Heizung Neubau EFH KfW 55

Diskutiere Heizung Neubau EFH KfW 55 im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, auch mich treibt das Thema "Gasbrennwert + Solar versus LWWP" um. Wir planen ein KfW 55 Neubau (EFH). Ohne Keller. EG +...

  1. Kickex

    Kickex

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    Hallo zusammen,

    auch mich treibt das Thema "Gasbrennwert + Solar versus LWWP" um.

    Wir planen ein KfW 55 Neubau (EFH).
    • Ohne Keller. EG + OG.
    • Flachdach. Kompakte Bauweise.
    • KWL + WRG. FBH.
    • kleines Grundstück (unter 450 qm)
    • Massiv. U-Wert Wände: 0,17.
    • Raum Ulm.
    • Junge vierköpfige Familie.
    • Grundfläche (ohne Garage) 16 x 6 m.
    • Wohnfläche ca. 150 qm.
    • Geschosshöhe 2,80 m.
    • 600 m³ beheiztes Gebäudevolumen.
    • Süd-West-Ausrichtung. Große Fensterflächen im EG in Richtung Süden. Normalgroße Fenster im OG in Richtung Süden. Im Osten kaum Fenster, im Norden nur Wand.
    • 3-fach verglast.
    • Heizlast muss noch erfragt werden (geschätzt 12 kW).

    Ich hoffe, die Angaben reichen um eine realitätsnahe Einschätzung abgegeben zu können.


    Variante A) Gasbrennwert + Solarthermie
    Wir haben die Möglichkeit, uns einen städtischen Gasanschluss legen zu lassen, der jedoch zusätzlich kostet. Außerdem werden ein Edelstahl-Kamin + Schornsteinfegerleistungen benötigt. Die Kollektorenfläche muss für Warmwasser + Heizung recht groß ausfallen. Der Gaspreis und das Brennwertgerät sind aber preislich attraktiv.

    Variante B) Luft-Wasser-Wärmepumpe
    Die Effizienz sinkt, je niedriger die Temperaturen werden- und genau da braucht man die Energie zur Wärmeerzeugung. Man hat den Verdampfer außen (bei uns wohl Ostseite) herumsteh/-hängen. Die Anschaffungskosten sind eher hoch. Man benötigt jedoch keinen Gasanschluss + Schornstein(reinigung). Die Wartung der Heizung fällt weniger ins Gewicht. Warmwasser- + Heizwassererwärmung sind im System "inbegriffen".

    Die ganze Zeit über war ich persönlich für Variante A), insbesondere aufgrund der niedrigeren Investitionskosten.
    Seit kurzem finde ich aber auch B) attraktiv:
    weil sie den ökologischen Pluspunkt hat,
    durch die kompakte Bauweise bestimmt auch bei den Anfangsinvestitionen (Dimensionierung) und den jährlichen Stromkosten "bezahlbar" bleibt und
    die Möglichkeit besteht, in einigen Jahren (wenn Speichermöglichkeiten in D marktreif sind) noch um PV zu erweitern.

    Gibt es noch etwas, woran ich nicht gedacht habe?
    Wie könnte ein Preisvergleich bestehend aus der Anfangsinvest. handelsüblicher Geräte sowie jährlichen Verbrauchskosten aussehen?

    Dank und Gruß
    kickex
     
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  3. mastehr

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    Die Zahlen passen nicht wirklich zusammen. Für KfW-55 ist der U-Wert der Wände ziemlich schlecht. Auch die relativ hohe Heizlast von 12 kW für die 150 m² erscheinen mir recht viel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da mit Gas KfW-55 zu erreichen ist. Mit einer Luftpumpe kann man das vielleicht schön rechnen, aber die Heizkosten machen Euch dann nicht glücklich.
     
  4. Kater432

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    Irgendwie passt da wirklich was nicht so ganz zusammen. Kommt mir auch komisch vor.
    Wir haben kein KfW55 und haben Uw Wand von 0,16. Heizlast bei 135m2 etwas um 4,4kW ohne die KWL mit WRG reingereichter zu haben. Der Wärmeezeuger spielt da ja noch keine Rolle, aber wir haben Gas ohne Solar.

    12kW und dann KfW55??? Bei 12 kW und 'nur' 150m2 muss die Hülle ja nicht besonders sein.
     
  5. dimitri

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    Unabhängig von den U Werten auf die schon eingegangen wurde:
    Variante C:
    Nur Gasbrennwert, ggf. die Leitungen legen lassen, damit später mal, wenn man die Energie der Sommermonate auch speichern kann nachgerüstet werden kann. Für WW Solar kannst in der Größenordnung von 5Tsd Euro Aufpreis rechnen, wenn du dann noch zusätzlich Heizungsunterstützung willst, bist im Bereich von ca. 12 Tsd Euro Aufpreis (natürlich nach oben offen).
    Wirtschaftlich rentabel ist das nicht, und ob sich das auch aus ökologischer Betrachtungsweise lohnt?

    PS: Wegen der Verbrauchskosten: Wir haben die vorhandenen Abrechnungen unserer Wohnung genommen und die Kosten pro Jahr um 50% erhöht, dann angenommen, dass wir 5 Monate pro Jahr komplett Warmwasser nur über Solar abdecken können. Das Ergebnis ist recht ernüchternd ;) Nicht mal 20 Jahre Laufzeit hätten ausgereicht, damit sich das rentiert hätte.
     
  6. Kickex

    Kickex

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    Danke soweit.

    Bitte vergesst meine Heizlastangaben. Da habe ich mich wohl deutlich verschätzt.
     
  7. mike4711

    mike4711

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    Es gibt nur eine Alternative - Solar mit WP
     
  8. Kickex

    Kickex

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    Kann mir bitte noch jemand einen Ratschlag geben, ob für uns womöglich Variante A oder B geeigneter ist (die falsch angegebene Heizlast außen vor gelassen).

    Dass es ein "KfW 55"-Haus wird ist bereits von einem Sachverständigem bescheinig/bestätigt. Daran braucht also nicht mehr gezweifelt werden.

    Mir geht es in erster Linie darum, ob die Eckdaten des Hauses zu meinen Grundüberlegungen zur Heizungsart passen.
     
  9. saarplaner

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    Der Sachversändige kann gar nix bescheinigen, wenn die Art des Wärmeerzeugers nicht feststeht. Ansonsten gehst du evtl. den ersten Schritt in Richtung Subventionsbetrug...

    Ich bezweifle auch ganz deutlich, dass du mit der Hülle mit Gas+Solar die Hürde KfW-Effizienzhaus 55 packst.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    mit beiden der o.g. Varianten? Schwer zu glauben. oder hat er nur mit der WP Variante gerechnet?

    Mit den bisherigen Infos kann man keine zuverlässigen Aussagen zum Heizenergieverbrauch tätigen. Man könnte grob davon ausgehen, dass eine LWP mit einer JAZ > 3 in etwa vergleichbare Heizkosten verursachen wird wie die Gastherme, zumindest wenn man die aktuellen Preise für Gas und Strom heranzieht. Das liegt auch daran, dass Gas momentan relativ günstig ist. Strom kann in Kürze vielleicht noch ein bisschen günstiger werden, aber unter´m Strich wird sich das kaum auswirken.
     
  11. howa

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    Nur nochmal zum richtig stellen, ein U-Wert von 0,17 ist sehr gut, nicht wie oben erwähnt schlecht!!!! Vergiss die Solare Heizungsunterstützung, die 100-200€ im Jahr wo man da Spart rechtfertigen die Investitionskosten nicht.
    Auch die Mehrkosten bei der Wärmepumpe ist fraglich, die halten auch nicht ewig um das rentabel zu machen! Und wenn es mit Gas kein KFW 55 wird ist auch egal, Hauptsache der Hülle passt, mit der Wärmepumpe kann es dann vielleicht reichen, ist aber dann wirklich schöngerechnet.
     
  12. mastehr

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    Das Referenzgebäude hat einen U-Wert von 0,24. Meine KfW-70-Hütte hat einen U-Wert von 0,18. Der Wert ist akzeptabel, aber für ein KfW-55-Haus ist der Wert schlecht bis unmöglich.
     
  13. Zellstoff

    Zellstoff

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    Das ist so nicht richtig. Bzgl. Transmissionswärmeverluste also Ht, braucht man für KfW55 70% Ht vom Ref.Gebäude. Mit einer 0,17 Wand und etwas bessere Fenster z.b. ist das durchaus machbar.Schwer wirds bei dem 45% "besseren" Qp gegen EnEV2009.
    Ich hab auch ne 0,18er Wand, aber mein Ht liegt bei 62% vom Ref. Gebäude. 0,95er Fenster, sonst auch alles rel. normal. Mit detailliertem WB Nachweis kommt man da sogar noch leicht weiter runter.
     
  14. Zellstoff

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    Korrektur, vertippt Ht =72% von EnEV. Mit bissi besseren Fenstern und WB detailliert, wär aber locker 70% vom Ref Gebäude gegangen.
     
  15. JarnoC

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    Jetzt bin ich aber etwas verwirrt!? In Anlage 1 Anforderungen an Wohngebäude Tabelle 1 steht doch 0,28 für Außenwände?
     
  16. Zellstoff

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    Es gibt bei Neubau keine Anforderungen an Einzelbauteile. Der Gesamt Ht ist relevant. Aber das Ref Gebäude muss ja mit irgendwas gerechnet werden.
     
  17. JarnoC

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    Schon klar. Aber mit den Werten aus Tabelle 1
     
  18. Zellstoff

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    Korrekt. So ist es....
     
  19. Cglan05

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    Ich aknn dir mit meinen Werten einen Anhaltpunkt geben:

    KFW55 Massivbau
    187m²
    Wandaufbau (innen-außen): 17,5 PB - 16cm Mineralwolle - 11cm Klinker
    Dach 24cm Zwischensparrendämmung
    3-Fach Verglassung Ug 0,6
    Heizung: Gasbrennwerttherme, Kaminofen (ohne Wasseranschluss), Solar für Brauchwassererwärmung

    Verbrauch:
    1100m³ Gas im ersten Jahr, also ca. 800-900€

    Man muss dabei sagen, dass bei uns Frau und Kleinkind immer zuhause sind.

    Ich bin zufrieden mit meiner Gasheizung, glaube mit einer Wärmepumpe würde es nicht wesentlich besser aussehen.
     
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  21. mastehr

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    Ich finde das viel für ein KfW-55-Haus. Auch wenn man bedenkt, dass Du wahrscheinlich das energiearme Erdgas mit einem Heizwert von ca. 9,58 kWh/m³ beziehst. In meiner KfW-70-Hütte mit 24 m² beheizter Fläche weniger lag der Verbrauch bei 750 m³ = 7200 kWh. Dafür kam kein Kaminofen zum Einsatz.
     
  22. Cglan05

    Cglan05

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    Joa, Aufheizphase Estricht hat denke ich ordentlich gefressen. Denke im nächsten Jahr bin ich schlauer
     
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