Heizung sanieren - was ist heute optimal

Diskutiere Heizung sanieren - was ist heute optimal im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Liebes Forum, meine Eltern haben Mitte der 90er ein Haus gebaut, ca. 170m² Wohnfläche, davon ca. 90 bis 100m² "aktiv" beheizt, der Rest eher...

  1. Matze12xxx

    Matze12xxx

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    Liebes Forum,

    meine Eltern haben Mitte der 90er ein Haus gebaut, ca. 170m² Wohnfläche, davon ca. 90 bis 100m² "aktiv" beheizt, der Rest eher auf 16 - 17°C. Zur Zeit ist eine Weishaupt-Erdgas-Heizung im Einsatz. Keine Brennwerttechnik o.ä. In der Übergangszeit im Frühjahr bzw. Herbst ist im Wohnzimmer oft der Kamin an, die Heizung ist dann noch auf Sommerbetrieb.

    Außenwände aus 36er Poroton, keine Wärmedämmung auf dem Stein. Fußbodenheitzung überall.

    Nun ist es so, dass mir, und auch meinen Eltern, die Verbrauchswerte sehr hoch erscheinen. Im Jahr 2012 werden es über 3000€ für Gas sein (durchschnittlicher Gasanbieter, weder sehr teuer noch sehr billig).

    Wie würdet ihr das bewerten und wie würde aus Eurer Sicht ein Sanierungskonzept für die Heizung aussehen?

    Freue mich auf interessante Beiträge!
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Angaben in kWh wären hilfreich. Bei 3.000,- € p.a. reden wir wohl von grob 50.000kWh. Das ist für 170m2 schon beachtlich viel.

    Jetzt stellt sich die Frage, wohin "verschwindet" die Energie. Es werden 100m2 beheizt (welche Raumtemperatur?), der Rest eher temperiert. Zusätzlich ist noch ein Kaminofen im Einsatz. Je nach Holzmenge die jährlich verbrannt wird, kommen auch noch einige Tausend kWh zu den obigen 50MWh hinzu. Das ist für das besagte Gebäude zuviel.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass dieser hohe Verbrauch nur durch die (in)effizienz Heiztherme verursacht wird.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 ReihenhausMax, 6. November 2012
    ReihenhausMax

    ReihenhausMax

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    Bei meinem Gaspreis (6.4 Cent/kWh, keine Grundgebühr) wären das 47000 kWh oder 270 kWh/m²!
    Da sollte man denke ich erstmal sehn, wo die Wärme hingeht. Ist das ein Bungalow? Mit/ohne Keller? Dach bzw. oberste Geschoßdecke gedämmt? Dauerlüftung mit gekipptem Fenster?
     
  5. githero

    githero

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    Die 3000 € entsprechen wie vielen kWh? Ist die Warmwasserbereitung da mit drin?
    Ich würde vermuten, dass dies in anbetracht der eher übersichtlichen zu beheizenden Fläche sehr viel ist. Entscheidend wären aber Verbrauchszahlen in kWh.
    Ein Sanierungskonzept sollte ungefähr so aussehen:
    - Heizlast des Gebäudes ermitteln lassen
    - notwendige Vorlauftemperaturen ermitteln
    - unterschiedliche Wärmeverzeuger vom Invest und laufenden Kosten vergleichen.
    Evtl. könnte der Kamin mit in das Heizungskonzept übernommen werden.
    Je nach Grundriss kann es auch ungünstig sein, einzelne Räume kaum bzw. gar nicht zu beheizen. Wenn 170qm vorhanden sind, davon aber nur 100 qm beheizt werden kann man sich das auch mal genauer anschauen.
     
  6. Matze12xxx

    Matze12xxx

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    ebend... uns erscheint das auch zu viel. Zum KWh-Äquivalent mache ich mich schlau, das hab ich aktuell nicht auf dem Schirm.

    Die Temperatur in den "geheizten" Räumen beträgt 22 - 23°C. Übers Jahr verteilt werden fürs Wohnzimmer etwa 2 Schüttraummeter Holz durch den Kamin geschoben. Das ist aber nur für die Gemütlichkeit...

    Wo die Energie verschwindet ist mir auch nicht klar. Die Türen im Haus sind i.d.R. zu und gelüftet wird auch stoßweise. Fenster mit damals üblicher Doppelverglasung.

    Vielleicht sei noch erwähnt, dass sich bisher alle Wartungsfirmen mit der Heizung schwer getan haben.

    Wo könnten denn noch "Energiefresser" verborgen sein? Welcher Verbrauch ist in etwa als normal anzusehen?
     
  7. Matze12xxx

    Matze12xxx

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    1,5-Geschosser + Keller. Keller komplett ausgebaut (z.B. normale Deckenhöhe, Fußbodenheizung). WW ist mit inbegriffen. Dach ist von innen mit Glaswolle (?) gedämmt. Keine Dauerlüftung.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Was ist schon "normal"...;)

    Ich würde schätzen, dass in Deinem Fall ein Verbrauch um die 30.000kWh nicht schlecht wäre. Die hohe Raumtemperatur hilft natürlich auch nicht beim Sparen, also könnten es auch 35.000kWh p.a. sein, aber nahezu 50.000kWh, das ist für meinen Geschmack zuviel.

    Die Energiefresser zu finden ist nicht so einfach. Hier spielen vermutlich viele Faktoren mit rein. Aus der Ferne kann man da nur raten. Das WW spielt sicherlich auch eine Rolle, aber bei 2 Personen sollte das überschaubar sein.

    Mit welchen Heizwassertemperaturen wird die FBH betrieben?
    Hast Du evtl. das letzte Messprotokoll vom Schorni?
    Gibt es im Haus eine WW Zirkulation? Wenn ja, wird diese zeitgesteuert betrieben?

    Gruß
    Ralf
     
  9. Matze12xxx

    Matze12xxx

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    Werde versuchen, die Vorlauftemperatur rauszukriegen und wg. Schorni-Protokoll frage ich nach. Was wäre daran denn interessant?

    WW-Zirkulation gibt es - die läuft ziemlich sicher ohne Unterbrechung und auch relativ heiß. Einstellmöglichkeiten sind aber auch nur sehr begrenzt möglich.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Daraus könnte man grob ableiten, ob die Kiste noch ordentlich funktioniert, oder völlig jenseits von Gut und Böse läuft.

    Man könnte die WW-Zirk.pumpe auch über eine Zeitschaltuhr betreiben. Wird das WW ständig zirkuliert, dann geht dadurch eine Menge Energie flöten, vor allen Dingen wenn dann auch noch die Rohre nur mittelmäßig oder gar nicht wärmegedämmt sind.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Julius

    Julius

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    Ist das etwa ein offener Kamin?
     
  12. Matze12xxx

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    soo, erste neue Erkenntnisse: es sind rund 37000KWh p.a. die verheizt werden.

    Der Kamin ist nicht offen.

    Prüfprotokoll vom Schorni folgt sicher erst zum Wochenende, vorher wirds nix.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Na ja, die 37.000kWh sind schon eher plausibel. Je nach Nutzerverhalten gehen die ganz schnell durch den Schornstein.

    Das bedeutet aber nicht, dass man nicht weiter optimieren kann. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  14. Luppes

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    Nimm dir einen Energieberater.
    Der wird als erstes die Gebäudehülle unter die Lupe nehmen und dann die Heizungsanlage.
    Anschließend weißt du wodurch die hohen Heizkosten entstehen und was du dagegen tun kannst.
    Gruß
     
  15. OldBo

    OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Moin,

    vielleicht könnte man auch über ein Heizungs-EKG herausfinden, wo evtl. Optimierungspotential liegt.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  16. Matze12xxx

    Matze12xxx

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    vielen Dank schonmal für die vielen Antworten! Werde versuchen, noch weitere Infos zu sammeln.

    Eine erste Recherche hat ergeben, dass 37000KWh auch für weniger als 3000€ zu bekommen sind. Vielleicht liegt da der Hund ja schon begraben. Ich forsche weiter.

    Aber wie schauts denn generell aus - ist in den letzten 15 bis 20 Jahren die Heizungstechnik soweit verbessert wurden, dass sich ein neuer Kessel lohnen könnte?
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Das kommt darauf an was man miteinander vergleicht. Ein Verkäufer wird Dir sicherlich von 30% Einsparung erzählen. Ich behaupte, dass man allein durch den Austausch der Therme diese Einsparung nicht erzielen kann. Wenn hohe Einsparungen erzielt werden, dann liegt das meist daran, dass die alte Kiste völlig neben der Spur lief, und sich niemand die Mühe gemacht hat ein bischen zu optimieren.

    Wie ich oben angedeutet habe, sollten aber 30.000kWh p.a. möglich sein. Wie man das jetzt erreicht, steht auf einem anderen Blatt.

    Gruß
    Ralf
     
  18. Julius

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    Nein.
    Auch wenn dfie schönen Hochglanzprospekte der Heizungslandwirte sowie die lobhudelnden Berichte in Zeitschriften etc. das gerne suggerieren...
     
  19. #18 moderne.heizung, 13. November 2012
    moderne.heizung

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    Auf Grund deiner Beschreibungen des Dämmstandards und Alters des Hauses ist dieser Verbrauch schon erklärbar und so wie R.B. schreibt wird bei dir wahrscheinlich nicht nur der Kesseltausch sinnvoll sein, sondern auch eine thermische Sanierung des Hauses, denn damit kannst du dann sicherlich deutlich Energie einsparen und wenn du dann einen neuen Kessel mit aktueller Technik verwendest, dann kannst du mit diesem Gesamtpaket sicherlich eine deutliche Energieeinsparung erreichen und auch entsprechend mehr Förderungen in Anspruch nehmen, die die Investitionskosten reduzieren.
    Ich würde dir empfehlen eine Vor-Ort-Energieberatung in Anspruch zu nehmen, um eine bestmögliche Beratung zu bekommen. Eine Abschätzung hinsichtlich der Einsparungsmöglichkeiten bietet der Energiesparrechner auf http://www.moderne-heizung.de/energiesparrechner.html.
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 13. November 2012
    Alfons Fischer

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    bei Häusern auch dieser Baualtersklasse ist oft mangelhafte Luftdichtheit nicht zu vernachlässigen:
    Gerade bei der häufig gewählten Profilbrettverkleidung im DAchgeschoß kommt es u.U. zu enormen Energieverlusten über Leckagen. Ein Hinweis darauf könnte sein, dass es bei windigem Wetter in einzelnen Räumen kühler ist als bei Windstillen.

    Gern gemacht in dieser Zeit auch: bei Fußbodenheizung hat man wegen der Notwendigkeit eines stärkeren Estrichs gerne mal Dämmung im Fußbodenaufbau weggelassen. In Verbindung mit ggf. hoher Heizkreistemperatur kommt es dann u.U. zu erhöhten Energieverlusten in Richtung Keller/Erdreich.
     
  22. Matze12xxx

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    vielen Dank für die neuen Beiträge! Leider habe ich noch keine neuen Infos, bin aber dran und stelle sie dann hier ein.
     
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