Hausbau möglich auf Störung?

Diskutiere Hausbau möglich auf Störung? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Wir haben ein sehr schön gelegenes Grundstück in einem Randbereich der großen Tagebaue hier im Rheinland gefunden (ca. 3km vom Tagebaurand)....

  1. #1 rgbprogressive, 25. Juli 2009
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    Wir haben ein sehr schön gelegenes Grundstück in einem Randbereich der großen Tagebaue hier im Rheinland gefunden (ca. 3km vom Tagebaurand). Allerdings ist es nie bebaut worden, da genau durch dieses Grundstück eine Störung verläuft. Die Störung ist eine steil stehende Bodenschicht, an der sich durch die ständigen Sümpfungen die beiden Seiten unterschiedlich stark setzen. In den letzten Jahren soll es entlang der Linie zu Setzungen im cm Bereich gekommen sein. Die Bebauungen auf den Grundstücken rechts und links sind bereits beschädigt, wurden aber wohl ohne jede Vorkehrungen gebaut.

    Als Laie stelle ich mir vor, daß man mit einer massiven Sohlplatte o.ä. so etwas in den Griff bekommen könnte. Im Extremfall sozusagen ein Bunker unter dem Haus.

    Oder ist das völliger Blödsinn?
     
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  3. H.PF

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    Du glaubst nicht wirklich das du hier einen zuverlässigen Rat bekommst???


    Das soll ein Bodengutachter in Verbindung mit einem fähigen Statiker entscheiden...
     
  4. ISYBAU

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    Diese Auskunft soll die Bergbaufolgegesellschaft geben. Hier im Forum wird Ihnen niemand die Frage beantworten können.

    Aber bei den beobachteten Setzungen würde ich Ihren letzten Satz, Frage bejahen.
     
  5. BJ67

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    Wenns nicht gerade aktuelle Ereignisse im Bergbaubereich geben würde, könnt ich die Frage verstehen, aber so...
     
  6. #5 shneapfla, 26. Juli 2009
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    na ja, man kann ja nicht alles, was im Entferntesten mit Bergbau zu tun hat pauschal verteufeln - die weggerutschten Häuser waren ja direkt am Rand des Tagebaus und nicht 3 km entfernt...
     
  7. #6 rgbprogressive, 26. Juli 2009
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    Nein, ich erwarte keine detaillierte Auskunft, die mir einen Gutachter ersparen könnte.

    Aber ich denke doch, daß es Baumaßnahmen geben wird, die aus dem einen oder anderen Grund auf genau solchen Störungen gebaut worden sind und erhoffe mir dazu einige Aussagen.

    Aufgeben ist nicht mein Ding. Wenn es gar nicht geht, dann ist es eben so, aber Schwierigkeiten sind dazu da um sie zu meistern.

    Unser Haustyp soll gerne in Holzbauweise entstehen, eingeschossig, evt. sogar mit Flachdach; damit sollte die Last auf der Gründung recht gering sein. Keller ist nicht notwendig, aber wenn es zur Struktur beiträgt, dann bitteschön.

    Ich habe nichts dagegen, das durch den sehr niedrigen Grundstückspreis gesparte Geld voll in den Keller bzw. die Gründung zu stecken.

    In meiner Vorstellung könnte die Gündung z.B. aus einer 2 Meter dicken Platte bestehen, die aus Gründen der Materialersparnis Hohlräume hat. Diese liessen sich dann ggf. für einen Solarsaisonspeicher nutzen.

    Der Bergbautreibende gibt überhaupt keine Auskunft, da er in der Folge Ärger befürchtet. Die Nachbargrundstücke haben ausdrücklich einen Bergschadenverzicht in den Kaufverträgen stehen.

    Und abrutschen kann da gar nichts, wir sprechen von derzeit 3 km Entfernung, was sich bis auf 1km reduzieren wird. Außerdem sind zwei Bahnlinien und eine Autobahn dazwischen....
     
  8. ISYBAU

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    Nun gut, es gibt Setzungen die auf die Bergbauaktivitäten zurückzuführen sind? Kennen wir den genauen Zusammenhang?
    Was ist das für eine "Bodenschicht"? Wie tief, wie breit, welches Material?

    Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und unterschiedliche Setzungen?
    Grundwassersituation?

    Es gibt bereits Gebäudeschäden?
    Welche? Über welchen Zeitraum?

    Sind es lokale Setzungen an der Oberfläche? Oder in welcher Tiefe beginnen diese? Sind es nur Setzungen aufgrund der "Sümpfung" oder auch Bergbausetzungen? Gibt es Stollen unter dem Grundstück, wenn ja in welcher Tiefe? Wie wird die Wasserhaltung in der Zukunft aussehen?

    Fragen über Fragen, die nur die Bergbaugesellschaft und ein Bodengutachter nach entsprechend umfangreichen Recherchen und Lokalkennntnissen beantworten können. Vielleicht beantworten können, vielleicht aber auch nicht mit letzter Sicherheit.
     
  9. ISYBAU

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    Und solange die Ursachen und Wirkzusammenhänge nicht bekannt sind, - also das Problem nicht genau spezifiziert werden kann, solange kann man auch nicht an Lösungen des Problems arbeiten.
     
  10. ISYBAU

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    In Analogie zu Ihrem Beruf:

    Die Maschine der Baureihe produziert Schäden. (ohne zu sagen welche)
    In drei Kilometern Entfernung ist ein Atomkraftwerk.

    Die Funkverbindung war gestört.
    Kann ich eine Maschine schwarz anstreichen um das Problem zu lösen?
     
  11. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Ohne eine fundierte Auskunft eines Baugrundgutachters, der sich in dem Gebiet auskennt, kann man alles toll oder schlecht reden.

    Sicher gibt es Lösungen. Nur, ob die mit dem Bauvorhaben der leichten Holzhütte harmonieren, oder so teuer wie dein ganzen Budget werden - nix Genaues weiss man nicht.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 26. Juli 2009
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    Die Frage war völlig falsch gestellt. Ich stelle mal die richtige Frage ein

     
  13. BJ67

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    Die waren 500 m von der Uferlinie entfernt. Schau mal bei Dir, was 500 m entfernt ist und ob Du Dir vorstellen kannst das von dort eine unmittelbare Gefahr für Dein Haus besteht.

    Schau mal auf diese vorher/nachher Bilder !

    http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-18849/

    Ich kann es mir nicht vorstellen. Und dann kommt hier jemand und fragt, ob er in einem Gebiet wo bereits Risse auftreten, bauen soll :respekt
     
  14. ISYBAU

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    Hmm ja, die 2m dicke Stahlbetonplatte, vielleicht sogar vorgespannt, wäre beim Abrutschen bestimmt unversehrt geblieben, wie ein Stein --- und einer ungleichmässigen Setzung wäre sie auch brav gefolgt.

    Aber ich denke, es ist bereits alles gesagt worden.
     
  15. #14 shneapfla, 26. Juli 2009
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    :eek::eek:

    ok, ok, ich nehme meine Aussage zurück - ich war bisher der Meinung, daß die abgerutschten Häuser direkt am "Ufer" gelegen wären...

    Wenn die Tagebaugrenze dann noch auf 1 km an das potentielle Grundstück des Fragestellers heran"wandert", würde ich mir das auch eher schwer überlegen...
     
  16. mls

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    um das
    zu präzisieren:
    das ganze spiel grenzt an genialität oder wahnsinn.
    die klärung der haftungsfrage bereits im vorfeld wird sicher spannend.
    wenn bewegungen des untergrundes der grösse nach einigermassen
    zuverlässig abgeschätzt werden können, lässt sich, wenn man den
    aufwand nicht scheut, ein konzept finden - das konfliktpotential ist
    allerdings hoch.
     
  17. #16 rgbprogressive, 26. Juli 2009
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    Na zumindest kann ich mich nicht über ein totes Forum beklagen!

    Hier bauen ständig Leute Häuser und sogar Industriebauten auf Störzonen, manche werden auch erst nach dem Bau erkannt. Also was ist daran so verwerflich? Das ins Auge genommene Grundstück ist nur eines von einigen Dutzend bereits bebauten in der Straße.....

    Ich werde mal weitere Erkundigungen zu den gestellten Fragen einziehen.
     
  18. #17 Manfred Abt, 26. Juli 2009
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    Mal so ins unreine:
    • Rheinbraun, bzw. heute RWE-Power kann m.E. zumindest Größenordnung von erwarteten Setzungen geben.
    • Wenn ich jetzt auf den Bereich mit größerer Setzung eine Fundamentplatte baue, die eben der Setzung folgt
    • Und darauf eine Möglichkeit zum Höhenausgleich, im Extremfall Hydraulikpressen, ein Maschinebauingenieur wird das besser beurteilen können
    • und dann obendrauf die stabile Sohlplatte des Hauses, die über die Störung reicht

    dann kann man bei Setzungen wie hier im Revier tausendfach gemacht bei Setzungen das Haus wieder gerade stellen.
    Und diese Fundamenthebungen werden hier mit Häusern gemacht, die dafür nie geplant waren.
    Zum Thema Nachterstedt seh ich gar keinen Bezug.
     
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  20. BJ67

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    ... und das alles finanziell stemme bzw. stemmen kann, finde ich doch sicher auch in der Umgebung ein ähnlich schönes Grundstück, was mich wesentlich ruhiger schlafen lässt oder sehe ich das falsch ?!

    Nein, nicht nur Nachterstedt ist gemeint. In letzter Zeit häufen sich solche geologischen Nettigkeiten, seien es Löcher in Autobahnen durch Bergbau, sei es der Erdrutsch in Nachterstedt oder eben auch die Folgen von Erdwärmebohrungen, die zeigen, das wir Menschen eben nicht die Natur im Griff haben, egal mit welcher Technik.

    Darum kann ich den Wunsch nicht nachvollziehen, der potentiellen Katastrophe freiwillig etwas näher zu sein. Von einem möglichen Wiederverkaufswert oder, wenn man es der Bank mal vorher erzählt, einem Beleihungswert möchte ich gar nicht erst anfangen.
     
  21. ISYBAU

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    Naja, das muss man wohl abwägen - und je nach Risikobereitschaft wird man sich entsprechend entscheiden. Nachteile hat die Lage offensichtlich mehr als nur technische - an den Beleihungs- und Wiederverkaufswert hätte ich jetzt gar nicht sofort gedacht.


    Aber hier fehlen
    A) die Informationen zu den tatsächichen Gegebenheiten
    B) ist der mögliche Problemkreis dabei etwas zu komplex für ein Forum und kurze Antworten
     
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