Haus kaufen trotz Wasserschaden?

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  1. line83

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    Hallo,
    ich habe mich hier neu angemeldet in der Hoffnung einige Ratschläge oder Tipps von euch zu bekommen.

    Nun zu meinem Anliegen ich und mein Mann wir hatten uns vor zwei Wochen ein Fertighaus angesehen, Doppelhaushälfte, Baujahr ´97, kein Keller, EG,OG und Spitzboden. Die Gastherme befindet sich im Dachboden. Der Eigentümer verkauft das Haus aufgrund seiner Scheidung.
    Wir finden das Haus perfekt für uns.
    Als wir vor zwei Wochen noch einen abschließenden Termin mit dem Bausachverständigen machten und auch die Maklerin mit vor Ort war, wurde das Haus aufgeschlossen und uns alle traf der Schlag. Das komplette Haus stand unter Wasser, es regnete von der Decke und das Wasser stand mindesten 2-3 cm im Flur. Es war furchtbar, da für uns eigentlich klar war, dass wir das Haus nehmen wollten,wenn der Bausachverständige keine größeren Mängel feststellen würde. Somit mussten wir alles abbrechen.
    Laut Eigentümer, welcher dann auch zur Stelle kam, ist das Hauptwasserrohr geplatzt. Da das Haus fast ein Jahr leerstand und somit unbewohnt war, wurde im Winter naürlich die Heizung abgedreht, so das dadurch wahrscheinlich die Rohre zufroren und dadurch platzen.
    Das Wasser drang bis nach außen. Die verklinkerte Fassade hatte Wasserstellen und an den unteren Fenstern, war alles voller Eiszapfen.
    Laut Bausachverständiger beläuft sich der Schaden ungesehen auf mindesten 12.000-20.000 Euro, man müsse halt wissen welche Baustoffe verwendet wurden.

    Darüber habe ich mich informiert und herausgefunden, dass das Haus verklinkert, dann Mineralwolle und Porenbeton benutzt wurde. Die Decken sind ebenfalls aus Beton.

    Wir sind trotzdem noch an dem Haus interessiert.
    Nun die Frage würdet ihr vom Kauf abraten oder es trotzdem kaufen?

    Danke für eure Meinung.
     
  2. H.PF

    H.PF

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    Ich würd es nicht ohne EIGENEN Sachverständigen übernehmen und nur zu einem massiv billigeren Preis...
     
  3. line83

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    Ja den Bausachverständigen haben wir uns natürlich selber geholt...jetzt müssen wir warten wie es weiter geht.
     
  4. #4 lastdrop, 09.02.2014
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    Fertighaus mit massivem, aktuellen Wasserschaden?

    Lehne ich dankend ab ...
     
  5. H.PF

    H.PF

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    Das ist kein Holzrahmenbau sondern ein Porenbetonmassivbau...
     
  6. line83

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    Ja richtig Massivhaus aus Porenbeton, deswgeen unsere Hoffnung das da noch was zu machen ist?:(
     
  7. #7 lastdrop, 09.02.2014
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    Ok, ja, nicht ganz so schlimm. Würde es mir trotzdem nicht antun, da ich ständig mit der Angst leben müsste, dass noch etwas kommt ....

    Wäre ein Wasserschaden zwei Jahre her und alles ist gut, ok, aber nichts aktuelles.
     
  8. #8 Gast360547, 09.02.2014
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    eben: PORENBETON (=Yton) zieht Wasser wie ein Schwamm.

    Meins wäre es nicht mehr.

    Grüße

    si
     
  9. line83

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    Was wäre denn das schlimmste was kommen könnte? Schimmel? Könnte man den nicht beseitigen lassen?
    Oder könnte die Mineralwolle durch das Wasser zusammengesackt sein, so dass die Wärmedämmung hinfällig ist und man würde dadurch Pobleme bekommen?
     
  10. line83

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    Uns wurde gesagt das Porenbeton zwar das Wasser ansaugt wie ein Schwamm, bei Trocknungsarbeiten Wasser aber auch umso schneller wieder abgeben soll?
     
  11. #11 wasweissich, 09.02.2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    leider hat es dem porenbeton keiner wirklich beigebracht.....

    eine mutige schätzung .
    ich würde ein vielfaches nicht ausschlliessen .
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Da ist er aber sehr optimistisch.

    Das Wasser tropfte von der Decke, also ist das Rohr irgendwo im OG/DG geplatzt. Danach hat sich das Wasser einen Weg nach unten gesucht und alles durchfeuchtet was ihm hier im Weg war. Das betrifft je nicht nur die Außenwände, sondern auch Innenwände, Estrich, Dämmung, Betondecke, den kompletten Bodenaufbau (Dämmung, Oberbeläge) usw.

    Wenn wir von Wänden reden, dann nicht nur vom Porenbeton, sondern auch Putz etc.

    Weiteres Indiz, unter den Fenstern gab es schon Eiszapfen, also ist das Wasser schon längere Zeit ausgetreten.

    Hat der Eigentümer mal den Zähler abgelesen wieviele m3 Wasser durch die Leckstelle gerauscht sind? Würde mich nicht wundern wenn er einen Herzinfarkt bekommt sobald die Rechnung vom Wasserversorger auf dem Tisch liegt.

    Wäre es jetzt nur ein bisschen Wasser, dann könnte man noch darüber reden, aber bei der (vermuteten) Menge handelt es sich um einen massiven Wasserschaden, den man auch nicht mal so schnell wieder trocknen kann. Es würde mich nicht wundern, wenn für eine fachgerechte Sanierung, alles raus muss.

    Wie man da für 20T€ sanieren möchte, ist mir noch ein Rätsel.

    Meine Befürchtung, ohne massiven Aufwand kriegt man die Bude nicht wieder trocken, und selbst dann bleibt ein gewissen Restrisiko. Ich würde auch jegliche vorläufige Schätzung des Sanierungsaufwand mit Vorsicht genießen, denn kein Mensch kann bei einem Schaden mit diesen Ausmaßen den Aufwand auf den Euro genau schätzen.

    Mein Bauchgefühl sagt, es gibt noch viele andere schöne Häuser.
     
  13. line83

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    ok vielen Dank.
    Ja der Sachverständige konnte sich den kompletten Schaden an dem Tag nicht ansehen, aber er meinte ungsehen und mindestens 12.000-20.000 Eur..wir denken auch das es da keine Grenze nach oben geben könnte. Durch die Eiszapfen vermutete er auch, dass das Wasser schon eine Weile ausgelaufen sein muss, wobei der Sohn vom Eigentümer einen Tag vorher noch im Haus gewesen sein soll (um die Heizung anzustellen:mauer), weil er wusste das ebend an dem Tag die letzte entgültige Besichtigung war. Andererseits waren es nachts auch -15 Grad, da gefriert ja Wasser schnell... naja okay wir müssen abwarten und notfalls ebend wirklich davon Abstand nehmen.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Wenn da ein "Hauptwasserrohr" geplatzt ist, dann können da problemlos 50Liter oder auch 100 Liter durch das Leck rauschen, und zwar PRO MINUTE. Meist hat man Glück und die Leckstelle ist nicht so extrem, aber da gilt, steter Tropfen höhlt den Stein.

    Es hat ja gereicht die Decke zu durchfeuchten, und durch die Außenwände ist das Wasser auch schon gedrungen. Das passiert nicht wenn da mal ein Eimer Wasser ausläuft, dafür braucht´s schon mehr.....viel mehr.

    Was die Kostenschätzung angeht, allein wenn hier der Estrich mit Dämmung raus und ersetzt werden muss, ist das budget schon verbraucht. Vielleicht noch FBH, dann wird´s erst richtig spaßig. Vom Oberbelag in den Räumen ganz zu schweigen.

    Je nach Estrich könnte man auch versuchen zu trocknen, aber das geht nicht so einfach, wenn das Wasser durch alle Ebenen hindurch in das EG geflossen ist. Dann ist ja nicht nur der Estrich nass, sondern auch die Dämmlage darunter und die Betondecke auch. Bis man das Wasser wieder raus hat, dauert es Wochen, und es würde mich nicht wundern, wenn selbst noch nach Monaten Feuchtigkeit vorhanden ist die sich langsam ihren Weg in die "Freiheit" sucht.

    Tja, und das ist nur eine Stelle an der das Wasser einen Schaden verursacht hat. Da muss man kein Wahrsager sein um sagen zu können, dass die geschätzten Sanierungskosten nicht ausreichen werden.
     
  15. Taipan

    Taipan

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    Ein Wasserschaden, der ein Haus von oben dermaßen flutet, dass es unten wieder rausläuft, heisst in der Sanierung: Neustart im Rohbau ... bei einem EFH also irgendwas um die 120K-150KEUR. Alles andere wäre Glück. Das gilt natürrlich nur, solange die durchfeuchteten Baustoffe ZÜGIG entfernt werden, damit sich keine weiteren Bewohner einnisten.
     
  16. line83

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    Oh man das hört sich ja alles wirklich nicht gut an. Die Doppelhaushälfte sollte vor dem Wasserschaden nur 110.000€ kosten.
    Wir sind gespannt was es jetzt noch Wert ist bzw. für wieviel es jetzt überhaupt noch verkauft wird.
     
  17. #17 gunther1948, 09.02.2014
    gunther1948

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    hallo
    sag mal was zu der grundstücksgrösse und den baulandpreisen.

    gruss aus de pfalz
     
  18. Julius

    Julius

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    Das Sachverständige liegt doch gar nicht schlecht mit seiner "ungesehenen" Schätzung. Allerdings ist Dir wohl beim Abtippen eine Null abhandengekommen...
    Denn 120.000 € treffen es eher.

    Wenn die Hütte vorher nur 110.000 € kosten sollte, wäre das ein (wirtschaftlicher) Totalschaden.
    Ich würde jetzt Grundstückswert weniger Abrißkosten bieten.

    War das Gebäude denn nicht versichert (Leitungswasserschaden)?


    Wie man auf die idiotische Idee kommen kann, in einem unbewohnten Haus im Winter die Heizung abzuschalten, aber nicht die Wasserleitungen zu entleeren (oder zumindest das Hauptabsperrventil zu schließen), entzieht sich meinem Verständnis komplett!
     
  19. helge2

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    Ob das die Gebäudeversicherung übernimmt-bezweifele ich als Laie-grobe Fahrlässigkeit.

    Gruß Helge 2
     
  20. #20 Bauking, 10.02.2014
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    In dem Fall dürfte die Versicherung eine Zahlung unter Garantie ablehnen. Bei unbewohnten Immobilien muss das Wasser am Haupthahn abgesperrt werden, selbst wenn man nur einige Tage im Urlaub ist!

    So eine Unachtsamkeit kann schnell den finanziellen Ruin bedeuten.
     
Thema: Haus kaufen trotz Wasserschaden?
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