Haftung beim Vereisen der Erdsonde

Diskutiere Haftung beim Vereisen der Erdsonde im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir sind gerade im Begriff unseren Neubau mit einer Erdwärmepumpe auszustatten. Zum Einsatz kommt eine Vaillant VWS 82/2 (8 kW...

  1. Buebo

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    Hallo zusammen,

    wir sind gerade im Begriff unseren Neubau mit einer Erdwärmepumpe auszustatten. Zum Einsatz kommt eine Vaillant VWS 82/2 (8 kW Anlage).

    Ich hab mir jetzt von verschiedenen Bohrunternehmen ein Angebot für eine Sondenbohrung machen lassen. Das einzige, was die Leute interessiert hat war die Heizungsanlage, keinen Energiebedarf, keine Pumpenlaufzeit.

    Nun sind die Angebote eingetroffen und ich muß sagen, dass ich etwas überrascht war. Die Bohrtiefen - und somit auch die Preise- schwanken ziemlich stark. Das günstigste liegt bei 120 m (ca. 8.5000€), das teuerste bei 16.000€ für 160m. Meine Frage nun: wer haftet eigentlich für den Fall des Vereisens der Sonde? Das Bohrunternehmen, oder doch der Heizungsbauer, der die Heizungsanlage event. verkehrt für die Bedürfnisse (Energiebedarf, Pumpenlaufzeit) geplant hat?

    Gruß,

    Christian
     
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  3. #2 lordbauer, 25. Juni 2009
    lordbauer

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    Hallo,

    hast Du eine Heizlastberechnung machen lassen? Wenn nicht dies dringend nachholen. Mit dieser und den Informationen über die zu erwarteten Schichten kann die Bohrtiefe ermittelt werden.

    Wegen der Haftung keine Ahnung ==> Bauexperten.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 25. Juni 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Und was sagen die Bohrunternehmen zur Entzugsleistung des Bodens? Was ist da? Sand, Fels?
    Wer hat die Planung der Anlage? Warum gibt es keine VORGABEN zur Entnahmeleistung, die nötig ist?

    Bemessung nach:
    Pi * Daumen hoch Windrichtung/Sonnenstand reziprok zur Anzahl der Wildschweine ????
     
  5. #4 lordbauer, 25. Juni 2009
    lordbauer

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    Vermutlich 50Watt pro Meter wie immer :mauer
     
  6. R.B.

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    Richtig erkannt. 6kW Kälteleistung ,50W/m und schon landen wir bei 120m. Der nächste hat das mit der Kältelistung noch nicht geblickt und nimmt 8kW * 50W/m.
    Und so "plant" jeder gemütlich vor sich hin.

    Also, NOTBREMSE ziehen, und noch einmal von vorne. Planung und dann den Bohrunternhemen exakte Vorgaben machen. Sonst gibt´s sowieso wieder Äpfel mit Birnen usw. usw.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Buebo

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    Danke für die schnellen Antworten.
    Hab mir auch schon so einiges gedacht...

    Ich hab eine Energiebedarfsrechnung vorliegen - hat nicht jeden interessiert.
    Das Grundstück liegt in Hessen und ist laut einer Karten vom "Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie" (Stand 2008)

    Zitat:
    wasserwirtschaftlich und hydrogeologisch günstig

    Gebiete mit mittlerer bis geringer Wasserdurchlässigkeit, ohne eine wesent−
    liche Stockwerkstrennung und ohne Vorkommen von höher mineralisierten
    Grundwässern bzw. CO − Aufstiegszonen bei gleichzeitiger Lage außerhalb
    von Wasser− und Heilquellenschutzgebieten oder in deren weiteren qualita−
    tiven Schutzzonen WSG IIIB und HQSG III/2.


    Gruß,

    Christian
     
  8. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Ja und? homogene Schichtungen über 500 m Tiefe und 20.000 km² ...

    Heizlast ist notwendig. Die steht nun mal nicht im Energiebedarfsausweís und auch nicht im Wärmeschutznachweis.

    Die Heizlast muss nun mal jmd ausrechnen, schätzen oder hoffen. Die beiden letzteren Aspekte sind nix brauchbares bei Wärmepumpen.

    So schwer?
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Jetzt kommt wieder unser Standard-Argument:

    Wo ist die Heizlastermittlung nach EN12831?

    Gruß
    Ralf
     
  10. Buebo

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    Ein paar Tage sind vergangen und die Heizlastermittlung liegt mittlerweile vor.

    Norm-Gebäudeheizlast = 6,1kW
    Heizlast Gebäudefläche = 47,8W/m2
    Heizlast Gebäudevolume = 19,1 W/m3
    Wohnfläche (beheizte Fläche) = 130 qm
    Raum-Innentemperatur = 20°C
    Badtemperatur = 24°C

    Norm-Aussentemperatur = -10°C
    Jahresmittel Aussentemperatur = 10°C

    Zusatz-Aufheizleistung und Warmwasserbedarf (2 Personen) wurden nicht berechnet.


    Empfohlen wurde uns, wie schon erwähnt, eine Vaillant VWS 82/2 mit einer Heizleistung von 8 kW. Diese soll eine FBH, sowie die Warmwasseraufbereitung "versorgen".
    Die FBH_Dimensionierung leigt mir nicht vor (Vorlauftemperatur 35° oder 30°C).

    Ein Anruf beim hiesigen Regierungspräsidum brachte die schöne Erkenntnis, dass die bergrechtliche Genehmigung für eine Bohrung >100m nur eine kleine Formalität ist. Welche Bodenschichten hier im "Mainzer Becken" anzutreffen sind, weiß ich leider nicht. Hat jemand eine Quelle?

    Tja, und jetzt liegen immer noch die Angebot vor mir mit vorgeschlagenen Bohrtiefen von 120m..160m!!!??? Alle haben eine Doppel-U-Sonde,32mmx2,9mm, PE100 und Verpressung mit Bentonit gemeinsam.


    Wo ist da die Pumpenlaufzeit berücksichtigt? Die hat doch auch Einfluß auf die Entzugsleistung.

    Bin noch etwas ratlos...

    Christian
     
  11. #10 lordbauer, 7. Juli 2009
    lordbauer

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  12. R.B.

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    Ich kenne jetzt Deine Heizlastermittlung nicht im Detail, aber meine Glaskugel sagt, 6kW WP mit Bohrung < 100m, wobei ich einen Flächenkollektor bevorzugen würde. Da landen wir bei grob 200-250qm benötigter Fläche.

    Kannst Du mal die Heizlast für die einzelnen Räume hier einstellen?

    Gruß
    Ralf
     
  13. mls

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    VL 30 oder 35 ... das geht besser (und macht bei WP auch sinn)
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Unter 30°C wird´s aber knackig. :D

    Ich habe noch Bauchschmerzen mit der Auslegungstemperatur von -10°C.

    Gruß
    Ralf
     
  15. Buebo

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    Gerne...

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    Gruß,

    Christian
     
  16. R.B.

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    Und woher hast Du nun die 6,1kW? Oder habe ich Tomaten auf den Augen?

    Nach der Tabelle würde ich auch eher zu einer 8kW WP tendieren, oder der 6kW eine komfortable Quelle spendieren.

    Gruß
    Ralf
     
  17. Buebo

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    Die 6,1kW kommen von hier:


    [​IMG]

    [​IMG]


    Hat sich da jemand verrechnet???

    Christian
     
  18. R.B.

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    Nö. Passt schon. Ich habe T mit T,e verwechselt. Kann mal passieren. :o

    Gruß
    Ralf
     
  19. Buebo

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    Klaro..

    OK, dann bohr ich jetzt mal weiter...

    1. FBH: VL Temperatur 30° oder 35°? Hatte das eine post nicht ganz verstanden.

    2. Tiefe der Sondenbohrung: Auslegung anhand der Heizlast? Wenn ja wie? Mir ist nur eine Kalkulation mit Hilfe der Pumpenparameter bekannt.

    3. Wie wird die Pumpenlaufzeit berücksichtigt? Vn meinem Versorger erhielt ich die Aussage, dass keine Sperrzeiten existieren (aber vielleicht noch kommen)

    Gruß,

    Christian
     
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  21. R.B.

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    Vorlauftemperatur möglichst niedrig ansetzen. Das erhöht die Effizienz der WP.
    Bei der Berechnung der FBH würde ich mal mit 30°C rechnen, aber wenn ich mir die Raumliste so anschaue, dann muss man vermutlich etwas höher gehen. Die 35°C wären für mich das MAXIMUM was noch zulässig wäre. Ansonsten über zusätzliche Heizflächen nachdenken.

    Im Bad stehen 10qm abzüglich Wanne etc. also etwas 7qm zur Verfügung. Da müsste die FBH fast 100W/qm liefern. Das ist mit niedriger VL Temp. nicht zu vereinbaren, egal wie gering man den Verlegeabstand wählt.

    Basierend auf der Heizlast die WP auswählen, und dann mit deren Daten die Bohrung dimensionieren. An sich gehen beide Faktoren mit ein. Einmal bei der Entzugsleistung und einmal bei der Wärmemenge die entzogen wird. (Unterschied kW und kWh).

    s.o. "Wärmemenge".
    Die entzogene Wärmemenge ist das Produkt aus Pumpenleistung und Pumpenlaufzeit.

    Aber das sollten Deine Planer auf die Reihe kriegen. Ansonsten würde ich mich nach einem Fachbetrieb umsehen der auch Ahnung von der Materie hat.....und das ist nicht böse gemeint.

    Gruß
    Ralf
     
  22. Buebo

    Buebo

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    OK..aber durch was wird die Pumpenlaufzeit vorgegeben? Ich hab was von 1800h gelesen für reinen Heizbetrieb. Was ist aber bei zusätzlicher "Belastung" durch Warmwasseraufbereitung? Oder kann man die in unserem Fall (2 Personen) vernachlässigen?


    Jo, bin kurz davor..

    Christian
     
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