Hausanschlüsse nicht DIN-gerecht durchführbar

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  1. IsabelW

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    Liebe Bauprofis,

    wir sind Bauherren eines KfW70 Reiheneckhauses.

    V = Verkäufer der Grundstücke mit genehmigter Planung
    B = Bruder des Verkäufers, damals noch nicht fertiger Architekt
    A = Architekt, der die Planung des B abgezeichnet hat

    V hat ein großes Grundstück gekauft und es von B mit Reihenhäusern beplanen lassen. Da B noch nicht Architekt war, hat A die Pläne abgezeichnet. Für alle Häuser wurden Baugenehmigungen beantragt und erteilt.

    Anschließend wurden alle Grundstücke mit genehmigter Planung verkauft.

    Die Stadtwerke weigern sich, die Häuser an Wasser und Strom anzuschließen, da der Anschlusskeller keinen DIN-gerechten Anschluss erlaubt. Der Keller sei zu winzig geplant und zudem noch mit der Wärmepumpe (vollgestellt).

    Der einzige Ausweg war, den ursprünglich auch unterirdisch in den Keller gehenden Stromanschluss nun in einem oberirdischen Mauerkasten rauskommen zu lassen. Dazu wurde die 36er Ziegelaußenwand auf ca. halber Dicke entfernt und ein Blech-Mauerkasten eingesetzt (Mauer dort nur noch halb so dick, unisoliert, Wärmebrücke?).

    Der Mauerkasten wurde den Bauherren separat in Rechnung gestellt - vom GU im Prinzip ja auch okay, er hats ja nicht verbummelt.

    Wir haben das Eckhaus und waren von der ganzen Misere zum Glück nicht betroffen. Alle anderen Bauherren haben jetzt an der Stelle nur noch eine halb so dicke Mauer wie vorher und Extrakosten.

    Was mich interessieren würde - wie kann sowas bei der Planung passieren? Die einschlägigen DIN-Normen sind doch bundesweit einheitlich und ändern sich doch wahrscheinlich auch nicht ständig? Haben die Bauzeichnungsprogramme keinen automatischen Checkup für die Einhaltung solcher Vorschriften?

    Was uns bzw. den anderen Nachbarn ziemliche sorgen macht, ist ob durch die ausgedünnte Mauer jetzt der KfW 70 Standard wackelt :-/

    Viele Grüße
    Katja
     
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  3. IsabelW

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    ".. zudem noch mit der (Luft) Wärmepumpe vollgestellt".
     
  4. NixPlan

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    die professionellen Zeichen Programme haben einen Alarm für nicht Din gerechte HA-Räume, sie schlagen Alarm bei Grundrissen die hier im Forum angeboten werden (die Free-Versionen haben das nicht), die Programme der statiker rechnen dann auf Knopfdruck die Statik, Ausschreibung kommt eh von alleine raus, Details die gebraucht werden erstellt das Programm auch automatisch..... vielleicht in meinen kühnsten Albträumen....

    Nene, HA-Räume werden selten nach einem Standartisierten DIN-Raum gebaut, idr ist jeder HA-Raum, wie das gesamte Haus, individuell. Vor dem Baubeginn checkt man aber mit allen Versorgern die Anschlüsse ab, und dann fallen eventuelle Fehler und Probleme auf.
     
  5. IsabelW

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    Es gibt in zig Berufssparten Software, bei denen in gewissem Umfang z.B. Plausibilitätsprüfungen etc. eingearbeitet sind - technisch dürfte das auch für DIN-Normen bis zu einem gewissen Grad möglich sein. So blödsinnig find ich meine Frage daher nicht, wie Du sie jetzt mit dem ersten Absatz darstellst :) :p Aber egal, darum gehts ja jetzt nicht ..

    Mir tut ein Stück weit der junge Architekt leid, das waren glaube ich seine ersten geplanten Häuser (sieht aber nach Standard-Reihenhausgrundriss aus) .. Fehler passieren, ich denke es gibt als Architekt unzählige große und kleine Dinge zu beachten - der GU schiebt jetzt aber jede Verzögerung auf die Verzögerung durch den Planungsfehler, die Heizung konnte noch nicht in Betrieb genommen werden, der Estrich muss über eine angemietete externe Heizung belegreif geheizt werden ..

    Kann von Euch jemand einschätzen, ob durch die Halbierung der Aussenwanddicke von ca. 36 cm auf ca. 18 cm (Fläche = Größe Mauerkasten = ca. 40 x 30 cm) grundsätzlich eine Gefahr für den KfW 70 Standard bestehen kann? Wir haben das Haus als KfW70 Haus "gekauft", der KfW Kredit ist seit 10 Monaten noch nicht genehmigt, weil die Zahlen nicht plausibel waren etc. - der Supergau wäre jetzt, wenn die KfW die Zahlen aus dem Antrag dann irgendwann abnickt, dann aber die Mauerausdünnung so ins Gewicht fällt, dass wir den KfW 70 Standard doch nicht erreichen (ich kann das vom Ausmaß her überhaupt ncht einschätzen mit der Mauerausdünnung, es hieß aber damals schon beim Schlitzen der Wände für die Küchenleitungen, dass wir das "auf eigenes Risiko beauftragen" .. und da gings ja nur um ein paar nicht allzu tiefe Mauerschlitze .. )

    Irgendwer unkte dann noch rum von wegen "denen wird der WC-Spülkasten einfrieren" weil bei einem Haus die Mauerausdünnung genau dort platziert werden musste, wo auf der Innenseite der WC-Spülkasten montiert ist ..
     
  6. NixPlan

    NixPlan

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    durch den Mauerkasten 30/40cm sehe ich keine Gefahr für KFW-70. Wenn der Antrag aber so lange noch nicht bewilligt ist, wäre ich doch so langsam unruhig, normalerweise geht das wirklich schnell, innerhalb 1 monat oder so schätzungsweise.
    Auch für den Spülkasten sehe ich keine Gefahr, richtig wäre es allerdings gewesen den Punkt hinter dem Kasten und rundherum mit einer Dämmung zu versehen.
     
  7. IsabelW

    IsabelW

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    Danke für Deine Einschätzung, dann klemmen wir uns mit dem KfW-70-Antrag mal noch stärker dahinter.
     
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