Hauskauf - Bin ich zu ängstlich?

Diskutiere Hauskauf - Bin ich zu ängstlich? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen! Bei dem Gedanken an einen Hauskauf wird es mir irgendwie immer flau im Magen. Mich würde mal interessieren wie eure...

  1. otto2011

    otto2011

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    Hallo zusammen!

    Bei dem Gedanken an einen Hauskauf wird es mir irgendwie immer flau im Magen. Mich würde mal interessieren wie eure Einschätzung dazu ist, bin ich zu ängstlich oder hat mein Bauchgefühl irgendwo Recht?

    Ich bin verh. und aktuell gibt es keinen Grund zur Annahme, dass die Ehe scheitert.
    Wir sind beide 31 Jahre alt.
    Aktuell keine Kinder. 1 - 2 sollen aber in den nächsten 9 - 36 Monaten kommen (wenn der Plan funktioniert natürlich).

    Wir leben im Moment nicht sehr sparsam, haben keine Schulden und 40.000 EUR gespart.

    Meine Frau ist Beamtin und ich bin Angestellter (seit 9 Jahren im selben Unternehmen und aktuell keine Sorge um den Arbeitsplatz).

    Unser Nettoeinkommen beträgt z.Z. circa 4400 EUR (St.Kl. IV)
    Miete + Nebenkosten (hohe Nebenkosten, wir wohnen günstig) 550 EUR.
    Die Wohnung ist mit Nachwuchs definitiv zu klein.
    Wir können im Monat 1000 - 1500 EUR sparen. Abhängig davon was bezahlt werden muss und was wir uns gönnen.

    Sobald der Nachwuchs kommt, wird sich das Einkommen natürlich ändern + Zusatzkosten für Kind(er). Meine Frau will nach Möglichkeit aber nach der Elternzeit wieder halbtags arbeiten. Natürlich auch nur lt. Plan.

    Mich würde mal interessieren was ihr da so auf Anhieb denkt.
    Was glaubt ihr bei welchem Kaufpreis wir noch ruhig schlafen sollten?
    Mache ich mir zuviele Sorgen oder nicht?

    Mein persönlicher Wunsch wäre eine Kreditsumme < 200.000 EUR. Realistischer wäre für unsere Vorstellungen aber wohl eher 250.000 EUR.

    Ist diese Summe realistisch?

    Gruß
    Otto
     
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  3. nightyhawk

    nightyhawk

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    Ich persönlich frage mich, was ihr mit eurem Geld anstellt? Bei 4.400 € Netto und einer Miete+NK von 550€ und keinen Kinder bleiben "NUR" 1.000 € übrig???
     
  4. Igel

    Igel Gast

    Jain.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das ist gut, denn es zeigt, dass Du Dich nicht naiv in ein Abenteuer stürzen möchtest.

    Kann man so nicht beantworten. Region, Eure Ansprüche, da streikt aus der Ferne die beste Glaskugel.

    Damit lässt sich doch rechnen. Parallel dazu eine "worst case" Betrachtung, sprich, wie sehen die Einkommensverhältnisse aus wenn Kind(er) da sind?
    Elterngeld, und was kommt danach? Vollarbeit oder Teilzeit?

    Ich setze mal die Bereitschaft voraus, im Extremfall die "Sonder"ausgaben dem Hausbau unterzuordnen.


    Machen wir mal eine ganz grobe Betrachtung.

    Finanzierungsbedarf 250T€, Zins und anf. Tilgung 6%, ergibt eine monatliche Belastung von 1.250,- €. Verbleiben noch 3.150,- € für die Lebenshaltung.
    d.h. grob 30% des Einkommens geht für die Finanzierung drauf.

    Unterstellen wir mal, dass sich die Einkünfte gleich aufteilen, dann stünden inkl. Elterngeld immer noch etwa 2.500,- € für die Lebenshaltung zur Verfügung.

    Wie sich das Einkommen danach darstellt, das kommt darauf an, ob im Anschluß an die Elternzeit in Teilzeit o.ä. gearbeitet wird.

    Also, Deine Bauchschmerzen sind schon OK, aber wegen der Finanzierung müsstest Du Dir keine Sorgen machen. Du solltest das Thema mit Deiner Bank besprechen und dann ein paar Finanzierungsvarianten durchspielen.

    Wie man die Finanzierung aufbaut, das hängt von so vielen Faktoren ab, das kann man in einem Forum nicht ausreichend diskutieren.

    Ach ja, das Eigenkapital ist zwar nicht berauschend, aber aufgrund der Einkommensverhältnisse nicht so kritisch. Kostet halt vielleicht ein bischen bei den Konditionen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. otto2011

    otto2011

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    @nightyhawk:
    Wie gesagt, wir leben aktuell nicht wirklich sparsam. Manchmal, bei Urlaubs- oder Weihnachtsgeld haben wir auch mal 3000 EUR gespart.
    Weiteres Sparpotenzial ist da aber ohne Zweifel vorhanden.

    @Ralf

    Die Summe von 250.000 EUR war das, was ein EFH nach unseren Vorstellungen in unserer Region circa kosten würde. Das sollte nicht auf Glaskugel hinauslaufen. Die Summe war entscheidend.

    Wir haben die mögliche Finanzierungssumme schon mit unserer Hausbank besprochen. Nach deren Rechnung können wir uns auch eine monatliche Belastung von fast 2.000 EUR leisten. Sehe ich aber persönlich anders.

    Ich werde dann als Nächstes den worst case betrachten.
    Sollte man denn immer mit diesen Zahlen planen oder darf man auch ein bißchen Optimismus einfliessen lassen?

    Bisher war ich persönlich bei einer Schmerzgrenze von max. 1000 EUR (Finanzierung) + kalkulierte 500 EUR Nebenkosten
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Optimismus in welcher Form? Eine worst case Betrachtung dient ausschließlich der Beurteilung eines Szenarios. Ob dieses eintritt, evtl. in abgeschwächter Form, steht in den Sternen.

    Es geht also um "was wäre wenn", und je besser man vorbereitet ist, um so weniger Bauchschmerzen. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Nutzer des BEFs, 21. Februar 2011
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    Ich gehe einmla davon aus, dass ihr schon etwa 5 Jahre so lebt, d.h. ihr habt 8.000 EUR/Jahr oder 700 EUR/Monat gespart und nicht 1000 - 1500.

    Gibt es bei euch immer wieder Sonderausgaben wie Auto, Möbel, Urlaub, die das Ersparte vermindern?

    Mach doch einmal eine realistische Rechnung, was ihr in den letzten 5 Jahren wirklich verdient und wirklich gespart habt (einfach Vermögen jeweils zum Jahresende betrachten)
     
  9. otto2011

    otto2011

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    @Ralf

    Stimmt, weniger Bauchschmerzen sind immer gut.

    @Nutzer des BEFs

    Sicherlich völlig korrekt. Ganz so einfach ist es nicht. Das Netto-Einkommen lag vor 5 Jahren auch noch 1.000 EUR tiefer. Wir haben von den 40.000 EUR ungefähr 30.000 in den letzten 2 Jahren gespart. Zwischenzeitlich in den letzten 5 Jahren auch immer mal wieder Geld ausgegeben. Auto für meine Frau (7.000 EUR), Auto für mich (8500 EUR), Küche renoviert (4.000 EUR), paar tausender für die Hochzeit, Urlaub, PCs, Fernseher, usw. Die Ausgaben sind in Summe sicherlich recht ergiebig, wenn auch nicht übertrieben (z.B. Autos).
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Schön wenn Du Dich das fragst, aber was hat das mit der Finanzierung zu tun?

    Es ist völlig egal wofür in der Vergangenheit das Geld ausgegeben wurde, es zählt der Stand von heute, und der lautet 40T€ EK und keine Verbindlichkeiten.

    Ich würde mir eher Gedanken machen, wenn in der Vergangenheit kein Geld ausgegeben worden wäre. Das würde doch bedeuten, dass in der Zukunft noch einige größere Investitionen anstehen die mit dem Hausbau nichts zu tun haben.

    Wichtig ist nur

    Wie oben bereits vorgerechnet, liegt die Belastung durch die Hausfinanzierung bei grob 30% des Einkommens. Wenn das kein gesundes Polster ist, was dann?
    Es gibt Leute die zahlen jeden Monat einen höheren Anteil für ihre PKW-Finanzierung.

    Hat der TE hier schon eifrig gelesen, dann wird ihm auch aufgefallen sein, dass wir immer wieder dazu raten, eine Bestandsaufnahme zu machen. Einnahmen/Ausgaben über min. 1 Jahr, und dann schauen was durch Einmalkosten verursacht wurde, und wo noch Optimierungspotenzial besteht.

    Bei den 4.400,- € stellt sich mir beispielsweise die Frage, ob hier schon die KV für die Frau abgezogen ist, oder ob die noch berücksichtigt werden muss, und wenn ja, in welcher Höhe.

    Gruß
    Ralf
     
  11. nightyhawk

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    Imho eine ganze Menge... eventuell hat der TE "vergessen" einige laufende Belastungen (Kredite für beide Autos, Altschulden, etc.) zu erwähnen.. das würde
    a) klären, warum atm nur um die 1000€ übrig bleiben
    b) die Diskussion in eine andere Richtung lenken

    Nun hat otto ja schon zugegeben, dass er auf relativ "großem Fuß" lebte. Von daher scheint keine laufende Finanzierung vergessen worden sein...

    Ferner scheinst du dich ja mit
    auch dafür zu interessieren!
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Dann hätte er nicht schreiben dürfen, dass er keine Verbindlichkeiten hat.

    Es geht mir nur darum, ob das hier genannte Einkommen korrekt ermittelt wurde.

    Wofür er in der Vergangenheit sein Geld ausgegeben hat, ist mir egal.

    Gruß
    Ralf
     
  13. otto2011

    otto2011

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    Wie schon gesagt, Verbindlichkeiten gibt es aktuell nicht. Die Autos und alles Andere ist bezahlt. Die KV meiner Frau ist auch bereits abgezogen.

    Ich verstehe, dass ihr möglichst konkrete Zahlen braucht, aber es geht ja nicht darum mir ein genaues Finanzierungskonzept zu erstellen.
    Ich wollte euch einen halbwegs brauchbaren Rahmen geben damit ihr eure Meinung darstellen könnt.

    Übrigens vielen Dank dafür.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Ach so, na dann isses einfach. ;)

    Passt !

    Gruß
    Ralf
     
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  16. otto2011

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    Ihr legt aber wirklich alles auf die Goldwaage... ;)

    Ich merke schon, die endgültige Entscheidung wird mir bzw. uns wohl niemand abnehmen können.

    Was ich aber euren Beiträgen entnehme:

    Eine genaue Planung mit Blick auf die Zukunft ist auch in meinem Fall das A und O.
    Generell ist der Kauf einer Immobilie absolut möglich und die Chancen, das Kind in trockene Tücher zu bringen, sind gegeben.
     
  17. musiker

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    Ich finde insbesondere die Tatsache, das der Großteil Eures EKs in den letzten 2 Jahren angespart wurde, ermutigend.
    Das EK steigt also mit jedem Jahr, in dem Ihr noch ohne Kids seid, an (nein, ich will Euch jetzt nicht empfehlen, mit den Kindern so lange wie möglich zu warten ;-) ). Ich denke, Ihr werdet das hinkriegen.
     
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