Hausverkauf

Diskutiere Hausverkauf im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo liebes Forum, liebe Experten unter Euch! Nach langer Abstinenz meinerseits komme ich nun mit einer für mich wichtigen Angelegenheit. In...

  1. Geodesy

    Geodesy

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    Hallo liebes Forum, liebe Experten unter Euch!

    Nach langer Abstinenz meinerseits komme ich nun mit einer für mich wichtigen Angelegenheit. In den letzten Monaten ist bei mir viel passiert, sehr zum Ärger für mich und meine Zukunft. Ich frage mal deshalb hier, weil doch viele Experten in ihrem Fach unter Euch sind, die mir nach persönlichen Recherchen in Anwaltlichen und Finanztechnischen Dingen vielleicht den ein oder anderen guten Rat haben, den ich bisher nicht zufriedenstellend bekommen habe, für mich hilfreich sein kann.

    Mein Haus steht zum Verkauf. Meine Ex zieht bald aus und wird sich dann nicht mehr an die Abtragung beteiligen. Meine Finanzen reichen aber nicht aus um den monatlichen Betrag leisten zu können. Das Haus scheint aber für Käufer zu teuer zu sein. Die wollen dann lieber selber bauen. Nun müsste ich wohl bis an die Schmerzgrenze runtergehen und nach Abzug der Vorfälligkeitsentschädigung wäre es zwar ein +- Nullgeschäft, aber mein erspartes und allein eingebrachtes Geld wäre weg.

    Eine weitere Möglichkeit wäre die Vermietung, wobei ich aber nicht die komplette Summe der Abtragung als Miete ansetzen kann.

    Eine dritte Möglichkeit wäre, dass jemand die anderen 50 % des Miteigentums übernehmen würde, ich im Haus verbleibe und die andere Person nicht dort wohnt.

    Wie man das finanziell vernünftig auftrennen soll weiß ich aber auch noch nicht.

    Vielleicht hat der ein oder andere einen guten Rat für mich. Bisher eingeholtes Wissen war für mich eher dürftig. Kann eine Verbraucherzentrale ein Weg sein?

    Danke schon mal im Voraus und bei weiteren Fragen antworte ich gerne.
    Ich hoffe der Beitrag ist hier richtig, sonst bitte verschieben.

    Schönen Gruß
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Vielleicht solltest du als erstes mal einen Anwalt befragen.

    Beim Zugewinnausgleich, der im Falle einer Trennung zu berechnen ist, wird sicher auch berücksichtigt werden müssen, dass ein evtl. Verlust beim Verkauf anteilig von beiden Partnern zu tragen ist.

    Laienmeinung, Anwalt fragen.

    Verbraucherzentrale wird da kaum helfen können.

    Jemanden zu finden, der 50% eines Objekts übernimmt um es an den Alteigentümer zu vermieten wird wohl unmöglich sein. Erst recht, wenn wg. zu geriner Miete keine Rendite erzielt wird.
     
  4. Geodesy

    Geodesy

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    Die Anwälte schieben sich bereits die Briefe hin und her, aber manches kapier ich wohl nicht, bin kein Jurist und deren Deutsch ist ein Brief mit sieben Siegeln für mich.

    Es ist eine nichteheliche Lebensgemeinschaft gewesen, also kein Zugewinnausgleich.

    Es ist jedenfalls so, dass die Bank bei mir die Hand aufhalten wird, da bei mir mehr zu holen ist. Wenn ich aber nicht alles zahlen kann droht ja irgendwann die ZV.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Wer hat den Kreditvertrag unterschrieben? So einfach kann man sich nicht vor einer Verpflichtung drücken.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Geodesy

    Geodesy

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    Beide!
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Dann haften auch beide für den Kredit. Das ist aber nur ein geringer Trost wenn einer der Beiden nicht zahlungskräftig ist.

    Wenn das eigene Einkommen nicht ausreicht, dann sollte man sich tatsächlich über einen schnellen Verkauf Gedanken machen, bevor der Schuldenberg wächst. Die Themen Vermietung und "Investor" würde gleich abhaken. Ein Investor dürfte sich kaum finden lassen, und wenn bei der Vermietung nicht einmal die Raten (evtl. nicht einmal die Zinsen) eingespielt werden, gibt das ein Verlustgeschäft.

    Evtl. kann man die Darlehen tilgungsfrei stellen bis das Haus verkauft ist. Bei einem freihändigen Verkauf dürfte der Erlös deutlich besser ausfallen als bei einer ZV, und das ist immer von Vorteil, selbst wenn eine Restschuld übrig bleiben sollte (was natürlich niemand hofft).

    Gruß
    Ralf
     
  8. bernix

    bernix

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    ...das Thema "Vermietung" würde ich nicht so schnell abhaken.

    Es hat schon einigen geholfen, das (zu grosse?) Haus teilzuvermieten....

    Mit Umbau (Trennung der Etagen, sofern möglich) oder zimmerweise.

    Monteure und Wochenendheimfahrer freuen sich auch über Wohnraum mit guter Substanz....
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Das ist ein Argument. Ich habe mich davon leiten lassen, dass oben gesagt wurde, dass die Rate nicht durch Vermietung erzielt werden kann. Wenn das Haus natürlich eine Teilvermietung ermöglicht, sollte man das überdenken. Bei den meisten typ. EFH ist das aber nur schwierig realisierbar, weil die Räumlichkeiten das einfach nicht hergeben.

    Gruß
    Ralf
     
  10. ecobauer

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    Und die Lebenssituation des EFH-Besitzers i.d.R. auch nicht dazu passt!
     
  11. Geodesy

    Geodesy

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    Ja Ralf, wirklich ne lange Abstinenz und ne beschissene Zeit dazu. aber das ist ein anderes Thema.

    Eine Teilvermietung wie bernix meinte ist auch ziemlich schwierig, obwohl 4 Schlafzimmer und 2 Bäder mit Dusche vorhanden sind. Aber kann man sich damit anfreunden Fremde im Haus zu haben?

    Mein Brett vorm Kopf ist es, ob man nicht einfach den Differenzbetrag zur Rate draufzahlt und das Haus behalten kann bei der Vermietung. Oder ist es finanztechnisch Murks. Ich kann zwar ganz gut Mathematik, aber keine Finanzmathematik.

    Die Sache mit dem "Investor" ist halt so, dass ich jemanden kenne der Geld anlegen will und da einsteigen würde. Aber auch das krieg ich nicht gerechnet.

    PS: Ich hoffe nach dem ganzen Ärger und den Falten, dass ich mich auch mal wieder in anderen Fragen hier einbringen kann. Nur ist der Kopf seit einem halben Jahr zu!
     
  12. ecobauer

    ecobauer

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    Der Investor wird ja eine Miete für seinen Teil des Hauses haben wollen. Und die wird so hoch sein, dass er nach Steuern - schließlich werden die Mieteinnahmen bei ihm steuerpflichtig - noch eine Rendite hat.
    Und für dich heißt das, dass zu der verbleibenden Kreditrate halt noch die Miete drauf kommt.
     
  13. matom

    matom

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    Hi,

    glaub die sinnvollste Möglichkeit (wenn du das Haus behalten willst) ist die Vermietung des Objektes. Problem ist du hast die Zinsen und Tilgung am Bein und müsstest dir noch Wohnraum anmieten.

    Du müssstest dann in der Einkommensteuer die Anlage V+V (Vermietung/Verpachtung) ausfüllen könntest aber so die Kosten fürs Haus (Zinsen/Abshreibung/Versicherung etc.) gegenüber den Mieteinnahmen ansetzen, wirkt sich auf das zu versteuernde Einkommen aus. Sofern Verlust aus V+V vermindert dies dein zu versteuerndes Einkommen ergo weniger Steuerbelastung sofern dir das hilft.

    MfG
     
  14. ecobauer

    ecobauer

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    Und das dürfte sich je nach Einkommen in Steuerklasse I wohl deutlich auswirken!
    Wäre also ratsam, den Steuerberater mit an den Tisch zu holen.
     
  15. Geodesy

    Geodesy

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    Und bei guten Freunden?
    Und wenn ich mehr zahle als der Investor?

    Es muss doch eine Möglichkeit geben, dass man die Chance hat das Haus zu behalten und alle sind zufrieden.

    Also wenn ich das Haus verkaufe zum Preis den der Makler jetzt vorschlägt hab ich in 2 Jahren 50 Mille Miese gemacht. Sollte der Preis immer noch 20 zu Hoch sein, sind es schon 70. Und bei einer ZV bin ich Privatinsolvenz.
     
  16. Geodesy

    Geodesy

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    Na dann hab ich ja bald Steuerberater, Anwälte, Richter, Makler etc am runden Tisch sitzen:(
     
  17. bernix

    bernix

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    ....kann man!
    Besonders leicht fällt es wenn die Alternative der Verkauf des Hauses ist....

    (wie bei mir vor ca 8 Jahren, auch wenn nicht der komplette Verlust des EK droht...., wie in deinem Fall)
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Kann ich mir gut vorstellen, denn wer möchte schon Geld anlegen ohne adäquate Verzinsung? Dann könntest Du vermutlich auch gleich die Raten an die Bank zahlen.

    Hast Du einen Steuerberater? Du brauchst mal jemanden zu dem Du Vertrauen hast, und der mit Dir die verschiedenen Optionen durchrechnet. Vielleicht siehst Du ja nur den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Ich würde zuerst mal alle Kosten auf den Prüfstand stellen, dann schauen ob man die Finanzierung noch optimieren/anpassen kann. Evtl. kann man auch beim Einkommen noch ein bischen drehen, und wer weiß, vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit das Haus weiter zu halten.

    Sollten die Zahlen eine andere Sprache sprechen, dann würde ich Nägel mit Köpfen machen. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht etwas verrückt, aber ich würde dann die Hütte ganz schnell frei verkaufen, selbst wenn noch eine geringe Restschuld übrig bleiben sollte. Du musst den Kopf freibekommen um nach vorne blicken zu können, und das kannst Du nicht mit dieser Last am Bein.

    Gruß
    Ralf
     
  19. Geodesy

    Geodesy

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    Ja, das sage ich mir auch immer. Nur wenn man vor seinem Häuschen steht, wo man auch schon nicht mehr wohnt, dann ist es wieder schwer. Viel Arbeit, Geld und Liebe sind dort reingeflossen. Leider sah das die andere Seite nicht so.

    Hm, sollte ich mal den Steuerberater aufsuchen. Leider dachte ich, dass es zur Zeit gut möglich ist ein höherpreisiges Objekt zu verkaufen. Der Makler auch. Pustekuchen. Aber das man soviel Verlust macht hätte ich nicht gedacht. Kenne einige denen ist das auch schon passiert, aber kamen meist mit einem blauen Auge davon.
     
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  21. #19 gunther1948, 20. Juni 2011
    gunther1948

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    hallo
    ein vielleicht blöder ansatz wenn der jetzt das haus als renditeobjekt vermietet kann dann nicht neben der zinsbelastung die zusätzlich degressive abschreibung der infestsumme nochgeholt/fortgeschrieben werden und sich als zusätzliche steuerminderung auswirken.

    gruss aus de pfalz
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Ich verstehe die Emotionen sehr gut, doch Gefühle sind ein schlechter Berater. Deswegen auch meine Frage nach dem StB, der emotionslos die Fakten und Zahlen bewerten kann.

    Zahlen prüfen lassen, und dann ergibt sich nur 1 Lösung, ja oder nein.

    Sollten die Zeichen auf "Nein" stehen, dann verlierst Du nicht nur das eingesetzte Kapital, sondern jeden Tag wird der Verlust höher. Je länger man in dieser Situation abwartet, um so verfahrener wird diese.

    Was ist schlimmer als ein finanzieller Verlust?.............ein noch höherer finanzieller Verlust. :winken

    Gruß
    Ralf
     
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