Hebeanlage undicht, Estrich / Dämmung feucht?

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    Hallo,

    wir haben eine Hebeanlage im Badezimmer im Keller.
    Da ist mir jetzt per Zufall aufgefallen, dass diese undicht ist, weil das typische Pumpen nach dem Toilettengang ausblieb.
    Das Wasser lief aus der Hebeanlage an der Seite raus, rein in den Estrich / Dämmung.

    Ich benutze das Badezimmer nicht sonderlich oft, vor 1 Monat wurde an der Hebeanlage der Drucksensor von einer Firma getauscht, da war sie noch dicht.
    Vermutlich danach irgendwann wurde sie undicht. Daher kann ich nicht genau sagen, wielange und wieviel Wasser da jetzt rausgelaufen ist.

    Muss bei so einem (hoffentlich) eher kleinerem Wasserschaden schon der Estrich professionell getrocknet werden?
    Also mit Löcher reinbohren und Bautrocknern etc.

    Ich weiss, ist vielleicht etwas wie der Blick in die Glaskugel, aber ich wüsste gerne, was da so auf mich zukommen kann, hab das Problem gerade erst bemerkt :(
     
  2. #2 simon84, 01.12.2021
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    Fäkalienwasser? Da ist’s doch mit nur trocknen nicht getan
     
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    Wie kommt denn das ausgelaufene Wasser in die Estrichrandfuge? War da kein Fliesenboden mit Sockelfliese und Silikonfuge?
    Was ist denn alles angeschlossen an die Hebeanlage?
    Nur du allein weißt wieviel Liter Wasser aus Waschbecken, Klo, Dusche, Waschmaschine, etc. da im letzten Monat versickert sein könnte.
    Gibt es Wasserflecken an den Sockeln der Wände?

    Fachmann einer Trocknungsfirma vor Ort holen und dann drüber reden.

    Ein paar Übersichtsbilder des Aufstellraumes der Hebeanlage wären schon hilfreich...
     
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  4. drrofl

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    Ja mit Trocknen ist es vermutlich wirklich nicht getan :(

    Hier mal ein paar Fotos von der Katastrophe. Man sieht da auch bissl das Wasser stehen noch.
    Die Hebeanlage ist hinter einer Wandverkleidung, sie steht hinter der Verkleidung nicht auf Fliesen leider. Da ist sogar der Estrich nicht durchgehend wie es scheint? Jedenfalls scheint mir da auch bissl Wasser auf der Bodenplatte zu sein.

    Um es perfekt zu machen: es ist ein Ytong Kellter, da gibts sicher auch bessere Steine, die nass werden.

    Als Größenordnung:
    Wir nutzen das Badezimmer unten meistens für Gäste, da waren im letzten Monat keine da.
    Also wird da meistens nur das Kondenswasser vom Trockner im Waschbecken entsorgt und vielleicht 1 mal pro Tag, wenn man gerade mal im Keller ist, die Toilette benutzt. Also vielleicht so 10-15 Liter pro Tag ? Als grobe Schätzung.
    Ich kann da aber leider nicht genau sagen, wann im letzten Monat die Probleme anfingen :(
     

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    Boa - super Idee
    Das Bad schön mit Abdichtung unter den Fliesen und den Kackehäxler dann hinter die Vorsatzschale auf die Rohdecke gestellt...
    :mauer
     
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  6. drrofl

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    Ja ...

    naja auf dem Haus ist noch Garantie drauf ( keine 2 Jahre alt).
    Wäre das eher was für Versicherung oder den Bauträger über den wir gebaut haben?

    Ich habe mal beide informiert...
    morgen kommt wer vorbei zum gucken von der Versicherung, ich halte euch auf dem Laufenden.

    Müsste eigentlich dann auch das Mauerwerk getrocknet werden, also der Ytong?
    Wenn man mal davon ausgeht, Größenordnung 15 Liter pro Tag über nen Monat.
     
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    So die von der Versicherung beauftragte Firma war da. zur Bestandsaufnahme.

    Es wurden Fotos gemacht und Feuchtigkeitsmessungen.
    Dabei wurden im Flur neben dem Badezimmer schon Feuchtigkeit gefunden über den Sockelleisten (siehe auch Fotos).
    Bei weiter entfernt liegenden Räumen wurde nichts gefunden.

    Es wird wohl auch noch eine Messung gemacht werden müssen im Labor wegen dem Fäkalwasser. Sicherlich nötig, aber auch nicht toll, dass man da jetzt solange noch warten muss, bis saniert wird...

    Jedenfalls meinte der Mitarbeiter, dass vermutlich eine Dämmschichtrocknung und Desinfektion gemacht werden muss.
    Ob man alles rausreisst, da war er sich nicht so sicher, vermutlich will die Versicherung das wegen den Kosten ja eher nicht.

    Wobei ich mich da ja Frage, ob das fachgerecht ist in so einem Fall?
    Wie will man denn sicher sein, das man mit der Desinfektion alles killt und danach nix mehr wächst? Zumal der Mitarbeiter hat durchblicken lassen, dass die Desinfektion vermutlich nur in den Räumen erfolgt, wo er jetzt an den Leisten was gemessen hat. Aber ob man so alles erwischt ... ?
     

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  8. #8 simon84, 02.12.2021
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    Alleine das eine Foto lässt vermuten dass es nicht harmlos ist wie Eingangs beschrieben.

    das ist zwar jetzt nicht Ahrtal aber schon ein ausgewachsener Schaden

    wenn da Dämmung liegt gibts meiner Meinung nach keine wirklich fachgerechte Alternative als einmal raus und neu, besonders wenn die sch….. da reingelaufen ist

    siehst ja sogar verfärbte Ränder an den Wänden
    Gut das muss jetzt nicht von fäkalien sein aber trotzdem !
     
  9. drrofl

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    In der Zwischenzeit wurde eine Trocknung in die Wege geleitet, Estrich wird mit Unterdruckverfahren getrocknet, dazu stehen dann diverse Bautrockner im Keller.
    Bis die Ytong Steine trocken sind wirds wohl lange dauern :(

    Beim Aufbau der Trocknung wurden von einem Baubiologen Bodenproben genommen. Nach einer Woche im Labor das Ergebnis:
    Befall durch Schimmel und Bakterien (vermutlich durch Fäkalwasser?).

    Der Baubiologe sagt, es muss Rückbau erfolgen.
    Versicherung sagt, dass evtl. auch eine Estrich-Desinfektion möglich ist und hat nen weiteren Sachverständigen eingeschaltet.

    Hat jemand hiervon Ahnung, wäre sowas auch eine passende Sanierung?
    Einerseits hab ich wenig Lust auf 2 Monate Totalbaustelle im Keller, aber wenn die Desinfektion nicht funktioniert und danach irgendwann die Probleme kommen, das wäre noch schlimmer ...
     
  10. #10 simon84, 21.12.2021
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  11. #11 Manufact, 21.12.2021
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    "Desinfektion" (meist mit Jat. i - Schaum) ist sehr stark umstritten im Bereich der Schimmelbekämpfung.
    Ideal:
    Leider kompletter Rückbau, Abschlagen Putz 0,5 m, dann - je nach Befall Entfernung Bitumen, Messung Raumluft und anschliessend Wiederaufbau.
     
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    Desinfektion der Estrichdämmung? Womit?
    Mit der WC-Ente? Über den Randstreifen und ein paar Bohrlöcher?
    Und dann sind alle Fäkalkeime "geruchsneutralisiert und verschwunden"?
     
  13. #13 Manufact, 21.12.2021
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    Kann ich voll verstehen.
    Hinterher würde ich alle Estrichfugen luftdicht mit Silikon versiegeln wollen damit der Mist dann auch unter dem Estrich bleibt und mir nicht in die Raumluft ausgast...
     
  15. drrofl

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    Hallo,

    es wird dann jetzt tatsächlich der Rückbau in die Wege geleitet.
    Also Estrich, FBH raus, Putz abschlagen, ggf. Bitumen. Dann alles neu.

    Heute waren einige der ausführenden Firmen vor Ort.
    Einziger Punkt, der noch nicht ganz klar ist, ist der Warmwasserspeicher, da der auch auf dem Estrich steht.

    D.h. eigentlich müsste der ja auch raus. Nur dann wäre ja kein Warmwasser mehr da.
    Was ja für 1-2 Tage zur Not ja noch geht, aber bis der Estrich wieder drin ist, das funktioniert leider nicht.
    Solaranlage muss dann auch abgeklemmt und später neu befüllt werden...

    Gibts hier Alternativen? Kann man den Warmwasserspeicher auch direkt auf die Bodenplatte stellen? Der steht aktuell auf so einem Podest auf dem Estrich.
    Vorschlag der Firma: Erstmal alles drumherum abreissen und dann "gucken sie mal", ob der Rückbau des Speichers nötig ist.
    Das wäre aber vermutlich ja nur möglcih, wenn wieder eine Schimmelmessung bei der Dämmung unter dem Speicher erfolgt oder sehe ich das falsch?
     
  16. Fred Astair

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    Sicher, dass unter dem Speicherpodest Dämmung liegt? Wozu?
    Ich habe damals, weil der Technikeinbau drängte, die FW-Station und den Speicher auf Betonwürfel auf der Grundplatte stellen lassen. Ich könnte heute den Estrich rausreißen, ohne etwas stillzulegen.
     
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Hebeanlage undicht, Estrich / Dämmung feucht?

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