Haftung bei Beschädigung Erdkabel

Diskutiere Haftung bei Beschädigung Erdkabel im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Ausgangsituation: Reiheneckhaus, wobei das Grundstück an einen Garagenhof anschließt. Im Zuge der Entfernung einer großen, alten Kiefer stellten...

  1. #1 githero, 14.06.2011
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    Reiheneckhaus, wobei das Grundstück an einen Garagenhof anschließt. Im Zuge der Entfernung einer großen, alten Kiefer stellten die GaLa-Bauer fest, dass unter der Kiefer (sie steht in meinem Vorgarten) die Erdkabel verlaufen, die (vermutlich) in die angrenzenden Garagen gezogen sind. Dummerweise war dieser Umstand nicht bekannt und beim Ausbaggern des Wurzelstocks wurde der Kabelstang erwischt. Es sieht so aus, als ob die Kabel dabei nicht beschädigt wurden, das Rohr in dem die Kabel geführt sind, wurde aber beschädigt. Bisher konnten die betroffenen Garagen aber noch nicht begangen und einer Funktionsüberprüfung unterzogen werden.

    Folgende Fragen:
    1. Ist es "normal", dass Stromkabel anstatt in Gemeinschaftswegen (vor der Haustür führt ein Fußweg von den Reihenhäusern zu den Garagen) über Privatgrundstücke geführt werden?
    2. Wer haftet im Falle einer Beschädigung der Kabel? Wir als Bauherren, die hätten gewusst haben können, dass dort Kabel verlegt sind? Die GaLa-Bauer weil sie nicht sorgfältig gearbeitet haben oder ggf. die Garagenbesitzer selbst, weil die Kabelführung nicht den Vorschriften entspricht?

    Vielen Dank für Hinweise!
     
  2. Julius

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    Liegt denn überhaupt Realteilung vor oder ist das ein WEG-Konstrukt?
    Wenn real geteilt: Sind Leitungsrechte eingetragen?
    Davon hängt dann auch die Haftung ab. Aber der Galabauer dürfte außenvor sein...

    Und selbstverständlich ist eine Funktionsüberprüfung NICHT ausreichend, es bedarf neben einer Sichtprüfung (Grube bis dahin offenlassen!) einer vollständigen meßtechnischen Überprüfung (Isolationswiderstand und Abschaltbedingungen).
     
  3. #3 githero, 14.06.2011
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    Es liegt eine Realteilung vor. Kein WEG Konstrukt
    Nein es sind keinerlei Rechte eingetragen.
    Kann das der "normale" Eli machen? Momentan sehe ich nur 4 Erdkabel, die in einem beschädigten Rohr quer durch meinen Vorgarten laufen. Keine Ahnung, wo die her kommen und wohin sie alle führen.
     
  4. Julius

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    Dann (unter Beachtung der Schutzmaßnahmen) komplett raussägen lassen und abwarten... :bef1020:

    Im Ernst:
    Mit den Nachbarn zusammensetzen und überlegen, wie ihr das weiter handhaben wollt.
    Ist denn auch eine Leitung von Dir dabei?
    Befinden sich die Stromzähler jeweils in den einzelnen Häusern oder zentral?

    Und:
    Ja, muß jeder Eli können.
     
  5. #5 githero, 15.06.2011
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    ich wollte schon immer mal Leitungen raussägen :bau_1:

    Von mir ist keine Leitung dabei. Ich werde im Zuge der Gartensanierung eine neue Leitung in meine Garage ziehen. Da hatte der Eli letztes Jahr bei der Haussanierung schon alle Vorbereitungen für getroffen. Wusste gar nicht, dass die anderen Garagen teilweise elektrifiziert sind.

    Die Stromzähler sind wohl in jedem Haus, wie mich gestern ein netter Nachbar aufgeklärt hat. Werde dann sicherheitshalber meinen Haus und Hof Eli kommen lassen.
     
  6. fuchsi

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    Ist wohl eher Sache des Netzbetreibers, und nicht des Haus und Hofelis. Obwohl beratend beim Umgang/Gespräch mit dem Netzbetreiber könnte er von Nutzen sein.
     
  7. Uwe!

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    wenn's einfach ein Kabel vom Haus zur Garaage auf privatem Grund ist, dürfte der Netzbetreiber sich dafür recht wenig interssieren.

    Wenn's ein "offizielles" Kabel vom Netzbetreiber ist, sieht's schon wieder anders aus. Dann habt aber ihr vermutlich den schwarzen Peter. Da muss man vorher anfragen, ob da Kabel liegen, die sind nciht immer als Leitungsrecht eingetraegn. Wir habrn auch die "Ehre", das bei usn das Hauptkabel kurz hinter der Grundstücksgrenze durch unseren Garten geht - ohne Leitungsrecht
     
  8. fuchsi

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    Wenn an dieser Leitungsführung schon eine alte Kiefer drüber stand, wirds wohl eher ein Fall verschwundener Unterlagen sein. Ich glaube kaum, dass eine Netzerrichter unter dem Wurzelwerk eienr Kiefer druntergräbt, um seine Leitung zu verstecken. Fraglich, ob zu diesem zeitpunkt, dort überhauptz schon eine Reihenhaussiedlung stand.

    Leider werden solche Leitungesführungen nicht in die öffentlichen Katasterauszüge eingetragen, sondern die Verlegepläne verbleiben bei den Betreibern.
     
  9. Uwe!

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    ja, genau deshalb sollte man dort auch grundsätzlich immer vorher anfragen. Wir haben daraufhin einen bemaßten Lageplan von unserem Flurstück mit der Kabelführung bekommen.
     
  10. Julius

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    Möglich ist vieles.
    Aber ob das ne VNB-Leitung sein könnte, sollte man schon am Querschnitt erkennen können.
    Trotzdem als Erstes einfach mal beim zuständigen VNB nachfragen, dann hat man (zumindest rechtliche) Sicherheit.

    Wie alt war denn der Baum, wie alt die Häuser, wie alt die Garagen?`

    Wird Deine Leitung dann ausschließlich auf eigenem Grund verlaufen oder mußt Du dafür z.B. ne gemeinsam Zufahrt oder zu anderen Garagen gehörige Grundstücksteile kreuzen?
     
  11. fuchsi

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    Da es sich hier ja um eine Reihenhaussiedlung handelt, dürfte die ausführende Baufirma vielleicht sehr wohl nach diesen Plänen angefragt haben. Sie brauchen ja selbst einen Hausanschluss.

    Ob nun ein späterer Käufer, Mieter das nun wegen einem Entfernen eines Baumes auch tun bzw. nur überhaupt einen Gedanken daran verschwendet, bezweifle ich stark.
     
  12. Uwe!

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    Da binn ich 100% bei Dir! Meine Aussage war aber: Man sollte/müsste es immer machen!
     
  13. fuchsi

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    Tja, was soll ich dazu sagen.

    Letztens war ich beie einem sehr guten Freund, der vor ca. 4 Jahren gebaut hat.

    Stoltz hat er mir seine neueste Errungenschaft gezeigt: einen frisch gepflantzten Apfelbaum in seinem Garten (wie geht das Sprichwort: man soll einmal im Leben ein Kind zeugen, ein haus bauen und einen baum pflanzen)

    Da habe ich gesagt, dass er da äusserst ungünstig steht, da aber Zentimetergenau darunter die unterirdische Gas leitung zu seinem vergrabenen Flüssiggastank verläuft. Könnte in eineigen jahren etwas problematisch sein, wenss ein Tiefwurzler ist.

    Auf jeden Fall, nach Einsicht in den Verlageplan der Gasleitung, hat er ihn umgepflanzt. Nur gut, dass ich so oft auf seiner Baustelle war (und gefühlsmässig sogar mehr gebuddelt habe als der Bauherr)
     
  14. sobdog

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    Als wir unser Loch gebuddelt haben für unser Haus ist auch ein Kabel zum Vorschein gekommen. beim VNB Notdienst angerufen - innerhalb von 30 Minuten war jemand vor Ort.
    Allerdings war das bei uns ein altes Kabel, dass nicht mehr in Nutzung war und der Bagger durfte es raus holen (es war auch nicht mehr in den Plänen vom VNB drin).
    Gekostet hat der Einsatz des VNB nichts.
     
  15. #15 githero, 15.06.2011
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    Und wie groß ist der dann?


    Die Häuser und auch die Garagen sind BJ 86. Wie alt der Baum ist, weiß ich nicht. Ich vermute ähnlich alt (hab die Jahresringe nicht gezählt). Da unter der Wurzel ein paar alte Planen zum Vorschein kamen vermute ich, dass der Baum im Zuge der Häusererrichtung eingepflanzt wurde.


    Ausschließlich Privatgrundstück ohne Nutzung von anderen Garagen oder Grundstücksanteilen.

    Ich sehen schon, ich werde wohl sicherheitshalber beim Netzbetreiber anfragen. Nach Schilderung des freundlichen Nachbarn war es aber wohl so, dass die Leitungen die damals ausführende Baufirma verlegt hat.
    Wer rechnet schon damit, dass beim Baumfällen eine unterirdische Stromleitung betroffen ist. :(
     
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