Haus ohne Fundament/ Bodenplatte!

Diskutiere Haus ohne Fundament/ Bodenplatte! im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo! Ich hätte mal eine allgemeine Frage. Bei unserem mehr oder weniger alten Haus stehen die Grundmauern einfach so in der Erde. Soll...

  1. #1 sensnmara, 16. Mai 2013
    sensnmara

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    Hallo!

    Ich hätte mal eine allgemeine Frage. Bei unserem mehr oder weniger alten Haus stehen die Grundmauern einfach so in der Erde. Soll heißen es gibt keine Bodenplatte oder ähnliches. Der Kellerboden wurde erst nachträglich eingegossen.

    Zu Zeiten wie das Haus gebaut wurde (ca 1920 bis 1940) wurde einfach ein Loch ausgehoben dort die Kellermauern betoniert und dann einfach eine Decke. Darauf steht das Haus.
    Derzeit hat es 2 bewohnte Etagen und ich überlege nun das Dachgeschoss als 3te Etage auszubauen.

    Hat jemand von euch schon Erfahrung gemacht ob es statisch überhaupt möglich ist auf ein bestehendes Haus diese Menge an Gewicht darauf zu laden unter beachtung dass es keine Bodenplatte gibt?

    Bis jetzt hat sich das Haus noch nicht gesenkt oder merklich zumindest. Keine Risse oder so.
    - Keller wurde bereits trocken gelegt.
    - Rest renoviert

    Was neu werden soll wäre ein neues Dach und danach ein Wohnraum+ Dachterrasse. Wohnfläche ohne Terrasse ca 80m².

    LG
    Michael
     
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  3. #2 Wachtlerhof, 16. Mai 2013
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    Ich würde solche Arbeiten nicht machen, ohne dass es sich ein Statiker angeschaut hat.

    Auch bei meiner Sanierungsbaustelle habe ich begleitend einen Statiker mit an Board, der immer wieder nach Baufortschritt sich das ganze anschaut und bewertet. Und wir dann jeweils die weiteren Schritte besprechen. Kostet nicht die Welt, aber ich bin auf der sicheren Seite.

    LG - Gisela
     
  4. #3 sensnmara, 16. Mai 2013
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    Hallo!

    Naja das war mir durchaus klar dass es ohne Statiker nicht gehen wird. Will ich auch nicht, wie du schon gesagt hast damit ist man auf der sicheren Seite.
    Ich wollte nur mal vorfühlen ob es da was gibt oder Erfahrungen.

    Weil wenn alles sagen nein tu dir das nicht an und lass es bleiben. Dann muss ich mir nichtmal einen Statiker kommen lassen.

    LG Michael
     
  5. Hfrik

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    Also da man mit der Methode - be ider häufig noch Streifenfundamente unter den Mauern sind - einseitige Verbreiterung - auch wesentlich höhere Gebäude erstellt hat, ist es nicht von vorne herein unmöglich dass da noch mehr geht. Allerdings hat man früher auch stärkere setzugen toleriert als heute. Der Statiker wird genaueres sagen und rechnen können.
     
  6. #5 sensnmara, 16. Mai 2013
    sensnmara

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    naja ich habe mir gedacht wenn man das ganze Sinnvoll machen würde dann kann auch mit den Aufbauten so gearbeitet werden, dass man mit den gewichten hinkommt.

    Also mit einer Schüttung und Trockenestrich statt herkömmlichen Estrich sind ja auch Holzbalkendecken verbaut.
    Ich weiß auch nicht ob man vl sogar der Dachstuhl nach heutiger Bauweise sogar "leichter" ist als ein der alte. Weiß aber sicherlich wieder der Statiker bzw Zimmermann.

    Dann bin ich mal gespannt werde mal mit einem Statiker einen Termin machen, dass er sich das mal anschaut.
     
  7. applegg

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    Also, ich habe ein ähnliches Haus, BJ.1935, allerdings Reihenhaus, Streifenfundamente mit ca. (innen) 30 cm Einbindung in die Erde. Keller 1.80 m tief.
    Ich habe vor 6 Jahren auch das DG ausgebaut, damals sogar noch ohne die inzwischen erfolgte nachträgliche gegossene Kellerbodenplatte.
    Wir haben einen Statiker kommen lassen, der hat sich die Dachbalken angeschaut, die Deckenbalken und die Gesamtsituation. Kosten deutlich unter 1.000 EUR, was im Vergleich zu ca. 20.000 EUR für den gesamten Ausbau (mit Dachneuneindeckung + Dämmung, Erweiterung Heizung, kleines Bad) nicht wirklich viel ist. Wir haben dann das ok bekommen, müssen aber ganz leichte Schwingungen des Bodens akzeptieren, was für uns kein Thema ist. Da unser Dachaufbau mit Mineralwolle, Pavatex und Biberschwanz vom Gewicht ganz schön heftig ist, war das auch ein wichtiger Punkt für den Statiker. Da gab es ein paar Zugbänder mehr...

    Ich würd es jederzeit wieder machen, Dachgeschosse finde ich immer schön. Es ist ein wunderbarer heller, fast 40 qm großer Raum. Ich kann von meinem Bett aus die Sterne sehen. Der Junior fordert seinen Umzug dahin, seit er sprechen kann :-)

    Also, mein Tipp, investier die Euro, eventuell ist ja bei Euch günstiger als in München. Ach ja, die kann man übrigens zu 20 % steuerlich direkt abziehen, da das als Umbau - Handwerkskosten anerkannt wird.

    Grüße
    Stefan
     
  8. #7 Gast036816, 16. Mai 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    lass deine umbaumassnahme von einem tragwerksplaner begleiten, nicht dass du nachher für viel geld deine fehlende fundamentierung unterdüsen musst.
     
  9. #8 sensnmara, 16. Mai 2013
    sensnmara

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    Danke Stefan!

    Also ich wenn das so wirklich alles so geht wie ich mir das vorstelle dann wird mein Junior falls der mal kommen sollte mir den platz hoffentlich nicht streitig machen wollen!

    Scherz beiseite:
    Die schwingungen im Boden sind bei Holzbalkendelcken normal und mit denen kann ich leben! hat ja auch einen gewissen Charme!

    Also wenn mir der Statiker so um die €1.000,00 kostet ist das schon ok, wenn dann alles passt.

    Ich habe für den Umbau so zwischen 100.000 und 150.000€ eingeplant. Brauche ja immerhin alles neu.

    Dachstuhl von Walmdach auf Mansardendach, Eindecken, Leitungen noch oben legen, Wasser, Abfluss,....

    Lg
    Michael
     
  10. #9 sensnmara, 16. Mai 2013
    sensnmara

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    Danke für den Tipp!
     
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  12. Bautine

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    Auch ich kann bestätigen, dass es möglich ist. Mein Elternhaus ist Baujahr 1896, Kellerboden später (ich meine, es war in den 60'ern) betoniert, hohes Erdgeschoss (zur Bauzeit noch keine Damm an der nahen Bach), 1. Stock, damals noch 1 1/2 geschossig - so ein typisches Backsteinhaus mit Gaube -, in den 60'ern dann Ausbau zum zweistöckigen Haus, Anbau in den 70'ern. Um 1981 dann DG aufgestockt und ausgebaut. Ich war damals noch ein Kind, aber an den Architekten kann ich mich noch erinnern (einen Statiker wird es sicher auch gegeben haben, denn es existieren seitenweise "seltsame" :winken Rechnungen).
     
  13. wl1959

    wl1959

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    Nur damit du grundsätzlich abchecken kannst, ob das geht: ja . Im Prinzip kannst du das Fundament auch selbst verbessern ( hängt jedoch von den Umständen ab, und ich weiß nicht ob das in Deutschland erlaubt ist ), besser aber du ziehst irgendwelche Spezialisten hinzu. Falls an den Ecken der Wände noch keine stahlbewährte Betonverbindung ist (zBsp nur geziegelt), mußt du das auch einsetzen. Ich habe fast 20 Jahre in Brasilien gewohnt , jetzt wohne ich in Französisch Guyana , dort kommt es fast alltäglich vor, daß Leute die Fundamente ihrer Häuser nachträglich ordentlich machen, die zuerst einfach nur auf dem Boden hochgeziegelt, dann um 1, 2 ... Etagen überbaut wurden; das verstärkt man an einem Wochenende, und ohne irgendwelchen Plänen, statischen Berechnungen usw, sehr wichtig ist bei schlechten Böden großflächige bewährte Platten an den Ecken und auch ggf. unter den Wänden zu gießen; nachfolgende Probleme auch langzeitlich sind nur sehr selten zu beobachten. Ich selbst hatte bei meinem Haus dort das Fundament so erweitert, ein zweites kleines zweistöckiges Haus habe ich (angefangen mit Ausgraben der Bäume) selbst alleine ganz gebaut inkl. aller Stahlbewährung, Dachstuhl aus Holz sogar mit Erker und Fenster, mit Ausnahme vom Betonieren der Decke zum 1. Stock wo mir ein Freund geholfen hat weil das schnell in einem Stück gehen muß. Bei diesem Haus hatte ich Fundamente von 60 x 60 cm an jeder Ecke gemacht, außerdem bewährte Streben zwischen den Fundamenten und auch unter allen Innenwänden. -- Um in deinem Fall das besser vorzuschlagen, müßte man Fotos sehen, aber möglicherweise ist es dort vorgeschrieben daß du irgendwelche Fachleute beiziehst
     
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