Hanggrundstück und Starkregen

Diskutiere Hanggrundstück und Starkregen im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich besitze (leider) ein Hanggrundstück und wollte Anfang Juni 09 mit dem Bau beginnen. Es wurde ein Grobplanum hergestellt und seitdem...

  1. liju1970

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    Hallo,

    ich besitze (leider) ein Hanggrundstück und wollte Anfang Juni 09 mit dem Bau beginnen. Es wurde ein Grobplanum hergestellt und seitdem ruht der Bau, da - aus verschiedenen Gründen - noch eine Baugrunduntersuchung gemacht werden muß.

    Das Grundstück meines Nachbarn liegt ca. 80cm tiefer und dieser meckert nun, weil bei dem starken Regen die letzten Tage das Wasser (mitsamt Lehm) von meinem Grund auf seinen läuft.

    Ich bin der Meinung, daß ich dafür nichts kann, da ich den Dreck ja nicht absichtlich auf seinen Grund leite und ausserdem liegt es in der Natur der Sache, daß bei einem Hang das Wasser von oben nach unten läuft.

    Wie seht ihr das: Muß der Nachbar dies hinnehmen, oder muß ich dafür sorgen, daß das lehmige Wasser nicht zu ihm läuft?

    Viele Grüße
    Jürgen L.
     
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  3. gast3

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    Gruß


    Helge
     
  4. Hansal

    Hansal

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    Na dann auf gute Nachbarschaft.

    Wenn er dir auf dein Grundtsück scheißt, wirst due das bestimmt auch hinnehmen oder? :yikes

    Also nimm eine gute Flasche Wein, entschuldige dich und gelobe Besserung.


    Grüße
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 30. Juni 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Die Frage per se ist ziemlich schräg, da sie sich eigentlich (unabhängig vom juristischen) gar nicht stellen sollte!!! :motz
    Selbst wenn es rechtlich sein dürfte, darf der Nachbar rein menschlich ja wohl erwarten, dass es unterbleibt.

    Oder anders gesagt:
    Höfliche Menschen verhindern so etwas und allen anderen verbietet es das Nachbarrecht!!
     
  6. liju1970

    liju1970

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    Von mir aus kann er - noch - da drauf schei**en, bis ihm der A**** platzt ;-)

    Nein, ernsthaft, war ja gestern schon mal vor Ort und hatte eine Rinne gezogen, hat aber nichts gebracht.
    War nun gerade nochmal dort und habe mit ein paar Brettern eine Art "Leitplanke" gebaut.

    Aber daß ich nur gegen den Schlamm was machen muß sehe ich richtig, oder?
    Weil wenn sich alle darüber beschweren würden, daß ihnen das Wasser von einem höher gelegenen Grundstück auf die Wiese läuft, müsste das ganze Land eingeebnet werden (die armen, schönen Alpen...).

    Viele Grüße
    Jürgen L.
     
  7. liju1970

    liju1970

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    Ach ja... um anderen Bauwilligen unnötiges Leid zu ersparen, von mir folgende Ratschläge:

    1. suche mit Bedacht, Verstand und vielen guten Referenzen den Architekten/Bauingenieur aus
    2. lasse VOR dem Kauf des Grundstücks eine Baugrundanalyse machen
    3. kaufe KEIN Hanggrundstück, vor allem wenn der Boden lehmig ist und schon gar nicht in Maitenbeth, wo es selbst dann wolkenbruchartig zu regnen scheint, wenn im restlichen Bayern die Sonne scheint
     
  8. optikus

    optikus

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    Oder in Tübingen,scheint mir,wennich einen anderen Thread betrachte.

    Gruß optikus

    Optikus auf einer eiszeitlichen Düne wohnt!;)
     
  9. Julius

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    Ein probates Mittel dagegen ist, es zu VERKAUFEN! :D
     
  10. acensai

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    Hanggrundstücke bieten eine Vielfalt architektonischer Gestaltungsmöglichkeiten bei der Hausplanung - deswegen liebe ich Hanggrundstücke (und hab auch selbst eins) :shades

    Was ist denn an einem Lehmboden schlecht?
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 30. Juni 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Nein - siehst Du falsch. Oder glaubst Du, Dein Nachbar hat sein Grundstück mit fliessend Wasser bestellt???
    Wenn Du Deinem Grundstück die Speicherschicht (Humusschicht) nimmst, wodurch der Regen auf dem bindigen Boden talwärts laufen muss, dann ist das nicht i.O..
    Nur das, was mit vernünftigem Maß nicht zu verhindern ist, muss der Nachbar hinnehmen. Also das, was ein Grundstück und seine Entwässerung bei einem Jahrhundertregen nicht halten können müssen.
    Ein normales Gewitter ist KEIN Jahrhundertregen!!!
     
  12. liju1970

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    @Julius
    Daran verschwende ich immer längere Gedanken. Ist aber leider jetzt (wo ich alle traurigen/nervigen Fakten kenne) nicht mehr so einfach (Vertrag mit Rohbauer; Darlehensvertrag, etc.)

    @acensai
    "architektonischer Gestaltungsmöglichkeiten bei der Hausplanung..." na ja, der Bebauungsplan steckt mir schon arg enge Grenzen. Dies habe ich ja vorher gewußt, könntet ihr jetzt einwenden, aber was ich nicht wissen konnte, daß die Höhenangaben des bestehenden Geländes teilweise falsch sind und ich somit nicht 150cm, sondern ca. 260cm im Hang "stecke".

    Am Lehmboden ist aus meiner Sicht schlecht, daß das Wasser kaum/nicht abläuft und das Regenwasser bei mir nicht in den Kanal eingeleitet werden darf

    @Ralf Dühlmeyer
    Okay, da hab ich mich offensichtlich von einem anderen Forum(sbeitrag) (http://www.hausgarten.net/gartenforum/gartenarbeit/6807-boeschung-abstuetzen.html) in die Irre führen lassen...
     
  13. Baumal

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    na, der moderator scheint mir äußerst kompetent mit seinen
    äußerungen zu sein.
     
  14. mls

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    nö. du hast e. genehmigten plan? ohne - bzw. mit
    falschen - höhen?
     
  15. Baumal

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    machs wie moderator nie waschen (oder so):

    "gegen Euren Dreck kann er nix haben, da er nach juristischer Auslegung nicht absichtlich in das Grundstück geleitet werden" :bounce::bounce:
     
  16. liju1970

    liju1970

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    So ist es - und zwar im Genehmigungsverfahren (keine Freistellung)!

    Erste Überraschung: Straße ist 30cm höher als im (Bebauungs-)plan vermerkt.
    Zweite Überraschung: Geländehöhen stimmen nicht.
    Mein Problem (oder eines davon): An die vorgegebene Höhe FFB über NN - welche in irgendeiner Form planerisch auf den o.g. und falschen Angaben beruht - muß ich mich halten.
     
  17. Baumal

    Baumal

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    nein, auf irdendwelche angaben, die auf falschen
    angaben beruhen, dürfen sie sich im antrag auf baugenehmigung,
    auch im freistellungsverfahren nicht halten!
     
  18. acensai

    acensai

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    Ein Traum dieses Gefälle! Das Gefälle ist also fast ein Stockwerk! Da könnte man doch ein schönes Hanghaus bauen? (isss' aber wahrscheinlich sowieso schon zu spät dafür :()

    Lehmboden hat oftmals den Vorteil, dass er nicht selten erheblich stabiler / druckfester ist, als schluffiger Boden im norddeutschen Raum :yikes
     
  19. Rene'

    Rene'

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    Hi!

    Seh ich genau so, lieber Lehm als Torf. ;)

    Unser Grundstück ist auch extrem Lehmig und während der Bauphase haben wir (und die Nachbarn) in so manchem Matschloch gestanden.
    Jetzt wo seid zwei Jahren alles bepflanzt ist sind hier und da nach Dauerregen noch feuchtete Stellen zu finden, aber bei weitem nicht mehr so dramatisch wie anfangs befürchtet.

    @liju1970: Lad deine Nachbarn mal zum Essen bei Dir zu Hause ein. Ein vernünftiges Gespräch bei einem Gläschen Wein oder einem Fäßchen Bier wirkt oft Wunder.
    Das Leben ist kompliziert genug, man muss es sich nicht unnötig noch komplizierter machen.

    Gruß,
    Rene'
     
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  21. gast3

    gast3 Gast

    dann sach mir mal, was "Lehm" ist .. oder auch "Schluff" ... grübelgrübel (OK Kl-Sch-modus aus)

    aber du hast in so fern recht, dass die norddeutsche "Pampe" nicht so richtig toll ist, da gibt es wirklich besseren Lehm (oder Schluff) :bounce:

    Helge
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 1. Juli 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Für die Strassenhöhen kann natürlich nur die Gemeinde was.
    Aber die Geländehöhen bei einem hangigen Grundstück korrekt einzutragen, ist Pflicht des Architekten.
    Wenn er selber das nicht messen kann oder will, dann muss er vom AG einen Höhenplan anfordern. Den macht ein Vermesser!!
     
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Hanggrundstück und Starkregen

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