Heizung für KfW70

Diskutiere Heizung für KfW70 im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir befassen uns gerade mit dem Thema Heizung für unseren Neubau (EFH). Das Ziel ist, am Ende mit einem KfW70-Haus rauszukommen. Bei der...

  1. #1 StefanMA, 05.01.2015
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    Hallo,
    wir befassen uns gerade mit dem Thema Heizung für unseren Neubau (EFH). Das Ziel ist, am Ende mit einem KfW70-Haus rauszukommen. Bei der Planung sind wir noch nicht sehr konkret. Es geht mir aber erst einmal auch darum, ein Gefühl für die Sache zu bekommen.

    Geschosse: KG, EG, OG
    Wohnfläche: ca. 150 qm
    Ausrichtung: Südwesten
    Fenster: Dreifachverglasung

    Wir wollen eigentlich keine Fußbodenheizung, sondern Heizkörper. Damit scheidet eine Wärmepumpe ja schon einmal aus. Alternative wäre eine Gasheizung (unser eigentlicher Favorit) mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung oder eine Pelletheizung.
    Wie ist eure Erfahrung? Ist KfW70 realistisch erreichbar bei Nutzung einer Gasheizung? Was ist bzgl. des Mauerwerks zu beachten?

    Vielen Dank im Voraus,
    Stefan
     
  2. #2 mastehr, 05.01.2015
    mastehr

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    Was gibt es für Gründe, dass man sich heute noch diese Staubfänger freiwilling in einen Neubau schraubt?

    Ja.
     
  3. #3 driver55, 05.01.2015
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    Und uneigentlich?
    Welche Vorteile haben Heizkörper gegenüber einer FBH?
     
  4. #4 planfix, 05.01.2015
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    planfix Gast

    nicht zwingend, als alternative kann man auch klimakonvektoren verwenden.

    + solar, damits auch mit der berechnung nach EnEV klappt.... alles eine preisfrage.

    EnEV berechnung bringt licht ins dunkel.
     
  5. #5 Baufuchs, 05.01.2015
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  6. #6 SirSydom, 05.01.2015
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    mir fallen zwei ein:

    - uneingeschränkte Auswahl des Fußbodenbelags
    - schnelleres Regelverhalten (weniger träge)

    Für mich wäre vor allem eine uneingeschränkte Auswahl des Fußbodenbelags relevant.
    Ich würde auf Teppich in bestimmten Räumen nicht verzichten wollen (Schlafzimmer) und ob man dann mit der Heizlast hinkommt.. ?
    Aber in einem Punkt stimme ich zu: bevor ich dann auf Heizkörper setzen würde, würde ich mir Gedanken über Wandheizung machen.
     
  7. #7 lastdrop, 05.01.2015
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    Willst Du KfW-70 formal (=ENEV) erreichen oder faktisch (Realität)?
     
  8. #8 Kater432, 05.01.2015
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    Was bei FBH mit Belag gilt, zählt auch für Wandheizung. Da ist man später auchnicht mehr flexibel Schränke zu stellen wo man möchte. Kommt irgendwie auch uns gleiche raus. Klar habe ich dann für den FB immer die Wahl was ich verlege, habe dafür die Einschränkung bei der Wand.

    Dann wohl doch eher ne Deckenheizung. Da werde ich wohl nix vorstellen
     
  9. Jan81

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    "schnelleres Regelverhalten" ist wirklich kein Grund? Sowas wie Nachtabsenkung usw. macht keinen Sinn.

    Eigentlich sprechen für Fußbodenheizung viel mehr gründe dafür statt dagegen.

    Du kannst auch ohne Probleme Teppich, Laminat, Parkett usw. bei FBH nehmen. Wo soll das Problem sein? Dann ist nur die Vorlauf um 1-2 Grad höher. Wenn die FBH dafür ausgelegt ist, dann nicht mal das. Bei Gas Heizung oder Pellets usw. kein Problem.

    Kfw70 kannst du ohne Probleme mit GasTherme erreichen, aber benötigst dann Solar Therme. Kannst auch mit GasTherme und KWL auch schaffen.

    ps: Ich würde die Heizkörper mit 55 Grad Vorlauf Temperatur auslegen lassen und nicht mit 75 Grad.
     
  10. R.B.

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    Machbar ist fast alles, man muss nur dem Planer die richtigen Hausaufgaben geben. Wenn Du unbedingt mit Gastherme und Heizkörpern heizen möchtest, dann kriegt der Planer das als Anforderungen in seine Liste geschrieben und muss sich um eine Lösung bemühen.
    Ob so ein Lösungsansatz sinnvoll ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde diesen Weg nicht gehen, denn außer einem günstigen Preis hat diese Variante keine Vorteile, dafür eine Menge Nachteile. Egal ob man zukünftig mal mit einer WP arbeiten möchte, oder solare Heizungsunterstützung realisiert werden soll, mit Flächenheizungen wird vieles einfacher, vom höheren Heiz-/Wohnkomfort ganz zu schweigen.
     
  11. #11 Alfons Fischer, 05.01.2015
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    würden Sie mir mal bitte Ihre Erläuterung des Unterschieds darlegen?
     
  12. #12 lastdrop, 05.01.2015
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    Sorry, war vielleicht etwas verkürzt: Mir geht es drum, ob der TE irgendwo KfW-70 formal nachweisen will, oder ob es ihm darum, energiesparend zu bauen.
     
  13. Julius

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    Bei den geringen Heizlasten von Neubauten ist FBH mit Teppichboden überhaupt kein Problem!
    Eine derartige Einschränkung besteht daher nicht (mehr).

    Auch das ist bei Neubauten anders. Selbst mit Heizkörpern ist da weder schnelles Aufheizen noch insbesondere schnelle Abkühlung möglich.
    Man muß sich also von den Vorstellungen und Erfahrungen, die man mit Altbauten hat, verabschieden.
    Neubauten werden möglichst durchgängig und gleichmäßig beheizt.
    Fertig!
     
  14. #14 StefanMA, 05.01.2015
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    Vielen Dank erstmal für eure zahlreichen Antworten.
    Um einige der Rückfragen zu beantworten: Heizkörper haben wir favorisiert wegen der Fußbodenwahl. Wir wollen als Fußboden auf jeden Fall Parkett. Bisher waren wir der Annahme, dass Parkett sich nicht mit Fußbodenheizung verträgt. Wenn ich allerdings die Antworten hier verfolge, ist dies ja nicht der Fall. Gibt es da etwas zu beachten, gibt es bspw. speziellen Parkett für Fußbodenheizung oder ist jeder geeignet? Das wäre für mich der Knackpunkt.
    Die sonstigen Vorteile der Fußbodenheizung liegen in der Tat auf der Hand. In dem Fall würde ich dann auch zu einer Wärmepumpe tendieren. Damit wäre dann KfW70 kein großes Problem mehr. In welcher Größenordnung liegen da die Stromkosten für die Wärmepumpe?
     
  15. R.B.

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    Parkett lässt sich mit FBH kombinieren, alles eine Frage der Planung. Dementsprechend dimensioniert man dann die FBH. Der Parkettboden sollte aber nicht extrem "dick" werden da es sonst schwierig wird die benötigte Heizenergie in die Räume zu kriegen. Was aber auf jeden Fall schon einmal hilft wäre eine niedrige Heizlast.

    Wie soll man was zu den Stromkosten schreiben? Das hängt primär von der Heizlast ab. Wenn die WP nur zum Schönrechnen auf KfW xx genutzt wird sind die Heizkosten halt höher als wenn das Haus wirklich auf KfW xx ausgelegt wäre (sprich die Hülle entsprechend dimensioniert wird).
     
  16. #16 ultra79, 05.01.2015
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    Wie soll das jemand beantworten?

    Das hängt von zu vielen Parametern ab die hier nicht klar sind. Wenn ich dir sage das meine WP letztes Jahr Kosten von ca. 500 EUR hatte, was hilft es dir?
     
  17. Jan81

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    Das Problem ist, dass wenn man zu einem GU/GÜ geht, dass man oft nur mit einem Verkäufer redet. Dieser hat keine Ahnung und will nur verkaufen.

    Klar lässt sich mit eine Wärmepumpe KFW 70 leichter erreichen, aber ob unter dem Strich auch man günstiger heizt ... genau dass sagt KFW überhaupt nicht aus und soll auch nicht.

    Wenn ihr z.B: nur mit GasTherme und Belüftungsanlage versucht KFW70 zu erreichen, dann habt ihr viel bessere gedämmt Hülle, als wenn ihr mit Wärmpepumpe und Belüftungsanlage plant.
    Und? nur ist das Haus mit Wärmpepumpe besser oder verbraucht unter dem Strich weniger Kosten? Wahrscheinlich nicht.
    Luftwasserwärmepumpe ist nun mal eine der schlechtesten Wärmepumpe die es gibt. Hier in Deutschland ist der Strom so teuer und wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht günstiger. Diese Diskusionen gibt es hier im Forum schon 1000mal. Am besten sind die LWWP mit SolarTherme, um bessere Werte auf Papier zu erreichen. Verrückte Welt.

    Ich persönlich würde GasTherme und Belüftungsanlage nehmen und damit Kfw70 zuerreichen. Und wenn einer sagt, dass das nicht geht ... dann gehe zum nächsten.
    In 20 Jahren kann man immer noch eine "zukufts" Wärmepumpe einbauen. Ich würde aber auf jedenfall Fussbodenheizung einbauen.

    Wenn Wärmpepumpe dann mit Tiefenbohrung, Flächenkollektor usw. also mit Erdwärme. Nur Erdwärme muss verdammt gut geplant.
     
  18. Julius

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    Dem schließe ich mich an:
    Gebäude so dämmen, daß man mit Gasheizung (ohne Alibi-Solar) und KWL die "KfW70" erreicht!
    FBH trotzdem auf niedrige Vorlauftemperatur ausgelegt.

    Dann hat man ein sehr gut gedämmtes Haus, das tatsächlich energiesparsam ist. Mit überschaubaren Anlagenkosten und niedrigen Betriebskosten. Zukunftssicher. Bei höchstem Komfort und bestem Raumklima.

    Wegen der sich dabei ergebenden niedrigen Heizlast ist dann auch weder Teppichboden noch das Wunschparkett ein Problem.
     
  19. mseppo

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    Freilich macht das Sinn. Es sei denn, man will beispielsweise die Kinder in den Kinderzimmern nachts in ihrem Dunst bei 21°C schlafen lassen.
    Hinzu kommt das träge Regelverhalten des gesamten Heizsystems, das gerade bei schnellen Außentemperaturwechseln nervt. Habe ich jahrelang in der Mietwohnung "genießen" dürfen, dabei war das auch keine ungedämmte Uralt-Bude.

    Und dass bestimmte Bodenbeläge (z. B. Laminat) zu keinerlei Einschränkungen führen sollen, habe ich von Kollegen mit ebensolchen Bodenbelägen gerade gegenteilig gehört.

    Für mich käme heute nur eine Auslegung mit Heizkörpern in Frage, bei der eine ausreichend große Heizfläche niedrige Vorlauftemperaturen ermöglicht. Ebenso wie ich Haustechnik Heizung, Lüftung, Solaranlagen etc.) auf das notwendige Minimum reduzieren würde, denn nach 20 oder 30 Jahren ist auch so schon genügend Reparaturbedarf vorhanden, da muss man sich nicht noch die Bude mit teuren Anlagen vollstopfen...
     
  20. R.B.

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    Ene richtig geplante FBH hat mit den Bodenbelägen kein Problem. Problematisch wird es immer erst dann wenn 08/15 gemacht wird, anstatt dass sich jemand mal hinsetzt und "plant"

    Das ist schlichtweg unmöglich. Ein Heizkörper kann niemals die Heizleistung einer FBH erreichen, selbst ein Gebläsekonvektor schafft das nicht. Solche "Konzepte" können vielleicht noch in einem PH funktionieren, aber nicht in einem normalen Haus. Da landest Du selbst bei gut gedämmter Hülle bei einer mittl. Heizwassertemperatur um 40-45°C, sprich einem VL bis zu 50°C. Deswegen wird mit typ. 55/45 ausgelegt. Alles was darunter liegt funktioniert nur in speziellen Fällen, sprich niedrigster Heizlast oder ausreichend Platz um (sehr) große HK unterzubringen, oder man hilft mit einem Gebläse nach, was aber wiederum Geräusche verursacht.
     
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