Heizung sanieren

Diskutiere Heizung sanieren im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Leute, ich bin ganz neu hier. Wir kaufen demnächst eventuell eine Immobilie und ich wollte mich nur grob im Voraus informieren, welche...

  1. elaa

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    Hallo Leute,
    ich bin ganz neu hier. Wir kaufen demnächst eventuell eine Immobilie und ich wollte mich nur grob im Voraus informieren, welche Möglichkeiten es für eine neue Heizung gibt.
    Im dem Haus (Baujahr 1980 - Massivbau) ist eine Öl-Zentralheizung mit 2x 1000 Litern.

    Das Dach des Hauses zeigt auf einer Seite zum Osten und die andere zum Westen. (ca. 55qm pro Seite)
    Das Haus hat eine Grundfläche von ca. 90qm pro Stock. Es gibt ein EG, unter ein UG (mit Kellerräumen und paar Wohnräumen) und das Dach wird auch ausgebaut. Also insgesamt 3 Stockwerke. Heizkörper sind fast überall schon vorhanden. Gas liegt in der Straße an, welches man für ca. 2500 Euro ins Haus verlegen lassen könnte.


    Nun frage ich mich, auf was für ein System ich mich konzentrieren sollte?
    Vorgestellt hatte ich mir ca. 13000 Euro (Wenn es Fußbodenheizung wird (hier mache ich mir Sorgen über die Minderung der Raumhöhe), dann könnte es eventuell auch etwas mehr werden mit fast ausschließlich Eigenleistung)

    Sollte ich eine Gas-Therme mit einem Wasserspeicher holen, eventuell einen wasserführenden Kamin oder Wärmerückgewinnung auch. Gut wäre es vermutlich, das System so auszulegen, so dass man die ganze Sache mit einer Solaranlage erweitern könnte. Ich sollte dort investieren, wo man am meisten spart. Welchen Weg würdet Ihr mir empfehlen?


    In einem anderen Thread erstelle ich dann ein anderes Thema, bei dem ich vorhabe, auch das Haus an den Stellen zu Dämmen, wo es am meisten Sinn macht.

    Über Antworten freue ich mich sehr.

    Grüßchen
     
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  3. Julius

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    Am meisten wirst Du sparen, wenn Du gar nicht investierst, sondern die vorhandene Anlage bis zum wirtschaftlichen Ende ihrer Lebensdauer nutzest.
    Danach könnte z.B. eine Umstellung auf Gas in Betracht kommen.

    Also, warum überhaupt eine neue Heizung???
    Warum nicht stattdessen ne gute Außendämmung nachrüsten?
     
  4. elaa

    elaa

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    Du meinst die alte Ölheizung so lange drin lassen, bis sie kaputt geht. Das ist natürlich auch eine Idee. Sobald diese kaputt geht, soltle der Austausch auch fix gehen. Bzw. für Solar oder sonstige Sachen sollte ich trotzdem vorbereitungen treffen, wenn ich restliche Sachen saniere. Also zwei Rohre mal definitiv zum Dach hin legen.

    Die Öl-Heizung sei laut Makler schon sehr alt und könne jederzeit kaputt gehen. Öl an sich ist ja auch nicht gerade billig. (Habe es aber ehrlich gesagt auch nicht mit Gas verglichen. 1:1 kann man das sicherlich aufgrund des Verbrauches eh nicht machen)

    In einem anderen Thread starte ich das Thema Dämmung. Ich wollte beide Themen nicht in diesem Thread mischen.
    Es wird die Heizung erneuert, das Dach ausgebaut und gedämmt und eine Außendämmung gemacht. (Da soll ja am meisten (ca. 30%) flöten gehen)
     
  5. alex2008

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    kann mich da Julius nur anschließen.

    Was Du brauchst ist ein Gesamtkonzept dahingehend Was so nacheinander erneuert und saniert wird.
     
  6. elaa

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    Oki, damit ich nicht zwei Thread habe, versuche ich das Thema Dämmung auch hier. Könnten Ihr mir bei einem grobem Plan helfen? :bau_1:



    Im Dach ist zwischen den Sparren schon eine Dämmung vorhanden. Ich vermute mal so ca. 18-20cm. D.h., das ganze sollte ich noch etwas dicker machen als erstes. Also mit Latten noch aufstocken und weiteres Dämmmaterial (eventuell ein anders) noch zwischen rein.

    1. Unmittelbar neben den Latten ist es womöglich dann nicht ganz dicht, wenn man dies auf die Sparren schraubt? Zum Schluss dann noch die Dampfbremse und mit Styropor auch im Dach die Seiteninnenwände verkleben?

    2. Es kommen neue Fenster und Rollläden rein. Hier werde ich diesen Thread verfolgen: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=53487
    Hier werde ich 3-fach Verglasung anschaffen und auf den U-Wert achten. Einen G-Wert gibt es ja auch noch, um die Wärme im Inneren zu halten.
    In Onlineshops hatte ich auch Fenster um die 300-400 Euro gesehen, die einen Wert von 0.7, bzw. 0.9 hatten. Wenn ich mich nicht falsch erinnere, waren es sogar Schüco. (Hier lasse ich mich aber von einem Fachmann noch beraten). Auch eine neue Haustüre steht an. Die Rollläden werden auch gedämmt.

    3. Nach den Fenstern wird der ganze Innenbereich komplett neu saniert. Innenwände, Boden, Elektro, Bad/WC, evtl. auch Heizkörper versetzt (hier muss aber noch geschaut werden, wie das am Besten erfolgt, da die alten Rohre im Boden versenkt sind)

    4. Das Haus ist Massivbau. Außenwände 30cm dick. D.h., ich sollte die Außenwände ca. 300mm dämmen oder reichen auch 120mm? Laut einem Baustoffhandel soll dies etwa 25 Euro pro Quadratmeter kosten. Die Frage ist dann, mit welchem Material gedämmt und wie weit in den Keller (unter der Erde) auch gedämmt werden sollte. (Ich müsste darauf achten, dass es zu keiner Schimmelbildung weder an der Wand noch im Dach irgendwo kommt. Ich weiß nicht, worauf hier zu achten ist. Genau so, wie es ist, wenn man die Fassade zu stark/dick dämmt und der Dachübertrag(?), bzw. Dachfortsatz(?) zur Außenmauer (Satteldach) kleiner wird)

    5. Sollte oder könnte man den Kellerboden evtl. dämmen, ohne viel an Raumhöhe zu verlieren, da in der Kellerebene auch Wohnräume vorhanden sind?

    6. Das nächste wäre dann eben, die Heizung und Warmwasseraufbereitung. Ich habe ich etwa 13000 Euro verplant. Je nachdem auch variabel. Nachgedacht hatte ich auch über eine Wärmerückgewinnung. Bei 3 Stockwerken (nach ausgebauten DG) womöglich aber etwas problematisch, wenn man dies zentral lösen möchte.
     
  7. #6 schimmelgut8er, 2. April 2011
    schimmelgut8er

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    wenn eine neue Heizung, würde ich eine Strahlungsheizung mit Blockheizkraftwerk einbauen.
    Es gibt eine Firma, die für die Dauer von 20 Jahren kostenlose Versorgung der Heizenergie sicher stellt.
    Die Räume erhalten statt Heizkörper eine Marmor- oder Granitplatte, welche Infrarotstrahlung aussendet. Behizt werden die Platten elektrisch, der Strom wird im Keller mit einem Blockheizwerk (nicht größer wie ein Heizkessel) produziert und ins Netz eingespeist.
    Wie gesagt, die Firma garantiert 20 Jahre lang kostenloses Heizen.
    Und Strahlungsheizung ist der Konvektionsheizung, was Wohnqualität und Energieeinsparung angeht, haushoch überlegen.
    Es wird nämlich nicht mehr die Raumluft erwärmt mit den negativen Folgen bezüglich Wärmestau unter der Decke und hohe Staubentwicklung durch die Luftumwälzung, sondern die Wände, was übrigens noch zur Schimmelvermeidung führt.
     
  8. bernix

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    was ich von deiner Idee halte hab ich dir in deinem Faden geschrieben ....
     
  9. #8 ReihenhausMax, 2. April 2011
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    Du hast ziemlich viel vor und da würde ich Dir auch auf jeden Fall einen
    guten Berater empfehlen, da es um ne ganze Ecke Geld geht und man
    auch einiges an Förderung bekommen kann.
    Wir sind in folgender Reihenfolge vorgegangen, da wir die Sachen, die
    richtig Dreck machen, vor dem Einzug erledigt haben wollten und
    neben der Energieeinsparung uns auch der Aspekt gesteigerten Komforts
    wichtig war. Möge es als Anregung dienen es so oder besser besser zu machen:
    1.) Energieberatung während wir ein paar Monate auf die Übergabe des Hauses warten mußten, leider keine sonderlich gute Beraterin ...
    2.) Kellerdecke in Eigenleistung gedämmt, alten Dachausbau rausgerissen
    3.) Alte Gasheizung durch neue Brennwerttherme ersetzen lassen,
    neue Heizkörper im Dach an neuer Stelle, Warmwasserversorgung
    zentralisiert. Fehler: statt der Therme mit 3.5-15 kW Heizleistung
    hätten wir die eine mit etwa 1 bis 9.1 kW nehmen sollen, hätte nach 5.)
    und leider nachträglicher Heizlastberechnung für den hydraulischen
    Abgleich wie der Praxis des letzten Winters auch gereicht ...
    4.) Dach neu decken und dämmen lassen. Zum Glück einen BDT machen
    und die Handwerker nacharbeiten lassen ...
    5.) KWL fertig installieren lassen, Rohre gehen bei uns senkrecht durchs
    Haus, Aggregat im Spitzboden
    6.) diverse Wand- und Bodenarbeiten in Eigenleistung, Einzug

    Das war erstmal das Paket1, da wir leider zu wenig Grundschuld haben
    eintragen lassen, um mehr KfW Mittel beantragen zu können und wir an
    anderer Stelle ein bischen zu pessimistisch kalkuliert haben. Daher jetzt
    in Kürze Paket2 mit neuer EnEV und ingesamt weniger Förderung ...:
    6.) Fenster + Türen neu und im gleichen Zug
    7.) Fassadendämmung um beides aufeinander abstimmen zu können
    8.) Wärmebrückenrechnung, damit es für ein Eff. Haus 100 reicht, was
    sonst nur wesentlich teurer (in unserem Kontext mit Solarthermie) klappen würde.

    Was konnten wir bislang draus lernen/weitergeben:
    - bei der Auswahl der Energieberatung/Baubegleitung besonders kritisch sein.
    - gute Handwerker nehmen, speziell wenn man selber die Aufträge vergibt.
    Beim Paket 2 haben wir uns für welche aus einem Handwerkerverbund
    entschieden, dem auch unser Heizungs/Lüftungsbauer und BDT Gutachter
    und neue Energieberater angehört (der alte und der Dachdecker nicht ...).
    Ich hoffe mal, die Ausführung wird ähnlich überdurchschnittlich sein, wie
    die Beratung vorab.
    Fenster selber aus dem Internet bestellen und von irgendeinem Hansel
    einschäumen lassen, wäre für mich ein klares no go.
    - Heizlastberechnung machen lassen, bevor man sich bzgl. der Heiztechnik
    entscheidet. Bei uns war Gas schon da und für Pellets eh kein Platz und
    kein Nerv auf FBH bzw. Wandheizung umzustellen. Das macht es einfacher.
    Ist man da frei, sollte man sich seiner Alternativen bewußt sein! Solar
    kann Sinn machen, für das Geld kann man aber an anderer Stelle ggf.
    auch mehr Energie einsparen und gleichzeitig eine Komfortgewinn
    erzielen (WP mit Fußbodenheizung, Dämmung, Fenster, KWL).
    Vergiß den Schwachsinn mit der Strahlungsheizung, die angeblich
    jedliche Renovierung überflüssig macht und deren
    pseuowissenschaftliche Argumente, die man speziell im
    Fachwerkhausforum, aber neuerdings auch hier findet. Wenn das Haus
    gedämmt wird und es nicht mehr durch die Fenster zieht, gibts auch
    keine extremen Temperaturschichtungen, Kältezonen mit Schimmelgefahr
    und Luftverwirbelungen, da der Raum auch so im Gleichgewicht ist.
    - Ein klarer Plan, was in welcher Reihenfolge gemacht werden soll.
    - Möglichst frühzeitige, möglichst realistische Finanzplanung, damit man
    sich nicht wie wir Möglichkeiten verbaut, Geld zu sparen. Dafür brauchts
    im ersten Schritt möglichst hochwertige Expertise ...
     
  10. alex2008

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    Habs doch schon geschrieben: Du brauchst ein Konzept.

    Dazu brauchst als Basis eine Erfassung des Ist-Zustandes.
    Bspw. sieht man dann was im Dach wirklich vorhanden ist und kann daraus mögliche Verbesserungen erarbeiten.
     
  11. #10 schimmelgut8er, 3. April 2011
    schimmelgut8er

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    ja danke, ich habe es registriert.
    Aber deshalb wird es ja nicht uninteressanter, es zeigt mir lediglich, dass DU von Bauphysik oder Baubiologie keinen blassen Schimmer hast.
     
  12. H.PF

    H.PF

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    Mhhh... und was ist mit der Abwärme des BHKW? Was macht ihr damit?

    Ich find das System irgendwie suboptimal...
     
  13. githero

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    Genauso ist es. Was Du vorhast, ist eine sehr große Hausnummer. Aufgrund Deiner Beschreibungen kann man aber erkennen, dass Du noch nicht sehr tief in der Materie drin steckst.
    Mit den geschätzten 13 TEUR für die Heizungserneuereung wirst Du nicht so arg weit kommen. Falls Du auf Gas umstellen willst, wird es auch ohne Solar schon knapp (die Öltanks müssen erneuert werden, LAS etc.)
    Ganz wichtig: Nimm Dir einen Planer (Energiebrater oder Archi oder noch besser beides in einer Person) der sich die Ist-Situation ansieht und darauf aufbauend ein Gesamtkonzept erstellt. Der gibt Dir Hinweise, was wie gedämmt werden sollte und wie für die Sanierung vorzugehen ist.
    Es macht keinen Sinn, erst die Heizung zu tauschen und dann später zu dämmen. Dann ist die Heizung völlig überdimensioniert.
    Die 25 EUR pro QM für die Außendämmung bezogen sich wohl nur auf den reinen Materialpreis für die Dämmplatte. Hinzu kommt aber noch eine ganze Menge mehr (Gerüst, Kleber, ggf. Dübel, etc), so dass man normalerweise ca. 100 EUR/qm bei der Außerndämmung rechnet.
    Gruß
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Nie und nimmer. Ich habe jetzt schon ein Dutzend dieser Schönrechnereien untersucht, aber in keinen Fall hat sich das für den Betreiber gerechnet.
    Aber die Firmen können viel garantieren, wenn sie jährlich umfirmieren.

    Gerade in den letzten Jahren waren viele "Drücker" unterwegs die die absurdesten Anlagenkonstellationen verkaufen wollten. Darunter waren auch mehrere BHKW Konstrukte.

    BHKW und dann noch in Verbindung mit einer E-Direktheizung ist der größte Unsinn den man sich in einem EFH vorstellen kann. Selbst größere Anlagen im Gewerbebereich oder zur Versorgung einer ganzen Häusersiedlung rechnen sich normalerweise nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  15. alex2008

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    BHKW oder auch Micro BHKW sind zur Zeit schwer In.
    Die großen Heizungshersteller haben inzwischen fast alle solche Geräte im Programm. Und auch diverse Stadtwerke und kleinere Energieanbieter rühren feste die Trommel dafür.

    Man will halt nur das Beste: Das Geld vom Bauherrn
     
  16. elaa

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    hey Reihenhausmax,
    vielen Dank für die Informationen. Ich schreibe mit meinem Mann zusammen die Beiträge. Also einmal, die wenig Ahnung hat, und einmal, der handwerklich gut begabt ist. (Reicht aber sicherlich bei weitem nicht aus, um sehr vieles in Eigenleistung zu machen.) Den Elektrotechnikbereich werden wir bzw. erl aber komplett übernehmen.


    Vielen Dank für Dein Konzept. Einen Plan werden wir auf jeden Fall aufstellen und ggf. mit euch dann auch teilen. Bevor wir alles angehen, werden wir uns auf jeden Fall auch einen Energieberater zu Rate ziehen.


    @githero
    ja klar, macht es kein Sinn, die Heizung zu erneuern und dann zu dämmen. Wie gesagt, werden wir einen Energieberater zu Rate ziehen und einen Plan erstellen lassen. Das ganze sollte dann aber mit viel Eigentleistung dann durchgezogen werden. Dämmen, Innenausbau wird dann komplett selber oder mit Freunden und Bekannten ausgebaut. Der Bruder (bsp. Fenstermonteur) baut dann Fenster ein, die er rabattiert bekommt usw. eben.


    Wenn das Gesamtkonzept steht, dann wäre die Umsetzung sicherlich das kleinere Problem. Bsp. Aussendämmung, ein Gerüst wäre durch einen Nachbar kostenlos vorhanden, (Dübel ist denke ich blöd, aufgrund von Schall, bzw. Wärmebrücken??) aber, da es sich um ein Altbau mit Putz handelt, soll anscheinend eine reine Verklebung nicht ausreichen)
    Man müsste eben überlegen, ob man 30cm aussen dämmt, oder 20 außen und evtl. auch von Innen. Ist halt alles eine Frage, ob es Sinn macht oder nicht, und das weiß sicherlich (hoffentlich) alles der liebe Energieberater :-)

    Die heikelste Sache wird vermutlich eh die Heizung sein. Das wird leider nicht komplett mit Eigenleistung möglich sein. Wenn aber das Konzept steht, kommt ein günstiger Installateur. In einem anderen Haus hatten wir vor ca. 1 Jahr folgendes realisiert:

    Vitodens 300 und auch ein 300L Speicher von Viessmann und zwei Kollektoren auf dem Dach mit Skonto, Einbau usw. für ca. 9800 Euro bekommen, + Abnahme vom Kaminfeger für ca. 60 Euro.

    Bei dem neuen Haus kommt eben leider noch die die Verlegung des Gases ins Haus hinzu, was ca. 2500 Euro kostet. Wie man sieht, die 13000 Euro sind sehr knapp bemessen. Das muss auf jeden Fall um ein paar tausend Euros aufgestockt werden, damit mehr Spielraum vorhanden ist.
    Ob da jetzt ein Mischsystem reinkommt, für Fußboden- und Normalheizung, wo verschiedene Vorlauftemperaturen herrschen, weiß ich noch nicht. Damit man aber auf verschiedene Alternativen und Ideen kommt, lese ich mich sehr viel ein und unterstütze meinen Partner, damit auch die Arbeit des Energieberaters kritisch betrachtet werden kann. Wenn man die Dämmung hat, dann kann man auch den Heizwert, bzw. den Wärmebedarf berechnen: http://www.f09.fh-koeln.de/imperia/...edarfsberechnung_nach_din4701__k_ken__pdf.pdf

    So eine BHKW kommt denke ich mal nicht in Frage :-) Danke trotzdem für die Idee.

    Da das UG teilweise an manchen Bereichen komplett der Erde ist und an manchen Bereichen offen, sollte man vermutlich an allen Ecken des Hauses aussen so weit wie möglich nach unten dämmen. Da bei älteren Häusern die Bodennplatte auch nicht gedämmt ist, sollte man dann sicherlich von innen den Boden noch dämmen. <-- ja, das alles ruft immer nach einen Energieberater :-) Ich werde mich dann schlau machen.


    Eins aber mal Vorweg. Wenn das Dach etwa 30cm an allen Seiten des Hauses drüber hinaus steht zur Fassade. Würdet ihr dann noch mit 30cm überhaupt dämmen? Sieht doch komisch aus, wenn das Dach nicht verändert wird, falls das überhaupt technisch möglich ist.

    Und als letztes noch @ ReihenhausMax
    In anderen Foren habe ich oft gelesen, dass mit Außendämmung, neuen Fenstern und neuer Heizung (sogar ohne Solar) teilweise Leute Effektivhaus 55 erreicht haben.
    Wäre dann bei dir Eff. 100 nicht etwas mager oder einfach die Realität.

    Grüßchen
     
  17. githero

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    Wie kommst Du eigentlich auf 30cm Außendämmung?? I.d.R. sollten 16 cm WLG 035 reichen. Aber die genauen Spezifikationen ermittelt Dir der Energieberater. Die Außendämmung selbst machen solltet Ihr wirklich nur, falls Ihr jemanden habt, der vom Fach ist und Euch hilft. Ansonsten könnt Ihr da sehr viel falsch machen. Es ist ja nicht damit getan, die Platten einfach an die Wand zu Kleben. Gerade die Details und Anschlüsse können kniffelig sein.

    Und die Entsorgung der Öltanks (nochmal 1000 EUR) und das LAS und und und... Informiert Euch mal, wie man eine Heizungsanlage "heutzutage" austauscht und was da noch anfällt (z.B. korrektes Befüllen der Anlage, evtl. Spülen des Heizkreislaufes, etc).
     
  18. #17 ReihenhausMax, 5. April 2011
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    Hallo elaa!

    In diesem Thread hab ich ein paar Bücher erwähnt, die uns geholfen haben (und
    einige andere die ihren):
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=51641

    Für bauphysikalische Hintergründe kann ich dieses PDF empfehlen:
    http://www.passiv.de/04_pub/Literatur/Altbauhandbuch/Altbauhandbuch_PHI.pdf

    Bei unserem Renovierungsablauf hab ich noch vergessen, daß wir bei den Dacharbeiten
    natürlich auch gleich (bei uns reichts vorne raus) den Dachüberstand haben verlängern lassen.

    Rein vom Dämmstandard her, wäre bei uns wohl auch zumindest noch EffHaus 85
    drin (die Transmissionsverluste dürfen unabhängig von der Heizung nicht über
    bestimmten Werten liegen), aber dafür reichts beim Primärenergiebedarf nicht,
    was dann Solar, WP oder Pellets erfordern würde. Nach den Zahlen, die wir für
    den Antrag bekommen haben (Realitätsnähe wird sich zeigen), sollen wir bzw.
    Familie Mustermann, wenn sie in unserem Haus wohnen würde, künftig
    etwa gleich viel Gas für die Heizung wie fürs Warmwasser brauchen. Das ist mir
    erstmal gut genug und man muß ja auch mal die verschiedenen Nebenkosten
    (Gas, Wasser+Abwasser, Strom) in Relation setzen. Ich hab vor ein paar
    Wochen die erste Inspektion für die Gastherme machen lassen, schwups sind
    200 Euro weg ;-) Das wäre dann künftig mit aktuellen Gaspreisen auch schon
    ein Drittel meiner Verbrauchskosten. Irgendwo muß man auch bei den Dämmstärken
    im Bestand einen Kompromiß machen.
    Wir wollten z.B. im Dach keinen Platz verlieren, weshalb
    wir nur zwischen den Sparren und nach außen gedämmt haben (26 cm). Auch bei der
    Kellerdecke haben wir uns auf 14cm Mineralschaumplatte beschränkt. Nimmt man
    da PU in Kauf und/oder mehr Platz, kann man natürlich auch da noch eine gute Schippe drauflegen. An den Kellerwänden muß ich auch noch gelegentlich sehen, wo ich da
    die Dämmung 50cm runterziehen kann.
    Das wäre sicherlich auch lückenlos Pflicht, wenn man
    in Richtung Passivhaus gehen will. So lange die Nachbarn nicht auch dämmen, hab
    ich auch einige Wärmebrücken, die ich schlicht tolerieren muß und die Eingangstreppe
    ohne thermische Trennung will ich auch nicht schlachten ... 30 cm Fassadendämmung
    wären bei uns auch nicht oder nur partiell drin, trotz schön großer Fenster.
    Die Fenster müßte man dann auf jeden Fall vor das bestehende Mauerwerk montieren, am besten vermutlich mit einem neuen Laibungskasten noch ein Stück nach außen ...
    Für ein Passivhaus muß wohl auch die Ausrichtung passen und eine energetisch optimierte Aufteilung der Fensterflächen möglich sein.
     
  19. elaa

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    hi githero,
    300er Dämmung haben viele vorgeschlagen, um eine einen guten Effektivwert zu erreichen. (Das wäre jetzt nur eine Maßnahme von vielen)

    Bei diesme Objekt würden wir sicherlich mit 9800 Euro nicht hinkommen. Da hast du natürlich Recht. Entsorgung kommt natürlich auch noch hinzu :-)

    @ReihenhausMax
    hey, danke für die Bücher. Falls die Bücher nicht so teuer sind, werde ich mir alle drei holen. Die PDF habe ich schon herunter geladen.


    Bei uns können wir vermutlich im Dach richtig dick dämmen. Wie dick hast du eigentlich deine Fassade gedämmt? Da werde ich vermutlich nicht so dick dämmen können. Wir haben da leider keinen richtigen Keller, sondern eine UG mit normalen Wohnräumen. Ich werde aber trotzdem versuchen untererdig so viel wie möglich zu dämmen und den Boden des UG's. Da werde ich aber im Boden nicht arg dick dämmen können.


    Je nach Dämmstoff (mit seinen Vor- und Nachteilen > Styropor, Mineral, usw. und verschiedene Ausführung > normal/Nut und Feder, spezielle Sockel mit weniger Wärmeverlust) und kleinerem WLG-Wert kann man sicherlich bei der Dämmstärke etwas variieren.

    Macht es eigentlich ein Unterschied, wenn ich WLG 035 von Knauf nehme oder irgend einem anderen Hersteller (BASF, Noname(?)), wenn der Wert passt oder lieber gleich zum Markenhersteller greifen?

    Bzgl. der Fenster. Hier wusste ich nicht, dass man die vor das Mauerwerk soagr verlegen sollte. (Wegen der Luftverwirbelung, bzw. den Strömen oder?)

    Wegen dem Passivhaus muss man wirklich auf viel aufpassen. Auf den Briefkasten durch das Mauerwerk sollte ich dann auch verzichten :-)

    Grüße
     
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  21. #19 ReihenhausMax, 6. April 2011
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    Noch ist unsere Fassade nicht gedämmt, aber gestern kam die Förderzusage
    der KfW :D Sollen im wesentlichen 18 cm WLG 032 werden. Mit
    Wohnräumen im UG wird das mit der Dämmung natürlich schwierig. Zum
    einen hat man wenig Höhe und dann auch noch die Wände von unten
    her als Wärmebrücke und Licht&Luft muß auch noch passen ... Kein gutes
    Jippi Jaja DIY Projekt, um mal keine Firmennamen zu nennen.

    Die Fenster in die Dämmebene zu setzen bringt Vorteile bei der Dämmung,
    zumindest in der Theorie (siehe PDF). Uns wurde allerdings vom Fensterbauer davon abgeraten, da die Umdämmung beim WDVS wesentlich schwieriger mit der nötigen Genauigkeit zu machen wäre. Letztlich wohl schlicht eine finanzielle Frage. Und die Fensterbänke innen müßten dann auch alle zwingend neu.

    Damit es sinnvoll ist, ein bestehendes Haus wirklich auf Passivhausniveau zu bringen, müssen sicherlich viele Faktoren passen. Wir haben den Ergeiz nicht. Nächste Woche gibts erstmal mit den Nachbarn zusammen eine Wasserpumpe für die Gärten, um da künftig etwas Nebenkosten zu sparen und Spaß für die Kids (zusätzliche manuelle Schwengelpumpe).
     
  22. elaa

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    hey reihenhausmax,
    leider haben wir die immobilie wegen ein paar stunden verpasst, weil wir uns doch viel zu sehr um die details und bauvorhaben gekümmert hatten, anstatt die immobilie zu reservieren. Wir werden die Tage aber mal über einen Neubau nachdenken und evtl. einen Thread starten mit ganz groben Fragen dazu.
     
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