Gute/Schlechte Werte KFW70

Diskutiere Gute/Schlechte Werte KFW70 im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Guten Morgen, wir bekommen heute Abend unsere "Bestätigung zum Kreditantrag „Energieeffizient Bauen“ (153) EnEV2009". Damit wir nicht ganz so...

  1. #1 Hausbau2011, 18. Mai 2011
    Hausbau2011

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    Guten Morgen,

    wir bekommen heute Abend unsere "Bestätigung zum Kreditantrag
    „Energieeffizient Bauen“ (153) EnEV2009". Damit wir nicht ganz so doof und unwissend davor sitzen... Kann mir jemand vielleicht so grob sagen was wären gute und was schlechte Werte für folgendes:

    -Jahres-Primärenergiebedarf QP
    -Höchstwerte für das Referenzgebäude nach der Tabelle 1 der Anlage 1 der EnEV2009

    -Transmissionswärmeverlust HT’
    -Höchstwerte für das Referenzgebäude nach der Tabelle 1 der Anlage 1 der EnEV2009
    -Höchstwert des Transmissionswärmeverlustes HT’ Tabelle 2 der Anlage 1 der EnEV2009

    Wäre nett wenn mir jemand grobe Anhaltspunkte geben könnte.

    Vielen Dank!!
     
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  3. #2 Bulla2000, 18. Mai 2011
    Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    Also wir hatten KfW70 vertraglich vereinbart, weil wir auch mit dem Programm finanzieren.
    Laut E-Pass sind die Daten wie folgt:

    Endenergiebedarf dieses Gebäudes: 20,8 kwh/(m2*a)
    Primärenergiebedarf/Gesamtenergieeffizienz: 54,0 kwh/(m2*a)
    Anforderungswert ENEV: 85,8 kwh/(m2*a)
     
  4. #3 Nutzer des BEFs, 18. Mai 2011
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    Das Prinzip ist wie folgt:

    Für dein Haus wird sowohl der Transmissionswärmeverlust als auch der Primärenergiebedarf unter standardisierten Klimabedingungen berechnet.

    Danach wird für dein Haus angenommen, dass es gewisse Standards bzgl. Dämmung und Technik erfüllt und wieder Transmissionswärmeverlust und Primärenergiebedarf berechnet. Das sind die sogenannten Referenzwerte.

    Dann wird verglichen: Dein Haus mit dem Referenzhaus. Dein Haus muss mindestens dem Referenzhaus entsprechen (EnEV-Anforderung). Für KfW 70 muss der Transmissionswärmeverlust deines Hauses <= 85 % vom Referenzhaus und der Primärenergiebedarf <= 70 % vom Referenzhaus sein.

    Wie das Referenzhaus berechnet wird steht in der Anlage 1 der EnEV. (1x googeln bitte)

    Also für KfW 70 ist die Geometrie des Hauses egal, es bewertet nur die Technik des Hausbaus. Wenn man ein energiesparendes Haus haben möchte, muss man noch zusätzlich die Geometrie optimieren.
     
  5. #4 Hausbau2011, 18. Mai 2011
    Hausbau2011

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    Wäre jemand von euch so nett mir zu verraten was er bei seinem Haus so für Werte hatte? Bin mit den ganzen Formeln und Werten ziemlich überfordert und wollte möglichst nur "sehen" ob wir gut dabei sind mit unserem Haus oder eher knapp.
     
  6. #5 Bulla2000, 18. Mai 2011
    Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    Was für Werte brauchst Du denn noch? habe Dir doch unsere geschrieben...
     
  7. #6 Baufuchs, 18. Mai 2011
    Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @Hausbau2011

    Dann musst du erst mal die bei deinem Bau erreichten Werte hier einstellen.

    Dazu kopierst Du deinen 1. Beitrag und schreibst die Werte dahinter.
     
  8. #7 columbus37, 21. Mai 2011
    columbus37

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    Hallo Zusammen,

    wir bauen ein Fertighaus, das den kwf 70 Anforderungen entspricht.
    Jetzt hat die Bank den Antrag abgelehnt, weil in der Bestätigung der Wert im Punkt Wärmebrückenverlust sich auf -0,40 W/(m²K) beläuft (damit hat die Bank das größte Problem).
    Stimmt das?
    Unsere Daten:
    Primärenergiebedarf Referenzbedarf (100%-Wert) beträgt 87,01 kWh/(m²a)
    Berechneter Primärenergiebedarf (Neubau): 56,80 kWh/(m²a)
    Transmissionswärmeverlust Referenzgebäude (100%-Wert) beträgt 0,342 W/(m²K)
    Der berechnete Transmissionsverlust-Wert beträgt 0,225 W/(m²K)

    Könnte jemand auf die Werte draufschauen und uns kurz schreiben, ob das Haus den kfw 70 Anforderungen in dem Punkt Wärmebrückenverlust etspricht, oder hat die Bank die Werte nur falsch interpretiert?

    Danke und Gruß,
    columbus
     
  9. #8 Nutzer des BEFs, 22. Mai 2011
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    Naja, der Wert ist wirklich merkwürdig. Normalerweise sind Wärmebrückenverluste positiv, d.h. sie erhöhen den Transmissionswärmeverlust. Es gibt zwar theoretisch auch den Fall, dass die Wärmebrücken negativ sind (die Ecken des Hauses sind stärker gedämmt als der Rest des Hauses), aber der Wert wird dann niemals bei -0,40 W/m2K liegen, oder bezieht sich der Wert nur auf einzelne Bauteile?

    Normalerweise liegt der Wert bei +0,10, bei einem guten Haus bei +0,05.

    Es gibt keine Anforderungen an den Punkt Wärmebrückenverluste. Es gibt nur Anforderungen an den gesamten Transmissionswärmeverlust incl. Wärmebrückenverluste ("Technik der Wärmedämmung") und an den Primärenergiebedarf ("Haustechnik incl. Technik der Wärmedämmung"). Beides sieht bei dir ok aus. Die Bank hat den Antrag vermutlich abgelehnt, weil die Berechnung wohl offensichtlich verkehrt ist.
     
  10. #9 Alfons Fischer, 18. Juni 2011
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    ich muss sagen, dass ich, ohne die Berechnung und die Gebäudedetails zu kennen, den Antrag wohl auch abgelehnt hätte, wenn dort der Wärmebrückenverlust mit -0,40 W/m²K steht. -0,40! Das heißt, dass jeder U-Wert um den Zuschlag -0,40 "erhöht" wird. Das heißt, aus einen U-Wert von 0,60 W/m²K (das ist heute eher schlecht) wird 0,20!

    Hast Du Dich vielleicht um eine Zehnerpotenz vertan und dort steht -0,04 W/m²K?
    Aber selbst dieser Wert ist sehr ungewöhnlich gut! Ich habe auch schon detaillierte Wärmebrückennachweise geführt. Wenn's mal gut läuft, dann kommt da ein Wert von +0,02 bis +0,025 raus. Das ist dann noch ein echter Zuschlag, und kein Abschlag, wie in Deinem Fall...

    Man muss wissen, dass der Wärmebrückenzuschlag vom Dämmwert der Bauteile abhängt, bei einem schlechten Gebäude ist der Zuschlag bei identischer Ausführung der Wärmebrückendetails kleiner als bei einem sehr guten Gebäude.
     
  11. Kopa15

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    Hallo, ich würde mich auch über eine kurze Einschätzung freuen, ob das bzgl. der Werte (KfW70)"passt" oder obs knapp ist. Ich habe immer wieder gelesen, dass man die Werte "Schönrechnen" kann, wie und woran kann ich das erkennen?

    Unser "Fall" äh Haus:

    Beheiztes Gebäudevolumen nach EnEV: 573,40m³
    Wärmeübertragende Umfassungsfläche: 391,30m³
    Gebäudenutzfläche: 183,50m³
    Fensterfläche: 33,84m³

    Berücksichtigung von Wärmebrücken: pauschal mit 0,05 W(m² K) mit erbrachtem Gleichwertigkeitsnachweis

    -Jahres-Primärenergiebedarf Referenzgebäude: 79,77 kWh/(m² a)
    -Jahres-Primärenergiebedarf Neubau: 47,45 kWh/(m² a)


    -Transmissionswärmeverlust
    -Höchstwerte für das Referenzgebäude 0,393 W/(m² K)
    -spezifische Transmissionswärmeverlust für den Neubau: 0,333 W/(m² K)

    Berücksichtigt wurden eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Luft-Wasser WP


    Was für Angaben werden für eine Einschätzung noch benötigt?

    Vielen Dank für eure Hilfe!
     
  12. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    eP- Zahl?
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

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    wofür?
    wenn HT schon fast eine punktlandung ist und primärenergetisch
    alles sooo wunderbar klingt? ep .. irgendwo bei 0,7? egal.

    bei dem (für ein efh) rel. kompakten bau wäre bestimmt in der
    qualität der dachdämmung und der sohle noch luft nach oben
    (heisst: einigermassen bezahlbar verbesserbar)
    ein besserer wandbildner schadet auch nicht, kostet aber - da
    würde ich nachdenken:
    isses eine schlechte massivwand mit grottig schlechtem künftigen
    verbesserungskosten-energiespar-potential,
    isses eine dünne massivwand mit wdvs (da würde ich über eine
    "nahrhaftere" dämmung nachdenken) .. oder was?

    je nach (bau)vertrag wird vielleicht eh jede verbesserungsidee
    im keim erstickt - für diesen fall: nachweis erfüllt, energiekosten
    sind ausgeblendet, alles ist gut :p
     
  14. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    mls: selbst die Holzmindener tun sich mit der 0,7 schwer... :p
     
  15. Kopa15

    Kopa15

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    @MoRüBe "eP- Zahl?"

    Kenn ich leider nicht. Kann ich aus dem Datenblatt der Wärmepumpe auch nicht ablesen, oder? Hängt ja quasi von dem Gesamt-Konzept der Anlage ab, oder? Müsste mir der Anlagenplaner sagen können, oder?

    Was wäre denn ein guter ep?

    Sohle: Dämmplatten auf der Sohle 10cm.
    Mauerwerk: 24cm Hochlochziegelmauerwerk (WL-Fähigkeit 0,18), außenseitiges WDVS Polystyroldämmung 12cm (WLG 0,35) bzw. 14 cm.
     
  16. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Nö, sollte im Ausweis stehen :D

    Anlagenaufwandzahl, die braucht er eigentlich für den ENEV-Nachweis...
     
  17. Kopa15

    Kopa15

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    O.K. Ich hab bisher nur die Bestätigung für die Bank. Dann liegt es daran.

    Dankeschön!!
     
  18. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    :mega_lol:

    Sag mir, das das ein Scherz ist :wow
     
  19. Kopa15

    Kopa15

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    Wie schon geschrieben - kein Scherz. Was fehlt mir denn?
     
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  21. mls

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    wie vermutet. straff auf die zielvorgaben hingerechnet.
    wenn´s -nicht zuletzt- am ende (!) passt: glückwunsch.
    weil bald weihnachten ist, wird auch nicht auf price-optimzing,
    low-budget-design und kistenschiebern rumgehackt - auch
    wenn´s (mittelfristig) weh tut, auf erhebliche verbesserungen
    mit geringem aufwand zu verzichten.
     
  22. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ich schreibs denn gleich öffentlich:

    Also, was heutzutage nicht so alles als Effizienzhaus verkauft wird....

    Aber: wie der Sachverständige ein Eff 70 bescheinigen kann, ohne die Anlagenaufwandzahl, das ist schon erstaunlich. Was ist denn, wenn der Anlagenhersteller sagt, ist nicht? Dann ist das Eff 70 im Eimer, und dann? Die Zahlen oben passen nicht so recht zusammen...

    Ja ich weiß, dann wird so lange gerechnet, bis es passt... :D
     
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