(Heinzungs-)Stromkosten in der Bauphase

Diskutiere (Heinzungs-)Stromkosten in der Bauphase im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Forum, 1. bin ich ja begeistert, was hier so abgeht. :wow Hier kann man ja alles rund ums Thema bauen diskutieren. Das ist auch gut so,...

  1. #1 Pilsat0r, 28. März 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. März 2014
    Pilsat0r

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    Hallo Forum,

    1. bin ich ja begeistert, was hier so abgeht. :wow Hier kann man ja alles rund ums Thema bauen diskutieren. Das ist auch gut so, habe nämlich noch eine 100m lange Liste.

    Gruß + Hallo an alle! :winken

    2. Zu meinem Problem:

    Wir sind Anfang Februar in unser neues Haus eingezogen. Gebaut wurde mit ************. Heizung ist die bekannte Abluftwärmepumpe von N....

    Bis auf ein paar kleinere Sachen lief alles ganz fantastisch. Doch dann kamen die Stromrechnungen.

    Wie bei anderen Häusern wurde auch bei uns der Estrich über die WP mittels 100% Heizstab getrocknet. Die WP lief dabei erst über den Baustromverteiler, dann über die zwischenzeitlich eingebauten Hausstromzähler (erst Haushaltsstrom, dann über den separaten WP-Zähler. Ist aber irrelevant, da zu dem Zeitpunkt alle Zähler noch über den gleichen Tarif liefen).

    Dürften so um die 4 Wochen mit 4-6 kW gewesen sein.

    Dazu hätte ich gern eure Meinung. Ich möchte wissen, ob das "normal" ist oder ob unsere Baufirma da irgendwas falsch gemacht hat.

    Folgende Fakten:

    - Baustrom:
    -- Zeitraum: 68 Tage
    -- Verbrauch: 2.760 kWh
    -- Kosten: 803,81 €

    - Hausanschluss:
    -- Zählerstand bei Hausübergabe: 2.860 kWh
    -- Zeitraum bis dahin: ebenfalls 68 Tage
    -- Kosten: 687,60 € (ca. 24Ct/kWh Arbeitspreis zu dem Zeitpunkt)

    Das bedeutet, dass wir zum Zeitpunkt des Einzugs bereits gute 5.600 kWh auf der Uhr und somit von der EWE bereits mit knapp 1.500 € in der Kreide standen. :yikes

    Ist DAS ok? Unser Bauleiter will mir nun natürlich weismachen, dass das völlig normal sei... Ich mein, klar plant man am Anfang Baustrom ein. Von mir aus 400, 500 oder auch 800 Euro. Aber 1500 ?!

    Bin für jeden Hinweis / Erfahrungsaustausch dankbar!

    Carsten
     
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  3. Bauliesl

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    So viel ist das nicht. Ich hatte neulich 3-Fam. Haus, Wärmepumpe, Estrich-Aufheizen, Trocknungsgeräte, für die Übergangszeit Elektro-Heizgeräte... machte eine Baustromrechnung von 8T€ ;-)

    1.500 für alles? Also von Beginn der Arbeiten (also z.B. auch für den Kran etc.) bis zum Ende? Das ist nicht viel.
    Gruß Liesl
     
  4. Boergi

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    Finde das auch nicht viel, ich hatte ca. 2400€ Stromkosten bis zum Einzug. Estrichtrocknung ebenfalls über den Heizstab der Wärmepumpe, dazu noch einige Wochen Bautrockner und elektr. Heizkanone.

    Gruß,
    Sebastian
     
  5. R.B.

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    Das war mal, als Strom noch günstig war. ;)

    Aber keine Angst, wenn ich lese:

    dann kommen die echten Überraschungen noch. :D
    Aber vielleicht hast Du ja ein Passivhaus gebaut, dann könnte es irgendwie funktionieren.
     
  6. Pilsat0r

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    Danke für eure Antworten!

    Die 1.500 € sind all-in, ja. Ok, dann haben wir ja fast noch Glück, dass wir nur 3M Bauzeit und einen super entspannten Winter hatten. Dann ärgere ich mich eigentlich nur noch darüber, dass uns das keiner vorher gesagt hat.

    @R.B.
    Von welchen "echten Überaschungen" redest du? Leider werden über WP immer schnell Horrorgeschichten von Leuten verbreitet, die keine Ahnung haben, die sich ihre Gasheizung im (teil-)sanierten Altbau schönreden müssen oder wo sich ein komplett verpeilter Heizungsbauer in der Materie nicht auskennt. Wir haben zwar kein Passivhaus aber KfW55 Standard und ein Haus "von der Stange", d.h. unser Bauträger zieht solche Hütten zu Tausenden jedes Jahr hoch.

    Wäre für ein paar Tipps zur Überaschungsvermeidung dennoch dankbar! ;-)
     
  7. #6 Zellstoff, 28. März 2014
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    wie schaut denn Euer Gesamt Heiz- und Warmwasserkonzept aus? Welche Heizlast nach EN12831?

    Die bisherigen Stromkosten sind absolut im Rahmen. Inkl. Estrichtrocknung mit Stab sogar eher gering. Hatten doch letztens jemand, der 8000 kWh el hatte...
    Einer der Punkte der gerne vergessen wird bei der Kalkulation. Kosten für Estrichtrocknung..
     
  8. mastehr

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    Wenn es wirklich ein Bauträger war, würde ich ihn die Rechnung begleichen lassen.

    Andererseits wird der Errichter Eures Hauses sich nicht für Eure Heizkosten interessieren, auch wenn er schon 1000 Stück von Eurem Haus gebaut hat.
     
  9. R.B.

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    KfW55 von der Stange mit Abluft-WP bedeutet im Klartext, Dämmung nicht viel besser als EnEV. Wie hoch ist die Heizlast?

    Und nur weil die Hütten in Mengen gebaut werden, bedeutet das noch lange nicht, dass das gut ist. Es gibt auch viele die vor Gericht landen, und oftmals merken die Kunden das "Problem" gar nicht. Tieto hier im Forum könnte ein Buch darüber schreiben, und er ist nicht der Einzige.

    Hast Du Dich schon einmal über die Funktion einer Abluft-WP informiert? Im Prinzip kannst Du nur die Energie nutzen die im Haus (Luft) vorhanden ist. Aber wie die Energie erst einmal in´s Haus kommt, das ist die Frage. Mag ja sein, dass die WP die Luft um ein paar K unterkühlt, aber hauptsächlich kommt die Heizenergie von anderen Quellen oder vom eingebauten Heizstab. Der aber wiederum verheizt den Strom 1:1 in Wärme, was je nach Stromtarif Kosten von deutlich über 20Ct. pro kWh bedeutet.

    Also nicht wundern wenn die Stromkosten mal etwas höher ausfallen als geplant.

    Aber lass mich raten, man hat Dir auch noch einen tollen Kaminofen angeboten......
     
  10. driver55

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  11. PeMu

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    Die AWG Hormone fahren langsam zurück.
     
  12. #11 gunther1948, 29. März 2014
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    hallo
    wenn das die einzigen kriterien für die wahl des bt waren, dann gute nacht.
    mensch leute der zieht nix hoch sondern lässt hochziehen und zwar von dem der sich die daumenschrauben am weitesten reindrehen ließ.
    vermutlich hat der bauträger noch nicht mal die werkzeug-grundausstattung eines hobbybastlers.
    wenn man die tausenden häuser, aus dem werbemüll, die angeblich von bt jedes jahr `hochgezogen`werden, addiert dann komme ich auf eine astromonische bautätigkeit in deutschland, die mit der realistischen baustatistik aber gar nix mehr zu tun hat.

    gruss aus de pfalz
     
  13. #12 Friedl1953, 29. März 2014
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    Ach nee "gunther" so schlimm ist das nicht. Wenn man seinen Aussagen Glauben schenkt dann hat er einen Marktanteil, bei Ein- und Zweifamilienhäusern, von 3%.
     
  14. Pilsat0r

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    Hallo!

    Meine Güte, ein wenig nervig an den XYZ-Expertenforen ist immer, dass die Experten eigentlich immer allen erklären müssen, was für einen Mist sie eigentlich gemacht haben / sich andrehen ließen.

    AWG Hormone? Dämmung nicht viel besser als EnEV?! Was bedeutet das im Klartext?

    Ich muss mich auch korrigieren. Es war kein Bauträger sondern "Bauunternehmen", sorry. Und unser Bauunternehmen hat ganz bestimmt nicht nur "die Werkzeugausstattung eines Hobbybastlers".
    Sicher wurden einige Gewerke, wie Estrich, Dach, Türen, Fenster, etc. durch Vertragspartner erledigt. Aber das ist sicherlich überall so...

    Man traut sich ja in diesen "Expertenrunden" gar nicht herauzurücken, mit wem man gebaut hat oder was man gekauft hat. :-/


    Ok, bin aber gern an weiteren Meinungen interessiert. Ich konnte in den Unterlagen, v.a. im Energieausweis nichts zur "Heizlast" finden. Der Wikipedia-Artikel hat mich auch eher abgeschreckt.

    Was halten die Experten von einem spez. Primärenergiebedarf (kWh/m²*a) von 43,37.

    Prognostizierter Jahresendenergiebedarf (Heizung + Hilfsenergie): 4.233 kWh

    Ich bedanke mich jedenfalls für eure Hinweise zu meiner ursprünglichen Frage! :)

    Gruß in die Runde!
     
  15. H.PF

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    Der Energieausweiß ist nix wert für dich. Wo ist deine Heizlastberechnung? Also das wo genau für jeden Raum ausgerechnet wurde wie viel Energie gebraucht wird?
     
  16. driver55

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    Wird's nicht geben. Sonst würde er sich daran erinnern.
    z.B. in Wohnen 23 Grad, Bad 24, Schlafen 19, KiZi 21....

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  17. R.B.

    R.B.

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    Das bedeutet, dass solche "Nachweise" gerne schöngerechnet werden. Wärmepumpen sind ein gutes Beispiel dafür. Wenn man sich dessen bewusst ist, dann erschrecken einem auch hohe "Verbräuche" nicht mehr.

    Was soll man davon halten? Der Primärenergiebedarf ist ein statistischer Wert, schön für´s Papier, für die Praxis aber nicht zu gebrauchen. Das gilt analog für den prognostizierten Jahresendenergiebedarf, der nichts damit zu tun hat, was Du später an Heizenergie wirklich benötigen wirst.

    Aber Du könntest uns ja mal HT´ und die Hüllfläche A nennen sowie das Gebäudevolumen V. Müsste auch im Ausweis stehen. Dann müsste nur noch sichergestellt sein, dass auch so gebaut wurde wie es im Ausweis steht.

    Was Deine Ursprungsfrage betrifft, die ist doch beantwortet. Die 1.500,- € sind plausibel, es hätten auch mehr sein können. Die 2.680kWh seit Hausübergabe sind auch realistisch, und wenn es richtig kalt gewesen wäre, hätte das auch noch höher ausfallen können.

    Das interessiert auch nicht und würde sowieso sofort gelöscht. Ein Blick in die Nutzungsbedingungen verschafft Klarheit.
     
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  19. Loretta

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    @Pilsat0r
    ich glaube, wir sind im gleichen "Club" was das Unternehmen angeht. Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden wie alles gelaufen ist, nur die WP, das ist wirklich nicht so das Gelbe vom Ei.

    Um das von R.B. gesagte zu untermauern, hier mal zwei Bilder der "Performance" bei mir - von heute und im Feb. als es noch etwas kälter war:
    februar.JPG
    april.JPG

    Dargestellt sind die Verdichterfrequenz, Luftmenge (in m3/h) und Außen- und Fortluft. Der Energiegewinn ergibt sich aus der Differenz von Außen- zu Fortluft, maximal unterkühlt die WP den Luftstrom um 15-20 Grad. Zusammen mit der Luftmenge ergibt das eine Leistung von ca. 1,3-1,6 kW - der Rest kommt von woanders her - z.B. Heizstab.
     
  20. #18 Loretta, 1. April 2014
    Zuletzt bearbeitet: 1. April 2014
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    Auch so, was ich eigentlich schreiben wollte - die WP unterkühlt ja die Abluft auf dem Haus - d.h. von ca. 20 Grand auf z.B. -10 Grad. Das Problem ist aber leider, dass die WP dann relativ oft vereist - alle 45 min und dann 10-15 min zum Abtauen braucht (ist auf dem oberen Bild zu sehen). D.h. in dieser Zeit wird die Luft direkt über die Wärmepumpe abgegeben (mit halben Volumenstrom zwar, der auch vermindert wird), d.h. die Energiegewinne gehen zum Teil wieder verloren.
     
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