Hangsicherung erforderlich? Was ist machbar?

Diskutiere Hangsicherung erforderlich? Was ist machbar? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben vor ca. 2Jahren ein Grundstück in Hanglage gekauft, was für die Zwecke eines Spielplatzes bereits eingeebnet war. Das...

  1. #1 didschey, 08.05.2010
    didschey

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    Hallo,

    wir haben vor ca. 2Jahren ein Grundstück in Hanglage gekauft, was für die Zwecke eines Spielplatzes bereits eingeebnet war. Das Grundstück war, wie auf [Hang.pdf] zu sehen seit ca. 30 Jahre bereits eingeebnet.

    Lediglich der Mutterboden und ca. 20cm für die Bodenplatte wurde abgetragen. Für die Experten habe ich mal noch ein Auszug von unserem Bodengutachten dazugelegt. [Hang.pdf]

    Nachdem die Winterarbeiten abgeschlossen sind und unser Haus innen fertig eingerichtet ist, grübele ich derzeit über die Außenanlagen nach. Eigentlich wollte ich dieses Jahr die Garagenzufahrt und den Zugangsbereich zum Haus in Angriff nehmen. Bin aber nun auf den Hang aufmerksam geworden. So wie es aussieht, hat der Winter die Errosion ziemlich unterstützt und einiges ist "runtergekommen". [Hang.pdf]
    Jetzt bin der Meinung, daß das Absichern des Hangs wohl die oberste Priorität hat? Liege ich mit meiner Vermutung richtig oder würde es reichen, wenn man sich die ersten zwei Jahren erstmals nicht um den Hang kümmert?

    Meine erste Idee war eine schöne Natursteinmauer. [Erste Überlegung.pdf] Um ein erstes Bauchgefühl für die zu erwartenden Materialpreise zu bekommen, habe ich mich mal nach Preisen umgesehen. Ich hätte ja im Leben nicht gedacht, was da auf einen zu kommen kann...

    Ich habe mal versucht, abzuschätzen, welche Höhe eine Mauer in etwa haben müßte: [Mauerhöhe.pdf]

    Ist eine Natursteinmauer für eine Höhe von 2,5m (an der Ecke des Hangs) überhaupt einsetzbar und steht das Ganze noch in einem vernünftigen preislichen Verhältnis?

    Die Höhe spricht wohl auch gegen Mauersysteme, die man mit Eisen bewehren und mit Beton ausgießen kann? Je nach System hab ich gelesen, daß die max. Höhe von 1,5m oder auch mal 1,8m ereicht werden kann, wenn entsprechende Befestigungen der Mauer in den Hang (Geogitter und ähnliches) vorgesehen sind?

    Ein Bekannter hat sich eine Hangabstützung mit 500Kg schweren Granitbrocken bauen lassen. (Steinbruch bei Würzburg für 1800Euro/20to) Ich fand's schön anzusehen: Eine Felsenlandschaft, wie in den Alpen. Aufgrund des hohen Eigengewichts und der Bodenbeschaffenheit mußte er angeblich kein Fundament anlegen.

    Jetzt frag' ich mich, ob man das bei uns aufgrund des eher schmalen Streifens um das Haus ebenfalls hinbekommen könnte? Um einem Herzinfarkt in der Nachschaft entgegenzuwirken wollten wir es unterlassen das Nachbargrundstück zu befahren...

    Ich habe in den letzten Tagen Literatur über das Setzen von Trockenmauern gelesen. Gerade um Geld zusparen, könnte ich mir vorstellen, daß diese arbeitsintensive Bauweise mit einem gewissen Anteil an Eigenleistung zu errichten wäre? Ein Steinbruch (30Euro/Tonne - unbehandelt) wäre in der Nähe.

    Bzgl. Trockenmauern las' ich in vielen Ausführungen, daß trotz Anlaufs von 20% nach 1,8m Schluß sein soll? Haben Sie Hinweise dafür, ob die Idee mit der Trockenmauer sinnvoll ist - auch unter preislichen Gesichtspunkten?

    Das Haus hat einen "mediterranen Stil" - eher klassisch und nicht modern gehalten, deshalb suche ich nach anderen Optionen als Pflanzsteine, Gabione oder Sichtbeton (L-Steine u.ä.). Gibt es eventuell noch weitere Alternativen, die sich nach Eurer Meinung gut in die gegebenen Rahmenbedinungen (Stil, Grundstück, gutes Preis/Leistungs Verhältnis) integrieren könnten?

    Herzlichen Dank für's Lesen - ich weiß: Es ist viel Text - vielleicht ist fachlich auch einiges ein wenig falsch ausgedrückt, aber ich bin nur Laie, der gerade ein wenig überfordert ist, mit der Vielzahl an (un) Möglichleiten.


    Viele Grüße,
    Jürgen
     
  2. #2 wasweissich, 08.05.2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ein felsenverbau (die grossen blöcke) ist gegenüber anderen systemen eigentlich ein schnäppchen , kann aber nicht jeder hausmeisterdienst .........
     
  3. gast3

    gast3 Gast

    nach ..

    erstem Überfliegen (musste noch betonieren :o - definitiv schlimmer als verputzen) ..

    entscheidend wäre erst mal Hangneigung etc.

    Geländeschnitt ?
     
  4. #4 langsky, 11.05.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.05.2010
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    Hallo,

    ich habe mit ABC-Mauerblöcken von der Firma XYZ gute Erfahrungen gemacht.


    Sehr ansprechend, kein volles starres Fundament nötig.
    Wenn ich die Bodenverhältnise auf den Fotos sehe, würde ich sage 20cm für die erste Reihe und der Rest würd ja nur noch geklebt.
    Hangwasser muss aber abgeführt werden und hinter die Mauer muss ein Filtervlies.
     
  5. gast3

    gast3 Gast

    Hallo ..

    langsky,

    meinst du nicht, du lehnst dich ein bißchen sehr weit den Hang herunter - Planung ohne irgendwelche Infos, die erforderlich wären (von der Werbung mal abgesehen)
     
  6. #6 langsky, 11.05.2010
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    Ich habe gesagt: "Wenn ich die Bodenverhältnise auf den Fotos sehe"
    Sieht aus wie Schotter, also Forstsichers Material.
    Aufbau für das Produkt: 40cm kornabgestufter Schotter oder RC-Material und 20cm Beton.

    Herr Helge von Seggern,

    man kann auch einen Film drehen und 100 Zeichnungen machen.
    Es sieht nicht so aus, als würde auf dem Hang eine Autobahn verlaufen.
     
  7. gast3

    gast3 Gast

    wie kann man sich nur so schnell abqualifizieren ...

    es zeigt nur, dass du die grundsätzliche Problematik der Hang- und Böschungsstabilität nicht kennst / verstehst.

    Find ich auch nicht schlimm - musst du als Gärtner ja auch nicht (ich weiß ja auch nicht wie man Rosen richtig schneidet), aber dann Basteltips zu liefern, die jeder Grundlage entbehren - na holla - und zudem auch noch fahrlässig sein können .. kommt nicht richtig gut.
     
  8. #8 wasweissich, 11.05.2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    vor allem frage ich mich , wie man dieses hässliche zeug empfehlen kann (wenn es ganz neu ist , ist es schon nicht der brüller , und nach ein zwei jahren :shades )...........
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    Hallo Jürgen,

    abgesehen davon, was manche auf Fotos zu sehen glauben, sind die Bodenverhältnisse bis knapp 2 m "schwierig" = der Boden ist sehr wasser- und frostempfindlich und hat außerdem eine geringe Scherfestigkeit. Aufgrund der geringen Wasserdurchlässigkeit wird sich zudem ein zusätzlicher Wasserdruck (Hangwasser) aufbauen können.

    Bei einer angedachten Höhe von 2,5 m kommst du in einen Bereich, wo du ohne entsprechenden statischen Nachweis nicht weiter kommst.

    Es ist machbar, aber da brauchst du wirklich jemanden, der da Arbeitsschwerpunkte vorweisen kann.
     
  10. #10 didschey, 12.05.2010
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    danke für die Anteilnahme

    Hi Leute,

    ich dachte schon, ich müßte mich direkt von zwei lokal ansässigen GalaTechnikern abhängig machen.

    Ich habe mir leider die Tage eine Virusinfektion eingfangen und bin diese Woche noch damit beschäftigt die Viren zu verprügeln. Nächste Woche scanne ich eine Karte mit Höhenangaben ein. Weiterhin habe ich noch eine Schnittzeichnung meines Architekten, in der Höhenangaben eingetragen sind. Eventuell hilf dies weiter...

    Zum Schotter: Nachdem der Baggerfahrer um das Haus den Hang "begradigt" (oder eher beschnitten) hat, bot er mir noch ein paar Tonnen Schotter an, die er dann um das Haus legte. Leider wußte ich zu dem Zeitpunkt noch garnicht, was da später für ein Belag hinkommt und habe einfach mal zugestimmt. Der Schotteraufbau beträgt ca. 10cm - 20cm. Darunter liegt der in unserer Gegend genannte "Faulfels".

    Apropos Wasser: In der Ecke rinnt nach einem Regen auf einer Höhe von ca 20cm Wasser heraus.

    Bzgl. des angesprochenen zusätzlichen Wasserdrucks: Ist es damit getan für entsprechende Entwässerung (Kiesschicht + Geoflies hinter Mauer + Drainage) zu sorgen oder ist das zusätzlich zum aktiven Erddruck bei der Berechnung der Mauer zu berücksichtigen?

    Am Donnerstag hat uns unser Architekt einen Besuch abgestattet. Er ist der Meinung, wenn ich die komplette Breite des vorhandenen Wegs nutzen will, benötige ich schon eine so hohe Mauer - wenn ich aber entsprechend zurückginge, könnte ich schon mit ca. 1,5m oder auch weniger auskommen. Ich müßte nur die Schräge des Hangs nach unten verlängern und dies würde die neue Höhe ergeben. Rein theoretisch also könnte ich mir in der Höhe [ABSTAND x sin(Winkel des Hangs)]m sparen? Bei Reduktion der Höhe müßte doch die Mauer viel weniger Druck aushalten - oder?


    Danke und einen angenehmen Feiertag,
    Jürgen
     
  11. #11 langsky, 13.05.2010
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    Ohh. Dann muss ich mich doch etwas von meiner Aussage distanzieren.
    Zur Freude von Herrn Helge von Seggern :bierchen:

    Würde dann doch zum Betonfundament raten.
    Wenn Sie genau wissen was eingebaut werden soll, kann man bessere Angaben machen.
     
  12. #12 didschey, 20.05.2010
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    Hallo,

    Helge fragte ja bereits nach einem Geländeschnitt: Ich habe hier zwei Lagepläne (mit und ohne Grundriß des Hauses) sowie drei Schnitte des Grundstücks inkl. Haus.

    Man sieht das Haus erstmal von der Straße aus (NORD).
    Dann von dem benachbarten höhergelegenen Grundstück (WEST)
    Und dann vom Garten (Süd).

    Würde man die Mauer näher zum Haus setzen - müßte man ja weniger hoch müssen. Ich habe mir das heute nochmal angeschaut und würde an der höchsten Stelle (die Ecke) auf ca 1.80m Höhe kommen. Die Mauer in dieser Höhe hätte eine Länge von 1m (längs der Straße) + (längs zum höher gelegenen Grundstück).


    Dezeit meine Favoriten wäre die Felsenlandschaft (mit den 500kg Brocken) oder eine Trockenmauer. Wäre das denkbar?


    Danke und viele Grüße,
    Jürgen
     
  13. #13 didschey, 20.05.2010
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    Geländeschnitte

    ...und hier die Geländeschnitte
     
  14. gast3

    gast3 Gast

    Denkbar ist alles - ohne Frage ..

    da schon spät, meine erste Einschätzung: machbar - also dauerhaft haltbar, ohne sich um Leib und Leben zu sorgen: nö

    Stützwand (Winkelstützwand, meinetwegen als Trockenmauer verkleidet), da traut man sich vielleicht noch vor die Tür .. aber, wie oben schon mal erwähnt: du brauchst jemand mit entsprechender Erfahrung (hüte dich vor Gärtnern) vor Ort.

    Bei den Boden- und Wasserverhältnissen ist es nicht ganz einfach, aber natürlich machbar - entsprechende erdstatische Berechnungen sind hier erforderlich - Felsbrocken oder Trockenmauer = so nicht ..
     
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