Heizkörpernischen verschließen - was ist sinnvoll?

Diskutiere Heizkörpernischen verschließen - was ist sinnvoll? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo an alle Experten, ich möchte keine große Einleitung schreiben, nur soviel: ich google mir seit Wochen die Finger Wund und von den 3...

  1. #1 Lernwilliger, 16. September 2015
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    Hallo an alle Experten,

    ich möchte keine große Einleitung schreiben, nur soviel: ich google mir seit Wochen die Finger Wund und von den 3 bisher befragten "Experten" habe ich 3 Meinungen bekommen.

    Worum geht`s: Wir stehen kurz davor ein EFH Baujahr 1937 zu erwerben, welchen umfangreich saniert werden muss.
    Was ist geplant: Fenster, Elektrik und Heizung/Sanitär.

    Beim letzteren wurde uns empfohlen, die Heizkörpernischen zu dämmen bzw. gleich ganz zu verschließen. Wir haben uns für das Verschließen entschieden, da die Heizkörper sowieso alle ersetz werden. Ich möchte das gerne vom geübten Handwerker machen lassen, jedoch auch selber wissen wie es richtig gemacht wird, um später keinen Reinfall zu erleben.

    Laut Bauplan besitzt das Haus eine 360 mm Außenwand aus Hochlochziegeln. Die Nischen sind 120 und 240 mm tief. Was sich dahinter befindet kann ich nicht genau sagen, ich vermute Tapete, Putz und der "Rest" Wand.

    Mir wurde empfohlen:

    1. Dämmwolle und Trockenbau
    2. Zumauern mit Ytong
    3. Zumauern mit Ziegel

    Diese Varianten kursieren auch im Netz, jedoch immer mit diversen Einschränkungen was U-Wert, Wärmebrücken und Schimmelgefahr angeht.

    Was ich gerne wissen möchte, welche Variante ist die richtige und was muss ich ggf. noch beachten? Noch zur Info, größtenteils sollen die Heizkörper auch wieder vor die verschlossen Nischen kommen, eine spätere Außenwanddämmung ist nicht geplant.

    Da ich in diesem Forum bisher immer sinnvolle Tipps bekommen habe möchte ich mich mit meinem Anliegen an euch wende und hoffe auf eine für einen Laien (wie mich) verständliche Antwort, wie ich dem Problem mit der Nische Herr werde.

    Vielen Dank im Voraus
    Der Lernwillige
     
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  3. Baustopp

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    Nur meine persönliche Erfahrung:

    Ich hab während der Sanierung unseres ungedämmten 1935er Hauses sehr spontan entschieden, alle Nischen zumachen zu lassen. Putzer waren grad im Haus, ich hab völlig blauäugig gesagt "Macht mal schnell zu, die Dinger". :)

    Die sind dann mit Ytong-Steinen angekommen und haben alles damit zugemauert und mit Armierung verputzt.

    U-Wert und Wärmebrücke ist mir Wurst, das ganze Haus ist 'ne Wärmebrücke... wichtig ist die Erkenntnis: nirgends Schimmel und es sieht viel besser aus. An drei Nischen sind allerdings Haarrisse im Putz aufgetreten, am Übergang zur Wand. Weiß nicht ob man die hätte vermeiden können, ist aber auch egal, ich seh sie nicht.

    Baustopp
     
  4. #3 Lernwilliger, 17. September 2015
    Lernwilliger

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    Hallo Baustopp,

    danke für die Antwort.

    Dann würde ich also wie folgt vorgehen:

    1. Putz in der Nische bis auf das Mauerwerk entfernen
    2. Parkett und Fußbodenaufbau bis auf Mauerwerk entfernen
    3. Mit Yton zumauern (und sicher nach allen Seiten mit dem alten Mauerwerk verbinden)
    4. Anschließend verputzen und fertig.

    Wäre das die korrekte Vorgehensweise?

    Da sich Yton ganz gut verarbeiten lässt wäre das auch meine Vorzugsvariante gewesen.

    Grüße
    der Lernwillige
     
  5. Baustopp

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    Ob das die korrekte Vorgehensweise ist, weiß ich nicht! Ich bin ja kein Experte, sondern spreche aus persönlicher Erfahrung mit einem genauso alten Haus.

    Erfahrungsgemäß ist es also so, dass dein Altbau bei suboptimalen Lösungen eher tolerant sein wird, als ein Neubau, bei dem alles auf Energieeffizienz ausgelegt ist. Richtig schwierig wird es erst, wenn du modernen Schnickschnack wie Dämmungen oder Dampfsperren einbaust. Dann musst du wirklich wissen was du tust.

    Die echten Experten hier im Forum halten sich bei solchen Altbau-Basteleien oft zurück. Nicht ganz unverständlich: die wollen (neu) bauen und nicht olle Nischen zuschmieren. Und ohne den Bestand zu kennen, kannst du generell keine belastbaren Experten-Tipps geben.

    Ich (!) würde den Putz im Mauerkasten nicht abschlagen, der stört doch nicht, wenn er noch tragfähig ist. Aber den Fußbodenaufbau zu entfernen ist vermutlich keine schlechte Idee. Kommt drauf an was drunter ist. Die eigentliche Schwachstelle ist der Anschluss an die Laibung. Dort kann es zu Schwundrissen im Putz kommen. Falls du drüber tapezieren willst ist das vermutlich egal. Ansonsten würde ich auf jeden Fall eine Armierung im Putz vorsehen, welche die Laibung großflächig überdeckt.

    Baustopp
     
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