig unzureichend.
    Das Manko des Baukörpers wird später von den geplagten Bauherren meist mit Technischer Kälte ausgeglichen. Wie übel, plötzlich wird aus dem KfW 55 oder 40 mitunter noch nicht einmal EnEV Standard!

    v.g.
     
  16. tgaeb01

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    v.g.
     
  17. #16 gut so so, 22. Juli 2014
    gut so so

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    wie könnte den ein " ... sommerlicher Wärmeschutz ... " beim Dach erreicht werden ?
     
  18. #17 saarplaner, 22. Juli 2014
    saarplaner

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    #im besten Fall wird der sommerliche Wärmeschutz erreicht, wenn man das Dach dementsprechend plant.

    Das kann z.B. durch den Einsatz einer "schweren Dämmung" mit guter Wärmespeicherkapazität sein (z.B. Holzfaser, Cellulosefaser, ...), durch den Einbau eines Puffers (z.B. beim Nagelplattenbinderdach) oder, oder oder erreicht werden.

    Aber ohne den Einsatz von planerischem Hirnschmlaz geht sowas meist in die Binsen.
     
  19. #18 gut so so, 22. Juli 2014
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    Eine gute Wärmespeicherkapazität wäre also z. B. auch mit massiven Dachsschrägen aus Porenbeton... , Betonfertigteilen ... zu erreichen ähnlich wie bei Außenwänden ?
     
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  21. #19 saarplaner, 22. Juli 2014
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    ja, aber bei den von dir genannten Baustoffen wird dann wohl der "winterliche Wärmeschutz" wieder ein Thema...
     
  22. #20 gut so so, 22. Juli 2014
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    für den "winterlichen Wärmeschutz" ist auf der Außenseite sicherlich eine Dämmung erforderlich; ein ja aber gibt es wohl immer ...
     
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