Heizungkonzept verfeinern

Diskutiere Heizungkonzept verfeinern im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, Wir haben diese Woche die Angebote unserer Heizungsbauer bekommen. Heizungsbauer1: - Scheitholzofen - 2 Pufferspeicher a 1500L -...

  1. Stix

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    Hallo,
    Wir haben diese Woche die Angebote unserer Heizungsbauer bekommen.
    Heizungsbauer1:
    - Scheitholzofen
    - 2 Pufferspeicher a 1500L
    - Brauchwasserspeicher 400L
    Prinzip: Die Solaranlage ca 13m² speist den Brauchwasserspeicher, wenn dieser voll ist heizt er die Pufferspeicher

    Heizungsbauer2:
    - Scheitholzofen
    - Pufferspeicher (Hygienespeicher/Kombispeicher) mit Brauchwasserwellrohr 1250l
    - Pufferspeicher (Schichtenspeicher) 1250L
    Prinzip: Die Solaranlage ca 13m² speist die obere Hälfte des Hygienespeichers, dort ist auch die Erwärmung des Brauchwassers

    Heizungsbauer3:
    - Scheitholzofen
    - 2 Pufferspeicher a 1000l
    - Brauchwasserspeicher 400.
    Prinzip: Die Solaranlage ca 6,5m² speist den Brauchwasserspeicher, wenn dieser voll ist hört die Solaranlage auf
    Solaranlage und Heinzung ist nicht gekoppelt.

    Das ist natürlich nur eine grobe Übersicht aber bei Fragen kann ich gerne näher auf einzelne Punkte eingehen.

    Nun meine Frage: Welches ist das beste Systemprinzip.
    Den Preis können wir mal aussen vor lassen.

    Würde mich über euere Antworten und Diskussionen freuen.

    Viele Grüße
     
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  3. R.B.

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    Möchtest Du nur mit Holz und Solar heizen bzw. WW erzeugen?

    Dann wäre Variante 1 MEIN Favorit. Versuche das Konzept möglichst einfach zu halten.

    Was für Heizflächen sind geplant?

    Ob die einzelnen Komponenten miteinander harmonieren, müsste man prüfen. Die Puffergröße scheint auf den ersten Blick ausreichend. Für eine Dimensionierung sollten natürlich die Gebäudedaten bekannt sein.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Stix, 12. Februar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2010
    Stix

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    Danke schonmal.

    Gebäudedaten:
    EFH mit 234m² Wohnfläche
    KG - 6 Heizkörper
    EG - komplett FBH
    DG - Schlafräume Heizkörper (insgesamt 3 Stück) FBH in den restlichen Räumen.

    Gebäude erreicht leicht KFW55 der ENEV 2009.

    Wir möchten eine Solaranlage, vorallem damit wir im Sommer warmes Wasser haben und den Scheitholzofen nicht bestücken müssen.

    Heizflächen: es wären Flachkollektoren. mit einer Fläche von 2,01m² pro Platte
    Wenn wir natürlich mit einer doppelt so großen Solaranlage ca 13m² auch in der Übergangszeit das Brauchwasser UND die Heizung leicht laufen lassen können wäre das schon ein Schmankerl.

    Heizungsbauer 2 meinte zu Vorschlag von Heizungsbauer 1, dass wir viel Wärmeverluste vom Brauchwasserspeicher zum Pufferspeicher haben werden.
    Wie sehen das die Forumsexperten?

    Heizungsfläche: Flachkollektoren mit einer Fläche von 2,01m² pro Platte
     
  5. Stix

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  6. R.B.

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    Wenn es nur um WW geht, wäre mir der Aufwand zu groß. Wenn schon, dann auch die Heizung mit einbinden. Der Mehraufwand ist nicht so dramatisch, damit sich jedoch Solar überhaupt rentieren kann, muss man jede kWh ernten die die Sonne liefert. Es wird immer wieder vergessen, dass es nicht nur um Temperaturen geht, sondern primär um Energie die geerntet werden soll.

    Deswegen auch die Trennung von WW und Heizung, denn sollte der Ertrag für die relativ hohe WW Temperatur nicht ausreichen, dann reicht es vielleicht noch als Unterstützung für die FBH, die ja mit niedrigeren Temperaturen auskommt.

    Diese Einschätzung verstehe ich nicht. Was meint er mit Wärmeverluste? Wasser für WW und Heizung in einem Kombispeicher sorgt regelmäßig für Ärger, denn es ist nicht möglich die unterschiedlichen Temperaturen im Speicher zu trennen. Schichten hin oder her, es findet immer eine ungewollte Vermischung statt.
    Deswegen favorisiere ich eine klare Linie. WW (hohe Temperatur) in einem eigenen Speicher, und Heizung (niedrigere Temperaturen) in einem eigenen Speicher. Das ganze also schön getrennt und gut gedämmt.

    Das Umschalten zwischen den Speichern, oder zwischen verschiedenen Ebenen eines Speichers, ist doch kein Problem.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Stix

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    Er meint die Wärmeverluste, wenn der Brauchwasserspeicher voll ist und dann den Pufferspeicher erwärmen will. egal.

    @Ralf: Danke scho mal.Ist ein System mit 2 normalen Pufferspeichern und einem Brauchwasserspeicher die sinnvollste Variante, so wie ich deinen Beitrag lese.

    Wie schaut des mit den Brauchwasserspeicher und den Legionellen aus?
    Im Vergleich zu einem Hygienespeicher.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Das wäre mein Favorit. Es gibt sicherlich auch Leute die das anders sehen.

    Wieviele Personen? Anzahl der Zapfstellen?

    Wird die TW-Installation richtig geplant, gebaut und betrieben ist die Legionellengefahr gering, gerade in einem EFH mit seinen moderaten Wassermengen und regelmäßigem Wasserverbrauch.

    Bei dem Begriff "Hygienespeicher" muss ich immer schmunzeln. Man muss dem Kind nur einen geeigneten Namen geben, schon kommen die Leute in´s Grübeln. :D

    Ich würde in einem EFH mit 2 Personen natürlich niemals 1.000 Liter WW bevorraten, dann nur über Puffer mit Frischwasserstation. Bei 300 oder 400 Litern und 4-5 Personen wird der Speicherinhalt jedoch fast täglich (spätetens alle 2 Tage) komplett ausgetauscht. Da haben die Legionellen gar keine Zeit sich zu vermehren. ;)
    Wird dann noch die WW Temperatur passend gewählt, dann ist das Risiko gering.

    Ein Nachteil hat diese Konstellation. Man kann auch im Sommer nur für 1-2 Tage Energie für WW einlagern. Deswegen ist die Solarfläche passend zu wählen. Möchte man auch längere Zeiten im Sommer überbrücken, dann sieht die Sache etwas anders aus. Dann müssen größere Mengen bevorratet werden, und das ist mit einem reinen WW-Speicher nicht sinnvoll.

    Alles hat seine Vor- und Nachteile. Es kommt darauf an, welche Prioritäten Du setzen möchtest.

    Gruß
    Ralf
     
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  10. Stix

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    Vielen Dank Ralf für deine Beiträge,

    haben uns die letzte Woche die 3 Varianten angeschaut und mir ist wichtig, dass ich im Sommer größere Warmwassermengen bevorraten will.
    Wie gesagt, tausche ich bei einem 400L Boiler das WW ca alle 3 Tage aus. Wenns dann mal längere Zeit mieses Wetter ist müsste ich den Scheitholzofen einheizen. Obwohl es draussen nicht kalt ist.

    Somit wäre für mich die Variante 2 die sinnvollste weil,
    - ich fast keinen Mehrpreis dank der Förderung für weitere 6m² Kollektorfläche habe
    - ich zwei mal 1250l an Wasser (Heizungswasser) speichern kann und somit die Sonnenenergie länger speichern kann
    - das für mich die übersichtlichste Anlage ist.

    Zu den Eckdaten noch einen Nachtrag:
    Es sind 4 Personen im Haushalt (2EW und 2K)
    Zapfstellen (Bad mit Wanne und Dusche im DG) Dusche im EG

    Grüße
    Stix
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Wasser über längere Zeit bevorraten funktioniert aber nur mit einem verdammt gut gedämmten Speicher. Das bitte nicht vergessen. Ansonsten ist nach 3 Tagen selbst ohne Entnahme nicht mehr viel übrig.

    Bei FriWa Station oder Durchlaufprinzip immer an die notwendige Schüttmenge denken. Sonst muss man sehr hohe Temperaturen bevorraten damit am WW Anschluß nicht nur lauwarmes Wasser geliefert wird.

    Gruß
    Ralf
     
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