Hausanschlusse: Keller "unter Wasser gesetzt"

Diskutiere Hausanschlusse: Keller "unter Wasser gesetzt" im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Ihr, weiß zwar nicht, ob ich hier im richtigen Forum für mein Thema bin, aber ich versuch's einfach mal. Bekam vorhin eine Mail von...

  1. #1 BauHERRIN, 23. Juli 2008
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    Hallo Ihr,

    weiß zwar nicht, ob ich hier im richtigen Forum für mein Thema bin, aber ich versuch's einfach mal.

    Bekam vorhin eine Mail von meinem GÜ: Die Stadtwerke, die bei uns den Mehrspartenanschluss machen, haben unseren Keller "gewässert". Anstatt von außen nach innen, haben sie die Kernbohrungvon innen nach außen durchgeführt und dabei Wasser zur Kühlung verwendet (laut GÜ ca. 20 l), welches "nicht ordnungsgemäß und nicht in ausreichendem Umfang" aufgenommen wurde, so dass erhebliche Mengen Wasser in den Estrich und auch unter die Folie (Dämmschicht) eingedrungen seien.... Er sprach von ca. 15 l, die die Leute "nicht aufgenommen" hätten.

    Sie haben einen Pappkarton (!!!) genommen, um das Wasser aufzufangen :wow - und zwar den Karton mit unserem Telefonkabel, der im Hausanschlussraum stand. Das Kabel haben sie zumindest vorher rausgelegt...

    Ich war vorhin vorort & habe Fotos von der Bescherung gemacht. Die Arbeiter haben versucht, mich einzulullen, vonwegen es sei ja gar nicht so viel Wasser gewesen (ca. 7,5l) & das würde schon wieder trocknen. Da es sich beim Hausanschlussraum um einen nicht beheizten Kellerraum handelt, bin ich da skeptisch.

    Ich glaube auch, dass unser *Anhydritestrich* von dieser Zwangsbewässerung gar nicht begeistert sein wird....

    Jetzt muss ich mich erst mal drum kümmern, dass der Schaden festgestellt & gemeldet wird.... Langsam reicht's mir... hatten wir nicht schon genug Ärger mit dem Bau?
     
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  3. Thomas B

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    Wer überwacht denn den Bau?

    Ich nehme mal an, daß es eher unüblich ist, daß auf der Baustelle jeder mal bohren, sägen und fluten kann wie es ihm gerade beliebt.

    So denn....was hat denn der Bauleiter, der das ganze doch sicher überwacht oder zumindest veranlaßt hat dazu gesagt "weiter so Jungs....Wasser marsch!"

    Jetzt geht also die Schwarzer-Peter-Schieberei los. Wie immer eben.

    Sollte der Estrcih im Hausanschlußraum ein schwimmender sein -wie ja angedeutet- so wäre dies nicht eben gut. Zwar kann man so etwas durch anbohren und durchblasen trocken kriegen. Das kostet allerdings Zeit und Geld. Wenn es sich nur um einen kleinen Raum handelt würde ich darüber nachdenken den Estrich hier komplett zu entfernen, trocknen und neuen Estrich drauf.

    Kann aber natürlich sein, daß das Wasser schon weiter in angrenzenden Räume geflossen ist....Nur kann man das natürlich von hier aus schlecht beurteilen.

    Gruß

    Thomas
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 23. Juli 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Sofort die Stadtwerke SCHRIFTLICH in die Haftung nehmen und denen einen kurzfristigen Termin zur Besichtigung SETZEN.
    Anhydrit mag kein Wasser.

    MfG
     
  5. Thomas B

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    Ja ja...schon...aber wer????

    Angeblich werkelt/ koordiniert/ überwacht doch hier ein GÜ. Kann aber natürlich sein, daß Hausanschlüsse direkt von Bauherrin beauftragt wurden. Oder eben nicht.

    Thomas
     
  6. Rene'

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    Hallo!

    Mal abgesehen von dem was passiert ist machen mich diese Passagen hier stutzig:

    Anhydritestrich ist feuchteempfindlich. In einen unbeheizten Keller gehört, auf Grund von eventuell auftretendem Schwitzwasser im Sommer, nur Zementestrich. So hat mir das auf jeden Fall mein Estrichmann damals mitgeteilt.


    @Bauherrin: Womit sind die Wände in den unbeheitzen Kellerräumen verputzt? Sag nicht mit Gipsputz.............


    Gruß,
    Rene'
     
  7. Julius

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    Du weißt doch: Laut Robby ist das (Gips im Keller) alles problemlos und der Schimmel nur eingebildet...
     
  8. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Ach das ist sogar Regelgerecht und steht auch in der DIN 18550 so drin...

    Das kann man nach wievor mit anderen Maßnahmen in den Griff bekommen, z-B. das Kondensat.

    Aber zum Thema: " Ein CAF erreicht nach der Trocknung die vorherige Festigkeit wenn diese Zeitnah ausgeführt wird.

    Die Trocknung müsste auch bei einem CT sein.

    Obwohl hier eine untergeordnete Nutzung vorliegt, und da braucht es keine Abdichtung ... also geht da auch kein CAF
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 24. Juli 2008
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    Klar muss auch ein Zemente- getrocknet werden. ABER:
    Bei dem fängst bloß das stinken an, wenn nicht getrocknet wird. Den CA kannst irgendwann mit dem Handfeger ausbauen!

    MfG
     
  10. #9 Achim Kaiser, 24. Juli 2008
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    Hoffentlich fällt später in dem Keller *nie* ein 10 l Putzeimer mit Wasser um.

    Nicht dass ich das gut finde was die Jungs da veranstaltet haben aber deswegen gleich den Estrich raus ?

    Nebenbei bemerkt mehr als max. 20 l Wasser (hoppa 2 Eimer) braucht man für ne Kernbohrung ganz sicher nicht (worst case) ... in der Regel reicht die Hälfte.

    Kanns sein dass da mal wieder *das volle Programm* gezogen wird ?

    Irgendwie hab ich den Eindruck dass in dem Fall aus ner Mücke ein Elefant gemacht wird.

    Paar Tage nen Kondensattrockner in den Raum und dann dürfte da gut sein.

    Ansonsten stell ich mal die Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks unter *normalen* Lebensumständen (und da fällt schon auch mal ein Eimer Wasser um - zumindest bei mir ... ich bin hin und wieder etwas schusselig) grundsätzlich in Frage.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  11. JuergenH

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    Muss mich meinen Vorredner anschließen.
    Wenn das eine Bohrung für eine MSH war (DN200) braucht man normalerweise ca. 10 Liter Wasser. (Bei einer 24er Betonwand)
    Wenn die noch etwas aufgefangen haben kanns nicht mehr all zu viel sein.
    Dann kommt das Beispiel mit dem Eimer....???
    Nach jedem "Eimerumfaller" gleich den Estrich rausreißen scheint mir doch sehr überzogen.

    Abgesehen davon, wie kommen diese Hirnis auf dei Idee vonn Innen zu bohren???
     
  12. Robby

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    außen zu wenig Platz und zu schmutzig ;)
     
  13. #12 Wolfgang38, 24. Juli 2008
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    und zu kalt und geregnet ... :biggthumpup:
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 24. Juli 2008
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    Also stoppe mal. Ein umkippender Eimer verteilt seinen Inhalt nicht langsam in die Randfuge - oder guckt Ihr zu, bis alles Wasser eingesickert ist?
    Bei Kernbohrung läuft das Wasser langsam an der Wand runter - genau IN die Fuge.
    Es MUSS auch nichts tun, kann aber.
    Und warum soll ich mir für die Faulheit von 2 Dödels ein Risiko einfangen????

    MfG
     
  15. #14 BauHERRIN, 24. Juli 2008
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    Den Bau überwacht der GÜ - aber die Verträge mit den Stadtwerken mussten WIR unterschreiben, und daher - so der GÜ - sind die UNSER Vertragspartner, und WIR müssen uns jetzt um die Schadensregulierung kümmern.

    Der "Bauleiter"/GÜ ist nicht jeden Tag auf der Baustelle (lt. Vertrag ist der Architekt der Bauleiter, aber der kommt von "weiter weg" und ich habe ihn noch nie gesehen...), aber gestern Mittag war er wohl dort, hat die Sache gesehen & uns per E-Mail gemeldet.

    Das mit dem "Wasser aufgefangen" ist in meine Augen eine blöde Ausrede - sie hatten noch nicht mal einen Eimer & haben einen Pappkarton dazu benutzt - nämlich unseren mit dem Telefonkabel, der in der Ecke stand. Das klingt mir eher nach Schildbürgerstreich.... die haben auch versucht, das Sonnenlicht mit der Heugabel einzufangen :offtopic:

    Der Polier von denen meinte, man hätte ihnen sagen müssen, dass der Estrich nicht nass werden soll, denn sie machen das IMMER so...

    Das Wasser ist halt nicht nur AUF den Estrich gelaufen, sondern eben an der Wand runter und hinter den Randstreifen & unter die Folie (schwimmender Estrich).

    Wie die auf die Idee kamen, von innen zu bohren? - Genau das fragte mein GÜ auch. Mir sagten sie: Das kann man so oder so machen. Tolle Antwort...
     
  16. JuergenH

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    Klar kann man das so und so machen, allerdings nichtmehr wenn der Estrich im Keller ist. Da gibts dann nur noch außen.
    Klar kenn ich die Spezialisten von den Versorgern auch.
    In diesem Falle sollte man die eigentlich bestrafen.
    Ruf mal den Vorgesetzten der Hirnis an und sag Ihm das Du jetzt erst mal den Estrich trocknen lässt und Sie für die Kosten aufkommen müssen. Mal sehen was der sagt.
     
  17. #16 Wolfgang38, 24. Juli 2008
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    Ich würde zuerst auch anrufen, dann schriftlich nachreichen.
    Die wollen ja auch Kohle für ihre Arbeit haben.

    Technische Frage: Wie will man Wasser, das an der Wand herunter läuft, mit einem Eimer auffangen???
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 24. Juli 2008
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    Folie mit DuckTape/Panzerband an die Wand kleben und das andere Ende in den Eimer.
    Richtig gemacht, kommt kein Tropfen abhanden

    fG
     
  19. #18 Wolfgang38, 24. Juli 2008
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    :konfusius Danke!
     
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  21. #19 BauHERRIN, 24. Juli 2008
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    So, mit GÜ geklärt, dass der Estrich im Keller ebenfalls ein Anhydrit ist.

    SV gesprochen: Wg. Schadensbegrenzung ist eine sofortige Trocknung vonnöten, Telefonat mit Stadtwerken: Ich soll Trocknungsfirma beauftragen & ihnen die Rechnung schicken lassen.

    Das Ganze jetzt schriftlich fixiert & per Fax & Post an die Stadtwerke.

    Sicherheitshalber Schaden auch meiner Bauversicherung gemeldet, schriftliche Beschreibung des Schadensablaufs (vom GÜ bekommen) an sie weitergeleitet.

    Trocknungsfirma beauftragt & hoffe, dass die heute noch jemanden schicken können, notfalls morgen.

    Au Mann - Bauen ist ein Vollzeitjob..... :wow
     
  22. #20 BauHERRIN, 24. Juli 2008
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    ...die Idee mit der Folie klingt gut. Die bohrenden Hirnis wollten das Wasser ja gar nicht auffangen, sondern haben es einfach unter den Estrich laufen lassen :yikes

    Erst als unser GÜ hinkam, das Ganze sah & Alarm schlug, haben die unseren Pappkarton vom Telefonkabel genommen, der da rumstand.:mauer
     
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Hausanschlusse: Keller "unter Wasser gesetzt"

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