Haus verkaufen und Neubau geplant... Wie vorgehen?

Diskutiere Haus verkaufen und Neubau geplant... Wie vorgehen? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Guten Morgen, kurz vorab: wenn mein Beitrag thematisch nicht passt, kann er auch gerne verschoben werden.:e_smiley_brille02: Ich stelle mich...

  1. Luna2014

    Luna2014

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    Guten Morgen,

    kurz vorab: wenn mein Beitrag thematisch nicht passt, kann er auch gerne verschoben werden.:e_smiley_brille02:

    Ich stelle mich zuerst mal vor:

    Mein Mann und ich (Mitte und Ende 30) und Kind, haben bereits vor 4 Jahren auf vorhandenem Grundstück ein Doppelhaus, mit meiner Mutter und ihrem Mann, gebaut. Eine Hälfte wir, eine die Beiden. Leider hat sich der Gesundheitszustand des Mannes meiner Mutter spontan verschlechtert und es ist auf absehbarer Zeit auch mit keiner Besserung zu rechnen, eher wird es schlechter. Letzte Woche wurde uns dann mitgeteilt, dass beide in Verhandlungen mit dem Neubau einer Seniorenwohnung getreten sind (rund um die Uhr Betreuung ist dort gesichert) und in ca 1,5-2 Jahren wird der Umzug statt finden.

    Nun haben mein Mann und ich mal rumgesponnen: vor 2 Jahren habe ich ein Grundstück von meinem Papa geerbt, als Bauland freigegeben, Hausanschlüsse sind vorhanden, nur verplombt (nennt man das so?:shades)
    Wir überlegen nun, unsere vor 4 Jahren gebaute Doppelhaushälfte zu verkaufen und mit diesem Geld auf dem vorhandenen, neu geerbten Grundstück, ein neues Haus zu bauen.
    Da das alte Grundstück nicht finanziert worden ist, mussten wir "nur" einen Kredit für das Haus aufnehmen und es sind noch ca 110 000 Euro zu tilgen. Laut erstem Makler aus dem Freundeskreis müsste unsere Doppelhaushälfte mit ca 350 000 Euro realistisch zu verkaufen sein.

    Nun zu meiner Frage an euch:
    Wie ist der Ablauf?

    Einen Makler unser Haus schätzen lassen?
    Einen Architekten anfragen wie teuer unser Bauvorhaben wird? Es soll Richtung Bungerlow gehen, ohne Keller.
    Wir müssten ja einen Käufer für das Haus finden, der bereit ist, in 1-1,5 Jahren erst einzuziehen.
    Kann der Architekt die Preise bis dahin realistisch schätzen?

    Könnt ihr mit ein paar Tipps geben?
    Liebe Grüße von Luna aus dem Ruhrgebiet.
     
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  3. Muppet

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    Hallo,

    jetzt verkaufen (und das Geld kassieren) und dann erst ausziehen wenn euer Neubau fertig ist wird nur schwerlich funktionieren (außer ihr wohnt in einem ultra-gefragten Gebiet wo ein Käufer ALLES tun würde). Bei einer Eigentumswohnung sähe das noch anders aus, aber eine DHH kauft man sich eher weniger als Kapitalanlage zum Vermieten. Und ein Käufer der selber einziehen will wird euch den Vogel zeigen, wenn er jetzt schon bezahlen soll und dann aber erst einmal nur euer Vermieter ist und warten muss, bis ihr auszieht. Ich kenne für so einen Fall das Vorgehen Makler verkauft das Haus und sorgt dann zeitgleich für eine Mietwohnung (oder ihr sucht selbst).

    Ich verstehe dass es ein blödes Gefühl ist wenn in die zweite Hälfte des Hauses jetzt Fremde einziehen, aber euer Plan bedeutet viel Stress und eventuell auch hohe finanzielle Einbußen. Zusätzlich zum Wertverlust des Hauses kommen noch Vorfälligkeitsentschädigung der Bank (das kann auch richtig teuer werden), 1,5 Jahre Miete, Umzugskosten etc. dazu. Ich würde mir das einmal sehr gut durchrechnen und auch überlegen, ob ich nach 4 Jahren (also quasi dann wenn gerade die letzten Kleinigkeiten fertig geworden sind) noch einmal den Nerv hätte, von vorne anzufangen.

    Bevor ihr mit einem Architekten redet sollte euer erster Gang zur Bank gehen. Denn das begrenzende Element ist in der Regel das Budget der BH, nicht die Planung des Architekten. Denn die wenigsten können zum Architekten sagen "plan mal, Geld speilt keine Rolle".

    Gruß,
    Tina
     
  4. #3 coroner, 9. Mai 2014
    coroner

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    Hi,
    kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das klappen kann.
    Wir hatten die gleiche Immobiliensituation, haben den "richtigen" Käufer gefunden, für den es kein Problem war über ein Jahr zu warten.
    Angefangen mit der Planung hatten wir schon, als grob klar war, was die alte Hütte bringen würde, wir hatten dazu ein Wertgutachten
    bei einem Architekten u. Gutachter machen lassen. Witzigerweise deckte sich das mit dem vorab ermittelten Pi-Mal-Daumenwert von
    Errichtungskosten abzlg. 1% pro Jahr Nutzungszeitraum. Viele Interessenten wollten bis zu 10% den Preis drücken, was wir uns wiederum
    nicht aufgrund der bereits bestehenden Neubauplanung vorstellen konnte.
    Während der Bauphase wurde der Verkaufspreis des Hauses zwischenfinanziert - kostete halt Geld - und der Käufer zahlte letztilch an unsere
    Bank, von der wir den Zwischenkredit erhielten. Das verkaufte Haus war allerdings voll abgezahlt, jedoch gab es noch eine eingetragene
    Grundschuld die ohne Probleme auf die Zwischenfinanzierende Bank umgeschrieben werden konnte.
    Alles in allem gab es einige Unwägbarkeiten:
    *kann der angestrebte Verkaufspreis erzielt werden?
    *findet sich rechtzeitig ein Käufer? Plan B-> anschließend vermieten und die Zwischenfinanzierung weiter bedienen...
    *zwischenzeitlich selbst in "Miete" umziehen während man baut war ausgeschlossen!
    *Wir der Bau rechtzeitig zum Verkaufszeitpunkt der Altimmo fertig?

    Insbesondere der letzte Punkt war nur mit extrem genauer Planung und abartigem Gasgeben am Ende möglich.
    Auch wurden schon Varianten angedacht, nur einzelne Zimmer mit PArkett zu versehen und dort erstmal alles zu lagern
    bis die anderen Zimmer fertig sind etc. (uns hatte ein bitterer Winter damals einen Strich durch die Rechnung und insb. die Estrichheizphase gemacht!)

    Bis auf ein paar Sonderangefertigte Zargen vom Schreiner war dann aber doch alles zum Stichtag fertig...
    Aber schiefgehen kann da schon viel... aber es kann auch funktionieren.
    -c
     
  5. #4 Swennyflock, 9. Mai 2014
    Swennyflock

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    Hat bei uns absolut problemlos funktioniert. Wir haben einen Termin gemeinsam bestimmt.
    Notariell wurde festgelegt, dass bis zu diesem Termin keine Miete für das bestehende Objekt fällig wird.
    Dann gab es zwei Monate Puffer für eine sehr ordentliche Miete und danach einen Mietpreis von 600.- / Tag.
    Der Käufer hatte damit die Sicherheit, dass wir draußen sind.
    Der Kaufpreis floss sofort nach Eintragung.
     
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