Heizung

Diskutiere Heizung im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Bauexperten! Ich brauche ganz dringend einen Rat. Eigentlich waren wir uns ziemlich sicher und hatten uns für eine Heizart schon...

  1. Sonnemeer

    Sonnemeer

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    Liebe Bauexperten!

    Ich brauche ganz dringend einen Rat. Eigentlich waren wir uns ziemlich sicher und hatten uns für eine Heizart schon entschieden. Nun haben uns ein paar Äußerungen eines Bekannten sehr verunsichert.
    Hier die Daten:
    Wir möchten ein Blockbohlenhaus bauen. Da wir ja zur Auflage haben regenerative Energie zu nutzen, hatten wir uns für eine Pelletheizung entschieden. Der Tank sollte auf dem Grundstück,am Haus vergraben werden. Nun hat uns jemand davon abgeraten und gesagt, dass sich in dem Tank Kondenswasser bildet, wenn der Tank sich leert und dann die Pellets unbrauchbar werde. Stimmt das, und wenn ja, wäre eine Alternative eine Luftwärmepumpenheizung? Die Heizlast liegt bei 7 KW.
    Eine Bitte, bitte so antworten, dass zwei ältere Frauen es auch verstehen :-)

    Vielen Dank!!!!
     
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  3. mastehr

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    Von wem kommt diese Auflage? Wofür müsst Ihr sie nutzen? Zu welchem Anteil?
     
  4. vollmond

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    Gastherme + Solarranlage zur Heizungsunterstützung.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Pellets müssen trocken gelagert werden, da sie aufgrund ihrer geringen Restfeuchte die Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen. Pellets habe ja eine typische Feuchtegehalt von 8-10%.
    Zur Kondensation in einem Pelletlager kann es nur kommen, wenn entweder feuchte Luft in das Lager gelangt oder durch chemische Prozesse feuchtwarme Luft entsteht.

    Somit spielt die Pelletaustragung aus dem Lager eine wichtige Rolle. Wird hier eine Saugaustragung genutzt die die Luft wieder in das Lager zurückführt, dann bläst man ständig warme Luft in das Lager. Liegt der Tank dann im kalten Erdreich, dann ist Kondensation nicht auszuschließen.

    Man sollte zudem das Lager nicht zu groß wählen, damit die Pellets auch zeitnah verbraucht werden. Ich würde aber trotzdem eine Lagerung innerhalb des Gebäudes bevorzugen.

    Bei 7kW Heizlast ist der bedarf an Pellets ja überschaubar. Man benötigt hier ganz grob 3 Tonnen Pellets p.a. oder einen Raumbedarf von 5m3. Das kann man, je nach Aufbau des Lager, auf einer Grundfläche von 3-4m2 unterbringen.

    Aus Betriebskostensicht würde ich das nicht empfehlen. Wenn eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen soll, dann eine Sole-WP oder DV. Bei einer LWP wird man bei einer JAZ irgendwo zwischen 3 und 3,5 landen. bei 21Ct./kWh für den Strom im WP Tarif zzgl. Grundgebühr wird man damit zwar günstiger heizen als mit Heizöl, aber die Betriebskosten werden nicht günstiger als mit Erdgas und schon gar nicht günstiger als mit Pellets. Bei einer Sole-WP ist eine JAZ zwischen 4 und 4,5 praktisch möglich. Da sieht die Sache wieder anders aus. Diese Variante wird hinsichtlich Brennstoffkosten günstiger als eine Gastherme und kann auch noch günstiger als ein Pelletkessel werden.
     
  6. Zellstoff

    Zellstoff

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    wie mastehr schon anmerkte, sollte man zunächst hinterfragen, woher der "Zwang" zu regenerativen Energien kommt. Wenn nur aus EnEV/EEG, dann ist das keine Pflicht, sondern kann durch Ersatzmassnahmen (bessere Dämmung) geleistet werden.

    Jeder Energieträger für Heizzwecke hat seine Vor- und Nachteile. Ein "Problem" bei Pellets sind die Anforderungen an die Lagerung. Neben dem Platzbedarf eben auch die zwingende Sicherstellung einer trockenen Lagerung. Im Neubau denke ich auch, dass man die Lagerung in das Gebäude planen sollte, wenn nicht möglich oder zu aufwendig, dann würde ich einen anderen Energieträger wählen.
    Pellets passt gefühlsmässig "gut zu Holzhaus", allerdings sind die Preise / kWh gerade in den letzten Jahren auch stark gestiegen. Je nach Gegend, liegen die Kosten pro benötigter kWh thermisch und Abnahmemenge inzwischen auch bei ca. 6 Cent. Das liegt in der gleichen Region wie Gas, eine Wärmepumpe muss eine Jahresarbeitszahl von ca. 3,5 erreichen (heißt: aus 1kWh Strom muss eine WP 3,5 kWh Wärme erzeugen können) um preisgleich zu sein.

    Mittel- bis langfristig bin ich der Meinung, dass sich kein Energieträger signifikant von den anderen preislich absetzen wird, kurze Schwankungen ausgenommen. Selbst Öl ist aktuell fast wieder "konkurrenzfähig", wenngleich hier die Unsicherheiten und Preisschwankungen zu unkalkulierbar sind und daher mMn Öl keine wirkliche Alternative ist und bleibt. Hier vereint man nur alle (möglichen) Nachteile der anderen Energieträger ohne alleinige Vorteile zu haben.

    WP sind eine gute Alternative, allerdings liegen sie meist im Invest deutlich über Gas und je nach Ausführung auch über Pellets.
    Ich bin ein Freund von Gas, weil es in den allermeisten Fällen sowohl vom Invest als auch von der Betriebsweise (einfach Technik) die sicherste Möglichkeit darstellt, eine effiziente Heizungsanlage zu bekommen.
    Wenn aber Gas nicht oder nur schwer verfügbar ist oder andere Argumente (und dazu zähle ich auch den evtl. vorhanden "ökologischen" Ansatz eines Blockbohlenhauses) zum tragen kommen, dann muss man sich alternativ umschauen.

    Bei "zwei älteren Frauen", gebe ich (bei allem Respekt ;)) auch zu bedenken, dass auch das Thema "Bedienung" der Heizung durch den Betreiber eine Rolle spielen könnte. Pellets oder gar Scheitholz sind hier aufwändiger als WP oder Gas.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Zuerst mal klären, ob überhaupt ein Gasanschluss möglich ist, und wenn ja, mit welchen Kosten das verbunden ist. Dann anhand der PLZ mal nach den zu erwartenden Gaspreisen schauen.

    Da stimme ich uneingeschränkt zu. Ein Pelletkessel erfordert einiges an Aufmerksamkeit vom Betreiber, das beginnt schon mit dem regelmäßigen Entleeren der Asche. Üblicherweise bleiben bei einem ordentlich eingestellten Kessel zwar nur 1-1,5% an Asche übrig, aber auch die muss regelmäßig entfernt werden. Ist man da nachlässig, dann führt das zu einer schlechteren Effizienz, bis hin zur Störungen im Betrieb. Je nach Kessel sollte dieser alle 6-8 Wochen während der Heizsaison auch mal gründlicher gereinigt werden. Das dauert zwar meist nur 15-20 Minuten, sollte aber dennoch nicht vergessen werden.

    Eine WP ist diesbezüglich wartungsfrei. Bei einer Gastherme sollte man jährlich den Brenner bzw. Brennraum checken lassen. Man sollte halt nicht vergessen, dass die Teile die mit Feuer in Berührung kommen, einer entsprechenden thermischen Belastung ausgesetzt sind.
     
  8. Sonnemeer

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    Lieben Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen. Ich werde die Information sacken lassen. Der Architekt hat uns gesagt, dass laut EnEV 2014 erneuerbare Energie als Standart definiert wurde. Auch die Dame von der Verbraucherzentrale und der Herr bei der Energieberatung in Berlin haben dem nicht widersprochen. Das Haus wird sehr gut gedämmt sein. Es hat eine Bio-Doppelwand Duo Plus mit Korkfüllung. Gas liegt am Grundstück an. Das wäre für die Heizung. Was bietet sich dann für den Energiebedarf/ Strom an?
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Ich vermute da liegt ein Missverständnis vor. Es ist auch weiterhin möglich Ersatzmaßnahmen zu tätigen.

    ??? Was soll sich da anbieten? Stromanschluss vom VNB, und dann halt einen Tarif mit irgendeinem Versorger abschließen.

    Oder willst Du den Strom unbedingt selbst erzeugen?
     
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  11. mastehr

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    Selbst wenn es als Liegeart definiert wurde, hast Du entweder etwas falsch verstanden oder solltest Dich ganz schnell von dem Architekten trennen. Hier würde ich noch einmal ganz genau nachfragen.
    Und wofür sollen die Pellets sein? Von den Investionskosten hat Gas je nach Anschlusspreis meistens die Nase vorn. Auch von den laufenden Kosten ist Gas bei den aktuellen Preisen sehr günstig. Wenn eine Gas-Heizung alle ein bis zwei Jahre gewartet wird, ist sie sehr anspruchslos und versieht jahrelang ihren Dienst.
    Dem widerspricht die Aussage, das es eine Heizlast von 7 kW hat. Es sei denn, Ihr plant in der Größenordnung über 200 m² Wohnfläche.
    Strom kommt aus der Steckdose bzw. aus dem Kabel in der Erde. Photovoltaik brauchst Du nicht und rechnet sich nur noch unter gewissen Umständen und genauer Planung.

    Deine Fragen wecken in mir den Anschein, als Du relativ wenig Ahnung von der Materie hast. Dein Architekt hat entweder auch nicht mehr Wissen oder kann es schlecht vermitteln. Deine Pläne hören sich so an, als ob Du auch einen gewissen finanziellen Hintergrund hast, denn wirklich günstig wird Dein Vorhaben nicht werden.

    Edit: R.B. war schneller.
     
  12. Sonnemeer

    Sonnemeer

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    Nochmals danke für die Information!
     
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