Heizlastberechnung für Dummies

Diskutiere Heizlastberechnung für Dummies im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Was ist eigentlich das schwierige an einer Heizlastberechnung? Ich habe mich jetzt mal hingesetzt und für mein Haus eine Heizlastberechnung...

  1. mastehr

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    Was ist eigentlich das schwierige an einer Heizlastberechnung?

    Ich habe mich jetzt mal hingesetzt und für mein Haus eine Heizlastberechnung durchgeführt. Dazu habe ich die umfassenden außenflächenbegrenzenden Bauteile (Bodenplatte, Decke, Fenster, Türen und Wände) mit ihrer Fläche, u-Wert und Temperaturdifferenz multipliziert und anschließend addiert. Und fertig war meine Heizlastberechnung für Dummies.

    Habe ich etwas übersehen? Gehört zu einer "richtigen" Heizlastberechnung mehr?

    Mir geht es dabei nur ums Prinzip, damit ich weiß, ob ich die Zusammenhänge korrekt begriffen habe. Es ist kein DIY-Projekt; das Haus steht bereits und wird gut beheizt.
     
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  3. Rosmarin

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    ... unterschiedliche Temperaturen einzelner Räume, KWL, Lüftungsverluste, Wärmebrücken, Überträge/Gewinne/Verluste zwischen einzelnen Räumen, Windexposition, Ausrichtung, solare Gewinne, Warmwassererzeugung, usw... da gibt's auch Formblätter gemäß irgendeines Formalismus/DIN/(weiss nicht mehr genau) im Netz zum Download mit denen man das ein bisschen systematischer machen kann.

    Aber vom Prinzip her hast du's imho korrekt begriffen.
     
  4. mastehr

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    Unterschiedliche Temperaturen in den einzelnen Räumen habe ich der Einfachheit halber nicht berücksichtigt. Dadurch entfallen natürlich auch die Gewinne / Verluste zwischen den Räumen.

    Aber werden denn für eine "normale" Heizlastberechnung die solaren Gewinne berücksichtigt? Ich denke, die Heizlast stellt den worst case dar. Dementsprechend gibt es doch auch keine solaren Gewinne. Die Warmwassererzeugung hat doch nichts mit der Heizlast zu tun, oder?

    Spielt die Windexposition heute wirklich noch eine Rolle? Wird diese praktisch berücksichtigt?
     
  5. R.B.

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    Unterschätze die Lüftungsverluste nicht. Die können bei gut gedämmten Gebäuden die Transmissionsverluste übersteigen. Rechne nur mal das Volumen und 0,36Wh/m3K und einen Luftwechsel von sagen wir mal 0,5/h.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Rosmarin

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    Unabhängig von Namen und Definition ist doch die Frage, was Du eigentlich genau ausrechnen willst? Du brauchst eine Berechnung pro Raum, wenn Du Deine FBH/Heizkörper/... richtig dimensionieren willst. Warmwassererzeugung sollte man im Auge haben, wenn der Wärmeerzeuger neben der Heizung auch noch selbige übernehmen soll und Du den Wärmeerzeuger richtig dimensionieren willst. Oder willst Du tatsächlich eine Obergrenze für die maximal erforderliche Wärmeleistung ermitteln (worst case)?

    Vielleicht formulierst Du Deine Fragestellung einfach mal genau (oder für die Softwareler: spezifiziere Deine Requirements ;) ), dann ergibt sich eigentlich automatisch, was Du genau berücksichtigen musst.
     
  7. Kater432

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    Ich habe meine Heizlastberechnung mit einer kostenlosen Software, glaube die hieß irgendwie mh-irgendwas selber nachgerechnet. Nachdem unser "Fachmann" der die Heizlastberechnung gemacht hat, tlws mit pauschalen uwerten angefangen hat zu rechnen (O-Ton "da sind schon wärmebrückenverluste mit eingerechnet" musste ich schließlich selber nochmal kontrollieren.
     
  8. mastehr

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    Die Lüftungsverluste hatte ich noch gar nicht berücksichtigt. Laut Energieausweis liegen diese bei ungefähr 27%. Das ist schon ein Unterschied. Nach der Formel von Ralf komme ich auf 33%. Die Größenordnung stimmt also.
     
  9. mastehr

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    Mich würde interessieren welche Leistung die Heizung für mein Haus wirklich haben müsste, um es zu beheizen. Die Frage ist eher theoretischer Natur, da es von einer Brennwert-Therme mit 14 kW beheizt wird und ich wissen möchte wie sehr diese Therme überdimensioniert ist.
     
  10. mastehr

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    Die kostenlose Software hört sich nicht schlecht an. Die werde ich mir auf jeden Fall mal genauer ansehen.
     
  11. R.B.

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    Aber Vorsicht, man muss schon genau wissen, was man da wo und wie eingibt, sonst liefert die nur Hausnummern.

    Für eine Abschätzung der Heizlast zur Dimensionierung des Wärmeerzeugers genügt es, wenn man über die Hülle und die Lüftungsverluste rechnet. Es geht dabei auch nicht darum, ob man die Heizlast auf x Nachkommastellen genau kennt, die Praxis sieht dann sowieso wieder ganz anders aus.
    Bei der Dimensionierung der Heizflächen ist es jedoch notwendig, dass die Heizlast raumweise gerechnet wird.

    Gruß
    Ralf
     
  12. mastehr

    mastehr

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    Wie oben schon geschrieben, mache ich das nur aus Neugier. Die Resultate der Berechnungen dienen nur dazu, meine Vorstellungen von den Vorgängen zu verbessern. An der Heizungsinstallation wird sich nichts ändern, höchstens an der Regelung.
     
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  14. R.B.

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    Man sitzt halt schnell irgendwelchen Fehlern auf, ist mir auch schon passiert, und das nicht nur einmal. Bei meinem ersten "Versuch" lag ich nur so schlappe 50% daneben. ;)
    Aber das ist schon lange her.

    Je komplexer das Gebäude um so schwieriger wird es den Fallstricken auszuweichen. Für sich betrachtet sind das immer nur Kleinigkeiten, aber auf der letzten Seite wird zusammengerechnet. :)
     
  15. alex2008

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    im Prinzip ist dass was Du bisher gerechnet hast abgesehen von den vergessenen Lüftungsverlusten richtig

    Wirklich genau wirst du die konkrete Heizlast fürs Haus es auch nach Norm nicht ermitteln können.

    Die reale Heizlast sind eben:
    Transmissionsverluste + Lüftungsverluste - (solare Gewinne + interne Gewinne)

    für die Transmissionsverluste müßte auch jede Wärmebrücke gerechnet werden und nicht nur ein pauschaler Zuschlag
    Die Lüftungsverluste hängen u.a. von der Dichtheit des Gebäudes, wie stark der Wind pfeift ab
    interne Gewinne und solare Gewinne sind auch kaum genau zu ermitteln.
     
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