Heizkosten bei Anhydritestrich

Diskutiere Heizkosten bei Anhydritestrich im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Erst mal einen guten Morgen, ich wälze folgende Frage, kann sie aber beim besten Willen nicht selbst beantworten: Unser Estrichleger empfiehlt...

  1. Latchino

    Latchino

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    Erst mal einen guten Morgen,
    ich wälze folgende Frage, kann sie aber beim besten Willen nicht selbst beantworten:
    Unser Estrichleger empfiehlt Anhydritestrich, sei zwar etwas teuerer als Zementestrich aber das wäre für mich ok.
    Der Estrich soll Anfang November eingebracht werden.
    Nur muss ich dann - nach seinen Aussagen - 6 bis 8 Wochen lang das ganze Haus (mit Keller ca. 230 qm)
    aufheizen und 3 mal am Tag stoßlüften. Unser Installateur will einen Gas-Heizer besorgen, Gas ist schon verfügbar.
    Wenn ich das richtig sehe, entstehen dadurch Heiz-Kosten von 3 bis 4 Tausend Euro???
    Ich kanns kaum glauben - liege ich da total falsch?
    Danke schon mal fürs Lesen, noch mehr Dank für eine evtl. Antwort.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Diese pauschalen Aussagen sind natürlich falsch. Abgesehen davon, egal ob Zementestrich oder Anhydrit, jeder Estrich muss trocknen.

    Frage: Hast Du eine Fußbodenheizung?
     
  4. Latchino

    Latchino

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    Fußbodenheizung (Kapillarrohre, im Estrich verlegt) in den Bädern und im DG,
    Flachheizkörper im Keller,
    in den übrigen Räumen Deckenheizung (Kapillarrohre)
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ist die Heizung schon installiert und betriebsbereit? Du schreibst nur von "Gas ist schon verfügbar", das lässt vermuten, dass nur die Heizrflächen installiert wurden, der Wärmeerzeuger aber noch fehlt.

    Ich würde einen Anhydritestrich nehmen. Du kannst früher anfangen mit Heizen und das Trocknen wird einfacher (keine Neigung zum Schüsseln).
    Bei der FBH sollte frühestens 7 Tage nach Einbringen des Estrich mit dem Funktionsheizen begonnen werden. Nach erfolgreichem Funktionsheizen erfolgt das Belegreifheizen bis der Estrich von der Restfeuchte die Belegreife erreicht hat.

    Information findest Du beispielsweise hier:
    http://www.flaechenheizung.de/Dokumente-Download-Node_17350.html

    Selbstverständlich kostet das Trocknen auch Energie, aber 3-4T€ sehe ich jetzt noch nicht. Ich würde auch nicht mit aller Gewalt versuchen den Estrich möglichst schnell zu trocknen.
    Das momentane Wetter ist aufgrund der hohen Luftfeuchte leider nicht geeignet um das Trocknen zu unterstützen. Man muss also heizen und lüften.
     
  6. Latchino

    Latchino

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    Die Heizung ist noch nicht installiert - aber der Wärmeerzeuger kann auf Abruf in Betrieb genommen werden.
    Danke für den Link - aber ich weiß gar nicht, welches PDF-Dokument mir bei der Frage weiterhelfen kann.
    Wären Sie so lieb und würden mir ein paar konkrete Fragen beantworten:
    1. Auf wieviel Grad sollte der Bau aufgeheizt werden bei Anhydritestrich?
    2. Tag und Nacht???
    3. Wie lange - wenn man Erfahrungswerte zugrunde legt?
    4. Noch eine spezielle Frage: Wir haben in die Fenster Lüftungen eingebaut, die einen ständigen Luftaustausch - ohne Wärmeverluste -
    bringen sollen. Muss ich dann auch 3 mal täglich stoßlüften?
    Auch für eine teilweise Beantwortung der Fragen würde ich mich freuen.
    Gruß, Latchino
     
  7. #6 toxicmolotow, 24. Oktober 2015
    toxicmolotow

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    Btw... rechne auch ruhig mal mit 2 Wochen mehr. Bei uns sollte es 6 Wochen dauern, maximal. Der Fliesenleger war aber erst nach 8 Wochen zufrieden. Am Ende kommt es sowieso anders als geplant.

    Aber da wir nur 125qm hatten, waren es am Ende nur etwas über 1000 Euro Heizkosten. Insofern... kann schon sein.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Ich denke das wäre einfacher und kostengünstiger als mit einzelnen Gasheizern und Flüssiggasflaschen.

    http://www.flaechenheizung.de/index...-Schnittstelle-Neubau-Korrektur-Juli-2012.pdf

    Dieses pdf enthält die notwendigen Infos zu Flächenheizungen.

    Das hat weniger mit dem Estrich bzw. dessen Art zu tun. Die Luft muss so weit erwärmt werden, dass sie aufgrund der Luftfeuchte in der Lage ist Feuchte aus dem Boden aufzunehmen. Bei einer FBH ist das einfacher, da diese den Boden ja auf 30°C (im Bereich der Rohre) und mehr erwärmen kann und somit die Feuchtigkeit aus dem Estrich "getrieben" wird. Ohne die Unterstützung der FBH kann man nur die rel. Luftfeuchte der Raumluft niedrig halten indem man sie erwärmt, so dass die Feuchtigkeit langsam durch den Estrich hindurch steigt und an der Oberfläche in die Raumluft übergeht.

    Das wäre sinnvoll, ansonsten dauert es halt doppelt so lang.

    Bei einem typischen Estrich, also ohne Zusatzmittel, kann das von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten dauern. Es hängt ganz allein davon ab wie gut die Umgebungsbedingungen sind um die Feuchte abzutransportieren.
    Deswegen ja auch mein Vorschlag, 24h am Tag zu heizen. Ich tippe auf 4-8 Wochen wenn ordentlich geheizt und gelüftet wird. Im Moment ist die Außenluft halt sehr feucht, das erschwert das Trocknen.

    Ich bezweifle, dass diese "Lüftungen" ausreichen. Bei der Menge an Feuchtigkeit die beim Trocknen anfällt wird man zwangsweise Stoßlüften müssen. Dabei richtig Querlüften, so dass die Luft schnell ausgetauscht wird. Lieber einmal mehr als zu wenig, denn wenn die Raumluft die Feuchtigkeit aufgenommen hat, und nicht ersetzt wird, trocknet auch nichts mehr.

    Und daran denken, das Trocknen erst einstellen wenn die Belegreife erreicht ist. Das ist zu überprüfen.
     
  9. ekko123

    ekko123

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    zu der Sache trocken heizen sag ich nichts, das steht hier und vielfach woanders glaube ich erklärt.

    Ich möchte mich nur bei dem Punkt "Kosten" melden. Es muß ja trocken geheizt werden "egal was es kostet", aber 3-4 Tausend Euro? Selbst die 1 Tausend Euro finde ich hoch angesetzt. (aber will ich nicht anzweifeln). Wir haben 225 qm Fläche, FBH, Gas und zum Einzug waren 570m3 Gas Verbrauch auf der Uhr, also unter 400 EUR. (Ok, Jahreszeit war Sommer, darum kann das sich ja vielleicht verdoppeln oder etwas mehr). Bauherren sollte keine Panik vor Kosten der Aufheizphase bekommen. Vielleicht kann da jemand den TE noch beruhigen?
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Hast Du doch bereits getan. ;)

    Ich hatte oben schon geschrieben, dass ich die 3-4T€ nicht sehe. Es ist halt schwer zu sagen, wieviel Energie für´s Funktions- und Belegreifheizen benötigt wird. Hatte der Estrich beispielsweise ein paar Wochen Zeit, dann ist ein Teil der Feuchtigkeit schon raus, wird sofort nach 7 Tagen angefangen zu heizen, dann ist der Energiebedarf höher. Wird das Lüften unterlassen, dann braucht´s länger bis alles trocken ist, also wird auch der Gasverbrauch steigen. Wer weiß, wie "dicht" das Haus bereits ist, oder ob man durch´s Dach die Außenwelt mit heizt. Es gibt einfach zu viele Parameter die hier mit reinspielen.

    Es gab hier mal einen thread, da hat jemand bei 370m2 schlappe 22.000kWh mit einem E-Heizer verheizt. Das ist sicherlich nicht repräsentativ, aber man sieht die weite Spanne in der man sich bewegen kann.

    Im obigen Fall würde ich schon mal 1.000,- € beiseite legen, mich nicht wundern wenn es auch ein klein bisschen mehr wird, und mich freuen wenn es weniger wird. Viel mehr gibt meine Glaskugel nicht her.
     
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  12. Latchino

    Latchino

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    Ein wörtlich gemeintes "vergelts Gott" an alle, die geantwortet haben. Das hat mir schon weitergeholfen.
    Schönes Wochenende wünsch ich Euch allen
    Latchino
     
  13. SirSydom

    SirSydom

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    Ist wahrscheinlich auch ein deutlicher Unterschied ob der Vollwärmeschutz schon dran ist bzw. man einen monolitischen Wandaufbau hat..
    Würde ich mal vermuten. Vollwärmeschutz wird ja oft ganz zum Schluss gemacht (warum eigentlich?)
     
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