Handtuchheizkörper im Bad sinnvoll bei 45° Vorlauf?

Diskutiere Handtuchheizkörper im Bad sinnvoll bei 45° Vorlauf? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, meine Frau möchte in unserem Neubau (nach EnEV 2009) unbedingt einen Handtuchheizkörper (HHK) haben, weil in unserer aktuellen...

  1. Daedalus

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    Hallo,

    meine Frau möchte in unserem Neubau (nach EnEV 2009) unbedingt einen Handtuchheizkörper (HHK) haben, weil in unserer aktuellen Mietwohnung (Anfang 90er Jahre) mit suboptimalem innenliegenden Bad die Handtücher immer gerne anfangen zu müffeln, wenn sie feucht sind (und bleiben...). Sie trocknen nur in der Nähe des Radiators gut.

    Bevor es Missverständnisse gibt:
    Wir wollen mit dem HHK nicht den Raum kurzfristig "einheizen" können, der soll einfach im Vorlauf der FBH mitlaufen.

    zurück zum Neubau:
    Der einzig sinnvolle Anbauort für den HHK ist oberhalb der Badewanne, sonst sind überall Spiegelschrank, Dusche, große Fenster, etc. im Weg. Vom Heizungsbauer wurde eine elektrische Zuheizung (200W Heizstab) vorgeschlagen. Der Elektrikter verweist aber auf VDE 0100, wonach ein Anbau oberhalb der Badewanne nicht zulässig ist ("Bereich 1"). Geht also nicht elektrisch...

    ein paar technische Infos:
    Wir haben eine Gastherme mit 45° Vorlauf, keine KWL. Im gesamten Haus ist eine FBH geplant. Das Bad hat ca. 11qm und eine ermittelte Heizlast von 1765W.

    zwei Fragen:
    - Reichen die 45° Vorlauf, um "dusch-feuchte" Handtücher innerhalb 4-5 Stunden zu trocknen?
    - Der Heizungsbauer meinte noch, dass wegen der größeren Badewanne und größeren Dusche die Fläche der FBH zwar noch ausreicht, aber der Handtuchheizer "gut tut" um noch etwas Leistungsreserve in den Raum zu bringen. Mit wieviel Wärmeleistung kann ich denn bei dem HHK rechnen (120x60cm, Prospektangabe: 55/45/24° = 273W oder 145x60cm, Prospektangabe: 55/45/24° = 328W)?

    Vielen Dank!
     
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  3. ultra79

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    Völlig andere Rückfrage: 45° Vorlauf - war das deine Vorgabe das so zu planen?
     
  4. Daedalus

    Daedalus

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    Nein, war nicht meine Vorgabe. Es handelt sich um ein Bauträger-Projekt. Wir haben lediglich das "Upgrade" FBH vereinbart, sonst haben wir uns nicht groß in das Heizungsthema eingemischt.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Beim 120x60 dürften bei 45°C VL noch etwa 140W-170W übrig bleiben, bezogen auf 24°C RT und je nach Volumenstrom bzw. Spreizung. (5K oder 10K).
    Beim 145x60 dann etwa 170W-210W.

    Ob das für die Handtücher ausreicht? Ich denke schon, hängt auch davon ab wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist. Ob Handtücher trocknen ist also mehr eine Frage der Luftfeuchtigkeit als eine Frage der Umgebungstemperatur.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    und selbst bei geplanten 45° VL, ergeben sich für rd. 90% der Heizzeit nur 30-35° VL.
    Aus eigener Erfahrung: mit aktuell 28° VL und HHK in FBH Kreis eingebunden, trockenen die Handtücher aber schon deutlich schneller als einfach am Haken bei 22° RT.
    Obs 4-5 h sind, kann ich nicht sagen, aber nach einer dusche Abends um 21:00, sind sie zumindest in der früh um 6:30 trocken ;-)

    Ich würde heute aber auch eher den HHK nicht in die FBH einbinden sondern elektrisch mit Zeitsteurung planen.
    Wenns also irgendwie geht wäre mein Tipp: versuchen die 45° VL auf 40, noch besser 35° runter zu kriegen, ausser es gibt Gründe für die 45°, die ich mir aber grad nicht vorstellen kann (oder sind da noch Radiatoren i-wo?)
    Für Gasheizung sind die 45° VL nicht so schlimm/relevant, falls Du später aber mal doch auf ne WP umsteigen willst, dann wäre das zuträglich für die JAZ = Effizienz der WP. Und nachträglich lässt sich das nicht so einfach ändern...
     
  7. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    das stimmt natürlich und ich habe verschwiegen, dass wir eine KWL am laufen haben. Das senkt natürlich die Luftfeuchte schnell und begünstigt die absolute Trocknungszeit.
     
  8. Corinna72

    Corinna72

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    Kann ich auch ohne KWL so bestätigen: obwohl der Handtuchheizkörper allenfalls handwarm wird, trockenen die Handtücher darauf ganz erheblich schneller und müffeln nicht.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Ein Vorteil ist dabei auch, dass die Handtücher ausgebreitet auf dem Heizkörper hängen, sprich die Luft von allen Seiten ran kommt. Jede Temperatur oberhalb der Raumtemperatur unterstützt den Trocknungsvorgang, doch die feuchte Luft am Handtuch muss auch abtransportiert werden. Hier hilft eine KWL weil sie innerhalb kürzester Zeit nach dem Duschen wieder für "normale" Luftfeuchteverhältnisse sorgt, die Luft kann also wieder viel Feuchtigkeit aufnehmen.

    Über die 45°C VL könnte man jetzt diskutieren, aber das Thema ist schon durch. Ich hätte das nicht so gemacht, aber bei einer Gastherme ist das auch kein Beinbruch. Sorgt halt für relativ hohe Oberflächentemperaturen und eine entsprechende Temperaturewelligkeit, aber es soll ja Menschen geben, die müssen fühlen wie warm der Boden ist. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  10. Kater432

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    solche Menschen wie meine Frau ;-) Dreht ganz gerne die Gastherme hoch, damit die Fliesen warm werden.
    Bei Auslegungstemp. der Fussbodenheizung von mir auf 35 Grad kommt so wie jetzt in der Übergangszeit nicht viel Temperatur im Boden an. Das reicht für Frauen nicht um den Boden "warm" zu bekommen. :-)
     
  11. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    meine Handtücher sind leider breiter als 60cm bzw. lassen sich einmal zusammengelegt deutlich leichter auf den HHK hängen. Also ganz luftumströmt ist die ganze Fläche (leider) zumindest bei mir nicht.
    Und: selbst 28VL merken wir barfuß deutlich..Oberflächentemp 25°? Auf jeden Fall merken wir es und wenns nur der geringere Wärmeabfluß der Fussohle an den Untergrund ist.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Dann bleiben nur wenig Optionen. :D
     
  13. Kater432

    Kater432

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    A - immer wieder runterdrehen
    B - den VL in der Übergangszeit zu begrenzen
    C - den Regler ausbauen

    da versucht man eine niedrige einstellung zu finden um es warm zu bekommen, und dann wird einen immer zwischengefunkt ^^
     
  14. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    bei uns ist das weibliches "Sperrgebiet". Näher als um den Wäscheständer im HWR aufzustellen darf sie dem Ding nicht kommen. Ich hab auch gesagt: Das ist gefährlich, nicht hinlangen ;-)

    ach ja und

    D) Frau austauschen


    duckundwech
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Gut machen sich auch große Warnschilder, mit Blitzen und Feuer drauf, das zieht immer.

    Das war bereits meine Option A ....aber ich hab´s nicht geschrieben. :mega_lol:
     
  16. ralf9000

    ralf9000

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    Als Weihnachtsgeschenk: http://www.google.de/search?q=beheizbare+schuheinlagen&tbm=shop
     
  17. Kater432

    Kater432

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    die machen sich dann aber beim Duschen sicherlich nicht gut. Warum haben die Heizungen nicht gleich einen Schlüssel zum abschliessen dabei :-)

    Kommen mir die 1765W für 11qm nicht etwas viel vor? Die mit 35Grad Vorlauf sind ja fast unereichbar, oder?
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Das mit der Heizlast ist mir auch schon aufgefallen, aber wer weiß schon, was da wo und wie gerechnet (oder nicht) wurde. Hätte ich da auch noch Bedenken angemeldet, dann hätte ich zu hören bekommen, dass die bauexperten immer was zu meckern haben. ;)
     
  19. ultra79

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    Wird die OF der Fliesen denn dann wirklich über 35°C warm? Also so das man es deutlich fühlt? Meine Frau war ganz enttäuscht das unsere tolle FBH nicht "warm wird" - ich hab ihr dann erklärt das das im sehr gut gedämmten Haus gar nicht gehen kann, weil man dann überheizt.

    Wenn ich jetzt zweimal das gleiche Haus baue - einmal auf 35 und einmal auf 45°C ausgelegt - wie verhalten sich dann die OF-Temperaturen am Auslegungspunkt?

    Temperaturwelligkeit bedeutet das wenn man "zwischen den Heizschlangen" steht man es eben fühlt?
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Bei solchen hohen Heizwassertemperaturen legt man normalerweise in einem größeren VA. Man muss ja auch daran denken, dass die Oberflächentemperatur nicht zu hoch werden darf. Man landet dann schnell bei einer Oberflächentemperatur jenseits der 29°C, was für Aufenthaltsbereiche unbedingt zu vermeiden ist. Bei einem Fliesenbelag legt man dann halt einen VA von 25cm und mehr. Dadurch entsteht aber die von mir angesprochene Temperaturwelligkeit. Das darf man sich jetzt nicht vorstellen wie heiß und kalt, aber bei einem entsprechen hohen VA ist das barfuß schon zu spüren. Der menschliche Körper ist in diesem Temperaturbereich ein sehr guter Detektor.
     
  22. ultra79

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    m.a.W. auch ein Vorlauf von 45°C führt nicht dazu das man den Boden als spürbar warm empfindet (wie das früher bei FBH ja oft ware) - zumindest dann nicht wen man die (vermutlich a.R.d.T) Oberflächentemperatur auf 29°C begrenzt - richtig?
     
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