Haus mit Grundofen heizen

Diskutiere Haus mit Grundofen heizen im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wer von euch hat Erfahrungen mit Ofenbau bzw. Heizen ausschließlich mit Öfen? Wir planen gerade die Heizung für unser altes Fachwerkhaus...

  1. #1 Junger Tiger, 12. Oktober 2014
    Junger Tiger

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    Hallo,

    wer von euch hat Erfahrungen mit Ofenbau bzw. Heizen ausschließlich mit Öfen? Wir planen gerade die Heizung für unser altes Fachwerkhaus und möchten gerne nur mit Holz heizen. Das Haus ist in Fachwerkbauweise errichtet, die Gefache sind mit Lehmsteinen gefüllt. Dämmung gibt es nur an den Giebelseiten: Außendämmung, Mineralwolle. An der Hausvorderseite ist eine Holzverschalung angebracht. An den Giebelseiten sind Eternitschindeln. An der Rückseite noch Asbestschindeln, die aber gegen eine Holzerschalug getauscht werden sollen.

    Die Vorbesitzer haben nur mit Eisenöfen geheizt - Holz und Kohle. Wir möchten gerne mit Grundöfen heizen und stellen uns vor, mehrere Räume gleichzeitig zu erwärmen - allerdings ohne Wandheizung oder Wasserführung. Vielleicht wäre ein Ofen möglich, der in mehrere Zimmer hineinreicht (Mauerdurchbruch), oder der sogar ins Obergeschoss reicht (Deckendurchbruch). Optimal wäre bei einer gesamten Wohfläche von 160 m² zwei Feuerstellen, die das ganze Haus heizen. Gerne sind wir aber auch bereit, vier Feuerstellen zu installieren (zwei im EG und zwei im OG). Im Optimalfall müssteen wir die Öfen dann nur ein bis zweimal befeuern und dann können die Öfen tagsüber die Wärme abgeben. So ist zumindest unser Ideal ... Habt ihr Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit eines solchen Projektes? Uns kommt es bei den Öfen weniger auf Äthetik als vielmehr auf die reine Funktionalität an. Im Winter kann es in der Gegen schon mal bis um die - 20 Grad werden.

    Freue mich auf eure Antworten.
    Viele Grüße
    Christoph
     
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  3. H.PF

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    haben Freunde von mir ihn ihrem Blockhaus. Im Wohnzimmer ist ein Kaminofen und die Flurrückwand ist über 4-5m² Heizfläche. Über die Thermik wird das gesamte Haus beheizt nur das Bad oben muß ab und an über Strom nachgeheizt werden. Ist ein großes Wohnhaus, kein kleines Blockhaus...
     
  4. tgaeb01

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    Holzverbrennung hat leider die höchsten Anlagenaufwandszahlen, sind daher meist nur bei "kostenlosem" Brennstoff auf Dauer sinnvoll. Bei Holzkauf wird das meist ein Groschengrab.
    Für das gelengentliche Feuererlebnis, reicht der Kaminofen aus dem Baumarkt, da es hier nicht auf effiziente und nachhaltige Energieverwertung ankommt.
    Grundöfen, ich betreibe selbst einen im EG, sind sicherlich mit den geringsten Anlagenaufwandszahlen bei der Holzverbrennung behaftet. Eine vollständige, komfortable Wärmeverteilung im gesamten Haus ist damit jedoch meist nicht erreichbar, daher habe ich auch eine wgf. GBW Unterstützung. Dennoch können bei mir durch die geplante, vorhandene Raumaufteilung ca. 60...70% des Jahresheizenergiebedarfs kostenlos gedeckt werden.
    Grundöfen bringen infolge der notwendigen Speichermasse erhebliche Lasten mit sich, wodurch im Bestand der Aufstellung in OG/DG meist schon infolge der Statik mitunter erhebliche Grenzen gesetzt sind.
    Vier dezentrale Heizstellen, anteilig im OG, sind schon heftig und wenig komfortabel bzw. praktikabel. An einer zentralen, wgf. Heizung, ggf. ergänzt durch einen Grundofen im EG, führt m.E. nichts vorbei.
    Zudem, wenn ich mal krank oder im Urlaub bin, kann ich den Grundofen nicht bedienen, da muß dann GBW einspringen bzw. helfen.
    Auch bei Grundöfen muß die Raumheizlast des Aufstellraumes bekannt sein, ansonsten geht das Konstrukt insgesamt in die Hose!
     
  5. R.B.

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    Ich habe mal 4 Punkte herausgepickt, die mir gleich in´s Auge gesprungen sind, da sie sich teilweise widersprechen.

    Wir können wohl davon ausgehen, dass der Dämmstandard nicht so berauschend ist. Dementsprechend hoch wird auch die Heizlast der einzelnen Räume und des kompletten Gebäudes sein, zumal auch Außentemperaturen bis -20°C berücksichtigt werden müssen. Hinzu kommt eine zu beheizende Fläche von 160m2 auf mehreren Etagen.

    Zu den einzelnen Räumen ist nichts bekannt, ich vermute, dass es sich eher um mehrere kleine Räume handelt.

    Um ehrlich zu sein, auch ohne die Details zu kennen, gehe ich davon aus, dass es mit 2 Grundöfen nicht möglich sein wird das komplette Haus so zu beheizen, dass man von "Komfort" sprechen könnte. Hauptproblem wird die Wärmeverteilung sein. Bei Räumen mit hoher Heizlast ist es so gut wie unmöglich, diese nur über Warmluft zu decken, dazu müssten enorme Luftmengen mit hoher Temperatur bewegt werden. Das ist praktisch nicht machbar. Früher gab es solche Konzepte, aber da waren auch die Ansprüche an´s Wohnen deutlich niedriger. Da wurde ein Aufenthaltsraum heftigts überhitzt, und die restlichen Räume eher nur temperiert. So möchte man heute aber nicht mehr wohnen.

    Einzelne Öfen in allen Zimmern ist auch nicht praktikabel, da schleppt man das Holz dann durch´s ganze Haus. Das mag an ein paar Tagen im Jahr noch ganz lustig sein, aber nicht wenn man damit ganzjährig heizen soll.

    Du schreibst "ihr möchtet gerne mit Holz heizen". Habt Ihr Erfahrung damit? Günstige Einfkaufsquellen?
    Bei 160m2 "Altbau" braucht Ihr jedes Jahr schon eine ordentliche Menge Holz, das ist Euch hoffentlich klar. Es würde mich nicht wundern, wenn da jährlich 20 Ster durch den Schornstein gehen. Die muss man machen, lagern, und durch die Gegend schleppen.

    Also ich weiß nicht, ob ich hier auf ein Konzept mit Grundofen und Luftverteilung setzen würde. Anstatt mehrerer Öfen vielleicht doch an eine wasserführende Lösung denken? Das könnte unter´m Strich günstiger und effizienter sein, vom höheren Komfort ganz zu schweigen.

    Sollte die Holzbeschaffung doch nicht so günstig sein wie erhofft, dann wäre vielleicht ein Konzept mit einem Pelletkessel eine Alternative. Einen Ofen für den Wohlfühlfaktor kann man ja dann immer noch aufstellen.
     
  6. #5 Junger Tiger, 12. Oktober 2014
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    Vielen Dank für eure Antworten und die ersten Einschätzungen.

    Ja, es sind mehrere kleine Zimmer.
    Mit Holz heizen haben wir noch keine direkten ERfahrungen gemacht, sondern können nur auf die Erfahrungen von naderen zurückgreifen. Ich habe früher nen Kachelofen mit Koks betrieben. Das wars schon. Holz bin ich gerade dabei zu spalten und zu stapeln. Die Vorbesitzer haben uns da ne Menge zurückgelassen. Denkt ihr denn, dass Holz extrem teuer ist, wenn man es selbst noch komplett sägt, spaltet und trocknet? Ich möchte kein brennfertiges Holz, sondern noch selber Hand anlegen. :)

    Unabhängig vom Obergeschoss, welches wir erst später fertig machen können, hab ich mal nen Grundriss angehängt, um euch mal zu zeigen, wo die Schornsteine sind und wo die Feuerstellen bzw. Öfen hin sollen. Die sind in der Zeichnung rot markiert. Grundriss EG.jpg

    Wir sind uch nicht mit extrem hohen Temperaturen zu verwöhnen - 20 Grad in Räumen, in denen man sich regelmäßig aufhält, sind ausreichend. Theoretisch wäre es j möglich, mit zwei Öfen zwei Zimmer warm zu halten und die anderen Zimmer nur so "lauwarm" zu lassen. Naja ... uns ist halt wichtig, nicht aller einer Stunde nachheizen zu müssen, sondern einmal angefeuert und dann soll er 12 Stunden halten.


    Achso: Ist jetzt auf der Skizze nicht eingezeichnet, aber im Arbeitszimmer soll auch ein Ofen hin, der mit nem Wanddurchbruch evtl. noch das dahinterliegende Bad erwärmen könnte.
     
  7. H.PF

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    Zum Thema selber Hand anlegen: ich heize viel mit Holz. Müsste dringend wieder Holz machen, nu hab ich das Mondbein gebrochen...
    Wie könnt ihr das dann überbrücken? Wir heizen dann halt zentral oder Familie überbrückt mal die Arbeitszeit. Ihr könnt nicht mit Zentralheizung überbrücken...
     
  8. mike4711

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    Gibt's einen Energieausweis von dem Haus - oder einen Schichtaufbau der einzelnen Bauteile um selbst einen zu rechnen? Ich mein - ohne Zahlen? wie soll man da auch nur annähernd was vernünftiges aussagen? Standort um ein Referenz Klima ein zu geben, sonstige Daten wie Gebäudeschnitt, zu welchem Preis wirst du dein Rohholz beziehen, wielange wirst du brauchen um einen gelieferten Festmeter Rohholz in verwertbares Brennholz zu verarbeiten, wer macht das wenn du darniederliegst, wie lange Wollt ihr in dem Haus wohnen, was wenn ihr alt seid? bei Stromausfall seid ihr allerdings klar im Vorteil...
     
  9. #8 Junger Tiger, 13. Oktober 2014
    Junger Tiger

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    Einen Energieausweis gibt es nicht. Wir hatten bereits Kontakt zu zwei Ofenbauern, die mal rechnen wollten, leider haben wir aber noch nichts erhalten.
    Die Mauern sind von außen nach innen wie folgt aufgebaut: Verschalung, Fachwerk mit Lehmsteien (14 cm Dicke), dann 2 cm starker Lehmputz ... das war's. Ist nicht gerade ne Bunkerwand. An den beiden Giebelseiten ist Mineralwolle als Außendämmung dran - einfach ans Muerwerk gedrückt bzw. mit Unterkonstruktion.

    Bei mir könnte dann auch die Familie Holz hacken, wenn ich mal nicht kann. Eventuell wäre auch Heizen mit Koks möglich, obwohl uns das eine zu dreckige Angelgenheit wäre.
    Wir wollen das Haus bis in Alter bewohnen. Ich bin jetzt 29. Habe also noch ein paar Tage vor mir, wenn alles gut geht. ;-) Aussagen über den PReis von Rohholz kann ich nicht treffen, weil ich erstmal dabei bin, das ganze Holz vom Vorbesitzer zu verarbeiten.
     
  10. R.B.

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    Was verstehtst Du unter "Menge zurückgelassen"? Ich hatte oben ja schon mal versucht ein bisschen zu schätzen, und habe die 20Ster in den Raum geworfen. Ich hoffe Du kannst Dir das bildlich vorstellen. Eine Reihe, 1m tief, 1m hoch und 20m lang. Wenn Du das Holz einkaufst muss es nach dem Verarbeiten auch gelagert und getrocknet werden. Du brauchst also Lagerplatz für 2 x Jahresmenge, also 40 Ster.

    Das mit der Raumtemperatur ist so eine Sache, wie willst Du dem Ofen sagen, dass Du gerne 20°C hättest? Du packst Holz in den Brennraum, und wenn es mal brennt, kannst Du es mit normalen Mitteln nicht mehr bremsen. Die Energie die im Holz steckt wandert in den Raum, oder Du schiebst diese Energie durch den Schornstein in die Umwelt (Stichwort Wirkungsgrad).

    Keine Ahnung woher Du Dein Holz beziehen kannst, und was es dann kosten wird. Das solltest Du aber abklären. Bei uns sind die Holzpreise in den letzten Jahren durch die Decke gegangen, und das obwohl es hier Holz in Hülle und Fülle gibt. Angebot und Nachfrage, und so kommt es schon mal, dass man für 1 Ster gutes Buchenholz, ofenfertig, selbst bei größeren Mengen 85,- € bis 90,- € auf den Tisch blättern muss. Bei Kleinmengen (< 5Ster) sind es inkl. Transport auch problemlos über 100,- € pro Ster.
    Direkt aus dem Wald (Stammholz, Schlagraum) ist es natürlich billiger, sofern man überhaupt welches bekommt. Hier muss man aber eine Menge Arbeitszeit aufwenden, und man sollte die notwendigen Maschinen haben. Der Transport ist auch ein Thema, die Menge kann man ja nicht mit einem PKW Anhänger nach Hause fahren. Da verfährt man sonst mehr Benzin als das Holz wert ist.

    Es gibt viele Leute für die sich das Heizen mit Holz lohnt, vorzugsweise Waldbesitzer die sowieso "ausmisten" müssen, und bei denen die ganzen Maschinen auf dem Hof rum stehen (Land-/Forstwirteschaft). Wer sein Holz "normal" zukaufen muss, wird sich wundern. 1 Ster Buchenholz ergibt ja nach Restfeuchte etwa ei nGewicht von 450kg und grob 1.800kWh an Heizenergie. In einem Ofen verbrannt, kriegt man bei 80% Wirkungsgrad ca. 1.440kWh in den Raum. Rechnet man mit 90,- €/Ster dann wären das 6,25Ct./kWh thermisch. Je nach Betriebsweise des Ofens kann der Wirkungsgrad noch niedriger liegen, dementsprechend wären dann die Kosten/kWh höher. Zum Vergleich, Gas kriegt man in der gleichen Größenordnung, oder nur geringfügig teurer, man hat damit aber gar keine Arbeit.

    Denke auch an das Thema Schornstein wenn mehrere Öfen im Haus verteilt werden sollen.

    Das Heizen mit Holz ist sicherlich nicht die schlechteste Art um ein Haus zu beheizen, man sollte aber auch die Nachteile kennen.
     
  11. Markus79

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    Schau mal nach was eine andere Heizung wie z.B. Gastherme kostet.

    4 Grundöfen kosten richtig Geld
    Großer Hänger + Starkes Auto
    Maschinen (gute Motorsäge 500-1000€)
    Werkzeug
    Schutzausrüstung
    Schornsteinfeger

    Um so weniger Ausrüstung um so mehr Zeit

    Vermute mal wenn du keinen eigenen Wald hast das die Rechnung für Holz höchstwahrscheinlich hintenrum geht. Holz wird vermutlich in der nächsten Zeit noch deutlich Teurer weil immer mehr mit Holz heizen wollen.

    Ich selber Heize mit Holz aber auch nur weil Wald im Familienbesitz ist und eine Ordentliche Ausstattung schon da ist. Ich würde niemals mit Holz heizen wenn ich es kaufen müsste.

    Buche fertig ca. 90-100€ Ster
    Buche im Wald am Weg 60-70€ Festmeter
    Buche Stämme frei Haus 70-80€ Festmeter

    Für nicht Waldbesitzer ist mit Holz heizen oft ein sehr Arbeitsintensiver teures Hobby.

    Markus
     
  12. #11 Junger Tiger, 13. Oktober 2014
    Junger Tiger

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    Wir können ja später immer noch eine Heizung installieren. Wir möchten aber gerne zunächst die Idee der Grunndöfen umsetzen oder wenigstens das Konzept der Abwärme-Öfen nach Christian Kuhtz. Ich kann ja verstehen, dass es u. U. extrem teuer und aufwendig werden kann und ich sehe auch Sinn hinter sämtlichen Rechenbeispielen, aber dennoch übt es auf uns einen großen Reiz aus, wenigstens den Versuch zu unternehmen, usschließlich mit Öfen und Holz ein Haus zu beheizen. Wir sind da auch nicht wählerisch. 20 Grad würden vollkommen reichen - für die Zimmer, die im Winter benutzt werden. Die unbenutzen können ruhig kühler sein. Wir haben schon einen Winter in unserem Wochenendhaus verbracht, was noch dünnere Wände hat als das Fachwerkhaus - und wir haben es überlebt. :-)

    Was mich etwas zurückgeschreckt hat, sind die immens hohen Kosten für den Aufbau der Grundöfen. Da geht ja teilweise nichts unter 14.000 €. Das finde ich dann shcon heftig, zumal man mit einem Ofen mehr Aufwand hat als mit einer Gas- oer Ölheizung. Ich kann diese Preisvorstellungen nur schwer nachvollziehen - aber Material und Arbeitsstunden kosten eben. Und das zu Recht! :-)

    Das Haus steht mitten im Wald und es gibt auch sehr viele Leute, die dort mit Holz heizen. Habe noch nicht mit dem Förster gesprochen, aber der Schornsteinfeger meinte, dass es recht günstig sei. Er hat auch das Ok zu der Ofenidee gegeben.
     
  13. Julius

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    Das ist doch Unsinn!
    Erstmal zigtausende in vier Grundöfen zu stecken und dann später doch noch ne wasserführende Zentralheizung nachzurüsten.

    Ich würde stattdessen gleich eine Zentralheizung (evtl. als Wandheizung) einbauen. Wenn Holz tatsächlich verfügbar, dann evtl. mit einem Holzvergaserkessel.
    Ergänzen kann man das dann mit EINEM (Grund)Ofen im Hauptraum.
     
  14. #13 Junger Tiger, 13. Oktober 2014
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    Es sind ja erstmal alles nur Ideen. Also ihr seid alle nahezu derselben Meinung: Einzig mit Grundöfen bekommt man das Haus nicht warm, es sei denn, wir wären bereit, ne Menge Geld unf Aufwand dafür zu lassen. Ja?
     
  15. Markus79

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    Mit Grundöfen ksnn man sicher Heizen und in den aufstellräumen hast du dann auch über 20C°

    Aber bei 14000€ pri Ofen macht das ja 56000€ für 4 Stück.

    Da war bei mir das Teuerste Heizungsangebot noch günstiger mut Holzvergaser, Solaranlage und Lüftung.

    Nur mal als vergleich.

    Es gibt auch noch Pelets, Gas oder Öl die warscheinlich alle in der Anschaffunf einiges billiger sind als deine 4 Grundöfen.

    P.S. auch wenn du mitten im Wald wohnst musst du erstmal Holz vom Förster oder anderen beckommen und alle wissen was Holz kostet.
     
  16. SvenBaut

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    Also ich heize unsere 80m² Wohnung mit einem Zentralen Kachelofen. Eine andere Heizung haben wir nicht.
    So ein Ofen hat natürlich viele Vorteile, aber auch noch mehr Nachteile!

    Vorteile:
    - Ich mag die wärme die er abstraht.
    - Das Flackern des Feuers sieht gut aus.
    - Wir heizen unsere nicht gerade Top isolierte Wohnung für wenige Hundert Euros im Jahr
    - Wenn mal länger Strom ausfällt, ist es bei uns dennoch warm (Kam auch schon vor)
    - Unsere Wohnung ist gleichmäßig warm, da der Ofen Zentral steht

    Nachteile:
    - Viel arbeit. Selbst wenn man Holz kauft, es muss irgendwie in den Keller kommen
    - Dreck und zwar enorm viel. Sei es beim entfernen von Rusablagerungen, dem Holz das in der Wohnung ist usw...
    - Man hat immer so eine leichte Ascheschicht in der Wohnung, man wischt also doppelt so viel Staub
    - Heizt man nicht, ist es kalt, wenn man mal nen WE weg ist, ist die Wohnung arschkalt.
    - Was ist im Alter? Wer trägt da das Holz hoch?

    Wenn wir umbauen kommt eine Zentralheizung rein, mit zusätzlichemBrennkessel oder ähnlichem im Keller um große Holzscheite zu verheizen. Es spart einfach viel arbeit...

    Was das Holz selbst machen anbelangt muss ich doch immer ein bisschen schmunzeln, denn viele unterschätzen das Gesamtpaket. Das ist enorm viel Arbeit, bei der man auch zu zweit sein sollte. Holz machen um komplett damit zu heizen, da braucht man mehr als 1-2 Wochenenden. Dann braucht man für eine Grundausrüstung schon eine Menge Geld. Sei es Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefel, Helm, Handschuhe usw. Dann Äxte, Keile, Hebewerkzeug und kleine Helfer. Dann Kettensägen, Spaltmaschine, einen Anhänger braucht man, ein Auto mit Allrad oder nen kleiner Traktor. Das kostet alles ne Menge Geld! + Sehr viel Freizeit... Wer das macht, der muss gute Kontakte haben (um billig an Bäume zu kommen) und dem muss das auch Spaß machen.
     
  17. R.B.

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    Kommt darauf an, was Du unter einer "Menge Geld" verstehst. Wenn Du bei 15T€ schon zusammenzuckst....

    Wenn Holz als Brenntoff zum Einsatz kommen soll, dann würde ich dem Vorschlag von Julius den Vorzug geben. Ob´s dann unbedingt noch ein Grundofen sein muss, das kann jeder selbt entscheiden. Ich würde mich auch einmal mit dem Prinzip eines Grundofens intensiver auseinandersetzen. Was ist ein Grundofen überhaupt? Ein Loch in dem Holz verbrannt wird, und das von "Masse" umgeben ist, die die freigesetzte Energie mehr oder weniger gut speichern soll. Dann würde ich mich auch mal mit dem Thema "Wärmeenergietransport über Luft" informieren. Nur mal zur Erinnerung, die spez. Wärmekapazität von Luft beträgt, abhängig von der Luftfeuchtigkeit, ca. 0,34 Wh/(m³ K). Die Lufttemperatur kannst Du nicht beliebig erhöhen, also musst Du Luftmenge bewegen um die gewünschte Energiemenge in einen Raum zu bekommen.

    Nehmen wir mal an ein Raum hätte eine Heizlast von 1.000W, dann müsstest Du diesem stündlich 1.000Wh zuführen damit die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Die zugeführte Luft sollte max. 40°C haben (irgendwann wird´s sonst unangenehm, Geruchsbildung usw. usw.). Du müsstest diesem Raum also einen Volumenstrom von 138,88 m³/h zur Verfügung stellen. Das ist eine ganze Menge. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Lufttemperatur nur langsam auf die umgebenden Bauteile übertragen wird. d.h. es entsteht abhängig vom Raumvolumen eine hohe Temperaturwelligkeit. Das wiederum führt dazu, dass man den Luftstrom in "Takten" zur Verfügung stellen muss, was wiederum höhere Luftmengen während der Takte erfordert.

    Solche Konzepte funktionieren sehr gut bei Häusern mit sehr niedriger Heizlast. Bei älteren Gebäuden mit hoher Heizlast wird das Verhalten der Heizung unangenehm (Komfort ist beim Teufel) oder die Räume werden nicht ausreichend warm.

    Wenn man´s also richtig machen möchte, dann ist so eine Planung schon eine Herausforderung. Ansonsten sind Enttäuschungen vorprogrammiert.
     
  18. #17 Achim Kaiser, 14. Oktober 2014
    Achim Kaiser

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    Bei Grundofen sollte man auch die 1. BImSchV / Stufe 2 nicht ausser acht lassen.
    Bei Einbau nach dem 01.01.2015 ist ein zugelassener Abgasfilter erforderlich.

    Alternativ :
    Messung des Schornsteinfegermeisters bei Inbetriebnahme und Einhaltung der Grenzwerte :
    Staub max. 40 mg/m³ / CO max. 1250 mg/³

    bzw. Nachweis, dass die Grenzwerte bei einer Typprüfung (bei einem vorgefertigten Feuerraum) eingehalten werden.

    Zudem sollten die verschärften Messpflichten bei nach Einbau nach 2015 nicht ausser Acht gelassen werden.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  19. trekkie

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    Bekannte heizen ihr Haus auch nur mit Holz über eine Art Schwerkraftheizung in einem extra von außen zugänglichem Raum. Soweit so gut, funktioniert auch, aaaber, der größte Nachteil den sie (im Nachhinein) empfinden ist der, das winters über immer jemand da sein muss, um die Hütte zu heizen, also mal eben in Winterurlaub fahren geht nur, wenn man gute Freunde/Familie hat, die das übernehmen, andernfalls riskiert man, dass einem die Leitungen abfrieren.
     
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    Ich heize mit einem Kachelgrundofen (keine weitere Heizung vorhanden).

    Der Ofen ist selbst ab- und verändert wieder aufgebaut worden, Materialkosten dadurch <1000 € (incl. Prüfung durch Schornsteinfeger).

    Der Ofen (sog. mittelschwere Bauart) hat, einmal befeuert, im Mittel ca. 13 KW. Früh morgens angeheizt kann man sich durchaus am nächsten Morgen fast noch die Hand verbrennen, zumindest bei Windstille.

    Der Aufstellraum wird bei mir gnadenlos überheizt. Die warme Luft beheizt direkt den darüberliegenden Raum (Luke in der Zwischendecke) und indirekt auch die nebenliegenden Räume. Zum Komfort im Winter:

    -Aufstellraum meist zu warm
    -Aufenthaltsraum darüber zwischen 13 Grad (früh) und 20 Grad (nachmittags), wenn früh geheizt wird
    -Rest der Wohnung: frostfrei

    Ob sowas nun deinem Komfortverständnis gerecht wird, kannst du selbst entscheiden. Ich heize seit mittlerweile über 10 Jahren nur mit Kachelofen. Für das Alter liebäugle ich mit einer Zentralheizung, auch für das Warmwasser (derzeit Badeofen). Vier Öfen wöllte ich weder bezahlen, noch täglich befeuern.

    Der Vollständigkeit halber will ich nicht unerwähnt lassen, dass man, wenn man früh anheizt, mittags im Feuerraum des Ofens Forellen backen kann.
     
  22. Grenzstein

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    dumme Frage von einem Anfänger: für was steht die Abkürzung wgf. GBW ? :shades

    Da ich aktuell auf der Suche nach "der" idealen Lösung bin für das Heizen unseres geplanten Hauses wäre auch ein Grundofen evtl eine Option.

    Meine bessere Hälfte wünscht sich nichts sehnlicher als einen Kaminofen und generell bin ich auch nicht abgeneigt, aber mich hat bisher die Idee abgehalten, dass man quasi "nur" wegen des Flammenspiels heizt, was ja nicht mehr unbedingt zeitgemäß ist.

    Da unser geplanter Kaminofen im Wohnzimmer (kombiniert mit Küche und Esszimmer ; 70 qm) exakt in der Mitte des Hauses (Gesamtwohlfläche 200 qm ; 43,5er Ziegel; 3-fach Verglasung) stehen und die Rückseite in den Flur gehen würde, wäre es ja evtl eine Option über einen Grundofen auch die Heizung laufen zu lassen.

    Wäre es rein theoretisch auch möglich die Abwärme in den Keller ( wohl eher schwer...) und in das OG zu transportieren und fernliegende Zimmer über Strom zu heizen (z.B. Badezimmer) ?

    Vielen Dank für die Infos!
     
Thema: Haus mit Grundofen heizen
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