Hauskauf - Was ist für uns machbar?

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  1. TheKing

    TheKing

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    Hallo zusammen!

    Wir möchten endlich aus der Mietwohnung raus und beabsichtigen ein Einfamilienhaus im Münsterland (NRW) zu kaufen.
    Ein paar Häuser haben wir uns schon angesehen, das richtige war bislang noch nicht dabei.
    Die Frage ist, was wir uns "erlauben" können.

    Hier erstmal ein paar Daten von uns:
    Ehemann:
    Nettoeinkommen, Steuerklasse 1: ~ 1.500,00 € (Stand Oktober 2010, ab 15.11. Steuerklasse IV)
    Bausparvertrag 1 (LBS, Classic F): Bausparsumme 30.000,00 €, Guthaben 14.261,50 € (hier wird ab sofort nichts mehr eingezahlt)
    Bausparvertrag 2 (LBS, Classic F): Bausparsumme 30.000,00 €, bislang noch kein Guthaben, da gerade abgeschlossen, aber ab sofort 200,00 € monatlich + 40,00 € VL
    Ehefrau:
    Nettoeinkommen, Steuerklasse 1: ~ 1.680,00 € (Stand Oktober 2010, incl. Freibetrag von monatlich 301,00 €, ab 15.11. Steuerklasse IV)
    Bausparvertrag (LBS, Classic F Maxi): Bausparsumme 50.000,00 €, Guthaben ~ 4.000,00 €, hier läuft lediglich die VL von 40,00 €
    Meine Frau zahlt derzeit noch unser Auto (welches vorher als Darlehen bei der Bank gelaufen ist) auf unser gemeinschaftliches Konto ab. Wenn Sie damit durch ist, haben wir hier Erspartes in Höhe von 3.000,00 €.
    Derzeit zahlen wir beide monatlich 400,00 € (sprich zusammen 800,00 €) auf unser gemeinschaftliches Konto für die Miete und Nebenkosten. Der restliche Betrag bleibt auf dem Konto als Guthaben stehen.
    Alle anderen Kosten (wie Lebensmittel, Kleidung etc.) zahlen wir nebenher vom normalen Girokonto.
    Schulden wie irgendwelche Darlehen, Ratenzahlungen o.ä. haben wir beide nicht.
    Wir wollen auf Kurz oder Lang gerne Kinder haben. Sodann möchten wir, dass meine Frau zwei Jahre zu Hause bleibt und dann versucht wenigstens halbtags wieder in den alten Job zu kommen.

    Wir stellen uns folgendes Eigenheim vor:
    Grundstück etwa 500 bis 700 m², Wohnfläche ab 120 m², ggf. Keller
    Es muss kein Neubau sein, es kann auch ruhig etwas ältern sein, wenn es dafür gut in Schuss ist was Isolierung etc. angeht.
    Ganz zur Not könnten wir uns sogar vorstellen - wenn das Haus dafür geeignet ist - Mieter mit ins Haus zu nehmen.

    Und nun zu unseren Fragen:
    1. War es sinnvoll für mich den zweiten Bausparvertrag abzuschließen? Uns wurde bei der Bank gesagt, dass dieser, selbst wenn bei einem eventuellen Kauf noch nicht viel einbezahlt wurde, mit in die Finanzierung eingerechnet werden kann. Genauso wurde uns das auch bei dem Bausparvertrag meiner Frau gesagt.
    Mein zweiter Bausparvertrag wurde letzte Woche abgeschlossen, ich könnte diesen somit noch widerrufen, falls er absolut keinen Sinn machen sollte.
    2. Wir haben bislang immer nach Häusern im Wert von bis 200.000,00 € geschaut. Es lag aber auch immer am Alter des Hauses. Wir haben bislang auch immer versucht ein Haus privat zu kaufen und sind privat an die Eigentümer (um den Makler rum) herangetreten.
    Was wäre für unsere Verhältnisse wirklich realistisch?
    Wie könnte ein Finanzplan bei uns aussehen?

    DANKE schonmal für die Antworten.
    TheKing
     
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  3. loennermo

    loennermo

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    Ohne jetzt was konkretes zur Finanzierung zu sagen (grundsätzlich sollten die Bausparer aber überdacht werden!) - da muß man ja noch gratulieren!!! :bierchen:
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Gleich vorweg, die Steuerklasse spielt, bezogen auf die Steuerlast keine Geige, denn sie beeinflusst nur den Vorwegabzug. Zusammengerechnet wird am Jahresende.

    Das mit den BSV ist so eine Sache. Als Sparmodell eine Alternative, zinsmäßig sind sie nicht so der Bringer.

    Rechnen wir mal weiter....ganz grob.

    Zusammen habt Ihr im Moment ca. 3.100,- € Nettoeinkommen. Sobald Kind(er) angesagt sind, gibt´s Elterngeld, das EK sinkt auf etwa 2.700,- € inkl. Kindergeld.

    Die Frage ist, wie hoch wird das Einkommen der Frau sein wenn diese mit Teilzeitarbeit beginnt?

    Für die (später) 3 Personen sollten 1.200,- bis 1.500,- € pro Monat für die Lebenshaltung inkl. Unterhaltung des Gebäudes ausreichen.

    d.h. Sollte 1 Einkommen ersatzlos ausfallen, dann funktioniert das nicht.

    Grob geschätzt ergibt das ein budget von etwa 200.000,- €, davon 30T€ durch den BSV (monatliche Belastung 150,- €) und 170T€ durch Bank-/Fördermittel (monatliche Belastung ca. 850,- €).
    Den 2. BSV erst einmal links liegen lassen.

    Achtung, die Zahlen sind bewußt großzügig geschätzt, denn besser am Ende des Monats noch ein paar Euro auf dem Konto, als Ebbe am 15. jedes Monats.

    Das zeigt aber auch, dass die Frau später durch Teilzeit min. etwa 50% ihres bisherigen Einkommens beisteuern muss.

    Man könnte das budget erhöhen, aber das ginge dann zu Lasten der Laufzeit der Darlehen. Man müsste dann mit spitzer Feder rechnen. Ich habe für das Bankdarlehen grob mit 2% anf. Tilgung gerechnet. Das ist genau betrachtet bei einer Zinsniedrigphase noch zu wenig, denn bei niedrigen Zinsen sollte man versuchen sich schnell zu entschulden. Dann sind spätere Zinserhöhungen zwar ärgerlich, aber sie gefährden nicht die Finanzierung.

    Ich würde schauen, dass das Bankdarlehen mit eine Zinsfestschreibung von 15 Jahren läuft, evtl. noch Fördermitteln einbinden. Den einen BSV kann man verwenden, den zweiten nur für die VL und Mindestansparung (vielleicht falls später mal etwas Geld benötigt wird).

    Gruß
    Ralf
     
  5. TheKing

    TheKing

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    Hallo!

    Erstmal DANKE für die ehrliche und umfangreiche Antwort!

    Wir sind uns immer noch total unschlüssig was den zweiten BSV angeht.
    Die Abschlussgebühr hierfür liegt bei 300,00 €, welches Geld ich mir doch eigentlich bestimmt derzeit besser sparen könnte, oder?
    Wir sind jetzt am überlegen, ob wir den zweiten BSV erstmal widerrufen und die 40,00 € VL in den 50 T€ BSV meiner Ehefrau laufen lassen sollen (zu den 40,00 € VL meiner Frau= insgesamt 80,00 € VL monatlich).

    Grundsätzlich möchten wir gerne - wenn es ernst wird - auch Angebote anderer Finanzierungen einholen, damit wir nicht so gebunden sind.
    Oder was meint ihr? Wir haben ihr denn eure Finanzierungen so aufgebaut?
    Bei einem Anbieter oder gesplittet? Wenn gesplittet, dann wie?

    Gruss
    TheKind
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Mehrere "Anbieter" ist immer schwierig wenn einer nicht bereit ist in den Nachrang zu gehen.

    Gruß
    Ralf
     
  7. anja29z

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    Hallo,
    wenn du dir unschlüssig bist, dann widerruf ihn lieber.
    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ich Bausparkassen etc nicht mag. Bin schon 2 x damit auf die Nase gefallen. Aber das ist eine andere Geschichte.
    Wenn du das Geld anderweitig gut anlegen kannst, z.B. auf ein Tagesgeldkonto, da gibt es momentan mind 1,75 %, dann kommst du da schnell dran, wenn du es brauchst (z.B. für die Kauf-Nebenkosten). Und du sparst dir die 300 Euro Abschlussgebühr.
    Ich würde dir noch raten, einen Kostenplan aufzustellen, in dem du alle Ausgaben für ein Jahr einträgst. Dann hast du einen Überblick, was du an Rate ggfs ausgeben kannst und was nicht. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass deine Frau bei Kinderwunsch irgendwann ausfällt und weniger/nichts zum finanziellen Haushalt beitragen kann. Wir haben da mit nur einem Einkommen gerechnet, und es hat zum Glück gepasst.
    Gruß
     
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