Haus mit Nachtspeicheröfen: Welches Heizsystem in Betracht ziehen?

Diskutiere Haus mit Nachtspeicheröfen: Welches Heizsystem in Betracht ziehen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, es geht hier um ein leerstehendes Zweifamilienhaus (Baujahr 1920), das Anfang der 90er Jahre einen Anbau bekommen hat und...

  1. Frgt10

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    Hallo zusammen,

    es geht hier um ein leerstehendes Zweifamilienhaus (Baujahr 1920), das Anfang der 90er Jahre einen Anbau bekommen hat und aufwendig saniert wurde. Wahrscheinlich weil der damalige Bauherr Elektromeister war, wurde die Heizung komplett elektrisch konzipiert. Eine elektrische Bodenheizung im Erdgeschoss ist installiert und zusätzlich in fast jedem Raum Nachtspeicheröfen. (insgesamt 13 Stück) Gasleitungen liegen keine, ein Anschluss ans Netz wäre aber sicherlich möglich. Die Isolierung ist meines Wissens nach gut und das Heizen war relativ effizient - aber es ist halt Strom der verheizt wird. Es war damals außerdem eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Diese wurde zwar nicht realisiert, aber es ist alles dafür vorbereitet. Zentral im Haus gibt es auch noch einen Kaminschacht an den aber kein Kamin angeschlossen ist.
    Die eine Wohnung ist 52qm, die andere 171qm groß (EG 66qm, OG 105qm).
    Das Haus ist momentan ungenutzt, die kleinere Wohnung soll aber nach der Renovierung vermietet werden. Die größere Wohnung wird ca 1 Jahr leerstehen und danach erstmal nur zur Hälfte genutzt werden (nur EG).

    Welche Möglichkeiten für ein neues Heizsystem sollte ich hier in Betracht ziehen? Jede große Umbaumaßnahme würde sich durch die vorerst spärliche Nutzung sehr langsam amortisieren.
    Sollte ich vorerst vielleicht doch beim elektrischen Heizen bleiben und die alten Nachtspeicher nach und nach durch neuere Flächenspeicher ersetzen? Das Heizen wäre effizienter und nicht so träge wie mit den Nachtspeichern. In den nächsten 2-3 Jahren wären das 6 Nachtspeicheröfen, die ausgewechselt werden müssten.
    Wie schätzt ihr die Entwicklung des Strompreises ein, nachdem die erneuerbaren Energien immer mehr zunehmen?

    Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen! :)
     
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  3. R.B.

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    Was verstehst Du unter "Flächenspeicher"?

    Was bedeutet " war relativ effizient"? Gibt es Verbrauchsdaten?
     
  4. Frgt10

    Frgt10

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    Mit Flächenspeicher meine ich so eine Art Elektroradiator, findet man auch unter "teilspeicherheizung" und "schamottheizung". Die Variante läuft über den normalen Haushaltsstrom oder über die Leitungen der Nachtspeicheröfen, dann bekommt man spezielle Heizstromtarife. Im Gegensatz zu den Nachtspeicheröfen, heizen diese sofort und speichern nur einen kleinen Teil der Wärme. Die Aktivität kann man dann ganz einfach über Thermostate regeln.

    Verbrauchswerte habe ich gerade leider keine zur Hand, da bin ich gerade dran die zu bekommen. Mit relativ effizient meinte ich nur, dass sich der Heizbedarf in Grenzen hielt durch die gute Isolierung.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Dadurch wirst Du keinen Vorteil erzielen. Es gibt dafür auch keine besseren Tarife als mit Nachtspeichern. Die Investition in eine "neue E-Direktheizung" wird sich also nicht lohnen, egal was die Verkäufer versprechen. Es wäre sogar gut möglich, dass Du mit den Nachtspeichern, bei geschickter Nutzung eines Zweitarifs, etwas günstiger fährst.

    Das wäre nicht schlecht, denn dann könnte man ein bisschen rechnen. Wenn der Strombedarf gering war, und für die nächsten Jahre sowieso nur eine sporadische Nutzung geplant ist, dann wäre es gut möglich, dass Du mit den Nachtspeichern am günstigsten fährst, zumindest wenn man auch berücksichtigt, dass eine neue Lösung auch Investitionskosten verursacht.

    Mittelfristig solltest Du aber über ein neues Heizkonzept nachdenken, denn billiger wird der Strom mit Sicherheit nicht. Mag sein, dass es minimale Schwankungen gibt, aber die Tendenz "nach oben" ist bei allen Energieträgern eindeutig.
    Wer spekulieren möchte, in den nächsten 1-2 Jahren könnte es evtl. einen Knick nach unten geben, weil sich bereits wieder erste Anzeichen zeigen, dass es mit der wirtschaftlichen Erholung doch nicht so weit her ist. Das führt erfahrungsgemäß zu einem geringeren Energiebedarf und leicht (je nach Energieträger) fallenden Preisen. Solche Rücksetzer sind aber nicht von Dauer.

    d.h. Ich würde abhängig von den Verbrauchsdaten wohl die Nachtspeicher noch ein Weilchen betreiben, und sobald eine Nutzungsänderung absehbar ist, ein neues Heizkonzept umsetzen. Bis dahin hast Du ja noch etwas Zeit um zu "planen". Ich würde aber mit Sicherheit nicht auf ein neues Konzept basierend auf einer E-Direktheizung setzen. Wenn schon, dann würde ich die el. Energie verwenden um Umweltenergie nutzbar zu machen, sprich ein Konzept mit Wärmepumpen. Aber auch da muss man an den Details feilen. Es gibt aber noch eine Menge anderer Varianten die man durchdenken könnte.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Frgt10

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    Ich würde den Vorteil auch nicht im Tarif sehen, sondern in der besseren Regulierbarkeit. Wenn man sich beim Nachtspeicher fürs heizen am nächsten Tag entscheidet ist das Geld weg. Eine Direktheizung könnte hier ihren Vorteil ausspielen, immer nur kurzfristig auf Temperaturschwankungen reagieren zu müssen. Aber du hast Recht, bis sich das amortisiert (wenn überhaupt) wird eine Weile vergehen und bis dahin sollte ein neues Heizkonzept stehen.

    Na mal sehen was die Verbrauchswerte sagen, ich werde mal ein bisschen recherchieren und genau schauen was sich rechnen könnte. Ich danke für die Antwort! :)
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Ein Nachtspeicherofen hat sowieso nur eine begrenzte Speicherkapazität. Man kann halt ein paar Stunden den NT nutzen. Diesen Vorteil wirst Du aber mit einer anderen el. Direktheizung nicht wett machen, egal wie gut die "regelt".

    Eine el. Direktheizung durch eine andere el. Direktheizung ersetzen ist ziemlich sinnfrei, denn letztendlich können beide nur el. Strom direkt in Wärme umwandeln.
     
  8. Julius

    Julius

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    Jegliche "Teilspeicher-Flächenheizung" ist eine reine Kundentäuschung.
    Und als Vollheizung für komplettes Gebäude sowieso verboten!
    Das sagen die Verkaufs-Drückerkolonnen nur nicht dazu...

    Was Du über bessere Regelbarkeit faselst ist übrigens technischer Unsinn.
    Belasse die vorhandene Heizung bis auf weiteres.
    Das ist die unter dem Strich preiswerteste Lösung.
     
  9. Manuelcbr

    Manuelcbr

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    Die Nachtspeicheröfen lassen sich in den meisten Tarifmodellen auch tagsüber aufladen genau wie die "Teilspeicher/Infarotheizplatten" und abgeben können die die Wärme auch genauso zügig(sofern Lüfter vorhanden)
     
  10. mike4711

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    Jedes Objekt steigert ihren wert mit einer effizienten Heizung!
    Wenn also eine Investition nur für den Eigenverbrauch dient, wird man eine K/N-Rechnung aufstellen müssen, wenn man etwas investiert!
    Will man das Objekt verhöckern - will man schnell Kohle ohne Aufwand.
    Wenn du nun vor hast das Objekt langfristig zu nutzen - wirst du an einer Modernisierung deiner Heizung nicht rum kommen.
    Damit ist´s aus mit Nachtspeicherofen.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Jepp, abe rder HT ist halt teurer. ;)
     
  12. Julius

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    Nicht zwingend (wenn z,.B. das Gebäude eh abbruchreif ist oder aus anderen Gründen beseitigt werden soll), aber meist.
    Allerdings eben keineswegs um den Betrag, welchen die Heizungsumrüstung gekostet hat!
    Sondern um deutlich weniger. Die Differenz ist schlicht Verlust. Vermeidbarer Verlust.

    Richtig. Aber hier ist die zukünftige Nutzung eben fraglich.

    Frage dazu:
    Wenn der Höker einen Höcker hat, ist dann er das Kamel - oder doch der Käufer...?

    Genau das hat er eben (noch) nicht vor.
    Daher mein Rat - belassen (und abwarten, bis die Lage klar ist).
     
  13. Frgt10

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    Ich hätte noch eine weitere Frage: Gegenüberliegend (ca. 10m) vom Haus steht noch ein Nebengebäude, dessen 48qm Nutzfläche im OG ebenfalls durch Nachtspeicheröfen beheizt werden. Das Nebengebäude steht ebenfalls leer und könnte vermietet werden, ggf auch als Wohnung, da alle Anschlüsse vorhanden sind. Nur das Bad ist etwas klein und dazu im EG, daher würde es sich wohl eher als Büro oder Ferienwohnung anbieten. Sollte man für jedes Gebäude eine separate Heizung planen, oder eine große die bei Bedarf alles versorgen kann?

    Das Problem ist auch die unterschiedliche Auslastung der Wohnflächen. 52qm im Haus sollen so früh wie möglich vermietet werden, die 66qm des UG der anderen Wohnung werden ab nächsten Jahres dauerhaft genutzt, unsicher oder sporadisch die 48qm des Nebengebäudes und bei Familienzuwachs als letztes noch die 105qm des OG. Möchte gern so selten wie möglich an der Heizung was ändern, am liebsten alles in einem Schwung damit ich nichts doppelt bezahle. Aber ich schätze das ist in dem Falle nicht möglich? Oder ein Konzept, das man bei Bedarf relativ unproblematisch erweitern kann, aber würde sich da irgendetwas anbieten?
     
  14. mike4711

    mike4711

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    So wie das klingt, kann ich dir nur empfehlen, einen örtlichen Haustechnikplaner zu konsultieren - das ist für ein Forum zu umfangreich - irgendwas wird sicher nicht berücksichtigt...
    Da du das Objekt nicht veräußern willst, stellt sich die Frage der Amortisation aufgrund kurzfristiger Überlegungen nicht. Du willst verschiedene Objekte beheizen und offensichtlich "warm" vermieten. Meiner Ansicht nach sollte eine vernünftige Heizanlage mit zentralem Kesselhaus o. ä. und mehreren Heizkreisen mit getrennter Regelung (jedes zu vermietende Objekt erhält eine Fernbedienung zur Ansteuerung des entsprechenden Heizkreises) und kann mit Wärmemengenzählern ausgestattet werden. Du hast einmal eine Investition welche dir auf Lange Sicht nur zu Gute kommen kann. Erstens hast du transparent für jeden Mieter seine anteiligen Heizkosten genau ermittelt und brauchst nicht zu diskutieren, Zweitens kannst du sämtliche die Anlage betreffenden Betriebskosten wie Wartung, Reparatur udgl. anteilig auf die Mieter aufrechnen und du hast die laufenden Kosten überschaubar im Blick, weil du nur eine Anlage die alles beheizt betreuen lassen musst. Die Zuverlässigkeit einer solchen Anlage wirst du wohl zu schätzen wissen. Du brauchst dich nicht mit vielen Geräten welche alle irgendwann mal was haben können rum ärgern.
    Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage steht sowieso dafür.
     
  15. #14 Alfons Fischer, 15. Oktober 2014
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    erst mal den Bedarf analysieren. Was heißt denn "Die Isolierung ist meines Wissens nach gut..."?
    wie gut?

    evtl. kann es sinnvoller sein (sogar sehr wahrscheinlich), bevor man etwas überstürzt, noch eine zeitlang bei der E-Heizung zu bleiben, zu analysieren, abzuwägen und zu planen und erst dann umzurüsten. Egal auf was, Pellets, Öl, Gas etc...
     
  16. #15 Achim Kaiser, 15. Oktober 2014
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    Ich frag mich wie weit *der Energiesparwahn* noch Blüten treiben wird ....

    Für 40 bis 50 m² Wohnfläche nen eigenen Heizkreis mit Mischer und Pumpe plus Abrechnungsgescheissel und noch ne *Fernleitung* verbuddeln .... Da brauchts 5 Generationen und ob über die 150 Jahre die Nutzung gleich bleibt ?

    Dafür ne *zentrale* Anlage würde ich in 1000 kalten Wintern never ever bauen (als Bauherr).
    Wenn ich als Auftragnehmer dazu genötigt werde sollte .... höchstens widerwillig.

    Kleine dezentrale Einheit unter Nutzung der bereits vorhandenen Resourcen ...

    Nicht alles was technisch möglich ist (und ggf. sparsamer oder günstiger im Betrieb) macht finanziell oder wirtschaftlich eine schwarze Null für den Eigentümer auf 10, 20 oder 30 Jahre Nutzungszeit - sofern das heute überhaupt überschaubar ist.

    Bei solch kleinen Nutzungseinheiten ist der Aufwand zentrale Anlagen aufzuteilen heftig und die Bereitschaftsverluste bei Schwachlastbetrieb (wenn 50% auf die nächsten Jahre nur mit ? erfolgt) werden gerne untern Tisch gekehrt.

    Ohne Bestandsverbrauchsdaten könnte ich mir da ziemlich viel kneifen ....
    Aber meine Meinung ist da sicherlich mal wieder NICHT Mainstream :)

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. mike4711

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    lieber Achim - ich möchte mich dazu auf meine anfangs geäusserte Meinung beziehen:
    ob und was sinnvoll ist KANN hier im Forum NIEMAND mit Sicherheit sagen!
    Die Anschaffung von vielen kleinen Geräten (Wohnkategorie A heisst jeder Raum muss getrennt regel und beheizbar sein...) samt deren Montage, Wartung usw.
    Ist nicht grade billig. Oder aber ich verzichte auf die Miet Einnahmen und vermiete eben nur Kat. C... auch eine Möglichkeit...
     
  18. Frgt10

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    Hallo zusammen,

    nach langer Zeit eine Rückmeldung: Ich habe die Stromrechnungen von 2013 in die Hand bekommen, darauf ist folgendes ersichtlich:

    Heizstrombedarf: 2013: 16200kwh 2012: 20100kwh
    Hausstrom: 2013: 6500kwh 2012: 7500kwh

    Das sind die Gesamtwerte für die kleine Wohnung, plus der großen Wohnung und dem Nebengebäude (welches über den Zähler der großen Wohnung läuft). Zu beheizende Fläche: 52qm+171qm+ca.60qm=283qm
    Da ich das Nutzungsverhalten nicht kenne und nicht weiß wie intensiv im schlechter gedämmten Nebengebäude geheizt wurde, sind die Zahlen entsprechend wenig aussagekräftig.
    Ich füge mal eine kleine (selbstangefertigte) skizze an, in der die Grundrisse der Ober und Untergeschosse ersichtlich werden und die Standorte der Nachtspeicheröfen erkennbar sind. (Zimmer 2 und 3 im OG des Nebengebäudes enthielten auch Nachtspeicheröfen, diese wurden vom Vorbesitzer wohl vor Abgabe ausgebaut.) Die Obergeschosse sind etwas durchsichtiger über dem Grundstück dargestellt. Die Lage der Gebäude auf dem Grundstück sitmmt so wie abgebildet.

    Ich finde die Werte jetzt nicht extrem schlecht (oder sind sie es doch?) und würde jetzt mal schätzen, dass ein neues Heizkonzept genau geplant und auf den Bedarf ausgerichtet sein müsste um sich auf einen Zeitraum von 10-15 Jahren überhaupt zu rechnen?! Trotzdem würde ich mal gern fragen, ob jemand in Bezug auf die Skizze eine Möglichkeit sieht, die man für die Zukunft im Hinterkopf behalten sollte. Wie gesagt: Heizungsrohre liegen keine, Gasanschluss ist aber da und nur stillgelegt. Ein Kaminschacht liegt zentral im Altbau (der etwa quadratische Anteil des Hauses). Lüftungsschächte für eine KWL sind vorhanden...

    Für ein paar Meinungen wäre ich sehr dankbar! :)
     

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  19. R.B.

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    Na ja, das sind je nach Tarif einige Tausender die da nur für die Heizung drauf gehen.
     
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  21. zille1976

    zille1976

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    Na ja. 16 Nachtspeicher sind aber auch schon heftig für 280mq.

    Da finden sich bestimmt Optimierungsmöglichkeiten.

    Evtl. kann man einige Uraltgeräte gegen modernere Varianten austauschen. Gerade bei den älteren Öfen hab ich festgestellt, dass die im oberen Drittel (Stufe 2 bis 3) extrem erhöhte Stromaufnahmen generieren.

    Für die kleineren Räume bzw. das Nebenhaus könnte es sinnvoll sein, die Nachtspeicher gegen Klima-Split-Geräte zu tauschen. Diese sind in der Anschaffung relativ günstig und heizen effektiver. Und auch nur dann, wenn sie gebraucht werden. Aber auch hier bitte genau rechnen, ob sich die Anlagen überhaupt armortisieren. Bei Zeiten mehr als 10 Jahren wird es unwirtschaftlich.

    Ich kann nur für meine 140qm sprechen. Egal wie ich es rechne finde ich keine Altnative zu den Nachtspeichern, deren Investitionskosten sich unter 25 Jahren ausgleichen würden. Und ob die Komponenten einer neuene Heizung 25 Jahre ohne Defekt überstehen, sei mal dahingestellt.
     
  22. spirit007

    spirit007

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    Wir haben vor 1,5 Jahren auf Gas umgestellt. Wenn ich unsere derzeitigen Preise für Strom und Gas zu grunde lege, komme ich auf 18 Jahre Amortisierungszeit. Mit eingrechnet sind da schon Wartungsvertrag, Schornsteinfeger alle drei Jahre und die Rücklagen um alle 10 Jahre für 10tsd. Euro eine neue Brennwertbüchse in den Keller zu hängen.

    Das Wohnklima ist selbst mit Heizkörpern komplett anders, daß Haus ist gleichmäßig warm, man hat keine kalten Füße mehr, wenn man irgendwo sitzt, weil die Gebläse der NS Öfen für extremen Zug in den Zimmern gesorgt haben. Unsere NS Öfen waren nicht witterungsgeführt, wenn man halbwegs effizient mit den "Umkehrstaubsaugern" heizen wollte, musste man grade in der Übergangszeit immer schön die Wettervorhersage verfolgen, um nachts nicht zu viel oder zu wenig zu speichern.

    Weiteres Thema ist geplante Vermietung des TE. Wer zieht denn noch freiwillig in eine Wohnung/Büro mit Nachtspeicherheizung? Bzw. wer zahlt denn den ortsüblichen Mietschnitt, wenn die Nebenkosten aufgrund der Heizkosten viel höher liegen?
     
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